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Expedition Lanzleiderg, Vit. ®. Ri. 1.
Anzeige- und Mntsbl'al! für den Kreis Hieben.
Io. 213. Dienstag den 19. October IMS»
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Amtlicher Theil.
Gießen, am 15. October 1875.
Betreffend: Die Rechenschaft-berich e be» Wieienoorstände pro 1R75.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Grostherzoqlichen BüraermeistereikN des Kreiseö.
Wir erinnern Sie an die Einsendung der Protocolle der Wiesenvorstände.
__v. Röder.____________________________________________
- Beka n n t m a ch u n g.
Petref fe nb: Den Herbstsaselmarkt deö landwirthschaftlichen vezir'SoereinS Fnedberg iu Friedberg. _
Der diesjährige Herbst - Faselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg soll zu Friedberg Montag den LS. ÄSctober diese» Jahre» auf der Seewiese (früher Exercierplatz) abgehalten werden.
Sämmtliche aufaetriebencn Fasel werben von einer durch un« zu bestellenden Commission gemustert und den Besitzern der al« preiswürdiq erkannten Thiere 6-eld- vrämien iuaebiUi.it, tu welchem Behufe von dem Vanbro. Bezirks-Verein und der Stadt Friedberg entsprechende Beiträge zur Disposition gestellt sind. Die ^ämnrung erfolgt ohne vlnsehung ob die Thiere im «reise Friedberg und von dem Besitzer gezüchtet sind, ober nicht. Fasel, welche für die Gemeinden Dienste thun, und solche, die um Uhr Bormittags noch nicht am Platze, sind von der PreiSbewerbuna ausgeschlossen Den Besitzern tauglich befundener, aber nicht prämnrter und nicht verkaufter Fasel roirb aus Verlangen eine Wegvergütung auSgezablt. Nicht genügend gefesselte und geführte Tbiere werden oom Platze meggewiesen.
ES wird gebeten, alle V.-rkäufe dem am Platze anwesenden Großderzoglichen Bürgermeister von Friedberg anzuzeigen.
Wir laden alle Vandwirthe und sonstige Interessenten zum Besuche detz Marktes ein
Friedberg, den 7 Oktober 1875. Grobherzogliches KreiSamt Friedberg.
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Politischer KtjeiL
veutschtaild.
Leidbecker ju Hofconcertmetstern zu ernennen und dem Kammervirtuosen Joseph Miroslaw Weber den Titel „Hofconcertmeister" zu verieihen; am 28. Septbr.
bClt ^ Darmstadt, 16 Ocibr. Dir Nr. 47 de« Großherzoglichen Regierung«, blattd bat folgenden Inhalt: , , .
1 Bekanntmachung Großherzoglicher Ober-Forst- und Domanen-Direction, den Holzpreistarif pro 1876, 1877 und 1878 in den Großherzoglichen Doma- nialwaldungen betreffend.
2. Ordensverleihung. . . - .
3. Ermächtigungen zur Annahme und zum tragen fremder Orden.
entheben.
8. Dienstentlassung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnä- digst geruht: am 20. Septbr. den evang. Pfarrer Landmann zu Rendel auf sein Nachsuchen aus dem Dienste der evang. Kirche des Großherzogthums zu entlasten. L
9. Versetzung in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 29. Septbr. den Schullehrer an der ersten Mädchenschule zu Butzbach, Adam Wirthwein. unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienstführung auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu
dtgung, Ersatz der sür das noi T , w
rwttzeil an der Kriegsbeute, Ersatz der in der Kriegskaste-Rechnung verausgab ten Retablistements-Kosten, Kaste-Anleihen wegen des Krieges) betrugen hiernach in den Jahren 1870-1874 zusammen 26,402,986 st. 41 kr. Die außeror- deutlichen Ausgaben in Folge de» Kriege» (Äriegefoften, einschlteßlich der Vor. läge sür da» nordhessische Contingent und der darunter verrechneten Retabliste- ments Kosten. Rückzahlung der Kaste Anleihen, südhessijcher Antheil an den Vir- gütunaen sür KnegS-Leistungcn hessischer Uiiterlhanen an hessische Truppen) betrugen von 1870—1875 zusammen 14 456,321 st. 101/, fr. Nach Abzug dieser außerordentlichen Ausgaben von den außerordentlichen Einnahmen in falat des Krieges verbleibt em Überschuß der außerordentlichen Einnahmen im Betrage von 11,946.665 st 30*/2 h. Ans diesem Ueberschuste waren die De stcite der Jahre 1870 und 1872-1875 zu decken, welche, nach Abzug der in ten Jahren 1869 und 1871 erwachsenen Einnahme Ueberschüste, sich im Gan-
auf 3,833,475 fl. 58’/. fr. belaufen. Nach Abzug bie|e« am Schlüsse bee
6. Charakterertheilungen.
7 Dienstenthebung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- ^.öv gnädigst geruht: am 30. Septbr. den Oberstudiendirector i. P., Geheimerath Die Regierung hat an die Stände eine Wilhelm Dillich, genannt von Pöllnitz, zu Darmstadt von der Stelle eines v .□-------- ... 'Vice-Präsidenten M Vereins zur Unterstützung und Beaufsichtigung der aus
den Landes' und Provinzial. Strafanstalten öntlafieren auf fein Nachsuchen zu
VCT,CB?0. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste Knaben-Schulstelle zu Lauterbach mit einem jährl. Gehalt von 1188 Mk. 1 ^e_ zweite
Gerneinde-Sckulstelle zu Rurnpenheim mit einem Gehalt ron 771 Mk. 43 Pfg. , die evang. Psarrftelle zu Fränkisch Crumbach mit einem Gehalt von 3390 Mk. 85 Pfg.; das Präsentation-recht zu dieser Stelle steht dem Frhrn. Advlph von Gemmingen zu Fränktsch-Crumbach zu; die Gemeinde-Lchulftelle zu ^^ön- nen mit einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.; die zweite Gemeinde-Schu stelle . w s'rs„hPTlin1,n zu Hainstadt mit einem Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die sechste Schulstelle
?um ^ofmuftfbuector, d,e Kammermusiker Fervmand Büchler und Julius evang. Pfarrstelle zu D.enhe.m mit ttn.m G-Halt von Mk. Pfg.,
Darmstadt, 13 Oclober Der Haupl-Voranschlag der Sraa is-Eiu- drm Schulamlt - Aspiranten Daniel Hahn ans Friedberg die zweite evang. nahmen und Ausgaben für 1 »76/78 enthält eine Uebersicht der in Folge de« Schnlstelle zu Neckar-Steinach zu übertragen; am 20, Septbr. den Oberbau- Krieaes von 1870/71 dem Großherzogthum erwachsenen außerordentlichen Ein- rath Eduard Renner zu Darmstadt zum Stellveitreter des Regter.-Commisiars nahmen und «negaben, sowie «ine Berechnung des schliesiUchen Ergeb,,,sie- für bei der Hess. kudwigs-Eifenba^Gesellfchafl zu ernennen ' an demh Tage dem d,e Hauvt Staaiskasie. Wir entnehmen hieraus folgende Notizen, Tie außer. Schullehrer Adam Löffler zu Molche» die fünfte Gemeinde-Schnlstelle zu Ar- ordentlichen Elnnahme» „> Folg, des Lr.,ges hfranzösifche «r.egstosten Entfchä b-.lg-n i" übertragen, an demh Tage den von dem Herrn Grafen zu Erbach- • rdhessische Contingent vorgelegten Kriegskosten, Erbach attf die Gemeinde Schulstelle zu Kirch-Beerfurth präsenttrten Schulamts- * " ~ ' Aspiranten Christoph Bill auS Nieder-Weise!, am 21. Septbr. den von dem
Herrn Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich auf die zweite Schulstelle zu Nieder- Weise! präseutirteu Schullehrer Peter Frees zu Kaichen für diese Stellen zu bestätigen; am 23. Septbr. dem Schulamts Aspiranten Ludwig Roth von Schaafheim die erste Gemeinde-Schulstelle zu Wackernheim, am 24. Septbr. dem Schullehrer Leonhard Dölcher zu Trösel die vierte Gemeinde - Schulstelle zu Lorsch zu übertragen; am 30. Septbr. den Director des Hofgerichts der Provinz Starkenburg Dr. Friedrich Zimmermann zu Darmstadt zum Vice-Präsidenten des Verein- zur Unterstützung und Beaufsichtigung der aus den Landes- und Provinzial - Strafanstalten Entlaffenen mit der Verbindlichkeit, den Präsidenten in dessen Verhinderung zu vertreten und ihn bei Versetzung der
Präsidial-Geschäfte nach Bedürsniß zu unterstützen, zu ernennen.
Am 22. Septbr wurde dem Priester Adam Joseph Steinwachs zu Offen- M n DO„, „ vuuulut. „uu. — bach, welchem die Psarrstelle bei der altkatholischen Gemeinde zu Offenback
Labres 1875 'sich ergebend!n Deficüs von Dem oben berechneten Ueberschuste übertragen worden ist, die land es herrliche Bestätigungsurkunde ertheilt.
JahreS 18 ich g , alß sßetr Der Ueberschüste zu Am 15. Septbr wurde dem Geometer zweiter Klaffe Hkiiinch Batten-
Ende^"?8?r Die Summe von 8,113,189 fl. 3P/t kr. Die in den Haupt- seid aus Darmstadt das Patent als Geometer erster Klaffe für den Kreis Staatskaffc-Rcchnungen von 1871 an vereinnahmten Antheile des Großherzog- Darmstadt ertheilt.
ttzums an Der französischen Kriegs-Entschädigung (welche einen Theil der ange- 6. Charakterertheilungen. gebencn außerordentlichen Einnahmen m Folge des Krieges bilden) betnlgen i zusammen 18,015,317 fl. 18^ kr. (Darmst. Ztg )
^gtuiftabt f 15. October. D o — — —------
Vorlage gelangen lasten, wonach die anfänglich ans 18,000 fl. f-stgeseßle, 1861 auf 40 000 fl. erhöhte Apanage des Prinzen Ludwig von Beginn nächsten Labres an auf 100,000 Mk. normt« werden soll.
— Herr v. Ketteler harte sich erlaubt, in Heppenheim einen fehl ver> dienstvollen, schon bejahrten Lehrer, der da« allzu häufige AuSwendtglernen von Svrachen tot unpädagvgisch erklärt hatte, gelegentlich einer Schul»,sitatwn im Bejtcin der Schuler einen „ungläubigen, unchristlichcn Lehrer zu nennen. Auf besten Beschwerde hat aber nicht nur seine höchste Behörde ihm, eröffnet, daß ibn, der Bijchos ju viel getha» und er gerechtfertigt Pastehe", sondern auch di- Oberstudicn - Tirection druckte dem Lehrer »ach einer >» Heppenhem, selbst voigenommcne» achtstündige» Visitation der Schule ihre Zn,rieten-


