ordnung erlassen:
Mungia. Stab des Generalconlmandeurs
dein Flickenden auch nicht icn trockensten Zufluchtsort, denn oben das Dach der Halle die gewaltigen Waffermaffen nldii
unten wogten die Fluthen, wäbrend
laffermafftn nicht genügend abhalten konnte. Nach
Allgemeiner änieiger.
in unferm Bureau Hierselbst — Obere Königsstraße Nr. 29 — vor dem dies«
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Der Zuschlag wirb Vorbehalten und bleiben die 3 Mindestfordernden
Cassel, den 25. Juli 1874
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Die Lieferungsbedingungen sind bei der Königlichen Intendantur der
21. Division in Frankfurt a. M-, Porcellanhofftraße ui der früheren Gew
folgte hierauf ein Sckauturnen der Scküler sämmtlicker btefiger Knabenlebranstalten unter Leitung unseres würdigen Turnlehrers Ehr Rübs am en. Alle Anerkennung dem Manne, der unsere Jugend zu kräftiger und gedeihlicher Körperbewegung heranbildet. Das Banket am Abend vereinigte wieder den größten Thetl der Festgäste in der Festhalle und unter Reden, Trinksprüchen und Mustkvcrträgen, schlug den Thrilnebmern keine Stunde. Herr Dr. Weiffenbach begrüßte daselbst auch die Turner von der Westgränze unseres Vaterlandes, von Metz, mit einer sympatischen Anipracke und ein donnerndes Gut Heil brauste zu ihren Ehren durch die Halle. Am Montag früh 7 Uhr begann da« Preisturnen, dauernd bi< 1 Uhr Mittags. Den 1. PrciS, nach bartem Ringen und Leistungen, d,e kaum für möglich gebalten wurden, errang Turner Möller von vockenheim Mancher Zuschauer, der die Leistungen der Preisturner mit ansali, bekam erst einen Begriff vom Turnen und betrachtete daffelbe nicht mehr als eine Spulerei, sondern als eine Hebung, welche zur wahren Volkswohlfabrt wesend liche Beibülfe leistet und leisten muß. Der Festzug am Mittag, eingeleitet durch einen blühenden Flor lieblicher Festdamen, war wieder von derselben Ausdehnung wie am Sonntag. Ein Schauturnen unter Musikklängen bot dem Auge ein erquickendes Bild dar. Leider wurde die Festf cude durch ein furchtbares Gewitter gegen Abend erbeblich gestört. Es regnete, daß man meinte, ein Wolkenbruch käme vom Himmei herunter. Alles flüchtete und der Festplatz, vorher ein wogendes Meer von Menschengestalten, war in einen See verwandelt. Die Festhalle bot
ber Herrschaft Biscaya.
Angesichts ber seeräuberischen Hanblungen, welche bie feinblichen Dampfer toiber bie armen vertheibigungslosen Küstenfischer begehen, unter Anwenbung ber feigsten und verwerflichsten Mittel, um bie Fischfanginbustrie, den einzigen Erwerbszweig zahlreicher Familien ber Küstenbörfer, zu zerstören, halte ich es an ber Zeit^ unverzüglich bie nachbrücklichsten Maßregeln zu ergreifen, um bcn Feinb, ber sich nach Vanbalenart betragt, in feine Schranken zurückzuweifen, unb verordne demnach, was folgt:
1. Unmittelbar nach Empfang dieser Ordre setzen Sie alle Liberalen, welche bie Küste Ihres Districtö bewohnen, gefangen, nöthigensalls, wenn bies zur Bewerkstelligung biejer Verhaftungen ersorberlich scheint, unter Hinzuziehung bes 10. Bataillons ber verheiratheten Männer.
2. Wenn Sie biefe Gefangenen gemacht haben, benachrichtigen Sie bie- selben, baß sie wegen ber barbarischen Handlungen, die von der Regierung der Republik verübt worden, arretirt sind, und lassen Sie sie gegenwärtige Ordre lesen.
3; Setzen Sie die Gefangenen inKenntniß, daß für jeden von den feindlichen Dampfern auf die Städte und Dörfer der Küste abgefeuerten Kanonenschuß einer der Gefangenen, den das Loos bestimmen mag, Über die Klinge springen muß.
4. Alle durch die seindlichen Geschosse in den Städten und Dörfern ber Küste verursachten Beschädigungen werden ratenweise auf bie gefangenen Liberalen vertheilt, unb biefe sind gehalten, alle Fifcherfamilien zu ernähren; es wird ihnen mitgetheilt werden, wie viel sie zum Unterhalt einer jeden Familie
zu derartigen Geschäften genügend ausweisen können, werden aufgesordert, । Offerten francirt unb mit ber Aufschrift:
„Submission auf Manöver-Verpflegung"
bis zum 4. August, Morgens 10 Uhr, an uns ober an dem Terminstage unseren Deputirten, Rechnungsrath Lüben, einzureichen unb sich persönlich Termin einzufinden.
Könh^liche Intendantur der 22. Division. L ü b e n.
seitigen Deputirten anberaumt.
Cautionssähige Lieserungs Unternehmer, welche sich über ihre Qualifikation
beit '4. August er., Vormittags 10 Uhr
der sich „General -Commaudeur von Biscaya"
beizusteuern haben.
5. Und letztens. Behufs vollständiger Durchführung von Punkt 3 gegenwärtiger Verordnung werden Sie mir die Zahl der Kanonenschüsse angeben, künftig auf Städte und Dörfer unseres Districts abgefenert werden, damit
Form, Tag und Stunde ber Hinrichtungen bestimmen kann.
Zornoza, bcn 9. Juli 1874.
Der Brigadier und interimistische Steuercommandeur.
Andres Hormaechea."
In Cuenca wurden die zur Unkenntlichkeit verstümmelten Leichname von Personen aufgefunden. Die Beschlagnahme der öffentlichen Gelder durch Carliften wird bestätigt.
Madrid, 27. Juli. Die Colonnen unter den Befehlen von Merelo,
Die Lieferung des Bedarfs:
1) au Fourage:
a) für die bei Hungen stattfindenden Regiments-Uebungen des Infanterie- Regiments Nr. 95 vom 21. bis 28 August er.,
b) für die bei Hungen unb Gelnhausen abzuhaltenden Brigade Hebungen der 22. Cavallerie-Brigade vom 27. bis 31. August, desgleichen der 43. und 44. Infanterie - Brigade vom 29. August bis 2. Septbr. er.;
2) au Fourage:
Victualien,
Bivouaes-Holz und Lagerstroh, darmerie-Kaserne, der Großherzozlichen Intendantur der 25. Division in Darm»
sowie stabt, Rbeinstraße Nr. 47, bei bem Proviant-Amt hier, bei ber Großherzozlichen
die Gestellung der für die Anfuhr der Bivouacs-Bebürfniffe erforber Garnison-Verwaltung in Gießen und bei uns zur öffentlichen Kenntniß ausge- licken Fuhren für die zwischen Hungen Hanau und Gelnhausen-Fried ,legt unb können Abschriften davon von einer dieser Stellen oder von uns gegen berg stattfindenden Herbstübungen der Truppen der 22 Division in.Erstattung der Copialien bezogen werden.
der Zeit vom 3. resp. 4. September er. ab bis zum 17 septbr er., Der Zuschlag wirb Vorbehalten unb bleiben bie 3 Mindestfordernden soll im Wege des Submissions-Verfahrens, dem sich eventuell ein.Licitations->14 Tage lang an ihr Gebot gebunden.
Verfahren anzuschließen bat, verdungen werden.
Zu diesem Behufe ist Termin auf
Lokal-Notiz.
Gicftcn, 28 Juli. Der Schwurgcrichtshof der Provinz Oberheffen vom 111. Quartal l. I. verhandelte weiter folgende Anklagcsachen:
Den 20. Juli, gegen Johann Heinrich Jungkurt von Hausen, Königlich Preußischen Amtsgerichts Oberaula, wegen Brandstiftung. Derselbe wurde für schuldig befunden und in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren verurteilt.
Den 21. Juli, gegen Johann Conrad Silz und Ludwig Walther von Laubach, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit. Dieselben wurden von den Geschworenen für „Nichtschuldig" erklärt und deshalb von dem Gerichtshof freigesprochen.
Den 22. Juli, gegen Elisabetha Kleinschmidt von Leiscwalb, Königlick Preußischen Amtsgerichts Wächtersbach, wegen Kindcstödtung. ^Dieselbe wurde dieses Verbrechens für schuldig befunden und deshalb in eine Gefangnißstrafe von 3 Jahren condemnirt.
Den 23. Juli, gegen Elisabetha Formbals von Allendorf an der Lumda, wegen Diebstahls unb Betrugs. Dieselbe wurde, nachdem sie dieser Verdrecken für schuldig befunden, in eine Gefängnißstrafe von 28 Tagen vcrurtheilt.
Die auf den 20. d M., Nachmittags, vorgesehene Verhandlung der Anklage gegen Wilhelm Scheerer von Alt Duseck, wegen Urkundenfälschung, wurde wegen desien Abwesenheit biS zur nächsten Quartals Sitzung vertagt.
Kiepen, 28. Juli. (Festbericht.) Begünstigt vom schönsten Wetter — wie Gießen in der Regel daS Glück hat — begann am Samstag Mittag unser IX. mittelrbein. Turnfest.
5Ö7(lbttb, 26. Juli. Der carlistische Cabecilla Anbres bt Hormaechea, Waren auch einzelne Mißtöne und Zweifel über das Fest vorher bemerkbar, so war man doch titulirt bat folaenbe An- am ®am^a9 überzeugt, daß unsere Einwohner es sich nicht nehmen laffen, ihren lieben und toertben Gästen ein freundliches Entgegenkommen und liebevolle Aufnahme zu widmen, wie dies sozuiagen in der Natur der Gießener liegt. Festlich und in einzelnen Straßen wunderschön ae- „An ben Herrn Gouverneur bes Diftricts schmückt prangten die Häuser und boten dem Auge ein erauickendes Bild. Wir wollen die ein» Mungia. Stab bes Generalcommanbeurs zelnen PiLeen übergehen, als den Turntag, worin Darmstadt als Vorort bestimmt wurde u. s. w. und wenden uns zum 1 Banket am Samstag Abend. Die große, wundervoll decorirte Festhalle, war zum Erdrücken besetzt Da wogte Alles nur so durcheinander und überall begegnete man freundlichen und heiteren Gesichtern? Unter den Klängen unserer Regiments- musik verschwanden die Stunden, bis sich spät in der Nackt die Gäste der Festhalle trennten. । Der Sonntag Morgen brachte Tausende und aber Tausende Fiemde und Gäste in unsere Stadt. Eine solche Menschenmenge ist noch nickt in Gießen gewesen und rühmend ist anzuerkennen, daß unsere sämmtlichen Gäste Speise und Trank in Hülle unb Fülle bekamen unb • keiner unbefriedigt von Dannen zu ziehen brauchte. DaS Smpfangseomitd hatte den Sonntag Morgen seine Beine zu brauchen um die Turnbrüder auf dem Bahnhof zu empfangen und in die Turnballe zu geleiten und es war dieS bei der drückenden Hitze keine Kleinigkeit, den weiten Weg 4mal auf- und abzumarsckiren Der Festzug am Sonntag Nachmittag war von einer Dimension, bie enorm war. Das Auge begegnete einem wahren Fahnenwalv und lustig und heiter rnarschirten die Turner nach den Klängen der zwei Regimentsmusiken und unzählign Tambours durch die Straßen nach dem Festplatz. Dort angelangt, stellte sich der Zug, die Ehrengäste und das Eomitö an der Spitze, auf und nach einer Ansprache bes 1 Festpräsibrnten, Herrn Dr. Weiffenbach, wurde daS IX. mittelrheiniicke Turnfest ofsiciell für eröffnet erklärt.
Cagna unb Geriet schlugen die vereinten carlistischen Streitkräfte ber Provinzen Barcelona unb Gerona bei Castellfallit unter großen Verlusten in bie Flucht. Der Carlisten - Anführer Chuchillo unb zwei carlistische Compagnieen würben 1 wegen ber Weigerung, sich zu ergeben, von ben Jägern von Manilla nieder- , gemacht; mehrere Ortschaften, bie sich für bie Carlisten erhoben, sinb in Brand , gesteckt worben.
Barcelona, 27. Juli. Eine Anzahl von des Carlismus verbächtigen 1 Personen, barunter Geistliche unb Abelige, würben als Repressalie für die J Erschießung von Anhängern ber Regierung verhaftet unb in bas Fort Altara zcmas abgeführt.
Santander, 24. Juli. Die Garnison von Bilbao hat bie Carlisten nach EncartationeS zurückgeworfen. — General Morionetz soll mit geringen; Verlust bie Carlisten in Navarra geschlagen unb 15,000 Gefangene gemacht haben.
dem Gewitter sand trotzdem die Preisvertheilung auf dem Festplatz statt und mit Jubel wurde jeder Preis aus holder Damenhand entgegengenommen. War die Toilette durch den Regen auch etwas derangirt, so bewahrte man dock den allgemeinen Festsinn und nahm die Sache einfach so, als wenn es nicht anders wäre.
Unter donnerndem Gut Heil wurde der 1 Preis - Sieger nach der Halle gebracht, woselbst wieder, wie die vorhergehenden Abende das Banket seinen Anfang nahm. Außer den un. zäbligen anderen Reden heben wir nur die eine des Vertreters von Metz hervor. Derselbe drückte seine Freude über die Wieder. Vereinigung mit dem Vaterlande aus und hegte den Wunsch, daß es den Turnern in Elsaß Lothringen gelingen möge, der jüngeren Generation dort« selbst einen kernhafteren deutschen Geist durch Gründung von Turnvereinen beizubringen, wir dieS bei den älteren Bewohnern dieser Provinz nicht mehr gut möglich sei. Zum Schluß brachte er den Frauen und Jungfrauen Gießens ein Gut Heil! in welches jubelnd eingr - stimmt wurde.
Wenn wir nun das Fest im Allgemeinen einer Betrachtung unterziehen, so drängt sich das Gefühl an uns heran, daß daffelbe ein prachtvolles und bie kühnsten Erwartungen übertroffenes gewesen ist. Und wem gebührt der Dank hierfür? Nicht dem Einzelnen, dessen mehr ober weniger Wirken anerkannt wird, sondern Allen, dem gelammten Ganzen, in welchem Jeder seine Schuldigkeit gethan hat; den Beivohnern unserer Stadt unb deren Vertreter sowohl all auch dem Gomite, welches durch treffliche- Arrangement ein so großartiges Fest biS zum Schluß als höchst gelungen bezeichnen läßt. Wir Gießener können ohne Ueberhebung auf vieies Turnfest stolz sein, und alle Gäste unb Besucher drückten den wärmsten und lebhaftesten Dank aus, für die vergnügten Stunden, die sie in unseren Mauern verlebt. Hatte auck mancher Uebeb stand vermieden werden können und manche Einrichtungen zweckmäßiger sein dürfen, so muh man auf der anderen Seite bedenken, daß die Erfahrungen immer erst später gemacht werben. Die Wahl des Festwirthes, sowie die der übrigen Wirlhe auf dem Festvlatzc und bie Einrichtungea derselben, daß kein Mangel an Speise und Trank vorkam, zum Schluß noch besonders hervor hebend, schließen wir mit dem Wunsche, daß Jever froh und vergnügt unser schönes Fest bescklossen haben möge. — .
Telegraphische Depeschen.
Wien, 27. Juli. Die „Wteuer Abeubpost" erklärt gegenüber ben in Beigrab verbreiteten ahrnnrenben Gerückten üb.r rnilitäriscke Vorkehrungen an ber turko bosnischen Grenze, baß biefe Gerüchte nach hier eingelangten verläßlichen Nachrichten ans Bosnien vollftänbig unbegründet sind
Paris, 27. Juli. Die Journale sprechen sich über einen Hirtenbrief bes Pariser Erzbischofs, welcher bie italienische Regierung angrefft, tabelnd, ans. — Der Fran^ais" erwähnt eines Gerüchtes, wonach Mac Mahon au bie Nationalversammlung kurz vor Schluß ber Session eine Botschaft richten würbe.
Brüssel, 27. Juli. Die internationale Confereuz hielt heute ihre erstt Sitzung ab, die eine Stunde währte. Zum Vorsitzenben würbe, nachbem Bel gieu abgelehnt, ber russische Bevollmächtigte Baron Joinin', zt>m Secretär ber Cabinets-Chef des belgischen Minifteriums bes Aeußern Bosch Grave gewählt Auf ben Antrag eines CongreßmitgliebeS wurde beschloffen, baß bie Verhanb' lungen völlig geheim bleiben sollen.
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