den Ministerial-Secretär erster Claffe bei dem Ministerium des Innern. Lotheißen, zum Kreisrath des Kreises Worms;
3) den Charakter als Regierungsrath zu verleihen: dem Kreisassessor Dr. Hoffmann zu Schotten, unter gleichzeitiger Versetzung desselben an das Kreisamt Gießen und dem Kreisassessor Dr- Braden zu Mainz;
4) ferner mit Wirkung vom 1- Juli L I an zu ernennen: den Kreis- affesior Jost zu Schotten zum Krcisaffeffor bei dem Kreisamte Heppenheim,
den Kreisaffeffor Gros zu Gießen zum Kreisassessor bei dem Kreisamte Bensheim,
den Kreisaffeffor Schönfeld zu Grünberg zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Büdingen und
den Ministerin!-^rotocollisten bei dem Ministerium des Innern, Rößler, zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Schotten.
Mainz, 17. Juni. In der gestrigen Abend-Sitzung des Katholiken- Vereius wurden die erwarteten Resoluttonen noch nicht zur Debatte gestellt. Als Redner traten u. A. aus Frbr v. Wendt aus Westfalen, der Redacteur der „Germania", Cremer, und Domcapitular Moufang. Letzterer behandelte in eingehender Weise die sociale Frage, zu deren Lösung er als erforderlich be zeichnete: ein Gesetz über die Ausnützung der körperlichen und finanziellen Kräfte des Volkes, Verminderung der Steuerlast, Wiederherstellung der Wuchergesetze, eine alle Claffen umfassende Fürsorge, nicht blos Staatsgarantie für die Unternehmer , Beseitigung der Mängel des Gewerbe-Gesetzes, ein aus christlichen Anforderungen beruhendes Handwerkerrecht, ähnlich dem See- und Handelsrecht, Gewerbe- und Schiedsgerichte und gewerbliche Hülfsanstalten, eine sorgfältigere Pflege des sittlichen, religiösen und Familienlebens, sowie Beschränkung der Frauen- und Kinder-Arbeit. Racke aus Mainz griff die heutige Gesetzgebung an. indem er seine Ausführungen mit Stellen und Werken Bluntschli's und Goines' belegte. Die Sitzung wurde spät Nachts geschlossen, nachdem Bischof v. Ketteler die Anwesenden gesegnet hatte.
Mainz, 17. Juni. Die Generalversammlung des Katholiken-Vereins genehmigte per Acclamation eine Reihe von Resolutionen: 1) über die allgemeine Lage der christlichen Gesellschaft: die moderne Civilisation ist mit der Kirche unverträglich; Folge des Kampfes gegen die Kirche ist die Auflösung der socialeii und politischen Ordnung; Heilung ist nur zu erwarten, wenr dem päpstlichen Stuhle die politische Sebstständigkeit und alle traditionellen Rechte wiedergegeben werden; 2) über die Lage des deutschen Vaterlandes: verwirft die Verfassung des deutschen Reiches, perhorrescirt die nationale Partei, das Jcsuitcngesctz rc., den Militarismus, die Entchristlichung und Leitung des öffentlichen Unterrichts durch die Staatsgewalt, die liberale Preffe, die auswärtige Politik des Reiches, namentlich gegenüber dem heil. Stuhle; 3) über die Lage des Arbeiterstandes: erblickt die Ursachen der in der Arbeiter-Bevölkerung vor- handenen Unzufriedenheit in der Verkümmerung des Kleingewerbes, der lieber lastung der Landwirthschaft, der drückenden Fabrik - Verhältnisse und der maßlosen Entwickelung der Geld-Speculation, wofür der moderne Nationalismus und Liberalismus verantwortlich gemacht werden, und gibt die Mittel der Abhülfe an, wie sie von Moufang in der gestrigen Abendsitzung dargelegt wurden; 4) über die Rechte der Kirche: das kirchenpolitische System, welches die „kirchenfeindlichen" Parteien durchzusühren bestrebt sind, steht im Widerspruch mit der Verfassung der katholischen Kirche; das Lehr-, Priester- und Hirten-Amt des Papstes und der Bischöfe kann durch kein Staatsgesetz atlsgehoben oder be- beschränkt werden; 5) über die Gewlssensfreihel: bezeichnet Verpflichtungen, welche den Geboten Gottes, den Anordnungen Jesu Christi und den Vorschris len der Kirche Widerstreiten, als unberechtigte; zollt der Haltung der katholischen Bischöfe und des katholischen Clerus Bewunderung und Verehrung; weist die Staatskirche zurück; kann keinem weltlichen Gerichtshöfe das Recht zuerkennen, Bischöfe ihres Amtes zu entsetzen oder eine Verwaltung vacanter Bisthü- mer anzuordnen; 6) über die Aufgabe des Vereins deutscher Katholiken: derselbe wird ungebrochenen Muthes die natürlichen Rechte der Person, die Rechte der Kirche und des deutschen Volkes vertheidigen und fordert alle Katholiken auf, sich seiner Organisation anzuschließen.
Mainz, 17. Juni. In der heutigen zweiten geschloffenen Versammlung deS Katholiken-Vereins reserirte zunächst v. Biegeleben über den Antrag des Grafen Galen betreffs des Vereins-Gebetes zum heiligen Herzen Jesu. Sodann wurde der von Racke gestellte Antrag auf Errichtung eines Unter stützungsfonds für verbannte Geistliche abgelehnt, da es die Ehre der Gemeinden gebiete, dafür zu sorgen. Ein von Wambolt gestellter Antrag, den Schweizer Katholiken die Bewunderung auszudrücken, wurde angenommen. Hieraus wurde zur Neuwahl des Vorstandes geschritten, der frühere Vorstand wiedergewählt, ergänzt durch den Regens Prünner aus Eichstadt, v. Vischering aus Dersfeld und Dr. Virnijch aus Bonn. Haffner ans Mainz wurde zum Rendanten, Dr. Molitor in den Ausschuß für Wissenschaft und Preffe gewählt.
Berlin, 17. Juni. Die „Nordd. Allg Ztg." ist von competenter Seite autorisirt, die Meldungen verschiedener Blätter über eine angeliche Verschlechterung der Versandung des Jahve-Busens und des dortigen neuen Kriegs-Hafens als aus Entstellung und Unwahrheit beruhend zu bezeichnen. Sämmtliche Fahrzeuge der Flotte befänden sich wohlerhaltcn im inneren Schwimm-Bassin von Wilhelmshafen oder aus der davor befindlichen Rhede. Der ungehinderten Communication zwischen beiden Ausstellungen habe bisher nichts im Wege gestanden. Die neuesten Peilungen hätten die ausreichendste Fahrtiefe bis zur Nordsee ergeben. Wilhclmshasen habe seit dem Sommer 1870 für die tiefst- gehenden Panzerschiffe den beabsichtigten Zweck vollständig erfüllt.
($m$, 18. Juni. Der König der Niederlande und der Großherzog von Sachsen sind heute Vormittag 10 Uhr hier eingetroffen, von den beiden Kaisern Wilhelm und Alexander am Bahnhofe empfangen. Der König der Niederlande wird bereits Nachmittags 2 Uhr von hier wieder abreisen, der Kaiserin Augusta in Coblenz einen Besuch abstatten und dortselbst das Diner einnehmen.
Bremen, 17. Juni. Der König von Sachsen wird zum Besuch der Ausstellung Freitag Nachmittag hier erwartet.
Frankreich.
Paris, 18. Juni. Das linke Centrum fordert durch eine im „Journ. des De'bats" veröffentlichte Erklärung das rechte Centrum abermals zu einem geschloffenen Zusammengehen auf für Errichtung, der Republik als einzig möglicher Regierungsform und macht daffelbe im Falle einer Ablehnung für eine leickt mögliche Wieder-Errichtung des Kaiserreichs verantwortlich.
ämeriä(L
New - Nork, 18. Juni. Der Präsident der Republik Guatemala hat die Erschießung Gonzales', der den englischen Dice-Consul Magee thätlich miß- handeln ließ, angeorduet.
^okal» Notiz.
Gießen, 19. Juni. Gestern dlbend ftexb plötzlich ein Arbeiter aus Wiese ck tn einer Wirtschaft vor dem Neuenwegerthor. Derselbe wurde nach feinem HeirnathSorte beschafft.
— — Von dem am Sonntag auf dem Weserbghnhof verunglückten Lieh sind noch nachträglich 4 Stück abgeschlachtet worden. Die armen Thiere waren am Kopfe angebrannl und hatten namentlich die Augen sehr gelitten.
--Vergangene Woche verunglückte das städtische Wasierfaß Rc I., indem beim 8«bren das Pferd stolperte, hinfiel und durch das Ausstößen der Scheere auf die Erde dieselbe zerbrach und das gefüllte Faß auf den Knecht und Pferd zu liegen kam. Dem armen Burschen wurden beide Beine gebrochen, während das Pferd ohne Verletzung davon kam. Ro. II. deS Gicßfastes ist bis dato noch nicht fertig und können wir jetzt Staub nach Belieben einalhmen.
--Die Erbauung der Fcslhalle zum Turnfeste schreitet rüstig vorwärts und kann man an dem bis jetzt fertig gestellten Gerippe die Größe der Halle beurteilen. Lus dem Fest- platze selbst sollen dem Vernehmen nach noch mehrere Wirtschaften placirt werden und dürfte dies am Ende nicht mehr wir billig sein.
' Vermischtes.
Groß'Linden, 18. Juni. Am 17. Juni feierte der Gießener Zweigverein der Gustav-Adolf-Stiftung sein Iahressest zu Groß-Linden. Rach dem einstimmigen Unheil aller Anwesenden war diescS Fest ein höchst gelungenes. Die Gemeinde hatte die Straßen und Häuser mit Ehrenpforten, Guirlanden und Kränzen prächtig geschmückt und man sah es allen Leuten an, daß sie den Tag als einen höheren Festtag gebührendermaßen feiern wollten. Demgemäß war auch die Kirche in allen ihren Räumen mit andächtigen Zuhörern angesüllt, und tiefe vernahmen die Predigt, den Rechenschaftsbericht und die kurzen Verhandlungen ,n lautloser Stille. Besonders groß war die Aufmerksamkeit während der Festpredlgt, welche Professor Dr. Kübel von Herborn über Offenb. Joh. 3, 2 hielt. Allgemein bewunderte man diese nach Inhalt, Form und Vortrag wahrhaft ausgezeichnete Predigt. Richt wenige Zuhörer versicherten dem Einsender, daß sie noch Stunden lang hätten »uhören können, wenn die Predigt so lange gedauert hätte. Den Rechenschaftsbericht verlas GeheimerHofgerichtsrath Zimmermann von Gießen; auch dieser war gelungen, indem er die wichtigsten Thatsachen mittheilte, ohne, wie es so häufig der Fall ist, in allzugroße Ausführlichkeit zu verfallen. AIS Abgeordneter für die Jahresversammlung des HauptvereinS, welche am 7. und 8. Juli zu Oppenbeirn gehalten wird, wurde Pfarrer Strack von Groß-Bujeck erwählt. Die Mittagsprevigt hielt Pfarrvtear Schlosser von Gießen über Röm. 1, 16, gleichfalls in einer Weise, daß die kirchliche Feier dadurch einen würdigen Abschluß erhielt. Die Collecte betrug 46 fl., wovon die Gemeinde GernSheim 10 st., den Rest nach Abzug der Kosten Herbstein erhielt. Bis zum Abend enthielten sich die Groß Lindener der Arbeit. Roch sei bemerkt, daß Einsender dieses auS der Mitte der Gemeinde den Auftrag erhielt, Herrn Prof. Kübel öffentlich zu danken, daß er unsere Bitte erhört und uns durch eine so gediegene Predigt erbaut hat.
Trier, 15. Juni. Die „Tr. L.Ztg." erzählt: „In der hiesigen Stadt wird jetzr ein Stahlstich in Visitenkartenformat verkauft, welcher den heiligen Vater in einem Kerker hinter eisernen Gittern vorstellt. Zum Ueberfluß ist an dem Gitter noch ein großes Schloß angebracht, lieber dem Kerker schweben Christus, der eine Dornenkrone für den Unfehlbaren bereit hält, so wie der schlüsielbewaffnete PetruS. Die Ueberschrift ift „Le- parfail imilatcur de Jesus“, die Unterschrift ist: „Mon pere! Que ce calicc s'il esl possible s'tiuigne de moi.“ Das Bild ist hervorgegangen auS der Druckerei von Aubery in Paris und in unserer Expedition anzusehen." sAuch der Köln. Ztg. ist ein Exemplar eingesandt worden. Das Schloß trägt die KönigSkrvne und das italienische Wappenkreuz.j
— Ein Blatt in Chicago erzählt: Einer jener Advoeaten, die es sich zur Aufgabe machen, die Zeugen der Gegenpartei durch impertinente Querfragen zu verwirren und zu mar» lern, wurde von dem „Negerminstrel" Clark gut abgeführt. Der Advocat fragte ihn. „Sie sind ein Negerminstrel, nicht wahr?" — „Ja wohl." — „Ist das nicht ein etwas anrüchiges Gewerbe?" — „Möglicher Weise! Aber cS ist so viel besser alS daS meines Vaters, daß ich ordentlich stolz darauf bin, mich so verbessert zu haben." — ,.WaS war denn Ihres Vaters Beruf?" — „Er war Advocat.' sagte Clark mir so betrübter Miene, daß das ganze Publikum in lautes Gelächter auöbrach. Es ist wohl nicht nöthig, hinzuzufügen, daß der Advocat an dem Tage keine weiteren Zeugen quälte.
— Von einem heirathslustigen Schullehrer wurde die Redaction der Berl. Dürger-Ztg. dieser Tage mit einem Anträge überrascht, der seiner naiven Dreistigkeit wegen veröffentlicht werden verdient. Der Herr Dorfpräeeptor schreibt: „Seltsam mag mein Gesuch ericheinen, vielleicht nicht unintereffanr (meine persönliche Vorstellung weiter unten) Seit einem halben Jahre bin ich im Besitze einer auskömmlichen Stelle, mit einer prächtigen Wohnung, habe aber keine Frau, habe auch keine Hoffnung, unter den Mädchen hiesiger Gegend eine passende Wahl zu finden. DaS beanspruchte Vermögen finde ich wohl, aber uniere Landmädchen sind gar reich an Fleisch und arm an Geist. (Wie ungalant!) Vertrauensvoll wende ich mich an tie Rcdaetion der Berliner Bürger Zeitung, welche sich ja den großen Ruf als Helferin in der Roth allseitig erworben hat, mit folgendem Vorschläge: Ich liefere Ihnen zehn Gedichte, welche ins- gelammt hundert Strophen umfassen, und stelle es Ihnen frei, zu jedem Gedicht Motto oder Thema selbst zu stellen, aber nur in deutscher Sprache. Sie dagegen verschaffen mir eine sittliche, gebildete junge Dame zur Frau, welche ein Vermögen von 2000 Tblr. besitzt. Für jedes Tausend, was dieselbe mehr hat, erhalten Sw fünf Gedichte. Je schöner die für mich Erwählte, je lieblicher die Gedichte, was ja natürlich ist. Weitere Mittheilung. Ganz fremd bin ich Ihnen nicht mehr, halte ja Ihre Zeitung, auch erhielten Sie vor etwa zwei Mcnatc» ein Gedicht von mir: „Aus dem Kvffhäuser." Heiße —, bin Lehrer in--, bin 31 Jahre
alt, mittelgroß, habe einen kräftigen Körpcr, feste Gesundheit und bin wohlgestaltet. Mein Gehalt von 275 Thlr. reicht hier für zwei Personen aus, — wenn aber später Familie kommt, schwerlich, daher will ich etwas Vermögen mit heirathen, damit ich nickt brauche halbe Portionm zu effen. — — — Nicht wahr, Sie nehmen vorstehenden Vorschlag an; denn cs kann Jbnm ja nicht schwer werden, wenn Sie Ihre Zweige nach allen Richtungen der Windrose ausstreckea. Auch mir wird es viel Vergnügen machen, mem Versprechen zu erfüllen, welche- in vier bis secks Wocken Zeit geschieht, wenn mir kein Unfall begegnet. Nebenstehendes Gedicht ist em Erstlingsversuch auf dem politischen Gefilde; denn ich wollte mich auch hier versuchen. Ist für Poesie ein sehr dürrer Baden. Bitte, nicht so scharf zu kritisiren. auch ist es heute erst geschrieben. Bitte um Discretion. Antwort im Briefkasten. Nicht auf die lange Bank schieben * In einer Nachschrift giebt der Einsender seiner „Zukünftigen" die beruhigende Versicherung, daß sie Feldarbeiten nicht zu verrichten haben wird, weil Landwirthschaft nickt vorhanden ist. Ohae die Antwort auf die lange Bank zu schieben, fügt die ,,Berl. Bürger-Ztg." hinzu, müsien tri dem Herrn Lehrer sagen, daß wir die verlangte Frau selbstverständlich nicht vorräthig haben urb auch nicht wissen, wo wir eine solche für ihn hernehmen sollten. DaS erwähnte Probeaecichs führt den Titel „Der weise Alte"; wir meinen nun, der Verfasser würde bester gethan habei^ einen solchen um Rath zu fragen, als ibn zu besingen.
— Vom Schill schen Corps der letzten einer, einer der wenig übrig gebliebenen Freiheitskämpfer aus den Jahren 1M3 bis 1815, der pensionirte Hegemeister Gelck aus Stolp, hat mit seiner Frau nach Berlin, um feine Kinder, einen Schwager und eine Schwägerin, noch ein« mal zu {eben und dem Könige wo möglich Dank zu sagen für ein Gnatzengeickenk zu seiner goldenen Hochzeit und eine persönliche Zulage. Die beiden alten Leute warteten bei der Parade am 29. Mai in der Nähe des Scklofies auf den Kaiser, denn man hatte dem alten Veteranen gesagt, derselbe fäbe einen alten Schtll'schen Jäger gern und würde ihn nack beendeter Parade wobl anhören. Zitternd vor innerer Aufregung und Freude, den Köniz zu sehen, brach der alte Mann zusammen, all der Ruf ertönte: Hurrah, der Kaiser! Er wurde in eines der Schloß- portale gebrockt, und mehrere Umstehende nahmen sich des Ohnmächtigen theilnebmend an, indem sie kaltes Woster, Rothwein und Eau de Cologne herbeibrachten. Rackdem er sich wieder erholt batte, wurde er vermittelst Droschke in die Wobnung seines SohneS, eines Beamten an der Ostbahn, gebrackt. wo er am 9. d. sanft entschlafen ist. Er ist 84 Jahre alt geworden und hinterläßt eine greise Wittwe, die nun mit der unverheiratheten Tochter, welche ihre Eltern nach Berlin begleitet, ohne Gatten nack Pommern zurückreisen mußte.
Hildesheim, 13. Juni. Unter den vielen Kunstschätzen, welche unsere alte Stadt birgt, nimmt der im Dom befindliche große Kronleuchter bekanntlich eine der ersten Stellen ein. Begonnen wurde diese ausgezeichnete Arbeit von dem berühmten Bischof Bernward (j 1022), vollendet von seinem vierten Nachfolger, dem Bischof Hezilo (j 1079) und als Darstellung te®


