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Äiieüen, 18. Cd. Am Samstag Äbenb um II Uhr wurden |uxi grauen, von einer Honigküche heimkehrend, in der Nähe bei Rufs. Hofe» von einem Burschen attakin und btt eine derselben jur Erbe eniflen und mifcbanb It Äuf bai Gfchrn bnldben nahm ba» XerUben Reißaus. ist ober doch ziemlich erkannt worben, so daß seine Belohnung wähl in Aussicht rieht

---Einweihung ber Sp'imstube tn unserer »ad>Mrfiobt Etausenberg fe iten und oerorbeiielm sich bit Vur'chen mit Prügeln und besser» derart, bah Einer davon durch zwei Stiche schwer verwundet im Haute her Hhur uuch zwiiche» Leb« und Tob schwebend bornieberliegt Öann endlich wirb dem oeratrere» unhttlt<tcs Lpinnstubengebrauch ein ((nbe gemocht'/

--Die Herten Unga.n aiw» ^igotecr haben geirern reche Gute tMeteHfft o<« wacht tmb werben sich über ihre Einnahme nicht zu beschweren haben. Cb sie eine ttorudfion zur -Hebung von Entree zu ihrem abgeschlossenen Eldoiabo d-sitzen, konnte« wir nicht in Erfahrung bringen, nur so viel: bah sie oon jedem Neugierden e,n Entree von 20 Pf. unb mehr erhoben um bie B-aut (f) unb Bräutigam sehen zu büren, die in ihrem Ausputze ui gemern stolz umderschrikten

welche den Reichstag auf den 27. Caoler etnbmift, unt bestätigt die Mel- du"g der Rat.-Ztg.", daß der Staatssekretär v. Bülow anstatt des Fürsten Bismarck an der Reise des Kaisers Theil nehmen werte.

Berlin, 16. October. Die Liste der Firmen und Personen, welche sich (n Deutschland zur Beschickung der Weltausstellung in Philadelphia gemeldet haben, ist abgeschlossen. Die Anmeldungen, die Anfang- sehr spärlich dnliefeu, haben in der letzten Zeit ungemein an Zahl und Umfang zuaenommen, fo daß der Raum, welcher der deutschen Ausstellung in den Ausstellungsräumen zu Philadelphia zugetheilt ist. ein sehr beschränkter sein wird, wenn nicht noch mehrere Anmeldungen, wozu Anzeichen vorhanden sind, zurückgezogen werden. Die Zahl der deutschen Aussteller wird sich aus ungefähr 650 belaufen. Der Ausstellungsraum, welcher Deutschland zugewiesen ist, hat eine Ausdehnung von 28- biS 29,000 englischen Ouadratfuß.

Berlin, 16 October. Die Nachricht, daß Fürst Bismarck den Kaiser nicht nach Mailand begleitet, hat hier nicht überrascht, aber allgemein eine« verstimmenden Eindruck gemacht. Der zukünftige Schwiegersohn deS Fürsten. Graf zu Eulenburg, ist am TyphuS erkrankt und im Salonwagen des Fürsten von Varzin hierhergebracht worden, wo er im Hause seines BüterS Lerpsle-

fl ' _ AuS Posen wird gemeldet: Ls ist wiederholt vorgekommen, daß auS der Provinz auSgewieseue Pfarrer oder Vicare heimlich zur Nachtzeit in ihre Pfarreien zurückkehren. sich dort einige Zeit versteckt halten und gottesdienst­liche Handlungen verrichten. Um diesen Gesetzesübertretungen entgegenzuwirken, ist auf höhere Anordnungen in den betr. Psarrwohnungen Gensd'armerie ein- quarhrl worden.

Stuttgart, 15. October. Laut demLtaats Äuz" hat der Kaiser den Wunsch auöqedrückt, daß in Rücksicht seines Incognilos auf der Durchreise durch Stuttgart und Ulm morgen Nacht keinerlei Empsang ftatlfindet. In ber LandeS-Synode wurde die Mittheilung gemacht, daß der König den Staats« rath Duvernoy zum Präsidenten ernannt habe Ein Antrag Bizer'i, betr. die Beschleunigung der Reform-Vorlage, wurde angenommen.

München, 16. October. Unter dem Präsidium des Prinzen Luitpold fand heuie eine Sitzung des StaatSratheS statt, welcher fämrntliche Minister beiwohnten.

Karlsruhe, 15. Oclober. Don den 31 beute vorgeuommenen Ergän- zungs'Wablen für die zweite Kammer fielen 22 aus die national-liberale. 6 a»f Die ultramontane, 2 auf die demokratische Partei. Eine Wahl blieb ohne Re« sultat. Die Ultramontanen haben zwei Sitze gewonnen. StaatSrath Lamey ist zweimal gewählt.

Augsburg, 16. October. Nach einem Privat-Telegramm derAllg. Ztg." auS München sind sämmtliche Minister aus Grund der Annahme des Adreß Entwurfs bei dem König um ihre Entlastung eingekommen.

(Eine bürgerfitbe TraaSbie) Man schreibt bem ,B B. ($.* au» Pari». Einer jener Tragödien de» bürg«sichen Gebens wie sie. weil bie Verhältnisse, aut denen sie hervorgc angen sind, vor oller Welt so greif bar nahe liegen, du« tunte Jn tereile aller Kreise beanspruchen, rrreat hier gegenwänig nicht flednae» Aufsehen Ta» Aeheimnitz ist ein ganz kleiner Roman, freilich ohne befonem spannende Vorgeschichte und unsäglich packend nur in feinem 6d)lufkff<de Der Vorgang ist einfach folgender: Ter Uhrmacher IBarambot lebte kümmerlich und dürftig von dem Ertrage seine» H nb werks (Hleichwohl arbeitete er gern, den' e» galt seiner Tochter Jeannc. die er über alles liebte, eine n -glichst forgenfrete Existenz iu schaffen Düse lochter auf deren Vhre er Alle» hielt wurde verführt, man machte ihn auf Inen Umgang mst eine-, jungen EommiS ber du Louvre aufmerksam er lachte den Personen, bie

ote Zugenb semer locht'r onzuzweiselu wagten, in» Besicht ui d ve. bot Ihnen, sie weiter zu verdächtigen Doch endlich ließ sich dies Verhältnis seitens der i achter nicht mehr langer verbergen sie fühlte sich Mutter, sie gestand Alles Der Vater, ra-ene vor Wuth, ging zu dem jungen Manne und flehte ibn an, (eine iochler zu hetratbea. Tiefer weigerte sich Darauf suchte der ölte INcroinbot den Veriüdrer seiner Tochter in einem Bierlocale auf und e» entspann sich etwa folgender Dialoge .Diem Var, Sic wiss n. daß Hie meine Tochter entehrt haben unb daß sie Mutter itt wollen 'ie sie Heirathen k" .Ach wae*, erwiderte der tunge Mann, .ich bade getdan, wie Hie wahrscheinlich auch in meinem Alter gethan haben, unb ich bleibe leMq! Bei diesem Worte zog der olle Maramdot em langes T otchmester hervor unb |tir| et bem jungen (?ommi9 In» Herz Dieser sa k inmitten der entsetzten Mäste d.» Local» leb- 't l est sich ruhig abfübren. (*r leistete nicht den geringsten

st.ind unb n mnulte mi . habe ihn nicht getr haben

bft Wunde füi löbmch erflärt Tie Ellern de- lungcn Mannes sind loiort kelegraphisch auS der Provinz Herbergerusen ivoiben Dao junge Mädchen, baß sitz in der entsetzlichen Lage befindet, fn 'brem Zustande den Vater al» Mörder im We- iängniß. den Welitblen auf dem Sterbelager zu sehen, wird al» eine schone E,|ch«tnung, eine liebliche Blondine, geschildert

Eine Familtennochricht Im .Münchener Tag blatt-: .Heute Morgen schied in'» Land bei Weinet

die erste evcmg. Schulstelle zu Groß-Zimmern mit einem Gehalt von 1371 Ml-! /Irirrfirnlnnh

43 Bffl die wana. Pfanstelle zu Dreteichenhain mit einem Gehalt von <jriea)fIHUIIO.

2112 Mk.' die Gemeinde. Schulstelle zu Bellersheim mtt emem Gehalt von Athen, 13 October. Das Munstermm hat erNärk, es werde, da die

685 Mk 72 Pfg. ÄrifU nid)t durch nnt polnische Frage, sondern durch die tzaltuna der Kam«

Berlin, 15. Oclober- Der ^Retchs.Anz." veröffentlicht eü,e Berordnung. mer bei den tiablprfifnn^n berberqefüdn worden, noch die zehn Taze, etwa ~ v,. ««.. zur Beeudigung der Wahl Prüfür^zea. tm Amte bleiben.

Oeßerreicö.

Wien, 15. October. Nach Begleichuns; ber noch bestandenen Differen. zen voliren beide Delegat onen das gcmemsame Finanz-Gesetz in dritter Lesung. Nach Abzug der Zoll Einnabmen beträgt das qnotenmaßig zu bedeckende Ersor- hermß 103.846,441 st. Sonntag findet die Schluß Sitzung statt.

Sdjtocij.

Pruntrut, 16. October. Die katholische Synode deö Eantons Bern hat beinahe emstimmtg das Priestercölibat, die obligatorische Ohrenbeichte und daS Tragen der Soutane abgeschafft.

iranftretdj.

Paris, 15. October. Einige Journale sagen, die Ernennung Sadyk Paschas zum türkischen Finanzminister fei beschlossen.

Paris, 16. October. Die ^Röpubliquc Fran^aise" erklärt <6 für un« wahr, daß die Linke am Tage deS Wiederzusammentritts der National Per«' sammlung eine Jnterpellatton über innere Angelegenheiten stellen wolle; eS solle im Gegentheil keine Frage aufgeworfen werden, welche die Auflösung irgendwie verzögern könne; man wird die Wahlfrage abwarteu, um Buffet zur Rechen« schäft zu ziehen.

Der Poftdampfer Aurillar ist diese Nacht brennend in ot. Nazaire «mgetroffen Man sucht das Feuer zu löschen.

Im Anjchluffe an ein Gerücht, daß die Pforte Herrn Gladstone er» sucht batte' gegen ein Jahrgehalt von 50,000 L. bie Aufgabe zu unternehmen, Ordnung tn bte türkischen Finanzen zu bringen will die ^L'bertö" nun schon eine Depesche aus Konstantinopel empfangen haben, wonach Gladstone bte Lei­tung deS türkischen Finanz-MiinsteriumS auf 5 Jabre angenommen hätte.

Paris, 16. Oktober Der£oir* behauptet. Herzog Decazes habe von ber englischen, österreichischen und italtenischen Regierung zustimmende Ant­worten in Betreff der Organistrung einer gemeinschaftlichen finanziellen Eoutrole in Konstantinopel erhalten

Paris, 16. October Das ^Journal ofsieiel" pubheirt die Ernennung des Staatsratds und bisderigen General-SecretärS im Ministerium des Innern, Welche, zum Präfekten deS Rdone» Departements an Stelle DucroS'. welcher gum Director ter algerischen Angelegenheiten un Ministerium des Innern er­nannt ist. Außerdem sind sieben Präsektett versetzt und drei neue ernannt worden.

Spanien.

Perpignan , 15 October. Der Earlisten - General Gamundi wurde nebst wei Ossicieren von der GenSd'armerie m Osieja verhaftet.

Serbien.

Belgrad, 15. October In der Skupschtrna wurde em Antrag ringe» bracht welcher bie Dienstzeit im stehenden Heere auf ein Jahr rebiKirt wissen will Der Antrag roerbe dem betr. Ausschüsse zugew'.esen.

Woflar, 15. October. Server Pascha vublicirt et ne Reform.Jrade nut ausführlicher Bestimmung für deren Durchführung unb ter erneuerten Auf. forderung, die Waffen nictequlegen.

An ber Schwindsucht unbeilbarem Wed, Mein geliebter Mann, bei Indjlermciftcr Pröß, im ersten ^ahre unPrer Eh'.' Alle bie ben Hel'gen kannten, Wissen wohl, wen ich verlor Still zu trauern bitt' ich bie Bei wandten. Mein Geschält betreib' ich wie zuvor.' (Em Berliner Zunae.) Berliner Blätter erzählen: Die tieffe ibe Antwort eine» ächten berliner Iun,en erregte am 6amftag Abend große Heiterkeit. TerMbe hatte in der Passage ein Notizbuch uefunbrn unb es tn Gegeuwa i me he er er Herren, dem Verlier r. eine n jungen M^nne, wieder eingehänbigt Jn einen Anialle von Tauf, barfeit und Großmuth gab der Verlierer *>em redlichen Minder einen S'lbeiglvschen. Der Junge besah sich da» Geldstück einen Augen! lick unb gab e» sodann mit bei treu­herzigsten Miene von ber Welt dem Qropmütbigen Spender mit ben Worten zurück .Ich kann leider nicht wechselnSprach » u b kehrte bem Herrn den Rücken zu

(Ein Bourgeois aus Reisen.) Ein Pariser Blatt schreibt: tflir befinden um» im .Salon" de» Herrn P, der soeben von einer Reise zurückgekchrt ist, bie er nach Italien und zwar nur beßhald unternommen, well er denkt, daß ein ,8ou geot»', der z>twas aut sich halt, während des Sommer» eine Weife tbun n-üffe Diele Reise ist natürlich Gegenstand der Honoerfation .Haben Sie auch Atom gesehen k fragte ein Freund des Hause», in einem Tone, der etwa» Neio oerrättz ,Jlom ? Herr 4> denkt nach »Haben wir Rom gesehen? )ch glaube nicht l" .Ach freilich!* schreit Madame P. .Erinnerst Du Dich nicht? War es doch Rom, Dir ein

Flanellpilei gekauft, bas kurz daraus geplatzt ist!' .Ah richtig l Wir waten in Rom!*

Zur Hühnerzucht Prange hat, wie die .D L'anbe» 3tg berichtet, in emem eigen» über die Hühnerologie abgefahren Buche auf bie Unterscheibung»)e chen eines guten Leghubne» von einem schlechten aufmerksam gemacht Da» elfte Zeichen liefert der Kamm unb ber Bart Je dunkelfcharlochrottzer biefrfben zur Aeit, trenn die Hübner E er legen, sind, um so bessere l^ierleger sind die Hühner MNtelmaßtge und 'chlechta Negerinnen haben mehr blaßroid aetä bte Äauune und Barke, während tfrtc £ bien« scheibe schmutzig weiß und geldlich rofarotb Ist Unter ba» fruurt der yübntr eine dinrtichende Menge Eierschalen oder Kalk gemengt, bewirkt mchk nur dit begierige» Fressen desselben Setten» ber Hühner, sondern bie letz eren legm auch zwet bl» drei aal soviel 9iei al» tonst- Eine gut genährte Hcnne ist im Stande, eine Menge Ihtt z» liefern, jedoch kann sie bie» mcht ohne da» näidige Material zue Schale, wenn chc futter auch sonst noch so nahe hast ist, und muß damit gang auf toten, wenn sie tur mit kalkfreiem Futter und Wrsier nnflbrf wurde

- (Wegen Brodtch mmet In kandhauSh-ltungen. wo man gewöhnlich größere Mengen von Brod auf einmal bäckt, pflegt letztere . gewähnt^ tm Bommei oder bei Aufdewadrung in einem feuchten Keller leich »chtwrnelig zu werd.n Al» erprobte» Mittel gegen diesen Utbei'ianb emvnehlt sich, ba» srischgedackene Biod, fodalb e» tu» bem Cien gekommen, in einen M<dsiack zu ft cf en. in welchem noch etwa» Mehl ibri» geblieben, unb zuar io, daß die Oberrinben de» Vrode» auf etnanber liegen Hiernach bindet man ben *atf zu unb döngt ihn an nner luftigen Orte Irrt schwebend aei. Auf diele Weise läßt sich da» Brod 4 bi 6 Wochen aufbewahten, ohne trocken zu werden oder auch nur eine Spur von Schimmel anzusetzen. Bor dem iAed.suche bar* stet man da» Brod mit einer re-nrn Bürste ab unb legt es eine Nacht vorher in den Keller, damit e» w eder ge<chmeidtg wstb

Au» der Festung Königstein an der Qlbc wrrd ialgenbcr KerftU be­richtet - ,9:or Kur»ern betuchten drei Englänber die Fesnmg, darunter ein 21 jllrtger Mann, welcher wettete, über bte Mauer hinunterzufpringen unb unten lebendig anzu­kommen Ohne eine fliegen:ebe abzuwarten, sprang er vor den Äugen brr tNarwilon mit kurzem Anlauf über bie Mauer in die grausige Tiefe hinab, um unten lebt anzukommen '

Karl»iuhe, I Cd. Bei der letzten Prüfung zur Srlangung der Berechn' fluna zum einjährigen Dienst wurden von 65 (Meprüften 5(' zurück.errieten Tiefes auffallende Ergebnttz findet seine iörklärung kemesweg» in einer Ttrige vng ber Anfor­derungen, sondern lediglich tn der llnroiffenbdf der «'anbibetee, deren Leistungen namentlich im deutichli» Austatz unb tn den mattzematt'chen Fächern durchau» hinter bem *rabc wistenichastltcher Bildung blieben, ben bie benetz enden Borschntcn für die Zuiasiung zum einjährigen Dienste vorau»setzen.