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Gießener Anzeiger.

Cridcint tn«Hdi, mit Wui* nahmt MontagS.

Expedition: Sanzleiberg, ßit B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.

H<». ~ Donnerstag den 4. FcbruarZ

Ein Paar wildlederne braune Handschuhe, 1 Portemonnaie mit 7 tr., 1 wollenes Halstuch, 1 Portemonnaie mit 11 Pf- l brauner seidener Regenictirm, 1 2km.cl von einem Frauenmantel, 1 Taschenweüer, 1. weitzcS Taschentuch, 1 Regenschirm auf der Bulterwaage im. Rotbhautz stehen geblicbrH .fn ob,r

Die Eigenthünter werden aurgefoibcrt, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diele Gegenstände auf -cCrir* Jen an dieVFinder zuruLgrg^en oder spater zu Gunsten der Armenkasse weiden versteigert werden. fr ,r

benf2.n^cbtuWar 1875.^"^""^ Mroßherzoglich- Polizei - V-rwattun« dcr^^Minzml- Houplstodl @ie6<y

politischer Theis.

/rankreich.

Einfluß ausüben.

(Engfanö.

London

4 Q- t Spr «Wo-iimim unter dem 26 Januar aus dock wollen |ie sich einem lchledSrichteruchen <sprucpe unrerwerieu.

«tsch.u^^gangen-n osficiell-n Dopesck- zufolge haben t.e bolläud.jchen Tra.p. gilt auch von> der. wegen emer 1 Oprocenti8en Lohnherabsetzung M-rnden Berg- Peu ihre F.chnc auf Poeloelajoe °ufgepflanzt neue besest.gte ^'-llung bei Poen- London I Mruar. T,e Times" veröffentlichl den von Baron

gciblangtjoe eingenommen ohne ^ W.derstand zu ^°n- Dre Bevölker g «erhobenen unt tutd? Verb Derby unterstützten Protest gegen tie russisch-

erlangt allgemein den Frieden, d.e Anführer aber sind für ForNetzung ^babn-Comesswn, in welchem ausdrücklich ausgeführt wird, daß

Steges. Ein Artikel der Reuter'scken Concession es Letzterem verbot, die Eisenbahnbau-

arbeiten vor Zustellung der detaillirten Baubestimmungen zu beginnen. Reuter

-ort.

1873 und 1874 sind in Gehalte der evangelischen

ein Amen- Präsident selbst als sagt: Ich enthalten

den soll.

London, 1. Februar. Wegen einer vorgeschlagenen Lohnherabjetzung um 10 und 15 pCt. haben die Arbeiter aus den Tyne-Werften Sttike gemacht ; doch wollen sie sich einem schiedsrichterlichen Spruche unterwerfen. Letzteres

Deutfchtaiik).

Darmstadt, 30 Januar. Für die Jahre

vor, das Desicit sei nicht durch Eredit-Operatiouen, sondern durch Verminde­rung der Ausgaben und Vermehrung der Einnahmen zu decken. Namentlich seien bei den Ausgaben für das Unterhaus, die croatischen Ministerien, für das Justiz-Ministerium durch Verriugerung der Gerichtshöse und Einrichtung des Instituts der Friedensrichter und für die Honved Armee Ersparnisic erziel­bar, nicht aber für das gemeinsame Heer. Vorzüglich sei die Erhöhung der Zollintraden zu erzielen. Ebenso nothwendig sei die Regelung des Bankwesens und der Valuta, weun schon ein freies Banksystem nickt ratbsam, auch die Beibehaltung der Einheit der Banknoten-Form, geboten erscheine. Der Han­dels-Minister replicirt auf die vorgestrige Rede Scnnyey's, weist nach, daß der ungarische Reichstag thcilwcise die Schuld an den gegenwärtigen Verhältniflen trage und sickert nach Erledigung der Budget-Vorlage di« sofortige Revision der Zoll- und Handels-Verhältnisie zu. Die Rede deS HandelS-Ministers

dem Staatsbudget die Mittel vorgesehen, um die

Geistlichen auf den Miuimalbetrag von 1000 st. zu erhöhen, dagegen sind für 1875 mir die zur Erhöhung der Gehalte auf 800 st. uöthigen Mittel zur Ver­fügung gestellt. ES ist dieS in der Voraussetzung geschehen, daß bezüglich der Leistungen des Staats zur Bcstreiiuug der Bcdürfnisie der evangelischen Kirche baldigst eine definitive Auscinandersetzungjzwischen Staat und Kirche statt finden werde, und daß überdies auch die Kirche durch das in Aussicht stehende Gesetz über das Besteuerungsrecht der Kirchen schon für 1875 in der Lage sein werde, die zur Aufbesierung der Pfarrgchalte nöthige Summe aus eigenen Mitteln bczw. durch Bcstmerung ihrer Mitglieder aufzubringeu. Beide Voraussetzungen haben sich bis jetzt nicht erfüllt, insbesondere konnte das Gesetz über das Be- steuerungsrecht der Kirchen nicht zur Verabschiedung gelangen, und werden nock einige Mocken verstreichen, biö der Zm'ammentrltt der ersten oidentlichen Lau dcvsynode möglich sein wird. Da es unter diesen Umständen für die evangelische Kirche nicht wohl thunlich ist, die zur Aufbesseruug der Psarrgehalte uöthigen Mittel schon für 1875 am- eigenen'Fonds, bezw. durch Besteuerung ihrer Mit- glieder auszubringen, so mußte bei der notorisch höchst bedrängten Lage, in welcher sich viele evangelische Geistliche des Landes befinden, anderweit Hülfe geschaffen werden. Die Regierung hat deSbalb auf Antrag des Ober-Consi- storiums bei den Ständen die Zustimmung nachgesucht, daß der evangelischen Kirche des Großherzogthums zur Aufbesierung der Pfarrgehalte für 1875 und Bestreitung der Kosten der ordentlichen Landessvnode ein 4 pCt. Darlehen von 200,000 Mark, rückzahlbar in zehn jährlichen von Ende 1876 an beginnenden Zielen aus Staatsmitteln gewährt werde. (N. Frkstr. Pr.)

Darmstadt, 1. Februar. Tie hiesige Stadt wird sick im Laufe dieses Jahres zur Aufnahme eines bedeutenden Aiilehens an den Geldmarkt wenden muffen. Ihr Schuldenstand beträgt dermalen etwa 1,150.000 st.

Berlin, 1. Februar. Petersburger Nachrichten zufolge ist dort vor einigen Tagen die Antwort Englands auf das russische Rundschreiben vom 26.'September über die Ergebnisse der Brüsseler Conferen; eingetroffen. Eng­land soll darin die russische Darlegung mir eingehender Kritik behandeln und im Ganzen zu einem negativen Resultate gelangen. England scheint danach voii einer weiteren Behandlung der Sache auf den bekannten Grundlagen für

Paris, 1. Februar. In der National-Versammlung kommt dement Barthe zur Verhandlung, welches u A. bestimmt, daß der der Republik über die Kräfte der Armee bestimmt, ohne dieselben Oberbefehlshaber commandiren zu dürfen. General Chabaud-Latour bin ermächtigt zu erklären, daß, falls das Gesetz eine Bestimmung sollte, welche den Präsidenten verhinderte, zur Vertheidigung des Vaterlandes den Degen zu führen, Mac Mahon sich nicht bedenken würde, seine Präsident­schaft sofort niederzulegen. Ventavon bekämpft daS Amendement und legt die vorangehenden Gesetze dar, welche die Vollmachten des Präsidenten der Republik umgrenzen; Barthe zieht fein Amendement zurück.

PariS, 1. Februar. Das Unwetter der letzten Tage hat in dem zwi­schen Versailles und Saint Germain gelegenen Lager von Roquencourt großen Schaden angerichtet. Ter fortwährende Regen hat förmlich Teiche geschaffen, die für den Gesundheitszustand der daselbst lagernden Truppen einen schädlichen Da die Fälle von Nervenfieber sich von Tag zu Tag meh- Räumung des Lagers wohl kaum zu vermeiden sein. Jeden- Nachricht von den dortigen Truppen mit Freuden aufgenom-

gefunden." f

Posen, 2. Februar. In der gestrigen Sitzung der Provinzial-^ynode wurden die Anträge des Landraths v. 'Mastenbach, Denjenigen, der die Gott­heit Christi läugne, als unfähig zur Bekleidung eines Lehramtes zu erklären, und dem Erlasie des evangelischen Ober Kirchenraths vom 21. Leptember v. J^., die Abänderung des Trauformulars betr., die Zustimmung zu versagen, abze- lehnt. Der Antrag desielben Snnodal - Mitgliedes, den evangelischen ^-ber- Kirchenrath um Zurücknahme des Erlasses über die Wiedertrauung Geschiedener zu ersticken, wurde angenommen.

Birnbaum (Provinz Posen), 2. Februar. Tie Einführung des von dem Ober-Präsidenten ernannten Vicars Kick als Probst in Kahme ist ohne Störungen erfolgt. Trotz der ihm gewordenen Warnung, die Kirche nicht zu betreten, ging Kick hinein, worauf Tecan Hebanowski unter Protest gegen den Eingriff der weltlichen Macht mit dem Allerheiligsten sich entfernte.

Holland.

31. Januar. Trübe Zeiten stehen allem Anscheine nach in Süd-Wales bevor: Wie man sich erinnern wird, hat der Verein der Kohlen- gruben-Besitzer von Süd-Wales und Montmouthshire vorigen Freitag beschlossen, alle ihre Arbeiter, etwa 120,000 an der Zahl, zu eutlasien, wenn sie sich nicht die Lohnherabsetzung von 10 pCt. gefallen ließen. Dieser einstimmige Beschluß wurde gestern durch einen zweiten ebenfalls einstimmigen bekräftigt, und wenn nicht ganz plötzlich die Arbeiter nachgeben, fängt am 1. Februar eine furchtbare Ruhe in dem sonst so arbeitsamen Tistrict an. Die Arbeiter sind auf einen hartnäckigen stampf ganz und gar nicht vorbereitet, und sie sind darum desto erbitterter über den gestern gemeldeten, von den Telegirten in Manchester ge­faßten Deschlußs, nach welchem den Feiernden feine ofsicielle, sondern nur eine freiwillige Unterstützung von den Kohlengruben - Arbeitervereinen zu ^.heil wer-

DtIIeii'eicf). «............_____________________ . .

Sßrfth 2 Februar Das Unterhaus setzte gestern die Budget-Debatte erhielt dieselben erst im Juli 1873 ; unmittelbar darauf begannen in Gegen- Lon^ay 'legie^dieUrsach-der ungünstigen F.nanl-Lage dar und hob b-r-lwart des englischen und ru,st,chen L°.uls d.e «rberten^ Persische Hau-

jetzt feine» praktische» Nutzen zu erwarte».

Erwitte (Westfalen), 29. Januar. Eine intereffaute Notiz bringt ba3.~- .- K Erw. Volkebl ", wie folgt:Wie verlautet, ist von hiesigen Wahlmäuneru^eii so wird .Die in Anregung gibracht, unser» hockw. augenblicklick gefaugeuen Oberhirten, falls wurde diele Bischof Martin, als Candidate» für den preußische» Landtag aufzuftellen. men werden. Diese Nachricht hat, so weit bekannt, überall, namentlich in Brilon, Beifall

wurde beifällig ausgenommen.

Schweiz.

Bern, 2. Februar. Da der hiesige katholische Pfarrer Peroulaz sich geweigert bat, den Professoren Friedrich, Goegens und Hirschwälder die Ver- fltyiung gottesdienstlicher Functiomu in der katholischen Kirche zu gestatten, so hat der liberal gesinnte Kirchen - Gemeiuderath die Staatsbehörde um iofortlge Intervention ersucht.