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Gießener Anzeiger.

»rfdrik* täflli*, mit 2h* Montags.

E^pedmon (5 eigltibtre. 8tt B Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.

£l<». bVi. Mittwoch den 7. Juli IS95.

Lmtsicher Theit.

Gießen, am 3. Juli 1S75r.

B etreffend : Stalistiscke Erhebung über die Faibe des Haares, der Auaen und der Haut der Schulkinder-

Die Grvßherzogliche Kreis - Schul - Commission Gießen

an die Schulvorstände und die Vorsteher von Privat-Instituten.

Von denjenigen Schulvorständen und Vorstehern von Privatinstituten, welche unsere Auflage in dem Amtsblatt vom 2 April dieses Jahres in vbi- gent Betreff noch nicht erledigt haben, erwarten wir die Einsendung der vorgeschriebenen Tabelle unfehlbar innerhalb 8 Tagen.

v. Röder.

Gießen, am 3. Juni 1875.

Betreffend: Einsendung der Stundenpläne.

Dic Großhcrzoglichc Kms- Schul -Commission zu Gicßcn

an die Schulvorstände deö Kreises.

Für dlkjenigen Schulvorstände, welche unseren Auflagen vom 19 Mai (Anzeigeblatt 115) und vom 12. Juni d. I. (Anzeigeblatt 136) noch nicht nachgekommen, bringen wir dieselben unter dem Ausügen in Erinnerung, daß wir die Einsendung der Stundenpläne unfehlbar innerhalb 8 Tage und zwar in doppelter Ausfertigung erwarten.

v. 91 ö b e r.

B ek a nntm a ch u n g,

betreffend den Remonte-Ankauf pro 1873.

24.

Juli

den

den 8. Juli

Alsfeld,

in

n

ferner noch ein Nachmittags 2 Uhr beginnender Markt

den 22. Juli in Bieberau.

Bickenbach, Groß-Gerau, Goddelau, Gerusheim,

Nidda, Niedcr-Wöllstadt, Groß Umstadt,

H

ir

26.

27.

28.

in

n n

Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei und ausnahmsweise vier und fünf Jahren, sind im Bereich des Großherzogthums Hessen für dieses" Jahr nachstehende, Morgens um 8 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden und zwar:

17.

19.

,, 22.

Die von der Militär-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle abgeuommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt.

Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer vom Kaufe ausgeschlossen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauftem Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß nnd Ringen versehen, eine starke Kopfyalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei Meter langen, starken Hanfstricken ohne besondere Vergütung mitzugeben.

Berlin, den 8. März 1875.

Kriegs Ministerium, Abtheilung für das Remonte - Wesen.

gez. von Schön. gez. von Klüber.

Oesterreich.

Wien, 5. Juli. Die Leiche des Kaisers Ferdinand ist gestern Abend

Ein Concert auf drm prachtvoll gelegenen Windecker'schen Felsenkeller Festmahl im Hotel Trapp, dessen Küche und Keller bei den Gästen

stimmt.

und ein

wohlverdienten Beifall sanden, bildeten die gemüthliche Seite der unter allge­meiner Befriedigung abgelaufenen Versammlung. Am 1. Juli fand dahier die heff. Landeslehrerverjammlung statt, zu der sich ans allen drei Provinzen eine große Anzahl von Lehrern eingefunden hatte. Herr Funk, Lehrer au dem Lan­deszuchthaus Marienichloß, dielt einen nach Form und Inhalt ausgezeichneten Vortrag über das Thema: Welche bürgerliche Tugenden soll die Volksschule vor Allem pflegen und mit welchen Mitteln soll es geschehen. Die Veran- lasinng zu diesem Vortrag war die Stelle des von unserem Ministerpräsidenten verlesenen letzten Landtagsabschiedes, welche sagte, daß unsere neuen Verwal­tungsgesetze nur dann zum Wohl des Volkes gereichen würden, wenn das Volk durch die Schule zu den bürgerlichen Tugenden herangezogen werde. Die 9le» Vision des Schulbesoldungsgesetzes bildete den zweiten Gegenstand der Tages­ordnung, während einige fernere Anträge nicht mehr zur Berathung gelangten. Das am 11. und 12. d. Mts. hier stattfindende Turnfest scheint nach den einlaufenden Anmeldungen eine sehr zahlreiche Betheiligung zu finden und größere Ausdehnung anzunehmen, als man voraussetzen konnte. Die Vorberei­tungen sind bereits im vollen Gange und darf gutes Wetter vorausgesetzt den Besuchern ein schönes, gemüthlickes und heiteres Volksfest in Aussicht gestellt werden.

muffe durch einen Landwind vertreten sein. Heber das, was Herr Zimmer früher als Mitglied deS Landtags leistete, schweigt die Geschichte und ganz sicher würde er im Falle feiner Wahl em sehr unbedeutendes Mitglied des Landtags und namentlich in den Ausschüssen, welchen die größte Geichäftslast auferlegt ist, kaum zil verwendeu fein. Auch die politischen Ansichten des Herrn Zimmer stehen nicht im besten Andenken; möglich wäre es allerdings, daß er zu besicrer Einsicht gelangt ist. Jedenfalls würde der Wahlbezirk eine große Undankbarkeit bezeigen, wenn er den seitherigen bewährten und tüchtigen Abgeordneten, Oberförster Theobald in Lich, fallen ließe. Herr Theobald war in dem Finanzausschuß eine sehr tüchtige Kraft und würde seine Wiederwahl daher im Jntereffe des Landtages, ja selbst des ganzen Lan.es liegen. Nicht darauf, daß einer Landwirth ist oder sonst einen Beruf hat, kommt es an, sondern daraus, daß er etwas leisten kann und arbeiten will. Wenn die Wäh­ler nur diesen Gesichtspunkt im Auge behalten, so kann wohl fein Zweifel, darüber bestehen, welche Wahl sie zu treffen haben. (Wett. Bote.)

Friedberg, 3. Juli. Am 28. und 29. Juni fand dahier die Jahres­

versammlung der landwirthschaftlichen Genoffenschaften des hessischen Unterver- ------ -- - - ------ -----,--- . - o-

bandes statt, bei welchem die Anwaltschaft durch Dr. Schneider aus Potsdam um 11 Uhr auf dem Nordbahnhofe emgetroffen, wo die Civil- und Milltar- und fast sämmtlicke Vereine zahlreich vertreten waren. Die Berichterstattung Behörden versammelt waren. Von dort wurde die Leiche fobaim in feierlichem über die Erfolge der einzelnen Vereine gab ein sehr erfreuliches Bild von der Zuge nach der Capelle der Hofburg übergeführt. (Sine zahllose Volksmenge segensreichen Wirksamkeit und dem stetigen Aufschwung der Genoffenschaften und war in den Straßen versammelt, welche der Zug passirte. Der Prinz der großen volkswirthschaftlichen Bedeutung, welche sie bereits gewonnen haben. Luitpold von Bayern ist gestern hier angekommen.

Zur Berathung gelangten einige für das Genoffenschaftswesen wichtige Fragen, Wien, 5. Juli, ^cr Kronprinz des deutschen Reichs ist heute Vor- als Vorort wurde Caffel beibehalten, als Abgeordnete für den diesjährigen att^. mittag auf dem Nordwest-Bahnhofe emgetroffen und dort vom Kaiser Franz gemeinen Genoffenschaftstag in München die Herren Fabrikanten Herrmann in Joseph empfangen worden. Ter Kaiser und der Kronprinz begrüßten sich auf Großalmerode, Grünewald aus Alsfeld und Buchhändler Scriba in Friedberg das Herzlichste. Die Ankunft des Kronprinzen Humbett von Italien erfolgte gewählt, als nächstjähriger Versammlungsort des Unterverbandes Wetzlar be- heute Mittag Derselbe wurde vom Kaiser und vom Kronprinzen empfangen.

politisch

Deutfdjlaiiö.

Darmstadt, 3. Juli. Wegen des Ablebens Seiner Majestät des Kai­sers Ferdinand von Oesterreich ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis einschließlich den 16. Jnli verordnet worden.

Hungen. Wie man hört, bemüht sich Bürgermeister Zimmer in Vil- lingen sehr zum Abgeordneteii für die zweite Kammer gewählt zu werden und soll unter der Landbevölkerung besonders geltend gemacht werden, der Bezirk