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vom 16. b. M. i
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Preis vrerreljährtg 1 ft. 12 fr. rnu Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ft- 29 fr.
Gießener Anzeiger.
Erscheint täglich, mit «uö- nehme Montags.
Expedition: Tanzletberg, ^t. B. Nr. 1
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen.
Wo. INS. Sonntag den 23. Anglist wl,
Amtlicher Theil.
B e k a II ll t Ul ll ch u ll l).
Mit Rücksicht auf^die Feier des Namenstages Sr. König!. Hoheit des Großherzogs |n?irb der auf Dienstag, den 25. August d. I. fallende AmtS- tag des unterzeichneten Gerichts ausgesetzt.
Gießen, am 22. August 1874.
Großherzogliches Landgericht Gießen.
Erdmann.
Bekannt m a ch n n g.
Donnerstag den 27, d. M„
Nachmittags 3 Uhr,
sollen in dem Bureau der unterzeichneten Behörde ungefähr 10 Gentner ältere Acten zum Einstampfen gegen briare Zahlung versteigert werden.
Gießen, den 17. August 1874. ö 1 a
Großherzogliches Universitäts-Gericht.
Haberkorn.
Politischer T h e i l.
Gießen, 22. August. ! Denkschrift des Vereins deutscher Tabaksinleressenten niedergelegten Gründen (.Fortsetzung des Berichts Großh. Handelskammer aus Nr. 193 d. Bltts.) Ivollstänlig an.
Sonstige Localanstalten. ! Am hiesigen Platze sind im Jahr 1873 drei neue Cigarrenfabriken ge-
1. Lagerhaus. Was die an unserem Platz zur Förderung des Handels gründet worden, sodaß jetzt 18 Firmen die Tabaks- und Cigarrensabrikation und Verkehrs projectirten Localanstalten betrifft, so haben die Verhandlungen dahier betreiben, welche beinahe 3000 Arbeiter täglich beschäftigen.
wegen Errichtung eines Lagerhauses zwischen uns und den hier zunächst ent-k Die Fabrikate des hiesigen Platzes zählen zu den vorzüglichsten ihrer Art, scheidend in Betracht kommenden Factoren, der Stadt Gießen, dem Haupt-Iwosür die Anerkennung, welche einer der ersten hiesigen Firmen auf der Wiener steuer amt und der Direction der Eisenbahnen, ihren Fortgang genommen und Weltausstellung durch Ver leihung der Fortschrittsmedaille, der höchsten in sind Plätze für das zu errichtende Lagerhaus in Vorschlag gebracht worden. Wenn^ieser Brauche' zur Vertbeilung gekommenen Auszeichnung, zu Theil wurde, nun auch eine Einigung über die Platzfrage zur Zeit noch nicht erzielt ist, so'Zeugniß ablegen dürfte, zumal keiner weiteren süddeutschen Cigarrenfabrik eine ist doch von allen Seiten die Nothwendigkeit der Errichtung eines Lagerhauses gleiche Anerkennung geworden ist.
anerkannt und da die Herstellung dcffelben gleichmäßig im Interesse aller Be-! Textilindustrie.
thkiligten liegt, so dürfte wohl eine baldige Einigung in Aussicht stehen und! Die Entwickelung der Leinen- und Baumwollenwaarenfabrikation kann unsere bereits im vorigen Jahre geäußerte Hoffnung, daß das Lagerhaus nichts auch während des Jahres 1873 als eine günstige bezeichnet werden, denn es mehr lange auf sich warten lassen werde, sich erfüllen. An Großh. Miuiste-! waren nicht nur sämmtliche Arbeitskräfte vollauf"beschäftigt, sondern es machte rium aber erlauben wir uns die dringende Bitte zu richten, unsere Bemühung sich, wie auch im Vorjahre, ein empfindlicher Mangel an solchen geltend, ob- gen in dieser Beziehung gütigst unterstützen zu wollen. 'gleich ein Theil der in den Steinkohlendistricten und anderweit beschäftigten
2. Errichtung öffentlicher Viehställe. Die zur Erhaltung und Hebung Arbeiter wegen des dort eirgetretenen Rückgangs der Löhne und der damit der hiesigen Viehmärkte nothwendige Errichtung von öffentlichen Viehställen ist verbundenen gesteigerten Anforderungen der Arbeitgeber znm Webstuhl zurück- uns auch dieses Jahr wiederholt als dringendes Vedürsniß bezeichnet worden gekehrt war. Die Gkschäftsstockung, welche, von Wien ausgehend, fich nach
und wird uns insbesondere von der Direction der oberhessischen Eisenbahn und nach allen Börsenplätzen mittheilte nnb mittelbar auch auf Handel und
mitgetheilt, daß die Erbauung solcher Viehställe im gleichmäßigen Interesse der Industrie hemmend einwirkte, ist hier fast spurlos vorübergegangen, was der Eisenbahn wie der Stadt Gießen und der Viehbesitzer sehr wünschenswerth sei, Solidität der Fabrikate, als zu den stets nothwendigen Hauebedürfnissen ge- indem zur Zeit das Vieh, welches aus dem Vogelsberg aus die Gießener hörend, in erster Linie und sodann auch dem Umstand zuzuschreiben sein
Markte gebracht werden soll, nicht am Tag zuvor per Bahn bis Gießen trans- dürfte, daß die beschränkte Anzahl der Arbeitskräfte eine Ueberproduction nicht
porlirt werden könne, sondern in Groß-Buseck auögeladeu wird, um zunächst znließ.
in den Stallungen von Alt-Buseck und Wieseck untergebracht und erst am an-. Manufacturwaarengeschäft im Detail.
deren Morgen in die Stadt getrieben zu werden. Das Datailgeschäft in Manufacturwaareu war im vergangenen Jahr ein
Wir wollen hoffen, daß, nachdem diese Frage nunmehr wiederholt in außerordentlich günstiges und hat der Umschlag in dieser Branche gegen 1872 Anregung, gebracht worden, an maßgebender stelle diesem Bedürfiuß recht eine Zunahme von mindestens einem Fünftel erfahren; es ist dies ein treffliches bald Rechnung getragen werde. Zeugniß für die Entwickelung des Wohlstandes unseres Bezirks.
-- Wollspinnerei.
Vom Colonialwaarengeschäft find in 1873 besondere Veränderungen nicht
(Fortsetzung folgt.)
Deutlet) (anö,
Laut Aufgabe des hiesigen Hauptsteueramts wurden in 1873 376 Cent- ner Kaffee weniger verzollt als in 1872; es dürfte fick dieses aus Obigem er-
Die dahier bestehende Wollspinnerei hatte ihre in unserem vorigen Jahresbericht wörtlich abgedruckten Mittheilungen bereits auf das Jahr 1873 ausgedehnt und können wir daher hier lediglich auf unseren vorjährigen Bericht verweisen. Aus demselben geht hervor, daß namentlich in der zweiten Hälfte des Jahres ein lebhafterer Verkehr in dieser Branche stattfand, welcher im Oktober und November seinen Höhepunkt erreichte.
Colonialwaaren.
II. Berichte über Thatsacherr.
Ueber die Lage der einzelnen hauptsächlichsteii Industriezweige unserer
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Durch die immer und immer wieder auftretenden Gerüchte von einer klären, sowie auch aus dem Umstande, daß hiesige Grossisten nicht unbebew bevorstehenden Erhöhung der Tabakssteuer ist ein vollständig unsicherer Zu- tende Beträge von inländischen Speculanten gekauft hatten.
stand in dieser Branche eingetreten, sodaß eine baldigste definitive Regelung (Fortsetzung folgt.)
der Tabaksteuerfrage für die gesammte Tabaksindustrie zur absoluten Nothwen-^ --
digkeit geworden ist.
Wir können uns im Jntereffe der Tabaksindustrie sowohl, wie auch in dem der Laudwirthschaft nur gegen jede Zoll- und Steuererhöhung auf AuS Hessen, 20. August. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so be- Tabake aussprechen und schließen wir uns in dieser Beziehung den in der ginnt sich die Waagschale rücksichtlich der Einführung der Rcichsmarkwährung
Stadt haben wir Nachstehendes zu berichten.
Tabak- nnb Cigarrensabrikation.
Der bebeutendste Industriezweig des hiesigen Platzes, die Tabak- und Cigarrenfabrikation, ist im Jahr 1873 gegen 1872 nicht znrückgegangeir. Dagegen war aus den bereits in unserem vorigen Jahresbericht vorausgeseheiien Gründen die Fabrikation nicht lohnend. Sämmtliche Fabrikanten haben nämlich wegen der projectirten Zollerhöhung von 4 Thalern per Gentner auf zu erwähnen.
14 Thaler stark über ihren Bedarf Tabake zu den höchsten Preisen gekauft, Ter Artikel Kaffee verharrte auch in diesem Jahr in einer außergewöhn- um dieselben noch vor der Steuererhöhung zum billigen Zollsatz einzuführen, lichen Lage. Die Preise desselben waren in Folge von Mißerndten, wie auch Nachdem nun aber von der Zollerhöhnng Abstand genommen worden in Folge von Speculationen sehr hohe, weshalb sowohl von Grossisten als ist, sind sämmtliche Tabake im Preise bedeutend gewichen, sodaß die Produ- Detailisten vorsichtig gekauft wurde.
centen zufrieden sein mußten, wenn sie ihre Erzeugnisse ohne Verlust verkaufen


