Ausgabe 
26.8.1874
 
Einzelbild herunterladen

Paris, 23. August. Mac Mahon ist heute in Lorient eingetroffen

ral-Secretär im Ministerium des Innern, der Bonaparttst Welche, Präfekt in

dem Lederhandel,

soll Erzbischof von Reims

von Bayern den Wunsch

8. Lein-, Cocosnuß- und anderes Oel . -

so wird, die beständige Verbreitung der republikanischen Gesinnung zu constatiren,

ihrer Bestrebungen zu thun.

ren ein nicht

(Schluß folgt.)

Deutschland.

ihrer

geschältem Reis Tabaksblättern Tabaksstengeln

ein östliches Departement

1.

2 3.

4.

5.

6. Unbearbeitete Tabaksblätter

7. Unbearbeitete Tabaksstengel

2)

3)

4)

5)

6)

dem rohen Leinengarn

Jutegarn .... Wein

Centner 414 962 269 877

6904 3660

Rohes Leinengarn (Maschinengarn)

Jutegarn

Wein ....

Roher Kaffee ......

Geschälter Reis

Centner 3860 1572

736 4147 3276

24682 7526

596

1. bei

2. bei

3. bei

4. bei

5. bei

6. bei

Lille, und Nadaillac von der spanischen Grenze in versetzt.

Msgr. d'Outremont, Bischof von Agcn,

zu entsprechen.

Paris, 24. August. Der König von Bayern reist mit dem Grafen

heit in der Tnrngemeinde ausgebrochen sein sollen.

Mainz, 22. August. Der nächste Reichstag wird seitens der rheini­schen Weinproducenten mit einer dringenden Angelegenheit und Bitte befaßt werden. Es handelt sich nm gesetzliche Abhülse gegen Betrug und Schwindel, welche jetzt in großartiger Weise gegen das Publikum verübt werden. Unter dem Einfluß der vielen schlechten Weinjahre der letzten Zeit ist die Fabrikation künstlicher Mischungen, welche unter dem Namen Wein verkauft werden, eine ganz ungeheuere geworden, und der große Abstand der Herstellungskosten zwi­schen Naturwein und den verschiedenen Kunstproducten aus Glycerin, Trauben­zucker, Kartoffelsprit und Aqua fontana hat, da letztere ein großes Gcwinnfcld bieten, für den ordinären Weinverkehr, der Schmiererei Thür lind Tbor ge­öffnet. Die Producenteii von wirklichem Wein verlangen nicht, daß jene Mischungen unter Strafe gestellt werden, sondern gestraft werden soll nur, wer künstliche Weine in den Handel bringt, ohne sie als solche zu bezeichnen. Wie es heißt, wird dieser Schritt nicht blos von den rheinpfälzischen und rhein­hessischen Weinbergbesitzern, sondern als gemeinsames Anliegen sämmtlicher Weinproducenten am Rhein in's Werk gesetzt werden.

Dresden, 24. August. Ein Wiener Telegramm desDresd. Jonrn." bestätigt die Anerkennung der Madrider Rcgierniig Seitens Oesterreich-Ungarns. Graf Ludolf wird als Gesandter bei der durch Serrano präsidirten Execntiv- Gewalt beglaubigt.

üdr tm b ! cüipp £ hui.n unn Hkn @infid 'iden abgrsd kannten Gl urr aotbeni Zungen g Hi|m, q{5 -"iuq aelthi < btn U

^lokhtiz

Desterreich.

Wien, 22. August. In der Armee tancht plötzlich eine Regenschirm- frage aus; denn dieWehrzeitung" schreibt:Anläßlich der Vorstellung des Militär-Commandos einer südlichen Provinz, die namentlich im Herbst von tropischen Regengüffen heimgesucht wird, beräth man gegenwärtig im Reichs- Kriegsininistciiurn, ob den Officieren die Benutzung des Regenschirms außer Dienst zu gestatten sei. Wie unser Gewährsmann mittheilt, hat jedoch die Frage vor der Hand wenig Aussicht, im bejahenden Sinne erledigt zu werden, weil die russische Armee ausgenommen sonst in keiner Armee des euro­päischen Continents den Officieren in Uniform die Benutzung des Regenschirms gestattet ist."

Darr irtcun ihm h'.a ötbiut al tcn rnnicti tu Ötimia an f . ff i Glicht S*1 tzei-I'te Hi

<Tn »jilmrnffl n t, nstlichn t rrir j-blri sich tur .ifaft Jüi Uri m anti y-nmrditii 5 xc tim wir" t Tidnm S

icraftnrinbt, .i: Cntinen,'

ttr S

Üttjlllt'l

fischen t< i'l abgtfebt ir« anschließ whilid) bind

Bo ntd i: nicht bekan ili h tf ein gf .'irr rt ja nid)

itoreßrapOirdje Depeschen.

DZien, 24. Angust. DieWiener Tagespost" meldet: Der österreichisch' ungarische Legationsrath in Madrid, Baron v. Gravenegg wurde beauslrazt der spanischen Regierung zu eröffnen, daß der Gesandte Graf Ludolf Creditive erhält, die denselben bei der E^ecutiv Gewalt des Marschalls serrano beglaubigt. Graf Ludolf erwartet in Paris das Eintreffen der Creditive und geht sodann auf seinen Posten nach Madrid.

Stockholm, 24. August. Amtlich wird gemeldet: Die schwedisch" norwegische Regierung hat die svaniscke Regierung anerkannt und beschlossen, noch diese Woche die neuen Creditive für ihren Vertreter in Madrid auS- zufertigen.

London, 24. August. Das deutsche Kronprinzen-Paar nebst Kinder«

t<tk aus. ji.kn benc AioisttNU^ n verdat ' Pari huffii riak VM dl ' $tai (jilijk« ilj r. ttt glökt

HMilllS"

UB die 6a

Darmstadt, 23. August. Die hiesige Turngemeinde beschloß in gestrigen sehr zahlreich besuchten Generalversammlung ihre Betheiligung bei der Sedanfcier. Die Einstimmigkeit, mit welcher der Beschluß erfolgte, wider­legt in schlagendster Weise die gehässigen Ausstreuungen verschiedener Blätter über angebliche Differenzen, welche aus Veranlassung der fraglichen Angelegen-

iien. Die Beamten hatten alle Anstrengungen Aufgeboten, um ihm nur die 'officiellen Complimente zu Ohren kommen zu lassen. Aber die durch das öffent- -liche Vertrauen geehrten Bürger haben ihm die Wünsche des Landes und die republikanischen Gesinnungen der Mehrheit der Nation ausdrücken können. Es scheint uns indessen doch, daß die Republikaner, die gewöhnlich in Jllu sionen besangen sind und sich von dem Eindruck, den die gelegentlich hervor tretendeu republikanischen Kundgebungen aus den Präsidenten gemacht haben, eine sehr übertriebene Vorstellung bilden. In diesem Anklammern an jeden i Strohhalm spricht sich gerade die Schwäche der Partei ans, die nicht müde

Schweiz.

Bern, 24. August. Der Berner Negierungsrath ernannte für den Jura weitere zehn katholische Pfarrer, und zwar drei Italiener, vier Franzosen, zwei Oesterreicher und einen Badenser.

gtiUiciL

Rom, 21. August. Florenz wurde vorgestern, wie dieGazzetta del Popolo" mittheilt, wieder einmal in Unruhe versetzt, als es um Mitternacht hieß, eine Compagnie Bersaglieri habe den Hof des Palastes Riccardi besetzt, eine andere sei an der Brücke vor Porta Niccolo aufgestellt, eine dritte neben dem Ballhause vor der ehemaligen Porta Pinti und CavalleriepiquetS durch streiften die Umgegend der Stadt. Die Ursache dieser Vorsichtsmaßregeln war die Anzeige, daß Ruhestörer zuerst eine Villa vor Porta Croce, wo sie Waffen zu finden hofften, nahmen, hernach die Zollwächter entwaffnen und dann über die Brücke von Porta Niccolo über den Arno nach dem Grevcthale ziehen wollten, wo Verstärkungen von Seiten der ländlichen Bevölkerung zu ihnen stoßen würden. So war es verabredet, und man bemerkte auch gegen Mitter­nacht viele Lente, welche sich durch die Via Pinti nach dem Marsselde, dem vereinbarten Sammelplätze, schlichen, als sie aber die militärischen Vorberei­tungen sahen, eben so still wieder in die Stadt zurückkehrten. In der Rahe der Brücke vor Porta Niccolo wurden sechs Verdächtige verhastet.

von der Agentur der Bank für Süddeutschland dahier berichtet, daß die Ge- .

schäftseraebnisse derselben in ihrer Totalität gegen die des Vorjahres nicht zu->und hat dem Hochamt beigewohnt zu Ehren der heilig-n Anna von Aurav. rückstehen Der größere Umsatz in 1873 entspricht dem Geschäftsbetrieb des In Quimper hat der dortige Bischof am Eingang in die Kathedrale zu ihm vollen Jahres gegen dem von 9V2 Monaten in 1872. gesagt:Ich kenne Ihre Hingebung an den Papst und an die Interessen

Ueber die Geschäftsergebnisse der hiesigen Spar- und Leihkasse für 1873 der Kircke, welche untrennbar ist von dem Glucke Frankreichs. Gott möge

sind wir dieses Mal nicht in der Lage zu berichten, da statutenmäßig die Iah- Ihre Wünsche erfüQen."

Verrechnung dieser Anstalt erst im August eines jeden Jahres gestellt wird. Paris, 23. August. Laut osficwierPresse" werdender jetzige Gene-

Ueber das Geschäft in folgenden Branchen, nämlich:

1) der dahier von einer Firma vertretenen Corsettenfabrikation,

werden.

DerFran^ais" meldet, da der König kundgegeben, die großen Versailler Wasser am 25. d. spielen zu sehen, so habe der Bauten-Minister sosort die nöthigen Befehle gegeben, um dem Wunsche

ben, ein Rückgang von 376 Centnern und der unter 8 genannten Oele, welche einen solchen von 388 Centnern erfahren haben, bei sämmtlichen Waa- unbedeutendes Mehr und zwar beträgt dasselbe:

«franlircidj.

Paris, 23 Ang. Graf Hatzfeld ist hier eingctroffen und begibt sich

auf fernen Poften nach Madrid. ist nach Amsterdam abgereist.

Zwei Wächter, welche der Mitschuld an der Flucht Bazaine's ver-i Madrid, 24. August. General Pavia hat sein Hauptquartier nach dächtig waren, sind, nachdem sie mit Oberst Villette confrontirt worden, in Teruel verlegt.

Freiheit gesetzt. Paris, 24. Auzuäst. Die legttimistischen Blätter meldeten gerächte-

Kl Mei« JW) Zu Wtcnflerf Km Wfttigei Ätn well *1*4 oder

Vergleicht man diese Quantitäten mit den im Vorjahr abgefertigten, so,wird, die beständige Verbreitung der republikanischen Gesinnung zu constatiren, ergibt sich', mit Ausnahme des Kaffees, welcher, wie oben bereits hervorgeho- und sich dabei völlig außer Stande sieht, irgend einen Schritt zur Realisirung

der Fabrikation von Farbwaaren, dem Frucht- und Mehlhandel, der Porzellan- und Glasmalerei, den dahier bestehenden mechanischen Werkstätten, 7) dem Holzhandel und den Holzschneidereien sind uns dieses Jahr specielle Mittheilungen nicht geworden.

Wir glauben aber zu der Annahme berechtigt zu sein, daß in diesen Ge- .

schäftszweiaen sich gegen das Vorjahr nichts Wesentliches geändert hat und daß Holnstein heute abermals nach Versailles, übernachtet imHotel des Reser der Verkehr in denselben als ein normaler bezw. im Ganzen günstiger bezeich- voirs" und will auch den morgenden Geburtstag in Versailles zubruigen. net werden kann Mittwoch beabsichtigt der König mit dem dentschen Botschafter, Fürsten Hoben-

' , , , u , , . k lohe, Fontainebleau zu besuchen. Donnerstag soll die Rückreise angctreten

Statistische Notizen über Handel und Verkehr in der «tadt ^iden

Gießen. Paris, 24. August. Nach derJnddp. beige" halten die französischen

kiollverkehr bei dem Hauptsteueramt Gießen. RepubUkaner die Reise des Präsidenten der Republik im Westen für ein glück

c>afct 1873 sind folgende Maaren bei dem hiesigen Hauptstcueramt licheo Ereigniß. Der Marschall, welcher eistig von der orleanistischen Partei in größerer Menge verzollt oder zollfrei abgefertigt worden: umworben wird, hat auf seiner Reise die Stimme des Landes vernehmen kön-

----

** 'M

1!

Lokal-Notiz.

Gieftcn, 25. August. Die Wettcrauer Industrie ausstellung zu Frievberg lockt Lag für Tag eine große Anzahl von Zuschauern au8 ter Nähe und Fern^ an und gewiß verläßt keiner derselben die Räume der früheren Burgkascrne ohne vollkommene Befriedigung In der That sind die ausgestellten Industrie-Gegenstände so mannigfaltig, so »oitnfflid) gearbeitet und io geschmackvoll ausgestellt und geordnet, daß das leitende Pomttc den allgemeinsten Dank vir- dient. Die Preisrichter, welche am letzten Samstag in Friedberg versammelt waren, bauen br, der AuSwabl des Besten unter so vielem Guten ohne Zweifel eine mühsame und schwierige Aufgabe, der sie sich jedoch nut anerkennenSwerthrr Pflichttreue bingabcn. Zwar wird, wie dies immer und bei allen PreiSverlbeilungen der Fall ist, da und dort eine gewisie Unzufrieden' beit nicht ausbleiben, aber daS läßt sich nicht ändern und ist zu tief in der Natur des Memchnr gcistcs begründet. Auch diese Unzufriedenheit wird vergehen, was aber unzwriselbaft H-tbre wird ,st die wohlthätige Einwirkung auf die Industrie einrS, wenn auch kleinen Gebiete- unirrfl großen deutschen Vaterlandes. Richt auf die glänzenden Erfolge unserer Waffen im Änjj wollen wir stolz sein und uns unbedachter Ruhe hingeben, wir wollen fort und fort auf« Eifrigste bemüht ie,n, mit den Waffen des Geistes auf ben friedlichen Schlachtfeldern der Z» bustrie und des Kunstgewerbes zu siegen und die vielen Lücken, die da noch auszusüllen hi* durch reckten Fleiß und unermüdliche Ausdauer wirklich auszufüllen streben D>e frieeterger Ausstellung aber sei Allen, die für daS Wohl deS Volkes Herz und Sinn baden, bestens empfohlen. O r.

frtita,

-ili

^tnttid),