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Konstantinopel, 14. Februar. Der Großvezicr wurde gestern abge-
— Die telegraphischen Verbindungen sind seit Dienstag unterbrochen.
tflfrilui.
Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 7 1873 durch die Großherzogliche Gensd'ar-
Lokal-Notiz.
Beschlüsse
schäftigen kann.
— Heute Nachmittag um halb 5 Uhr waren die drei Präsidenten des Reichstages zur Empfangs -Audienz bei dem Kaiser beschieden; deshalb wurde die Plen arsitzung des Reichstages zu früherer Stunde vertagt. Die Mitglieder des Bun desrathes waren heute bei dem Kaiser zum Diner geladen.
Aus Kurhessen. Nachdem auch die beiden letzten Renitenten vom Amte juspendirt worden sind, fungirt zur Zeit kein einziger Protestpastor mehr. Mehr als zwanzig Metropoliten, Pfarrer, Pfarrassistenten und Pfarrgehülfen wurden bereits definitiv abgesetzt, während den noch übrigen Suspendirten das gleiche Schicksal bestimmt im Laufe dieses Monats bevorsteht. Der Plan, eine Vilmar'sche Separatkirche in Niederhesien zu gründen und die einzelnen Gemeinden zum Austritt aus der Landeskirche zu bewegen, ist vollständig geschei-, tert. Viele andere Gemeinden, darunter die größten und intelligentesten, haben
deutend beitragen.
Darmstadt, 14. Februar, enthalt:
1. Uebersicht der im Jahre
Petersburg, 12. Februar. Zum Empfang des Kaisers von Oesterreich , dessen Ankunft morgen Nachmittag um halb 3 Uhr hier erwartet wird,
auf
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des Gemeinderaths aus der Sitzung vom 22. Januar 1874.
Anwesend waren: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Gcmcinderatbsmitglieder Dierv, Felsm:, Gail, Hanstcin, Heß, Homberger, Keller, Körber, Lüdcking, Nagel, Noll, ^ilbctciici, Wallenfels und Wenzel.
Schotten. nftpn
5 Concurrenzeröffllung. Erledigt ist die Stelle eines Lehrers an der zu
errichtenden Fortbildungsklasse der städtischen höheren Töchterschule zu Darm- Pouang, 10. Februar. Nachrichten aus nicht ossnieller Quelle
stadt für Ertheilung des Unterrichts in der Mathematik und den Naturwisseu- folge sind die Holländer in einem Gefechte nut den Atschmesen von letzter ei schäften, sowie im Französischen und Englischen. Die Stelle soll mit einem zurückgedrängt worden, wobei sie zwei Mitrailleusen und 18 ^.odte verlern akademisch gebildeten und geprüften Lehrer besetzt werden und ist dieselbe mit!hätten- __________________________
einem Einkommen von 600 fl. für provisorisch Aiigestellte und einem Gehalt —————a
von 1000 fl. ansteigend bis auf 1400 fl. nebst 100 bezw. 200 fl. Wohnungsvergütung bei definitiver Anstellung verbunden.
Berlin, 14. Februar. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge wird die
Gelieraldebatte des Herrenhauses über die Eivilehe - Vorlage am Dienstag beginnen. — Bei der Reichstags-Nachwahl iur 18. hanuover'jchen Wahlkreise ist Obergerichtsauwalt Laporte (nat.-lib.) gewählt.
Berlin, 12. Februar. Bezüglich des Entwurfes über das Reichspapier-
gcld ist nunmehr eine vollständige Vereinbarung dahin getroffen, daß ein Entwurf in dem schon angedeuteten Umfange im Laufe dieses Sommers festgestellt werden soll, so daß sich der Reichstag in seiner nächsten Session damit be-
Die Revisionsbcmcrkungcn zum Voranschlag der Stadt Gießen für das Jahr f.» wie die von Großherzogl. Bürgermeisterei dazu entworfenen Erläuterungen kamen zur Dor , und wurden letztere vom Gemeinderath gebilligt und unterschrieben. . .
Eine Rechnung über gefertigte Abschriften vom 1874er Voranschlag über 24 fl. 36 wurde auf die Stadtkaffe und zwar zu Lasten deS dafür vorgesehenen Kredits übernommen.
Georg Schneider von hier wurde gegen 25 fl. jährliche Vergütung als Schultien
/ 4 * Am Souutag den 25. v. Mts. hat das deutsche Geschwader aus dem
, b. in baarem VorrathI Mittelmeere, bestehend alis den Schiffen Friedrich Karl, Elisabeth und Meteor,
5334 ff. ii in Tanger angelegt und salutirte dort sowohl die marokkanische Flagge, welche
3. Uebersicht der für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestrei- Begrüßung erwidert wurde, wie die Flagge des deutschen Ministerresidcnten,
tuna von Communal-Bedürfnissen in den israelitischen Religions-Gemeinden des Herrn v. Gülich. Es war dies das erstemal, daß das deutsche Banner i«
Kreises Groß-Gerau. Tanger aufgepflanzt worden ist Der Befehlshaber des Geschwaders und die
4. Uebersicht der für das Jahr 1874 genehmigten Umlagen zur Be- Officiere stiegen aus, um dem Ministerresidenten ihre Aufwartung zu machen streitutlg der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises und Letzterer erwiderte diesen Besuch an Bord des Friedrich Karl.
willigen, und zwar: .
1. Für einen Einspänner ....... “•
2. ,, t, zweispännigcn Pferde- oder Ochscnwagen . . . . tr.
3. „ „ Wagen mit 3 oder 4 Pferden bespannt . . . . 18 kr.
Ein Gesuch des Kaspar Vogel dahier um Ueberlaffung eines Wegs nach feinem 1 :'unb Austausch von Gelände wurde dem Bauausschuß überwiesen.
w.v M1,vvu xyviiivuivcu, Muiuivw - —o , -------- ®cr DOTgcIeflle Kostenvoranschlag über Ehauffirung des Hohleichwegs auf 130
in richtiger Würdignng der Mittel, welche zll einem schnellen und dauernden Länge wurde zur Ausführung genehmigt bet
Frieden führen können, beim Consistorinm den Antrag gestellt, ihnen bis zur tc ördte"«! 1 pro Klafter erhktt, bat bei SufMun/mne» Hin'-rb-u«
Vertretung der suspendirten Renitenten gesandten Vlcare rc. als Pfarrer defi- Grenze um ca. 2- überschritten. Für diese eigenmächtige Besitznahme soll derselbe 10 uitiv zu belasten. Diesen Wünschen wird, wie ein kürzlich ergangener Mini- pro ^Klftr. bezahlen und alle durch Anfertigung eines neuen Meßbriefs re. entstehenden sterial-Erlaß ausdrücklich vorschreibt, thunlichst Rechnung getragen werden. tragen.
Die Eingabe der Gießener Aetienbrauerei wegen Bestimmung eines AversumS für von ihr zu entrichtende Octroi wurde dem Finanzausschuß zur Berichterstattung überwies«.
Auf ein von Großherzogl. Oberförsterei Gießen befürwortete« Gesuch des Freitag II. in Haufen, um Erhöhung der Vergütung fürS Auswerfen des -Landes in der G • deS Stadtwaldes wurde beschloffen, demselben vom 1. Januar d. I. an Forderiohn zu
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Mxauf zu ein, I bereits tobteS I -uch der Morc I verhaftet, unb I dost die Dorste I Kind der ershe I iibasiirt, alle! I einer ßaution | den Schranken I Titlung. (te I " scheint, nur I jungen war, I mle, als um I luven Bcschuldi I Renten bi^e ■ i’etnjleni BliS I ^- geiödteten $ I ''^kschlagen I -.- ugcn sind tii I Ra. I ?.^rag, in | '.nbantlung koi I und die t I 7^n. Wir s I gelungen,
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den Leuten das lebhafteste Jntereffe erweckt. Smd ia doch die Rückwirkungen
auch für uns recht fühlbar. So bedauerlich die Fortschritte der ultramontanen , diuuumu,.
Partei sein mögen, so haben sie doch gewiß das Oute, daß sie endlich Den- Paris, tt. Februar. Das officielle Blatt „da Presse" sagt, in feniaen ein wenig die Augen öffnen, welche diese Bewegung und die Aiacht officicllen Kreisen errege der Ausfall der englischen Wahlen mehr und inchr dieser Partei bisher mit vornehmer Geringschätzung behandelt hatten. Man Bcftiedignng.
wird hoffentlich Mittel finden, um die anständigen ehrlichen Leute gegen teil] — Der „Francis" bestätigt, oaß die Pariser Fcstungrbautcn mit dem Austurm der schwarzen und rothen Guerillas zu schützen- Der politische Katho-tt. März beginnen. Alle Pläne sind gntgeheißen und die Officiere für Arbei- licismus in seiner heutigen Gestalt ist eine wahre Calamität für jedes Land tcn ernannt
und schlechterdings unverträglich mit einem geordneten Staatslebeu, zumal dort, Paris, 13. Februar. Mag»-. der sich mit seinen neuen Stenern doch wo das allgemeine Stimmrecht, wie in Deutschland, dnrch die Bethörung der noch durchzuschlagen hofft, will von keinen Fastnachtsfcrien der Rational'Ber- rohen Massen in schainlosester Weise zur Erdrückung des gebildeten Theiles der sammlnng etwas wissen. Allerdings, je länger die Enischeidnng verzögert wird, Bevölkerung mißbralicht wird. Wir in Throl könnten hiervon auch etwas er desto größer sind die Einbußen für den Staatsschatz. Sollte Magne sein Sy- rählen Deswegen wunderte es uns gar nicht z» hören, daß im Wahlbezirke stcm nicht dnrchsetzen, so ist tie Cabinctskrisis da, und man kann nicht wissen, Mainz ein Diousang gewählt wurde, wenngleich wir dies sehr beklagen. Wir ob dann nicht auch in der National-Bcrsammlung Broglie den Gnader^stoß er- haben nämlich das Vergnügen, diesen Römling persönlich zu kennen, da er hält. Die entschiedene» Anhänger des Septenniuins sind mit ihm so wenig 1867 bei einer sog jiatholikenversammlnng in Innsbruck sein Unwesen trieb, zufrieden, wie die Rovalisten und Imperialisten; letztere haben offen für den Eremplare ähnlicher Art besitzen wir in unser» einheimischen nliramontancii Inhalt der Executive Partei ergriffen, wie Ronher's Bries beweist.
Streithenqsten zur Genüge und wisse» sie daher zu schätze». Dieselben sehen — Die Stadtgemeindc von Versailles hat sämmtliche von den femdlickw» überall einander gleich wie ein Ei dem andern; sie höre» und agircn allesammt Truppen hcrrührende Documei te, Requisittionsscheine, Qnartierbiilets u s. w. auf die gemeinsamen römischen Schlagwörter und sind täglich bereit, das mit clasfificiren lassen; dieselben bilden schätzbares Material für die Geschichte der schweren Opfern neuerstandene deutsche Reich nebst Allem, was daran hängt, dritten Invasion. Der Buchhändler Plon hat so eben ein darauf bezügliches zu zertrümmern. Die schwarze Epidemie, die man lange Zeit nur als eine Werk herausgegeben : „Versailles pendant l’occupation “ Eigenthümlichkeit Tyrols angesehen hatte, ergreift nach und nach alle Läiider, b;nnfn 11 h
wird aber vorübcrgchen oder doch ihre Grenze finden, wte sic sogar hier zu
Lande ihren Höhepunkt längst erreicht hat, ohne weitere Fortschritte machen zu London, 14. Februar. Das große Hat,ser Quart.cr Pantechmcon mit Tonnen Ifernen Waaren-Magazinen, Maaren-Niederlagen und Privat^-Wohnungen ist
Eine Opposition im deutschen Reichstage wird aber meines Dafürhaltens!niedergebrannt. Tie werthvollen Kunst- und Seltenheits-Sammlungen des eher von Nutzen als von Schaden sein und zur Klärung der Verhältnisse be- Pantechmcon sind gleichfalls vernichtet. Der anger^chiete schaden ist außcr- - — - 'ordentlich groß-
merie geschehenen Arrestationen und Denunciatldnen. reich, dessen Ankunft morgen Nachmittag nm yaw ö uyr i)ier erwarre wir
Laufe des Jabrev 1873 sind dnrch die Großherzogliche Genöd'armerie werden am Bahnhofe und vor dem Ministerpalais Ehrenwachen aufgestellt
3357 ^Arrestationen vollzogen worden. Darunter befinden sich u. a.: Deö werden. Vor der Festung wird die kaiserlich österreichische Standarte aufgezo- Mords Beschuldigte 3, der Brandstiftung 21, des Straßenraubs 8, Betritt gen sein und 21 Salutschüsse abgegeben werden.
ger 56 ; wegen Diebstahls sind vorgenommen worden 428 Arestatione», Tödttmg -Der „Regierungs-Anzeiger^ veröffentlicht ein kaiserltches Reser,pt, 21 Verwundung 43, Bettelns 757, zwecklosen Umherziehens 387. - Deuuncia- durch, welches dem General - Adintauten Grasen Stroganow nut Rücksicht aus Honen fanden statt 17996, m a. ivegeu Umgehung der Tranksteuer und Zapf- seinen Gesundheitszustand seine Entlastung aus dem Vorsitze des Eisenbahn- aebühren 1 der ^tagdwaffenpässe-Abgaben 17, der Stempel Abgaben 377, derj Eomitös ertheilt tvird-
Angabe von Hunde» 152, wegen Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften Petersburg, 14. Februar. Die russischen Journale besprechenden über Maß und Gewicht 283, wegen Störung der öffentliche» Ruhe 2880, Besuch des Kaisers von Oesterreich sehr sympathisch und feiern denselben als wegen Bettel», Collectiren, Müßiggang, Landstreicherei n»b Gaukelei 332, eine Bürgschaft des europäischen Friedens- wegen Uebertretmig der stiaßenpolizcilicheu Vorschriften 2118, der feuerpolizei- üjirfipi
lichen Vorschriften 1119, der gewerbspolizeilichen Vorschriften 498, Coneubi- nats 119, Mißhandlung von Thieren 344, Ansschweifimge» im Trinken 4291, , - - yr ,
Störung der Sonntagsfeier und des Gottesdienstes 997, unterlassener Vor-^etzt und Hustei» Arm unter Beibehaltung des Portefeuilles des Krieges zum kebrnua aeaen Veschädiauna bösartiger Thiere 1361, unterlassener Vorkehrung Großvezier ernannt.
g?ge7dik Kahr der Explosionen bei Dampfkesseln 24. - Die telegraphischen Verbindimgen sind seit Dienstag unterbrochen.
2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ober-Consistoriums, die Ergebnisse Vom schwarzen Meere mehrere Unglucksfalle gemeldet.
der Verwaltung des allgemeinen evangelischen Kirchenfonds vom Jahr 1872 betreffend. Die Summe der Einnabme ist 34105 fl. 34 kr., der Ausgabe 23061 fl. 1 kr. Verglichen bleibt Rest 11044 fl. 33y4 kr. und dieser besteht: a. in liquidirten Ausständen 5710 fl. 22y4 kr., ' ' f °


