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sie aber noch einen auS mehreren Alkaloiden zusammengesetzten Bitterstoff, der den Thieren die Körner nicht nur unangenehm macht, sondern auch bei anhaltendem, wenn auch nur mäßigem Genuffe mancherlei KrankhertSerscheinungen im Gefolge hat. Zur Entbitterung der Lupinen hat man nun besonders die Anwendung von verdünnter (l%igeT) Salz- oder Schwefelsäure

Fütterung von Lupinen. Schon seit längerer Zeit erfreuen sich die Lupinenkörner der ganz besonderen Aufmerksamkeit der Viehhalter. Der außerordentlich^ Protemreichthum

(Gingesandt.)

Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, wird uns die König!. Bayerische Hofopernsängerin Fräulein Louise Hucke aus München im Verein mit unserer Regiments-Capelle in nächster Zeit einen genußreichen Abend verschaffen. Nicht allein daß Fräulein Hucke als Liebling des Münchener Publikums gilt, sondern auch in Wien, Augsburg und Karlsruhe sehr vortheithaft gastirt hat, machen wir ein hiesiges kunstliebendes Publikum auf Den uns bevorstehenden Genuß aufmerksam.

Frischbäcker zu Gieße n.

Sonntag den 21. Juni. H. Rinklage in der Neustadt, E. Noll in der Löwengasse, C. Weidig am Lindenplatz.

empfohlen. Bei 3mal 24stündiger Extraktion und nachherigem Auswaschen werden nun aller­dings die Bitterstoffe entfernt, aber damit auch gleichzeitig ea. 15% der festen Substanz, worunter sich Vs deS GesammtproteingehalteS befindet; außerdem bleibt gewöhnlich auch bei item fleißigsten Auswaschen noch etwas Säure zurück, die bei den Thieren häufig Durchfall ver­anlaßt und bei längerer Wirkung der Verdauungsthätigkeit derselben in hohem Grade beein­trächtigt. Weit bester hat sich scharfes Dörren bewährt, das da, wo eine geeignete Einrichtung vorhanden ist, auch vielfach jetzt in Anwendung kommt. Einfacher und überall anwendbar ist aber die Extraktion mit kaltem Master; 24stündiges Einquellen genügt zur Entbitterung voll- kammen, wonach die Körner unbedenklich in geeigneter Mischung mit anderem Futter verwendet werden können. Noch vortheilhafter hat man es gefunden, anstatt die Lupinen mit kaltem Wasser zu übergießen, dieselben mit heißem Wasser anzubrühen und so dann 24 Stunden stehen zu lassen. So behandelte Lupinen verfütterte man an Pferde und zwar indem man die Rationen pro Kopf und Tag allmältg von Vg Metze auf 2/3 Metzen steigerte, ohne daß man bei zwei monatlicher Verwendung irgend welche nachtheiligen Folgen beobachtet hätte.

LandwirthschaftlicheS

(Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms.)

otrrhnHinn he« Auffressen« der Ferkel durch die Mutterschweine. Nicht fdten daß jttng- Schw'nt kurst Z.tt nuch d-r ötburt »on d.r Mutter °u -

ftnn wrrbpn öl fehlt nun freilich nicht an Mitteln, die zur Vermeidung dieses Uebel- iS biOB m Bor/cht!« qtbruch. »otben sind, -lbtr I-.dtr hatten durchaus nicht alle den «wbnlcht-n 6tfo 8. UutcT tenienigen, die sich am besten bewahrt haben, dursen wahi dieientgen werden. d>e darin bestehen, daß di. jungen Thi-re ganj oder sttllenw.ts. mtt einer Substanz <z. B. Branntwein) eingerieben werden, welche bte Fähigkeit bat die Jungen den Ulten "^or^kiniger^Zeit wurde besonders allgemein das nachfolgende Mittel empfohlen. Man gießt der Muller ein Gemisch von 10-20 Gran Kampferspiritus und 1-3 Gran Opiumtmktur ins Ohr. Die Sau legt sich dann auf diejenige Seite nieder, auf welcher der Einguß gemach worden ist und bleibt in diesem Zustande mehrere Stunden ruhig liegen. Wahrend der Zett verliert sich die Wulfe gegen die Jungen, so daß diese nachher tu^ig angenommen Werdern Irgendwie die Gesundheit beeinträchtigende Folgen hat dieses^Mittel durchaus nicht - w d°ß eS ohne Gefahr versucht werden kann. Es läßt sich ab« auä)^nn;tu.r L.c

Mutter gegen ihre Kinder auf andere Art beseitigen; noch leichter geht es freilich, demselben vorzubeugen Zu diesem Zwecke muß vor Allem zuerst die Ursache beseitigt werden, d.e beson­ders in der unnatürlichen Haltung der Schweine besteht, nicht nur hinsichtlich der Art und Weise der Fütterung, sondern auch bezüglich des Aufenthaltsortes. Die Verabreichung aller möglichen und unmöglichen vegetabilischen und animalischen «bfatlc, in denen man no$ i^genb= welche für ben Thierkörper verwendbare Substanzen vermuthet, sowie bex Aufenthalt mengen geschlossenen unb stinkenden Localen, sinb burchaus nicht bazu angethan, den Geschmack(und wir dürfen wohl auch sagen, das Gefühl) des Schweines auf den natürlichen Badnen zu erhallen oder gar, wenn viest schon verlassen sind, sie wieder darauf zurückzubringen. Es wird dieß nur Lann geschehen können, wenn die Haltung des Schweines, ganz speciell aber der Mutterlhiere,

.... . , . w m,nb6U d,s Domes acbaut. An mächtiger Kette hängt, von einemIin jeder Beziehung eine möglichst naturgemäße ist. Das Futter soll vor Allem mild unb reizloS,

himmlischen J'rusalem ,m ® eon9 welcher vier Eisenstangen ausgehen, die sich'dabei selbstverständlich aber doch kräftig sein; am besten werden sich also Milch, Klee und andere

Dierpaß umgeben , em-große S ^nd den nahezu 19 Meter im Umfange haltenden und vegetabilische Nährstoffe empfehlen. Dann ,st ferner vor Allem nothwenbig, daß ben Thieren wiederum in zwölf Lieber Verth hauvl'ächlichste Ornamentation dieses Reifes sind 24 freie Bewegung in freier Luft gestattet wird und der Raum im Stalle selbst fein zu beschränkter 0,37 Mete, breiten Relf trag . ' Zbürme in drei verschiedenen Formen unb 24 ist. Ein möglichst geräumiger Auslauf oder Hof muß deßhalb so mit dem Stalle verbunden

künstlerisch durchbrochene (a J 6 ,wei Schriftstreifen bedecken die Eisenconstruction unb. fein, baß er wenigstens ben Mutterschweinen beliebig zur Verfügung gestellt werben kann; diesen Zwischenwände, ebenfalls durchbrochen, »wet v^n^ °»ea angebracht sind, sollte er bann minbestens 8 Tage vor unb 8 Tage nach der Geburt zur freien Benutzung übet,

schufen unten unb ^en die Zwischen altdeutschen Meisterwerk bat ber biefigc Bild- lassen werben. Von wie großem Einfluß hinreichende Bewegung unb reizlose Nahrung ist, geht

bekrönen ben oberen ^chrif strelfew Bon I , . . (fincT Originalabformungen bes aus folgenbem Beispiele hervor: Eine Sau, bie schon mehremale hintereinauber ihre Jungen

Hauer Küstharbt (den Kunstfreunden unb Museen^b- °nnt weg^n^^ Qufgeftcfitn halte, wurde auf die We.oe gebracht. D.e hier geworfenen Ferkel nun

} ihrer

^de'" Technik Ä/Alttn ;'die kunstlosen Erneuerungen der Restauration von 1818 sind dabei in. kam d°s Auffressen^der^Fer^kel^n.ch^meh^vor. (. erftCuen sich die Lupinenkörner

^'"»I^b'ialentbeil deS ^welch^E^Ende^Irovember!derselben° in welcher Beziehung sie alle andern Körnergattungen weit übertreffen, macht sie, alS

Än^VireiinÄJung mtt Frau Baronin Le v.' Stempel, geb. v. Kotzebu, angejeigt 3«gabe zu Futtermitteln, die reichen Kohlenhydraten sind, äußerst werthvoll. Leider enthalten M be7t in tn £age, eeflinn zu müssen, daß diese Verbindung auf ihren Wun ch ,

?u^e.L'grÄ Luern^uMben ist, weil fU in meinem Benehmen den Ernst vermisse, den sie zu erwarten berechtigt war. Graf Luckner." ________________

zum

und

Bekanntmachung

Betreffend: Die Wahl der Ltadtverordneten für Gießen.

Bet der demnächji statlfindenden Wahl der Stadtverordneten find nach §. 13 dec Städteordnunq vom 13. Juiü d. I. auch' alle inannliche Eiuwobner, welche nicht hiesige Bürger sind, jedoch die deutsche Relchsangehorigkelt besitzen und welche seit zwei Jahren ihren Unterstützungswohnsitz in der «tadt Giesien erworben hat^n, unter der Voraussetzung stimmfähig, daß sie zur Zeit der Wahl 25 Jahre alt und vom 1. Januar 1873 an zur Onkommen- f Daniilnun^die hiernach stimmfähigen P.-rsonen auch in die Wählerliste ausgenommen werden können, ist im tz 2 der Ansfuh- runas-Verordnung vom 14. d. M. für die bevorstehende erste Wahl bestimmt, daß die^ vorgeschciebene mündliche Crtlarung

Zwecke der Aufnahme in die Wählerliste, bis Ende Juli d. I. bei der Bürgermetltere» abgegeben werden muß^

Bei der abzugebenden Erklärung ist über Älter, Reichsangehörigkeit und Steuerzahlung durch Vorlage von Legilimationspapieren

Steuerauittunaen Nachweis zu liefern. _ . , ,, . ,

Wir bringen diese Bestimmungen mit dem Anfügen zur Kenntniß der Betheiligten, daß Diejenigen, welche^ unterlafsen, bis zum 31. Juli d I. bei uns die vorgeschriebene Erklärung abzugeben und die nöthigen Nachweise zu liefern, von der -Dtlmmberechtlgung aus­

geschlossen bleiben.

Gießen, den 19. Juni 1874.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

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*

Bekanntmachung.

' 2W) Lom 1 August d.J. ab tritt eine Erhöhung der Locaisrachtsätze der Main- Weser-Bahn und deren Frachtantheiie aus! allen directen Gütertarifen um 20pCt. cin.| Von dieser Tariferhöhung werden jedoch die Artikel Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Salz, Mehl und Müh­lenfabrikate, für welche in allen Ver­kehren die jetzt bestehenden Frachttatze fort erhoben weiden, nicht betroffen. Die Mi- nimalsatze werden allgemein für Eilgut auf 6 Silbergroschen, für Frachtgut auf 4 Sil­bergroschen festgesetzt.

Cassel, den 12. Juni 1874.

Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn.

Versteigerungen.

§ Heugrasversteigerung.

Donnerstag den 25. Juni, des Vormittags um 10 Uhr, soll das der Gemeinde Trohe gehörige Heu- gratz an Ort und Stelle meistbietend ver­steigert werden.

Trohe, am 19. Juni 1874.

Gros,herzogliche Bürgermeisterei Trohe.

Schwarz.

s Heugrasversteigerung. w Samstag den 20. Juni, Vormittags 9 Uhr,

soll das Heugras von den Wiesen der Carl Spruck Wittwc meistbietend ver­steigertwerden.___________________________

§ Montag den 22. Juni d. I., Nachmittags 3 Uhr,

soll das Heugras auf der Pfarrrwiese da­hier in Loosen meistbietend versteigert wer­den.

Alt-Buseck, am 16 Juni 1874. ________Wagenbach, Bürgermeister.

§ Heugrasversteigerung.

Das diesjährige Heugras von den hie­sigen Gemeindewiesen soll nächsten Dienstag den 23. d M. versteigert werden.

Der Anfang ist zu demjenigen bei Wie- seck des Mittags 1 Uhr in dem Dorfeld'- schen Garten dahier, und zu demjenigen bei Badenburg des Nachmittags 6 Uhr auf der Baden urg.

Wieseck, den 18. Juni 1874.

Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck.

__________Lang.___ Montag den 22. Juni,

o Nachmittags Vg2 Uhr, wird mit der Mobilienversteigerung im Hause des Herrn H. Lampus in der Sonne fortgefahren und kommen Möbeln und sonstiges Hausgeräthe zum Ausgebot.

| Heugrasversteigerung.

Montag den 22. Juni d. I., Vormittags von 8 Uhr an, soll das Heugras von den Gemeindewiesen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden.

Der Anfang ist in der sog. Leimenkaut am Vicinalweg nach Groß-Buseck- Alt-Buseck, am 16. Juni 1874.

Großherzogl. Bürgermeisterei Alt-Buseck. Wagenb ach.

2 Diestag den 23. d. M., Nachmittags 3 Uhr, soll das Hcugras von den Wiesm des Herrn Postmeister Kemp ff Erben in dem Dorfeld'sche Garten dahier versteigert werden.

Wieseck, den 18. Juni 1874.

Lang, Bürgermeister.

| Heugrasversteigerung.

Das diesjährige Heugras von den Gar« benteichcr Gemeindewiesen soll

Dienstag den 23. Juni d. I-, von Morgens 9 Uhr an, zur Versteigerung kommen. DerAnfang ist zur bestimmten Stunde auf der Gemeinde- weidwiefe zu Erbach.

Garbenteich, am 16. Juni 1874.

I Großherzogl. Bürgermeisterei Garbenteich.

I Schwarz-

| Heugrasversteigerung.

Samstag den 20. Juni, Vormittags 9 Uhr, soll das Heugras von den Wiesen des Herrn Heinrich Becker, Johann Heinrich Busch, Karl Löber Wittwe, Georg Chr. Spruck, w Philipp Lampus, u Regierungsrath Ebel's Erben, Assessor Oppermann, w H M. Jughardt, meistbietend versteigert werden. Die Zu- sammeukuntt ist am Langenstcg.

Gießen, den 17. Juni 1874.

Fr. Müller.

Mittwoch den 24. I- M-, o Vormittags 9 Uhr,

sollen auf dem hiesigen Rathhause verstei­gert werden:

1. Erdarbeit und Fuhrlohn, ver­anschlagt zu 2. Lieferung von behauenen Lungsteinen, veranschl. zu

3. Zimmerarbeit, veranschl. zu 4- Pflästererarbeit, veranschl. zu ^Gießen den 19. Juni 1874.

I Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.

fl. fr.

821 30

370 54

26 53

776