Frankreich.
Das bonapartistlsche „Ordre" brachte um halb
gegenwärtigen Augenblick, wo der Batican mit der halben Welt im Streite
nicht entschließen, das wichtige
aus Mexico zufolge sind dort-.
Priester aufgeregte Volksmenge
Brrurischte-.
hat mit
Victoria und der Herzog von gerem Aufenthalt erwartet.
Er- des
Anzahl mit Veilchen geschmückte Frauen und Männer.
— Capitän Brion, Commandaut des Orönoque, hat seine clericalcn Freunde in Versailles benachrichtigt, daß der Or^noque nach Ostern Civita- Vecchia verlasicn soll, ohne durch ein anderes Kriegsschiff ersetzt zu werden.
— Die äußerste Rechte hielt heute Abend eine Sitzung. Bis jetzt ist sie fest entschlossen, gegen die Regierung zu stimmen, falls diese bei der Interpellation Gambetta's keine genügende Erklärung über das Septen- nium gibt.
mein überschätzt, indem man darin eine principielle Opposition gegen die Regie- Brand-ünaiück'erleben rung erblicken will 11wU-a —M k**—*- K— ------ * - —
Literarisches.
Die Allg. Jllustr. Industrie- und Kunst-Zeitung Nr. 10811 enthält u. a. folgende Illustrationen und Artikel! Die Verkehrswege dcS Handels mit Asien, Fayencekamin, Barytgrün, der Welthandel, Prüfung des franz. RothwcineS auf die Echtheit seiner Farbe, Dampf- dreschmaschine, die Sclavin- Statue, Spitzenindustrie, Rufs. Juwelcnschmuck, übenbolzjckrank, Italienische Kinder und ihre Maler, Kriegerdenkmal in Breslau, Dampfmaschine, Pauken mit äußerer Mechanik, Feuilleton, kl. Mittheilungen re.
die ihm vom Papste augetragene Präfektur der Propaganda. Congiegation der Enlschuldiguug abgelehut, daß er sich dem schweren Amte nicht gewachsen fühle. Als sich der Papst daraus von Neuem an den Cardinal Bilio wandte, lehnte auch dieser ab, indem er Gesundheitsrücksichten vorschützte. Ter wahre Grund der Ablehnung ist aber, daß die Präfektur der Propaganda bei ihrem Verkehr mit der ganzen Christenheit nicht allein sehr mühsam, sondern im
^itt®oi n die $ Ur w;*
»Ä 8r°to«9li ■s^ia
Paris, 16. März.
3 Uhr die Rede des kaiserlichen Prinzen. Dieselbe wurde stark gekauft und gelesen, erregte jedoch vielfach Gelächter mit ihrer Anspielung auf einen rühmlichen Tag für Napoleon III. Auf dem Vastilleuplatze verbrannte man ungefähr WO Exemplare des „Ordre", die man bei Zeitnngshändlern gekaiift. Vonapartistische Kunegebnngen fanden nirgend statt, nur sah man eine gewisse
Obstbau der i
Sumfti von
V'BItn aus den MO iepftb, 100 dirn-1 '0 Rrintcll
. chkn Ertlich Dtrfli J wird
«Iblingt aus a-3(8tb(n wn
am Sln,oaii
Sitzung mit großer Majorität den Gesetzentwurf über den Verlust der Staats- Prinz Jerome kommt nicht, um seinem kaiserlichen Vetter zu huldigen, nach Angehörigkeit bestrafter Kirchendiener nach den Anträgen deS Justiz-Ausschusses, Chiselhnrst. In Worten erkennt der rothe Prinz Napoleon IV. als rcchtmäßi- wonach über Geistliche, welche der gerichtlich gegen sie erkannten Amts-Ent- gen Erben der Bonaparte's an, nach seinen Thaten zu urtheilen, will er den lassung keine Folge leisten, Jnternirung event. Verlust der Staats-Angehörigkeit Philipp Egalttö der Bonaparte's spielen. Auch Frankreich selbst beleidigt das und Verweisung aus dem Bundesgebiet durch Beschluß der Central-Behörde „Kind Frankreichs." Die französische Regierung hat bekanntlich den Ofsicieren des Heimaths Staates verhängt werden kann. des Heeres und den öffentlichen Functionären untersagt, zwischen dem 12. und
Wöllstein, 16. März An Stelle des verstorbenen Abgeordneten Metz 20. d. Mts. in England zu sein, um ihre Gegenwart bei der imperialistischen ist Obergerichtsrath Görz in Mainz von 27 Wahlmännern einstimmig in den Kundgebung in Chiselhnrst zu verhindern. Der nächste Schritt der Regierung hessischen Landtag gewählt worden. wird, dem Pariser Correspondenten des „Daily Telegraph" zufolge, die Aus-
Düffeldorf, 15. März. Die Vorstände der Altkatholiken - Vereine zu sendung zweier oder dreier Kriegsschiffe auf eine Kreuzungstour im Canal mit Düsseldorf, Lennep und Solingen bejchloffen in gemeinschaftlicher Versammlung Befehlen, Napoleon IV. gefangen zu nehmen, wenn er iiach Frankreich segeln die Constituirung einer aus den genannten drei Vereinen zi> bildenden altkatho- sollte, sein.
lischen Pfarr-Gemeinde und die Anstellung eines Pfarrers mit dem Sitze in Pari-, 17. März. Ein großer Theil der hiesigen Blätter sieht in dem Düsseldorf. Widerstand, der sich in der Militär-Commission gegen das deutsche Militär-
Coburg, 16. März. Dahier wird im Laufe des Mai die Königin gesetz findet, ein Anzeichen der bevorstehenden Auflösung des Deutschen Reichs. Edinburgh mit seiner jungen Gemahlin zu län- Die „Libertä" meint, der Widerstand Deutschlands gegen die preußische oberung hat begonnen; mögen Moltke und Bismarck über die Ursache Falles der Reiche nachdenken.
aiiilieiL
Rom. Die „Jtal. Nacht." schreiben: „Der Cardinal de Luca
die katholischen Satzungen in's Gedächtuiß zu rufen, in welchen die sog. Frei' maurer Gesellschaften von dem heil Stuhle verurtheilt und ihre Theilnehmer mit sehr schweren Strafen bedroht werden. Wir können, verehrter Bruder, den Ihres bischöflichen Amtes höchst würdigen Eifer, welchen Sie bei dieser Gelegenheit entwickelt haben, nicht genug loben. Wir beklagen auch, verehrter Bruder, daß uns derselben Quelle dieser verurtheilten Sccten eine andere für das Heil der Seelen verderbliche Gesellschaft mit dem 9t am en: „Unterrichts- liga" hervorgegangen ist, welche namentlich aus den Gemüthem der Kinder den katholischen Glauben auszurotten und ihre schändliche Wirksamkeit über ganz Frankreich zu erstrecken trachtet Obgleich es uns bewußt ist, daß Sie sich in Ihrer Diöcese beeilt haben, mit allem Eifer Ihres Hirtenamtes dieses Uebel zu bekämpfen, wollen wir Sie doch im Hinblick auf den Ernst der Gefahr noch einmal in dem Herrn ausstacheln, in Ihren Bemühungen für die Hut unserer Heerde fortzusahren, die Wachsamkeit Ihrer Gläubigen rege zu halten und aus dem Ihnen anvertrauten Felde die jammervolle Saat, welche die Kinder der Finsterniß in dasselbe streuen, mit unermüdlichem Eifer auszujäten.
PiuS IX., Papst.
Pari-, 16. März. Deutschland und sein Reichskanzler gehen dem Untergang entgegen! Die „Liberty" weiß es und sagt es- Nichts ist so ungewiß wie der Sieg! Diesen tiefsinnigen Gedanken führt sie aus und belegt ihn mit Beispielen. Alle großen Eroberer und Reformatoren müffen ihren Sieg oder ihr Werk unvollendet laffcn, und sie haben meistens keine Naä fol-
m ta»cn flD
” .. tu I 5*-Jt 8W zu
iX'
‘vifilt ist, 5 tinbt w Qg bet snncr u«n Lc'bint s-utitn, i«' tuw tyW önitiK.
-<r n in ‘in ' »«tjocht-
hnö, btr I Quantitilffl I I (rn Mt I-'k» llte iin f nnm
fctft |tgm cei f;*ßi ßcmnii gcw' ^cnmilitcntn ^uimjebn rin z cüitbt bn_t Jbam* biups £ rnber. tn 1
riuo durch Fr {dfi, «in in j^it'ttn 8iia £4 sich wohl feit, wo « s nm Dirne? - c f die afobemi c.-f drm Frchlb
Lvndci fcttn ton sich g- icbcn Pnznü Ctutmttn tini< i> mit tn Di h mit tzchach t.rt tit Wczr liolichste Liad fiining tiefe« Näudi, sich an tarb, feflen bi tx«C(n.
liegt, auch mit großer Verantwortlichkeit verbunden ist, und diese mag ein vorsichtiger Mann nicht gern übernehmen. Deshalb scheuen sich die Herren Car- dinäle, an das Steuerruder des Schisfleins Petri in den ivild bewegten frem den Meeren zu treten. Die Ablehnung der Cardiuäle de Luca und Bilio hat iu. r, , , r den Papst tief betrübt und er "kann sich noch
PavlS, 16. März. Der Bischof von Angers, Herr Freppel, hat als 5llllt ant,ercn Cardinälen anzutragen."
Anerkennung für seinen famosen Hirtenbrief, in welchem er Deutschland mit
Schmähungen überhäufte, vom Papste folgendes, auch sonst beachtenswerthes flniCVi&Q
,.. * »Ä «V
- »Ä’SS'«.“ ÄTÄ1S Stt sä!**...... **•"**** ■*
Encyclika zur Kenntniß Ihrer Psarrkinder brachten, es für nöthig hielten, ihnen ' ' _________
einen leinen Leistungen entsprechenden zahlreichen Besuch wünschen." —
. _ Zusage kann, wie wir hören, Herr Prof. Massa nur die eine, hier ange»
Wucht seiner Unternehmungen zusammen; die letzte Abstimmung im Reichstage kündigte, Vorstellung geben und nach ben auch sonst uns bekannt gkworvenen Berichten glauben hat ihm den Rest gegeben. Herr v. Moltke bekommt seine 400,000 Mann ^nferöt im°3n?eTat%tVerinall9CmeinCn St^lInal?mc M Publikums empfehlen zu dürfen, nicht dkl Widerstand Deutschlands gegen die prenstische Eroberung hat begon- ' - «,,f dem A°-r°nenp,<>b in fflnhn befindet sich ein S,find,v,rmi,ihunq«^°mdi°ir^ neu! Möge der Reichskanzler und möge Herr v. Moltke die „Ruinen" von dort hat sich in den Naä,Mittagsstunden ein förmlicher „Mägdcmarkk" gebildet. Ein bekannter, Volney lesen und über die Ursachen nachdenken, welche den Sturz der Reiche Dem $umor ergebener Friseur paisirte Montag Nackmiktag diesen originellen ^Stapelplatz für herbeisichren ; mögen sie denken, wie lange die Reiche eines Cäsar, eines Aleian- untl
.X,,< v .. .K a m . f n k . L r e J .. c c. f diese Frage erledigt war, fragte die Fee zuruck, was sur em Geichaft der Herr habe, ob em
ber, eiueö Karl . und eines .Napoleon gedauert haben u. s. w. Und diesen Hausdiener, der bas Holz klein mache und herauftrage, da sei, ob sie ihr „apartes" Zimmer
GalliMatbiaS tischt die „Llbertö" dem französischen Publikum als einen Leit- habe und Nachmittags eine Stunde schlafen dürfe, auch ihr Bräutigam sie täglich befutben artifel auf, und das nennt man hier ailölvärtige Politik behandeln! Da ist (onne- ~~ ..Versteht sich!" antwortete unser Humorist. „Sie werden sogar bei mir auch Fräuleiii es fürwahr kein Wunder, wenn die öffentliche Meinung in Paris zuweilen alle “ 4?eind 7^" Sie
Grenzen des gesunden Verstandes ilberschreltet. Man Ultereifirt sich hier ili Sie den Herrsckaften Ihre Bedingungen," schloß ber Spaßvogel, der laut gesprochen hatte und der That sehr für die augenblicklich laufenden Verhandlungen im deutschen unter allgemeinem Gelächter der Umstehenden verschwand. Der Scherz ist zwar nicht ganz neu, Reichstag, und es scheint, daß man die Tragweite des letzten VotumS allge- übcr dock wenigstens zeitgemäß.
..... ' * ... - - Mainz, 15. Marz Seit langen Jahren sollte heute Nacht unsere Stadt ein größereß^
. _ • K 2 1, '' . •’ <3iun‘u Unglua mrbai. Sin in der Schäfer scheu Dampfmühle und Brod Fabrik, wahrscheinlich
D och wird sich dieses Urtbcil wohl durch den Fortgang schon kurz nach Mitternacht im unteren Raume auSgebrochener, aber erst nach 2 Uhr für die
der Debatte von selbst ändern, ehe eS sich festsetzen kann. Fcuerwächter signalfäbig gewordener Brand zerstörte dieses große ötabliffement ganz bis auf
Paris, 16. März. Heute ist der große bonapartistische Reclame-Taa tfn <Srunb uno f*fbcn angrenzende Häuser zum Theil. Die Anstrengungen der hiesigen Feuer« für Sulu i'. Chiselhurst. Trotz dcs komödi.nh-ft... W bat der heutige ÄXÄÄÄ
<ag jnirnfrbin seine politische Bedeutung, ^clt dein 2. September 1870 war Theil erschwert durcd Dasiermangel, iheilS vereitelt durch emen lebhaften Westwind. Velber ist bic Familie Bonaparte ohne Haupt, denn Napoleon III. war für Frankreichsauch der Verlust von Menschenleben zu beklagen Während sich der größte Dheil des Arbeiter« ill dem Moniente tobt, als er dem General Reille den Aiiftrag ertheilte, t'ici ^ei^cna^ tCT Fabrik nur mit Noth durch Herabspringen auS den oberen Stockwerken zu retten Parlamentärflaaae auf den Wällen von Sedan ui entfallen breiein^-ilb^""^", ßnb eine Dienstmaad und der Hausburfche m den Flammen umgekommen, so baß
?; J, > -- r‘ V a" ' J • ? ornem^alv.j^ Spur von ihnen fehlt , ebenso wird bis jetzt die Schwester des Besitzers vermißt , dieselbe
' reut* welcher Zeit die Führer der Partei jtL hd) bemüht waren, scheint das gleiche Loos betroffen zu haben Auch der Schaden an verbranntem Mobiliar, Vas verloren gegangene Terrain wieder zu erobern, erhalt heute tte republika- welches größtentheils unversicherten Leuten gehörte, syll nicht unbeträchtlich fein.
Ulslhe Partei ciif neues Haupt, welches allerdings aus den Schitltern eines 91 uS bem Großberzogthum Hessen, 14. März. Endlich bat die in Hessen so nach bürgerlichen Rechtsbegriffcn ned) uninnndigen Knaben sitzt. den «ren- Yfnt,l,Tte W üb^ di- Hnwentun« .DrEnn, Sch-»»-» 0/^W«r )«i-i-^ « 1511t -<< , .6 v x o Wirtbsbau ern re. durch eine Mtnistertal Verfügung ihre Erledigung gefunden, und zwar in einer
Of,lt)fd)cr deute dem neuen Oberhaupt auch mancher Wermuthstropscn. Weise, daß sich die Wirthe k. im Allgemeinen damit zufrieden geben können. Die Verfügung
— Herr Professor Massa aus München, der rühmlichst bekannte Magier, aus dem Jahre 1872 noch in gutem Gedächtniß bei uns, welcher feit etwa einem Monat nur noch in den gewähltesten Privat - Cirkeln Frankfurt's seine Vorstellungen in der höheren Magie, Physik und Chemie mit großem Beifall giebt, hatte vorher daselbst einen EyeluS von 12 Vorstellungen im großen Saale des Kaufmännijchen Vereins gegeben. Die Berichte in den Frankfurter Blättern waren voll beß Lobes über die außerordentlichen Leistungen des Künstlers. WaS Herrn Massa übereinstimmend nachgerühmt wird, ist, daß er sich jeglicher Eharlatanerie fernzuhalten liebt. . Herr Massa ist wirklich ein Zauberer", schreibt z. B. der bemer „Bund", „ja wir möchten ihn seines vernünftigen, ansprechenden, fast vertraulichen und aller Eharlatanerie entkleideten Vortrags halber den Magier des Salons nennen; seit des alten Bosco Zeiten bat keiner seiner vielen Nachfolger unS so gut unterhalten, wie Herr Massa." Ebenso idjreiben die Didaskalia unter dem k. Februar d. I.: „Die Samstag und Sonntag gegebenen Vorstellungen des Herrn Prof. Massa in der indischen Magie im großen Saale des Kaufmännischen Vereins zeichneten sich bei einem raschen und reichen Wechsel der einzelnen Productionen noch besonders durch die Sicherheit, Gewandtheit und überraschende Fertigkeit des Künstlers aus, welcher auch durch einen - - zn r , r • y» • < v xrx- n ftQTCn» leichten und lebhaften Vortrag seine Zauberspiele in gefälliger Weise zu commentiren
gcr, Feine Sauber. Alexander ber Große vermachte fein Reich dem Würdigsten, weiß. Kein geringer Vorzug der ganzen Vorstellung war das Fernhalten aller gespreizten und Cäsar, JesuS, Mahomet, Cäsar Borgia, Richelieu, Friedrich ber Große, Ca markschreierischen Zulhaten, welche so oft den Mangel an wirklichem Werth decken sollen. Die vour starben ohne Kinder! Nichts ist ungewister als der Sieg: Fürst Bis- ““T = Uxä)^l und (olioe lu nenntn, und li^en baru.n nn.n hichl>
marck sitzt jetzt zu Hause und hat Gelegenheit, über den ^atz nachzudenkeu. Sonnlags-Vorstelluna ' - - -• - - - - --
Nach den Depeschen, die von allen Seiten herbeiströmen, biicht er unter der Wegen anderweiter Z>


