chöning (confervativ) spricht für die Vor-
die eine mehr richterliche als polizeiliche Bcfugniß haben sollten, und eine Äb-
eingetreten sei.
Vermischtes.
Ein Flügel mitsammt der Bibliothek^ des
Novbr. gemeldet: Die öffentliche Meinung neigt zu der Annahme, daß die G«-
fa"gc"bäll.i'i>i Iaknb M durch feinen Baker Schir M. exnftUd»
Wickelungen zur )>olge haben und die Regierung von Indien zur l mmlswung ^^dtig für 73 fl. 106 ft xabite. entern Fällen mußten die ©ittcgenen für 50 fl.
nöthigen könnte.
November.
25.
Reuter's Vürcau
Ccfeflnipöirdic Depeschen.
Fortsetzung.
Reichstag.
Nov.
Berlin, 2 Rcichö-Jnstizgesetze.
H^use Gktd^'ckäste gemacht? G*e<el: Was soll tch nix, wenn dl« £cutc kommen und bitten, örjel qeb mir Geld, ta ist trag zu verdienen; hab ich getbun. Präs.: Smd Eie bei dem Geschäfte geblieben? Gezel: Nein, ick bab argefangen nebstbei em Winböhau«, dann ein Branntivein'ckank. Präi : Wann sind Ei» nack Wien gekommen? Gezel: tie wird sein gewesen 1563 Präi.: Womit baden Ei» sich biet beschäftigt? Gezel: Angcfangen bab ich ganz
Wien, 8. Nov. (Eine Vampyr - Familie.) In hiesiger Stadt hat sich in den letzten Tagen ein Stück Culturgeschichte abgespielt, daS eine Menge entsetzlicher Schattenseiten der Gesellschaft bloßiegte und seinen Abschluß in der Verurtbeilung eine« modernen Shylock und seiner zwei Söhne fand — eines Kleeblattes auf welchcß das alte Won „Wie der Acker so die Ruben, wie der Vater so die Buben" in seiner vollsten Bedeutung Anwendung fand. Seit mehr als zwei Iabren hatte der polnische Jude Gezcl Wilkenfeld in Gemeinschaft mit seinen Sprößlingen Manus und Jakob die Residenz in Äthern gehalten, und nut einer unerhörten Geldgier Erprcsiungen und Detrügereien verübt, wie sie wohl kaum jemals in gleicher Weise anderSwo vorgekommen sind. Wiederholt hatten die Journale das entsetzliche Treiben dieser drei vor die Oeffentliwkeit gezogen und daS Auge der Behörden darauf hingelenkt aber eS tam zu keiner Untersuchung. Die gelehrten Richter mußten trotz allem Aufgebot ihre» Wissen« die Erklärung abgeben, daß die Vampyre nickt zu fasten seien, denn sie hatten — daS Gesetz für sich. DaS fürchterlichste auf der Hand liegende Unrecht konnte nickt gestraft werden, weil der Paragraph deö Gesetze« Deutungen zu ihren Gunsten zuließ. Mit Reckt fragt anläßlich einer Besprechung dieser Sache die „Deutsche Ztg.„Woher nahm denn Gezel Wilkenfeld, der ungebildete polnische Jude, jene überraschende Uebersicht de« Paragraphenlabyrinth«, die eS ihm ermöglichte, jahrelang sein dunkleS Handwerk zu treiben und dem Rechte doch immer wieder ein Schnippchen zu schlagen? Wer war eS denn, der ihm an die Hand ging, bri der Aussaugung seiner unglücklichen Clienten? Steht der Wucherer allein bei un«, ober hat er einen geheimen Kompagnon? Man würde uns die Antwort schuldig bleiben; wir geben sie lieber selbst. Der Wucherer arbeitet nickt allein, sondern in Compagnie. Gerade die Achtung vor dem tüchtigen, opferwilligen, ehrenwertben Advocatenstandc, vor jenem Stande, der so viele mutbige und unermüdliche Verfechter de« öffentlichen Recht« liefert, gerate die Ächtung vor diesem Stande zwingt un« den Ausdruck des Bedauerns ab, daß er Ausnahmen zählt, die beispielsweise in einem Proceste Wilkenfeld nur nut Achselzucken genannt werden können. ES ist ein öffentliches Gebeimniß, daß einzelne Ldvocaturskanzleien nur davon exifihex, den Wucher in Permanenz zu halten und seine abscheulichsten Ausschreitungen in den schützenden Mantel der Paragraphendeuterei zu büUen Gegen diese beklagenSwerthe Entartung, die der Proccß Wilken« seid wieder einmal ins Gedächtniß ruft, wäre es denn wahrscheinlich doch schon die höchste Seit einen energischen Protest einzulegen " Wegen Wuchers standen selbstverständlich d,e Ange, klagten nicht vor Gericht, denn da« Wuchergesetz ist ja aufgehoben; LaS Geld Ist Waare wie jede« andere, und dem Einzelnen ist da« Recht gesickert, seine Waare, so hoch al« c« ,dm be« liebt, an den Mann zu bringen, aber wegen Betrug« hat die Nemesi« endlich, endlich sie doch erreicht, und ihr Richteramt geübt. Wilkenfeld und Söhne offerirten in den Blättern ihre Dienste der bedürftigen Menschheit, stets unter der Anpreisung „Billiges Geld,- und brachten eine Reibe Familien, welche dieser Lockung folgten, für immer an den Bettelstab. Die strafe baren Handlungen waren nach der Anklage folgende: Gezel Wilkenfeld und seine Söhne Jakob und Marcu« sägten Gcldbedürfttgen Hülfe zu, ließen sich von diesen Wechsel in hohen Summen aeeevtiren, worauf sie jedoch nur vorläufig einen kleinen Vorschuß leisteten. Während nun der Weckselaecevtant sich der Meinung hingab, er werde den Rest der Valuta später bekommen, oder bei Rückzahlung deS Vorichuffes den Deckungsweck'sel zurückerhallc*, gixirten Gezel Wilken« felb und Genossen diese Wechsel sofort an dritte, mitunter fingirte Personen, und veranlaßten versönlick und mit Wissen de« Advocaten Dr Ackermann die gerichtliche Einklagung dieser Wechsel, wodurch die Wechselaeeeptanten in beispielloser Weise zu Schaden kamen, da ihnen durch die zum Schein vorgeschobene dritte Person jeder Regreß und da« Recht der Einwendung
1 _____, Qui.iMtinft h#nnmmrn worden war. So mubte 1. B. L Ritter v. Medina
ein Landes- Letzteres solle daran muffe
1500 fl., für 19 fl. HO fr. 530 fl., für 25 fl 100 fl., für 27 fl. 300 fl, für 24 fl 50 fr. meldet aus Buenos« 18m) fl., für 313 fl. 75,000 fl. aeeepttren x. Au« d m Verhör mir dem säubern Gezel, dem c j . . ..v s... _____s. „Lro.., h.it furr nur eine fleine Eviiode lur ©rhetteruna : Bräi.: Sie haben die An
wieder. (Heiterkeit) Präs.: Ick meine bi« zu welchem Alter Sie in die Schule gegangen sind. Gezel: Bi« ick bab gebeiraibet mein Weib. Präs.: Wie alt waren Sie bei Ihrer Verheiratung? Gezel: 16 Jahre. Präs.: So jung haben Sie schon geheiratet? Gezel: Da« ist bei un« daheim a so in der Mode (Heiterkeit ) Prä,'.: Wenn Sie bis zu Ihrer Verheirathung in die Sckule gegangen sind, wa« haben Sie gelernt? Gezel- Hebräisch, alle« was man braucht. Präs.: Haben Sie feinen bestimmten Beruf gewählt, kein Gewerb erlernt? Gezel: '??ein. den Talmud bab ich gelernt. Prä'.: Sie mußten doch von etwa« leben? Gezel. Da« bat mir mein Vater gegeben Präi.: Das bat Ihnen Ihr Vater gegeben? Gezel: Geld, ira« ick hab gebraucht ;u machen ein Geschäft Präs.: Sic haben also schon im elterlichen
bayerische Regierung für ein meinsameS Reichsrecht bestehe,
Gericht höherer Instanz könne Bauern nicht bestehen, nur Angelegenheiten der Landesgesctzgcbung bearbeiten,
oberstes Reichsgericht, soweit ein ge»
kürzung des schriftlichen Verfahrens. Römer (Württemberg) befürwortet en bloe-Annahme der Vorlagen, da eine Commissions-Berathung crsabrungs- mäßig den einheitlichen Charakter technischer Gesetze gefährde, eventuell den Antrag Gneist. Justizminister Leonhardt widerlegt die von den Vorrednern gegen die Gesetzesvorlagen gemachien Ausstellungen und empfiehlt nochmals deren Annahme. Der bayerische Jnstizministcr Fäustle erklärt, daß die
den Sandwich'Jnseln.
£oNboit, 24. November. Der ..Times" wird aus Kalkutta vom 23.
net, auch die argentinische Bank habe die Geschäfte wieder ausgenommen. In Montevideo Kerrsche vollständige Ruhe.
London, 25. November. In Birkenhead ist der Candidat der Conser- vattven, Magiver, 3421 Stimmen in'S Parlament gewählt. Der Candidat der Liberalen erhielt 2474 Stimmen.
London, 25. November. Die „TimeS" meldet aus Alerandrien: Frankreich Kat nunmehr der Reform der ägvpt,schon Gerichts »Verfassung zuze- stimmt. Die bezügliche, bereits unterzeichnete Convention wird der National- Versammlung unterbreitet werden.
Bauern festbaltcn, dafür werde er um so lebhafter cintreten, als dadurch kein Reichs - Jntereffe verletzt werde. Man dürfe jetzt nicht weiter gehen, als das dringende Bedürfniß der Rechtseinheit erheische. Bester decentralifire man jetzt, als später nach ungünstigen Erfahrungen Nach weiteren Reden Meierns und Windtborst's folgt die Debatte und erste Lesung des GerichtSveifassungs- Geletzes, dessen Verweisung an eine Commission von 28 Mitgliedern beschlossen wird. Morgen findet die erste Lesung der Civilproceß-Ordnung und der Straf- proceß Ordnung statt.
Paris, 25. Nov. Die „Agence Havas" meldet. Die Herren Buckland und Margaham, Correspondenten der „New-Aork Times" und des „New-Dork Herald", wurden von den spanischen Republikanern verhaftet und in Fucnterrabia eingekerkert. Buckland wurde wieder freigelassen, während Margabam noch gefangen gehalten wurde.
Hendaye, 25. Nov. Die Carlisten machten einen Angriff auf San- Marcial, wurden aber zurückgeschlagen.
Nom, 25. Nov. Die Deputirtenkammer wählte Biancheri von der Rechten mit 236 Stimmen zum Präsidenten. Der Oppositions-Candidat De- pretis erhielt 172 Stimmen.
Paris, 25. Nov In der Proceß-Affaire der Spanischen Boden-Crcdit- Bank ist der des Vertrauens - MißbranchS und Bctriigs angeklagt gewesene frühere kaiserliche Minister Clement Duvernois schuldig befunden und zu zwei Jahren Gesängniß und 500 Frs. Geldstrafe verurtheilt worden.
genommen worden ist.
London, 24. November. Ein Flügel mitsammt der Bibliothek^ deS französischen CollegS zu Dublin ist am Samstag den Flammen zum Dpfer gefallen. Es befanden sich 264 Schüler im Bette, als das Feuer ausbrach; sie hatten aber glücklicher Weise Zeit genug, sich der Gefahr zu entziehen. Der Schaden wird auf 20,000 L- angegeben.
— Der König der Sandwich - Inseln gedenkt, wie auS zuverlässiger Quelle mitgetheilt wird, Washington zu besuchen, und in manchen Kreisen wird angenommen, daß eine Abtretung der Inseln an die Vereinigten Staaten bezweckt sei. Amerika hat, wie man weiß, bereits eine Flotten - Station auf
Dank aussprach.
Berlin, 25. November. Die Morgenblätter melden, daß die Haft des Grafen Arnim seit Sonntag dahin erleichtert sei, daß derselbe sein Palais ohne Beaufsichtigung verlassen dürfe. Graf Arnim benutze diese Erleichterung in reichlichem Maße.
Kassel, 25 November. Der Oberpräsident berichtete an das Cultus- ministerium äußerst günstig über die Revision deS Fuldaer Priester-Seminars. — Der Kronprinz begibt sich morgen uVfc Hannoversche zur Jagd.
Frankreich.
Paris, 23. November. Aus Brest, 22. Novbr., wird gemeldet: Der Admiral Ribourt ist heute von Neu-Caledonien angekommen und wird heute Abend nach Paris Weiterreisen. Derselbe war in der Strafcolonie mit der Untersuchung beauftragt, welche die Flucht Rochefort's betrifft. Man glaubt, daß sofort eine vollständige Veränderung in dem höheren Beamtenpersonal der Colonie vorgenommen werde.
Paris, 24. November. Die Kaiserin von Rußland ist in Paris ange- kommen und bewohnt das BotschaftS-Hotel, das in einen prachtvollen Wintergarten umgewandelt wurde. Sie bleibt bis morgen hier, empfängt aber Nie manden, vielleicht Mac Mahon ausgenommen. Die Minister schreiben sich heute Abend in ihrer Wohnung ein. Der russische Thronfolger, der Großfürst Alexis und Fürst Menschikow begleiten die Kaiserin bis San Remo.
— Die Antwort auf die spanische Note ist heute überreicht worden.
— Von morgen ab findet täglich Ministerrath statt. Bis jetzt ist noch kein endgültiger Beschluß betreffs der Botschaft gefaßt.
— Das officielle Blatt bringt heute wieder eine Ernennung von sechs Obersten, sieben Oberst-Lieutenants, sechs Bataillonsführern und zwei Majors in Folge irreleitender Etntheilung der Gemeinderälhe in „mmiicipaux“ und „opposanls.“ Viele Jrrthümer entstanden auf diese Weise. So ging z. B- in Nancy nicht die Regierungs-, sondern die republikanische Liste durch. Ein genaues Urtheil über die Wahlen ist daher schwer zu fällen; doch ist eS sicher, daß in der Mehrzahl der größeren Städte die Republikaner gesiegt haben. Laut ossiciöser Angaben kann die Regierung jedoch von den Wahlen von 362 Arrondissements - Hauptortcn (von 882 sind die Ergebnisse noch nicht bekannt), die Hälfte für sich in Ansprüch nehmen. Von den von Vroglie ernannten Maires dieser Hanptorte wurden 184 gewählt und 83 fielen durch. Der Maire von Melun und seine Beigeordneten wurden abgesetzt, weil sie für die Republi lauer eingetreten waren..
— Uebermorgen halten die bonapartistischen Deputirten eine Versammlung ab. Ter heute Abend aus Chiselhnrst eingetroffene Rouber wird Kenntniß von den Beschlüssen der Kaiserin geben. Die Bonapartisten sollen entschlossen sein, nicht für die constitutionellen Gesetze zu stimmen.
— Rouher, der Herzog von Padoue und andere Bonapartisten sind wegen ihrer Betheiligung an dem Comitö der Veriifunz an das Volk vor den Untersuchungsrichter geladen. Die bonapartistische „Libertö" will wissen, es werde wegen ungenügender Beweise die Einstellung des Verfahrens erfolgen.,
— In Algier haben bei den Gemeinderaths - Wahlen die Republikaner gesiegt.
Paris, 25. November. Nach aus Algier eingcgangcnen MittheiliMgen sind dort weder Unruhen ausgebrochen noch Häuptlinge verhaftet worden. Die nach Algier geflüchteten Marokkaner und Tunescn sind entwaffnet oder in ihre Hetmath zurückgekehrt.
tragS als der hochbedeutsamsten Errungenschaft für den Weltverkehr zu danken, I bufs Vorbereitung der Vorlage für die zweite und dritte Lesung in nächster indem er die BundesrathS-Mitglieder aufforderte, zum Zeichen dessen sich von ^Session. Ehrhardt (Bayern) verlangt die Ausdehnung des Sckwur-Genchts ihren Sitzen zu erheben. Der Bundesrath kam dieser Aufforderung nach, auf die politischen Preßvergehen-
worauf Delbrück für die biS jetzt noch nicht dagewesene Auszeichnung (einen läge. Reichensperger will eine Veränderung der Stellung der Staats-Anwälte,
(Engranö.
London, 23. November. Der englische Commandant der chinesischen Flotten - Station, Admiral Sir Charles Shadwcll, bringt die lelegraphische Nachricht, daß die Japanesen in aller Geschwindigkeit Formosa räumen wer den, da das Uobereinkommen mit der Pekinger Regieriing als befriedigend an
unbehelligt bleiben. 4,er Aufstand sei bisher auf die inneren Provinzen bc» bin nix tckuldia, kein Kreuzex Präs.: Bevor wir zu den Detail« der Än>
schränkt und die WlrktMgen derselben machten sich in der Hauptstadt wenigsckreuen, liegt mit ob. emiaei über Ihr Vorleben zu erfahren. — Gezel: Su Gnaden, bemerklich Die Schifffahrt sei ungehemmt, die fremden Kriegsschiffe hätten'icv mack nix darau« em Seheimniß, war ick nicht all mein Lebetag em ehrlicker Mann? ih« Station auinabmclod nicht »«tUffeu. Sie »anten seien MmNich geöff.^-
_ . klein. zuerst bin ick gegangen bauftren mit Zündbötzel, dann bab ich gemacht ein Branntwein-
vivu. .nuiuviuy. ßviinp««»^ -L ic ratUliNg L : pfitfcaft, und zuletzt hab ich 4ematbt in ©la«. Präs.: Da« GlaS<ieickäft gehört ja Ihrer
Gneist wünscht eine Commission von 28 Mitgliedern hl Gattin? Gezel Heißen« mein Gattin, sie ist mein Weib, na« sie hat ist dock mein. Präs.:


