Gichmer Anjeiger
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen
Millivoch öcn 7. April
teil 24. Juli
in
bcn 8. Juli in
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ferner noch ein Nachmittags 2 Uhr beginnnenber Markt
den 12. Juli in Bieberau.
gez. von Klüber.
gez. von Schön.
Gießen, den 3. April 1875.
Auch dieses Gesetz wird vielleicht keinen praktt-
fontcrn die Frage ist: Soll man
Menschen
mitiel des Garantie-Vertrages gar nicht braucht. Außerdem haben sie ja Be-
taates und der Nation gegen
Bickenbach, Groß Gerau, Goddelau, Gernsheim.
tnt* HerteWilicb 2 Mark BO Pf mtt vrtn-rrloh«. Durch W Voß bezogen vte^rltLhrlich t Mark 60 Pfennig.
Alsfeld, Nidda, Nieder-Wöllstadt, Groß-Umstadt,
Bekannt m a ch u n q, betreffend den Remonte-Anknnf pro 1875*
wäre, als Sie sie sonst haben. Ter Herr Vorredner hat noch eins von den gewöhnlichen Argumenten gebraucht, er hat den Herrn Cultusminister nach seinen Erfolgen gefragt. Ich bewundere ihn, daß er nach der andern Seite hin seine Lorbeern ausiheilt ohne jede Rücksicht auf den dortigen Erfolg; hat denn auf der andern Seite das Verhalten der Bischöfe den Zustand der katholischen Kirche in Preußen wesentlich gebessert? (Ja! Ja! im Eentrum.) Sie sagen: Ja, das Zeugnlß des Papstes sagt: Nein. Was wäre es dann für eine heuchlerische Klage, daß man uns vor Europa auklagt, als ob wir kirchenseindlich wären, als ob wir die römische Kirche vernichteten? (Große Unruhe.) Sie müßten mir ja dann ein Tenkmal setzen, daß ich Ihre Kirche so gefördert habe, wenn das wirklich wahr ist. Also entweder die Klage über Verfolgung ist Heuchelei — und das werde ich mir für künftige Fälle merken — oder Sie haben Erfolge nicht erreicht. Auf Erfolge kommt es aber auch nicht an. Wir streben unsererseits zunächst nickt nach dem Erfolg, sondern nack der Pflichterfüllung, in der Ueberzeugung, Gott mehr zu dienen als den Menschen, jeder in seiner Weise. Sie glauben den Willen Gottes genauer zu kennen, wir glaube» ihn genauer zu kennen als der Herr Vorredner. Möchte der Herr Vorredner sick das auck zu Herzen nehmen und sich bemühen Gott rn?hr zu bienen als den Menschen, oder vielmehr als beni einen Menschen, nämlich dem Herrn v. Gerlach. (Große Unruhe.) Könnte er sich von der Herrschaft dieses Tyrannen befreien, so würde auch er Gott bienen.
Also auf bie Erfolge, meine Herren, kommt es zunächst nicht an,
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher.
B e k u il n t m a ch u u g.
Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß bei dem unterzeichneten Gerichte die Wochentage Dienstag und Mittwoch als Amts tage festgesetzt sind, und daß an diesen Tagen die Bureaustunden von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 5 Uhr Nachmittags währen.
Tie von der Militär Commission erkauften Pferbe werben zur Stelle abgenommen unb gegen Quittung sofort baar bezahlt.
Pferbe mit solchen Fehlern, welche nach den Lanbesgesctzen ben Kauf rückgängig mache», sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der säinmtlichen Unkosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer vom Kaufe ausgeschlossen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rinblebcrue Trenfe mit starkem Gebiß und Ringe» versehen, eine starke Kopshalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei Meter langen, starke» Hanfstricke» — ohne besondere Vergütung — mitzugeben.
Berlin, ben 8. März 1875.
Kriegs-Ministerium, Abtheilung für bas Remonte-Wesen.
6r|dvhtl täglich, mit HbA» nähme MontagS.
Sxpeditlvn. (SanjlnbtTg, Llt. D. Nr. t.
Zum Ankauf von Remonien im Älter von vorzugsweise drei unb ausnahmsweise vier unb fünf Jahren, sinb im Bereich des Großherzogthurns Hesie» für dieses Jahr nachstehende Morgens um 8 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden, unb zwar:
Gott mehr gehorche» als den Mensche»!
lange genug; er hat davon öfters früher gesprochen, um zu nifjen, daß ich diesen Satz in seiner vollen Richtigkeit anerkenne, unb daß ick glaube, Gott zu gehorchen, wenn ich dem Könige diene, — dem er seinerseits ja auch früher gedient hat unter der Tevise: mit Gott für König und Vaterland; jetzt sind die drei ihm auseinander gekommen, wie es scheint, unb er sieht Gott getrennt von König unb Vaterlanb. Ich kann ihm auf biefcm Wege wie auf so manchen anderen nicht folgen, — ich glaube, Gott zu dienen, intern ich meinem Könige ticne im Schutz des Gemeluweseus, testen Monarch er von Gottes Gnaden ist und in welchem tie Freiheit gegen fremden Geistesdruck unb die Unabhängigkeit unseres Volkes gegen fremde Eingriffe zu schützen, tie ihm von Gott auferlegte Pflicht ist. Meine Pflicht ist rs, drm Könige zu tienen, wie alle Minister, und der Herr Vorredner ist doch wirklick — wen» er ganz offen sei» will, wozu er aus ter Tribüne keine Verpflichtung bat — (Heiterkeit), aber ich bin überzeugt, unter vier Äugen ist er ehrlich genug uns einzugestehen, taß Wir an die Gottheit des Staates nicht glauben. Nichtsdestoweniger läßt er sich zu dieser Entstellling der Wahrheit verleiten, — er hätte dabei an bie achtzig Jahre denken sollen, auf die er sich berief, — als ob wir die wir hier fitzen, an eine heidnische Staatsgottheit glaubten. Er verfällt dabci in denselben Fehler, ben er gewissen römischen Kaisern, bie sich vergöttern ließe», nachrebet. Wie er sagte, bie Kaiser haben ja ihrerseits daran nicht geglaubt, so ist er auch weit davon entfernt, daran zu glaube» (Heiterkeit, er braucht es nur „zur Beschönigung der Herrschaft, die er auszuüben beabsichtigt." Dazu ist es »öthig, daß wir als Heiden dargestellt werde». Ter Latz.
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nm teil cs sich feier banbett, ist nicht. Man soll Gott mehr tunen als den! sondern au, Pfllckierfüllung. /Luch bieies ®e|eg wird vielleicht keinen praktt- Mngchcn ondern die Frage ift: Soll man dem Papst mehr dienen, als! ichen Erfolg haben; ter Papst und tie Jesuiten sind viel zu reid)_, als daß eS dem Könige? (Widerspruch im Ceutrum.) Zwischen Papst unt Gott ist lür ihnen aus tuie kleine Lumme ankommen konnts Ter Papst -st 'ehr reich, mich ein wesentlicher Unterschied. Es handelt sich'hier mckt darum, ®cjt zu der Jein>tenoiden zehnsacy reicher, so baß der Papst die italienl|chen Hulss- bienen oder ben Menschen zu dienen, sondern es handelt ,ich darum i Sollen . - ... . , - ... „ ,
mir in weltlichen Sachen wo es sick nm unser Seelenheil in keiner We„e steiierungs-Modalitaten, die ihnen bisher ,efer gute Dienste leisteten. Von ter bandelt dem Papst mehr gehorchen als dem Könige? Wir haben früher G-ldemziehung erwarte ick alle keinen Erfolg, aber wir thun einfach unsere unter ter jaerrsckaft des «andrechts gelebt, welches viel weiter geht; und ich Pflicht, intern wir die UnabdLngigkeu unteres Ltaates nnfc bet «atwn gegen glaube von den Herren, die jefei behaupten, durch die Maigesehe in ihrem fremden Einfluß schützen, indem wir bie geistige Freiheit gegen Unterdrückung
Rede des Fürsten Bismarck, , Seelenheil geschäbigt zu sein, annehmen zu können, daß ihre Väter selig ge-
gehalten in ber berühmten Sitzung vom 16. März als Antwort auf bie öerte'treten sinb unter ter Herrschaft bes hanbrechts und ter geringeren Freiheit, bkS Herr» v. Gerlach. bie ihnen bamals gelasien würbe. Also bas sinb Frage», bie in bikselbe Kate-
®iefelbe lautete- V gorie falle», wie es ber Herr Porrebner von bcn römische» Kaiser» jagt, man
Ich feeabsicktige nicht, tem Henn Vorredner im Allgemeinen zu ant- f«9‘ das unt stellt sich, als ob man ta« glaubte; «hrUch- Christen, die wir Worten, sondern nur auf ein Wort, unt auch auf diese, nur deshalb, weil ,ch I"id, werden tamu verdächtigt vor tem unwisteiit-n Publikum. Alles taS, fürchte, taß ein anderer Redner es nicht noch einmal jagen tritt, weil eS schon was ter Herr Vorredner gesagt hat ist nicht gesagt um tie Herren hier zu zu ost gesagt werten ist. Der Herr Vorretner ist vielleicht ter letzte, ter es überzeugen und um hier geglaubt, jontern nur um gedruckt zu werden, und ist wiederholt, unt dennoch muß diesem Worte nideisprocken werd.,, in einer Weise, «« einmal ans der Tribüne gefügt , Je kann alles, was sonst gedrnckt strafbar wie ihn, viell.icht bisher nickt w.dersprocken worden ,st. j wäre, sobald es durch den Mund des Redners auf der Tr.bune gegangen ist,
Es >st tie falsche Anwendung des an sick richtigen Satzes: man soll straflos gedruckt werden, davon laßt sich die Fruchtbarkeit der Redner erklären.
Ter Herr Vorredner keimt mich (.Heiterkeit.) Hier bie|cm Auditorium werben Sie wahrhaftig keine» Gefallen mit bcrartige» Rebe» thun unb werbe» keine Majorität gewinnen, bie stärker
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Herren-Garde' . & halbwollevt icn, trennen, «ui 4* teste«, Maiitt' ,ffe werben je «- i, bist- i»
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