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Gicßcncr AiUigcr
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen
Dicnstnq den 7. December
Ho. 2Ne>
Potitifcher Theil.
Deulschtand.
Gießen, 6. December. DaS Präsidium des Landesverbandes „Rricg«
lest aus Böhmen.
Wie von verläßlicher Seite verlautet, wird der
Pesth, 3. December. Unterhaus. Ircmyi beantragt, die Regierung
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evang. Pfarrftelle zu Leidheckrn, am 30. Cctobcr dem
Mls 8 Uhr:
(Neustadt):
!age der Arbeiter, eferent: Sckeil.
»tertestLhrych 2 B«tf X» W. «u Pei»grrletz». Durch VU Poft belegen »HcteqifrtU* 1 «art 60 Pfennig.
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über 1873:
tagt lei», mit In#- nehmt Montag«.
L'^tbUicn. t *u ftraße, a t. b. Ri 1-
der Ober-Rechnungökanuner Karl Bonhard auf fein Nachsuchen. am 12 Oktober den Kreisbauaufseher bei dem KreiSbauamt Dieburg, Heinrich MathänS Süß' bcck, auf fein Nachsuchen, am 16. Oktober den Louductcur bei der Main-
Wien, 3. December- Brest!'-, det General-Referenten des Budget- LusfchusieS. heute verteilter Bericdl über die staatliche Finanz-Lage stellt dieselbe als sehr ernst dar und beantragt die Ermächtigung zur Aufnahme einer fundirten Anleihe, rmpsiehlt ferner dringend Steuer-Reformen und Sparsamkeit. namentlicb auch im L,senbahn-Bau, weil sonst die Ordnung im Staats- Haushal, für Jahre gestört und alle dem Budget-Gleichgewicht bisher gebrach.
blattS hat folgenden Inhalt:
1. Ocffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 13. August l. I. geriet der 17 Jahre alte Gymnasiast Wilhelm Frank zu Darmstadt beim Bade» im Großen Woog an einer tiefen Stelle in eine solche Menge von Löffelkraut, daß er, des Schwimmens nicht mehr fähig, untersank und nahe daran war, zu ertrinken. Auf seinen Hülferuf sprang der in der Nähe badende Gymnasiast Hermann Müllner aus Tomowa, Gouvernement Kowno im Kaiseithum Ruß- tnd, sofort in'» Waffer, schwamm auf den schon bewußtlosen Frank zu und hielt ihn mit eigener Lebensgefahr so lange überm Waffer, bi- derselbe in einen herangekommenen Nachen ausgenommen und ans Land gebracht werden
'* 8 Ubr, II.
Tage den von Y zweite Mädchenschule zu Michelstadt präsentlrten Michelstadt, den von dem Herrn
iHofferberth zu Groß-Gerau die Turnlehrerstrlle an den städtischen Schulen zu ^Darmstadt zu übertragen.: am 1. November dem Schulverwalter Georg Glaser en WWWM, „ aus Brensbach die vierte Gemetude Lchulstele zu Groß-Gerau, am 3. Novbr. erläßt arT all? Kriegervcreine de- Großberzogthums dem Schulverwalter Johannes Brücher an, Groß-Zimmern die dritte Gemernde- ' Schulstellt zu Bischofsheim zu übertragen.
5. Versetzungen in den Ruhestand. Se. König!. Hoheit der Großberzog
zu Mainz zu entheben.
7. Dienstentlassung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnä- digst geruht: am 9. November den Gerichtsaccessisten und Ergäuzung-richter bei den Friedenögerichten Mainz I und Mainz II, Dr. Abraham Christoph, die nachgejuchte Entlastung von diesen Stellen zu ertheilen.
8. Eoucurrenzeröffnungen. Erledigt sind: eine Lehrerftclle an der kath. Knabenschule zu Mainz mit einem Anfangsgehalte von jährlich 1285 Mk. 71 Pfg.; die vierte Gemeinde Schulstelle zu Mombach, im Kreise Mainz, mit einem jährlichen Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg. Die Eoncurrenzeröffnung in Nr. 43 de« Regier.-Blattes, belr. die dritte Gemeinde-Schulstelle zu Mombach, wird hiermit zurückgezogen.
Darmstadt, 4. December. Se König!. Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 25. November den Steuercommistär des Steuer- commlstanatS Gießen, Steuerrath Georg Hirsch, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treugeleifteten Dienste, in den Ruhestand zu versetzen.
Berlin, 3. December. Die General-Cyiivde setzte die Special-Berathung der Synodal-Ordnung, bei $ 6 beginnend, fort, vertagte indeß die Weiterbe- raihung auf morgen, nachdem ein Antrag, die SS 6—9 an die bestehende Kommission, sowie ein Antrag, dieselben an eine besondere Commission zu ver- weisen, abgelehnt war.
Berlin, 4. December. Der Reichstag genehmigte den Rest deS Poft- AbändernngS-Gesetzes nach den Commissions-Anträgen, erledigte die Invaliden- Petition und sprach die Beanstandung der Wahl de« Prinzen Hohenlohe-Jngel- fingen aus Montag findet die DlScussion der Eisenzoll-Petitionen statt.
Marburg, 4 December. DaS hiesige KrelSgericht erklärte die Vornahme von Amtshandlungen Seitens abzejetzler Pastoren (auck HausgotteS- dienst) als eine Anmaßung des öffentlichen Amtes für strafbar.
DeRerrticO.
Neckar-Eisenbahn, Jacob Böll, am 1. November den Schullehrer an der evang. Schule zu Wimpfen i. Th., Karl Wilhelm Muck, auf sein Nachsuchen, am 6. November den Domänenpfandmeister bei dem Rentamte Langen, Franz Berger, den Domäuenpfandmeister bei dem Rentamte Gießen, Ferdinand Schuchard, den Amtödiener bei dem Hauptsteueramte Mainz Adam Wolf, auf sein Racd- suchen und unter Anerkennung seiner mehr alS 50jährigen treugeleisteten Dienste, am 9. November den Steneraufseher bei dem Hauptsteueramte Mainz, Philipp Götz, uuf fein Nachsuchen und unter Anerkennunß seiner mehr al« 50jährigen treugeleisteten Dienste, den LandgerichtSdiener bei dem Landgerichte Gießen, Karl Haas, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr alS 40jähri- gen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, am 15. November den Schullehrer an der ersten Gemkinde-Schulstelle zu Pfungstadt, Friedrich Weber, auf fein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Tienstfühmng m den Ruhestand zu versetzen.
6. Dienstenthebung Se. König!. Hoheit der Sroßherzog haben allergnädigst geruht: am 8. Oclobcr den Turnlehrer an dem Gymnasium und der i Realschule zu Mainz, Christian Vey, von seinen Functionen an der Realschule
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Se. König!. Hoheit der Großherzog haben den. Gymnasiasten Müllner für diese muthvolle, mit eigener Lebensgefahr verbundene That das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Rettung von Menschenleben" allergnädigst zu verleihe^ S^^heit Allerhöchster Entschließung Sr. König!. Hoheit des Groß Herzogs wird dieses hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
2. Zusammenstellung der Ergebniffe der Staatsschulden-TilgungSkaffc-
Dtt definitiv überwiesene Staatsschuld zu Ende 1873 betrug 11,838,267 fl. 50V. fr. Diese Summe theilt sich in: a) unverzinsliche Kapitalien mit 3,518,149 fl., b) Kapitalien ä 2'/, pCt. mit 1,0(X),000J., c) Kapitalien ä 3 pCt. mit 1,058.121 fl. 58’/3 fr., d) Kapitalien a 3’/a pEt. mit 337,300 fl., e) Kapitalicn ä 4 PCt. mit 905,263 fl. 31-/. fr-, D «^««n ‘‘ 5 »ttj- 433 fl. 20 fr., g) der planmäßige Kapitalwerth de« zu Ende 1873 verbliebenen Rothschüd'schen Lotterie AnlehenS von 6’/a Millionen Gulden beträgt 5,019,000 fl. Sa. 11,838,267 fl. 50>/4 fr.
3. Ertheilung von Erfindungspatenten.
4. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 20. Oktober dem evang. Pfarrer Dr. Kar! Elgenbrodt zu Ober-Mossau die evang. Pfarrstelle zu Hahnlcln, am 22. Oktober dem Mitprediger und Lehrer an der ersten Knabenschule zu Zornheim, Friedrich Pfannmüller, die evang. Pfarrstelle zu Mommenheim zu übertragen; an denis Tage den Schulverwaltern August Rapp aus Groß Zimmern Gustav Kopp aus Obernheim, Karl Rapp auS Groß - Zimmern, Michael Hartmann aus Schlierback, Leonhard Schäfer ans Brensbach, Karl Lchastnit au« ajicbuTg Wilhelm Schäfer aus Heuchelheim, Lehrerstcllen an den evang. schulen zu Darmstadt, am 25. Oktober dem Schullehrer Karl Ludwig Lammermann zu Bullau d»e dritte Gemeinde-Schulstelle zu Mörfelden zu übertragen; an dems.
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Heffen, welche dem Landesverbände noch nicht angehören, die Bitte: „dem
Verbände beizutreten und den Delegirtentag, welcher am Sonntag, den 12. Er' . , „ . . • , - , rt n
cember, in Darmstadt stattflndet, zu beschicken." Jeder hessische Kriegerverein haben allergnädigst flcrubt: am 4. Oktober den Hausbesckließer im Collegien- hat das Recht, sick auf dem bevorstehenden Delegirtentag vertreten zu lasten ^hause der Landes-Universität Conrad Gerbode auf fein Nachsuchen, am 8. Octo- stimmberechtigt ist aber nur derjenige Verein, der bi« zum 12. December >r den Ober-Rechiiungs-Revisor ^bei ^der zweiten Abtheilung der ^ustificatur seinen Beitritt zum Landesverbände durch Einsendung der vorgeschriebenen Bei- trittSerklärung und des Jahresbeitrag« von 10 Pfg pro Kops der activen Mitglieder bewerkstelligt hat. Uebertragung der Vertretung dm ch Vollmacht auf ein Mitglied eines andern Verein« ober de» Präsidium« ist zulässig.
AuS Oberhessen, 3. December. Der Antrag der Abgg. Ellenberger und Wadsack auf Errichtung einer Landes-Eultur Renten Bank ist, wie sich jetzt, nachdem er gedruckt vorliegt, sofort ergibt, vielfach mißverstanden werten. Es ist nämlich dabei keineswegs, wie bei dem früheren Antrag der genannten Abgeordneten, auf Errichtung einer Landes Eredit Kaste, auf finanzielle Beihülfe des Staats abgesehen, vielmehr nur auf eine moralische, indem mit Hülfe der Regierung eine Renten-Bank, die sich selbst ernährt und nur unter staatlicher Leitung und Aufsicht stehen würde, geschaffen werben soll. Aebnliche Institute bestehen in Sachsen und Weimar, wo dieselben sich in Gemäßheit gesetzlicher Regelung der betr. Erfordernisse durch Ausgabe von Renten-Briefen Kapitalien v rschaffen und gegen möglichst geringe Zinsen und unter günstigen Annuitäten Darlehen zu Landes Cultur-Zwecken gewähren.
Darmstadt, 3. Decbr. Die Mr- 54 des Großherzoglichen Regierung«-
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Aul. ÄU t(‘ [r^' a,fe6,Snln?utf üb,r d>. ungarif^e Rmtw-nl-ih- berät« Lifttzm Ämstag vor
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Ottsvöistande^zu SÄ au^tie Ate Gemeindc-Schulstelle zu aufzufordern, einen Gesetz Entwurf wegen Einführung völliger ReligionS-Fre.- und dem Ortsvorstande i« J M Jrietrid) (Sieles zu Unter-Schönmat- heil vorzulegen. Ter Cultusminister bittet, den Antrag zu verwerfen, da die Jügesheim praie"ttrten Sckullehrer K 28. Oktober d.m Schulverwalter Regierung ohnehin demnächst Gesetz-Entwürfe über die kirchlichen Derhältnine ^nWa X oTf tl< e VrtJn die Zweite Gemeinde - Schulstelle zu Gräfen- und die Civilebe einzubringen gedenke. Dem gegenüber erklärt Ministerpräsident
Heinrich Klein von Beedenk rchen die zweite Gemein^ J^nyi's Anttag sei zu wichtig, derselbe möge gedruckt und gleichzeitig
en ft n^au^meriau dem evan? Pfarrer zu Diffes. Karl Köhler, die mit den einznbringenden Regierungs-Vorlagen verhandelt werden. Der Antrag S S: ÄX bem Schull-hr-r »IW« ...» ang.nomm.n.
>be^*fibenten.
haben, |c Um weiteren M- Mitglieder des vor- lahrigen geworben J sowie Alle, welche schm, werden gebeten, Glossen. (6280
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