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vitrWpbrig 1 fL 12 fr. tri'. Br^ngerlohri. Durch btt it'S.'r beugen vierteljährig 1 fl. rs fr.
^sch-mt täglich, mit 1h* nähme Sonntags.
Expedition: Lanzleibera, SU. B. «r. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen
Ur. M
Montag den 16. Februar
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am 11. Februar 1874.
Sfriiif dazu haben, in trefflicher Weife hier beleuchtet worden. Aber die reli
und man wird noch mehr zu der Einsicht
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1 Eonchg den 15.1 haben.
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f der Capelle: tl Menge Weimar.
will. Aber, meine Herren, das wird doch Jeder begreifen, daß ein deutsches Reich, das sich der Curie unterwerfen würde, nicht zu existiren vermag. Ich denke mit dem großen Kanzler: „Nach Canossa gehen wir nicht", (bravo!) weder geistig noch körperlich. Das ist unser Kampf, und der wird siegreich gekämpft werden, so wahr siegreich gekämpft werden, als unsere Heere die wäl- schen Grenzen überschritten haben, und so wahr unsere Heere den wälschen Uebermuth niedergeschlagen haben. Es wird in staatlicher Beziehung gewiß immer mehr und mehr die Einsicht aufkommen, daß nur durch bündige Ordnung der religiösen Angelegenheiten, nur durch Befreiung der Menschen von der Kirche eine wahre staatliche Existenz möglich ist.
Die Herren der Gegenwart schreien immer darüber, daß sie unfrei seien, daß sie geknechtet seien, daß sie tu ihren Bestrebungen gehemmt seien. Im Ge- gentheil. Ich bin dcr Ueberzeugung, das Erste, was der Staat uns zu besorgen hat, ist, daß er den Einzelnen frei mache von den Banden, in denen die Kirche ihn zur Zeit noch hält. Diese Befreiung ist die Aufgabe der staatlichen Gesetzgebung. Und je weiter wir in unserer Bewegung fortschreiten, desto mehr wird der Staat durch seine Institutionen uns jene Freiheit geben, welche allein nothwendig ist der Kirche gegenüber. Wir wollen und wir 'brauchen keine Privilegien der römischen Kirche gegenüber, wir wollen aber soweit sein, daß wir nicht von der Taufe unserer Kinder an, von der Confirmation unserer Kinder an, daß wir nicht bei unfern Eheschließungen und sogar noch auf dem Todbette und beim Begräbnisse Sclaven der römischen Kirche sind. Das wollen wir
Herder ,, 28-W Lessing „ 10-5» te Pr- Wr. 100, ß. Courant. Direktion in Hambin
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p zimmer, W. Dietz,
8on dcr Capkli, Äfl bie Eh«, J nffttanb, foipi, bm tl wvhlwollent«,1
an die Großherzoglichen Ortögerichte des Bezirks.
q7qbCTn ?‘e miJ' 6i'”'®n ^Wochen uns beachtliche Vorlage darüber zu machen, welche neue Handelsgeschäfte in Ihrer Gemeinde int Laufe Len § 1873 ‘ Bl’Srilnbct morden sind und welche Aendernngen bei den bereits bestandenen Handelsgeschäften int Laufe desselben Jahres stattgefmiden \ _________ Bötticher.
! Broadway.
Jransatlantic, Hamburg
er.
... m C ö C ^lese Gefahr ist es, welche uns um so lebhafter an einander schaaren muß,
dis 1'tzwen Reichstags-Abqemdriet.?N Dr. Völk auf dem 3. Alt- "«d diese Gefahr ist es, ber nur mit aller ($ntfd)^ebel^^eit entgegen 5n treten kathollkeN-Congresse zu Coustanz vom 12. bis 14. September 1873 ^n&en: kirchlich, — das wird die kleine Gemeinde, der ihr Hirte letzthin (WrnPfTirfp s k . r . _ :/lugerufen hat: „Fürchte dich nicht, du kleine Gemeinde", das wird sie in ihrer
w Versammlung! Cs hat der Herr Vorrednergn seinen Schluß-Ansführung thun. und staatlich, — das werberr die selbstbewußten Büraer Aa Bedeutung der gegenwärtigen Bewegung hervorge- des deutschen Staates besorgen. Und ich bin vollständig der Uebeneiignng •
lr6 hMpfrt C M wir zur Zeit 'm einem Momente leben, die Nacht des Nomanismus und des Curialismus wird über Deutschland^nicht
ter vrell At sobald mäst wiederkehren würde, in welchem es uns gegeben sei, hereinzuhrechen vermögen. (Bravo!) nta)t
S'enfiS w tttadtett <STf«’ ^^ncration der christ- Ick habe, hochgeehrte Herren, Ihnen wohl auch die Gründe angegeben. 5 wche zu machen. Ich glaube, daß das Gefühl, was den Herrn Vor- warum ich das nicht glaube. Ich bin der festen Ucberzenqnna daß ie weiter srn,f e^ t1' ° 1cu.'cr 91£be Durchdrungen hat, ein solches ist, das durch die sieh die Pläne unserer Gegner entfalten, je mehr Klarheit in die Absichten und
VtTstaw" 4. Jj. T’k'. 11 0 k0C^r ■t^le wir hier erlebt haben; das, was Anschaumigen derselben kommt, es desto mehr jeden Deutschen, desto mehr
(iMi-fWic 0«tmW ' a >°rf J,a6ln ä be« -’.e,ll3e' h'stonsche Boden lehrt uns, daß in Coustanz jeden Mann, sage ich, der seinen eigenen Geist und seine eigene geistige Rrei=
Lm>. e««lM -Z"' s'-l) etwas absptelt, was sowie die Geschichte der alten Tage auf heil liebt, anspornen muß, im Kampfe vor Lehen. Es ist nur dst Richt-
SmtxaV.W ^Ecrwnkt , vielleicht auch, jn wohl gewiß m die Geschichte der zukünf- rrkeuntniß des Zusammenhangcs der Diuae, die unfern Gegnern noch Mark
3 är Tnb tVlrb- Fa* rr ""r geschehe.!, wenn wir und Kraft gibt. Je ...ehr die Erkenntniß über da-, was in der Th-t ist und
! H r b 1 nc?n,t”’ Bewegung unserer Tage ist nicht wie die Tinge znsammenhänge», verbreitet wird, desto mehr wird unsere Sache Llrn 'st hcrvorgegangen aus dem Bewußtsein der Zeit, das sich zum Siegeneigen und desto mehr wird Jedermann sagen: ja, wie war es
z-bestern, zu hohern Formen der Menschheit emporarbeiten will. denn möglich, daß man einer Sache anhängen konnte, welche so ganz und gar
Die religiöse Seite der Sache ist von denjenigen, welche vorzüglich beit auf Lug und Trug gegründet war? (Bravos
HJÄ fca6C£' *“ beleuchtet worden. Aber die reli-s Ich sage ferner: unsere Sache wird deshalb fortschreiten, weil es im In-
M «eite der Sache ist nicht die einzige, welche den Menschen hier belebt, teresse der Staaten selbst liegt, daß sie der Bewegung unterstützend zur Seite UN Staat, sein Leben in der Fa-!stehen. Richt als ob sie glauben würde, daß die staatüä)e Unierstü ung die n lie, sein Leben als Mitglied eines großen , mächtig wirkenden Ganzen. Es, Bedingung der Fortexistenz unserer Sache wäre. Rein. Ich bin der Ansckauunq:
m.d daher, glaube ich, wohl nicht mißfällig a.ifgenoninien werden, wenn ich man ist zu ter Einsicht gekommen, nnd man wird noch n.ehr zu der Einsicht
M erlaube, jene Seite der Bewegung, welche nach dem Staatsleben hiiizielt, kommen, daß nach den Theorien, wie sie von Seite der römischen Curie auf- «Mgeu Betrachtungen za, unterwerfen. Worin gipfelt die Beweg,iug, in die gestellt werden, ein Staat überhaupt nicht existiren kann, der sich nicht zum =lr cm getreten und in der wir stehen . Läugnen wir es nicht: es ist der alte! willenlosen Sclaven der Curie macken lassen will, und daß deshalb das deutsche
»mpf, welcher in Deutschland so viele Jahrhunderte durchzukämpfeu war, es Reich absolut nickt existiren kann, wenn es sich nicht der Curie unterwerfen
>st der Kampf zwischen Dentschthmn und Wälschthum, zwischen Germauisnins a,r- -■ , - ....
uiib Nomanismus. Es ist der Kampf zwischen Einschnürnng des Geistes und Lcstciling des Geistes. Wir sind an einem neuen Stadium dieses Kampfes
(7 * , ^kommen. Die Schaffung und die Bildung des neuen deirtschen Reiches
fr s. 'öt auf's Neue Hervorgernfi n. Denn die Gegner Wichten, daß,
je Ifct Wkiin das deutsche Reich in seiner Macht und Herrlichkeit und Glorie sich cr- daß dann kein Platz mehr sei in Deutschland für ihre Siege, kein Platz " W sei für ihr Wirken, kein Platz mehr sei für das, was sie wollen: die , ! lnechtnug des freien Geistes. (Bravo!)
\ Das ist die innere Bedentung des Kampfes, den wir jetzt kämpfen. Ui'.d ih ganbe und bin überzeugt, daß der germanische Geist, der uns durch die Eahrhnnderte hindurch geführt hat, auch jetzt uns führen und leiten werde, er auch in Zukunft uns hinüber führen werde über die Anfechtungen und ämpfe, welche uns kommen von allerwärts und welche uns kommen von.jenseits er Alpen. Ich sage damit nicht, daß die Kämpfe uns kommen von dem ^olke, welches jenseits der Alpen lebt. Ich sage im Gegentheil: das Volk 'cchits der Alpen, das Volk der Italiener hat vor uns erkannt, was der mmtalisch - römische Geist ist. Denn es hat sich vor uns und kräftiger als von der Geistesdespotie losgesagt, welche man diesseits der Alpen uns auf- rlegen will. Und wenn wir den Kampf durchkämpfen, wenn der dentsche jihf M gegen den römischen Curialismus siegreich ist, so ist auch der erste Au- ( Mi gegeben, daß auch bei denjenigen, welche jenseits der Alpen und — ich > 1Se bs auf die Gefahr hin, daß man mich verlache - auch den Geistern jen- haben und das muß der Staat uns gewähren und^wird der Staat umsomehr rits des Rheines, welche eine Freiheit haben wollen, die Freiheit erstehen! uns gewähren müssen, als er einsehen muß, daß die römische Kirche die Fein- • Sie ersehen daraus, daß ich den Kampf von einer Seite ansehe, wie dm des Staates und daß sie namentlich die Feindin des deutschen Reiches ist. e wohl kaum höher gedacht werden kann. Und in der That glaube ich, daß (Bravo!) (Fortsetzung folgt.)
)nilschlaud das Reich, das wunderbar erstanden ist, die Aufgabe hat, der .
8elt die Freiheit des Geistes zu retten. Sehen Sie, was jenseits der Gren- h
u geschieht, sehen Sie, wohin die Welt in ihrem Wahnsinne geht — und ÜCillfullQnO.
t«km Sie sich die Kämpfe des germanischen Geistes weg! O Gott, wir Gießen. Ein wissenschaftlich gebildeter Mann, guter Katholik, ja nicht, ob wir nicht nach Umständen in eine neue Nacht verfallen, in schreibt uns aus Innsbruck unter Anderem Folgendes: Die letzten Wahl- . ei Niemand mehr als der Unfehlbare zu commandiren hat. Aber gerade Vorgänge im lieben dentschm Reich haben auch hier zu Lande bei allen denken-


