Ausgabe 
15.6.1874
 
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Wie bisher so künftig unverändert.

Kreise.

Meilen.

1871.)

24,949

249951

Stloiiö,

20.

21.

22.

23.

24.

87357

35854

31800

41626

53314

N htBchli

Mainz

Alzey

Bingen

Oppenheim

Worms__________

Provinz Rheinhessen

6t ktthtn au Bod)t teil oblag und toemger all in toQti

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Princip, wie ältere Lehrer, solchen durch Verträge gewonnenen Kräften gegen« über, behandelt werden sollten, v. Starck erklärt sich wiederholt für gleich­mäßige Behandlung der Professoren mit den anderen Staatsdienern. Oncken bemerkt, daß er seinen Vorschlag nur gemacht habe, um etwaiger Willkür vor« zubeugen. Die bevorstehenden Veränderungen und Verbesserungen an der Uni­versität, namentlich in Folge der neuen Prüfungsordnung, würden erhöhte Mittel nöthig machen und bitte er deshalb, den gejammten DiepositiionSfond zu bewilligen. Dernburg hält die Gründe des Ausschusses für die richtigen und beantragt, den geforderten Betrag als Pausch - Summe zu bewilligen, alle Besoldungen unter 1000 fl. um ein Sechstel, die übrigen nach Er- mesien der Regierung zu erhöhen. Goldmann ist für die allgemeine Er­höhung der Prosesioren - Gehalte, da die Zulage um ein Sechstel nur eine Ausgleichung sei. Dumont führt aus, daß wir bei Professoren - Gehalten keine festen Etats hätten und bei den hier vorliegenden ganz abnormen Ver­hältnissen es ungerecht sei, aus Staatsmitteln hier hohe Gehalte noch zu ver­mehren. Er bittet den Antrag Dernburg's anzunehmen, was mit Einstimmig­keit geschieht. Bei den Anforderungen für die Gymnasien hebt Dumont hervor, daß das Gymnasium in Mainz im Staatsbudget nicht vorkomme, da sämmtliche Kosten aus dem Universitätsfond bestritten wurden, trotzdem fei das Schulgeld erhöht worden, was jedenfalls ein Unrecht gegen die Bevölkerung von Mainz sei und dort große Aufregung hervorgerufen habe. Er tadelt, daß man die Befreiung von Kindern der Lehrer vom Schulgeld aufgehoben habe. Ministe- rialrath Knorr führt aus, daß im Interesse der Gleichheit das Schulgeld au allen Anstalten dasselbe sein müsse. Schröder führt aus, daß die etatmäßigen Besoldungen vielfach nicht ausgezahlt und dadurch Ungleichheiten hervorgerufen worden seien. Das Gymnasium in Büdingen werde aus verschiedenen Klassen, so zum Theil aus der Präsenskasse dotirt; letztere bestehe aus standesherrlichcn Stiftungen und sei deshalb die Besetzung der Lehrerstellen zwischen Staat und dem Standes-Herrn vertheilt worden. Jetzt, da der Staat bei weitem die größere Summe zuschieße, läge» die Verhältnisse anders und könne es unmög lich dabei bleiben, daß die Standesherrschaft für die Hälfte der Lebrerstellen das Präsentationsrecht behalte, v. Starck erklärt, es sei die Absicht der Regie­rung, eine Veränderung bezüglich dieser in Büdingen bestehenden Verhältnisse herbeizuführen. Edinger hält die Erhöhung des Schulgelds an den höheren Schulen für einen großen Fehler. Eine Befreiung der Lehrerkinder vom Schul­geld würde er dagegen für ein ungerechtes Privilegium halten. Greim bemerkt, daß die Schulgelder in andern Staaten viel höher seien, als bei uns. Du-! mont kommt nochmals auf die Mainzer Verhältnisse zurück und fragt, ob die Gehaltsverhältnisse der Gymnasiallehrer in Mainz gleichmäßig geordnet werden sollten. Wolz will keine commumstische Tendenzen befolgt haben, welche er in Erhebung eines Schulgeldes in Mainz, wo Stiftungen der Voreltern vorhan­den seien, findet. Die Kammer genehmigt den Antrag Heinzerliug's, nach welchem, wenn mehrere Geschwister ein Gymnasium besuchen, eine Herabsetzung dcS Schulgeldes eintrcten soll. Die Posten für Gymnasien, Lehrer-Seminarien

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Flächeninhalt nach I Einwohnerzahl geograph. Quadrat- .(Zählung vom 1 Dec.

und das Prediger-Seminar werden darauf einstimmig bewilligt, ebenso die für Besoldungen der Geistlichen, für das Museum und den botanischen Garten. Bei dem Posten für das Polytechnikum macht Abg. v. Wedekind (Darmstadt) , darauf aufmerksam, daß die älteren Lehrer gegen die mit hoben Gebalten »reise Lilles»um Qu6 bcT ^uthellung de- Orte- Steinbach im jetzige»

später Berufenen sehr benachtheiligt seien und wird darauf der Ausschußantrag: Berlin 13 \iini Der ehernem, Amib#r<8h a

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Summe zur besonderen Aufbefserung für die alteren Mehrer zu verwenden, an- l»uiS, 13. -du » Rum Beiiicke bfdffaifVrÄ in h..........

8;"°'''"""- den. Posten für die Realschule» führt Greim aus, daß die fürst Rieolai Nikolajewitsch^von Rußland hie. en'g.tröffen.

Besoldungen ter Directoren nut denen der Gymnasien gleichgestellt und auch Bremen 1 z Di- J«.n n

«S (> a|hm ')/py111 11111iii11f tnhehan 91 Mtmtnii tw QIaTaa nnmum . ohue besondere Feierlichkeit dem Programme geinäß eröffnet^ Die

es sei eine -Norm aufgestellt worden, Aenderungen konnten in Folge gewonnener Preisrichter beendigen erst heute Abend ihre Arbeiten.

Erfahrungen später eintreten. Schröder macht darauf aufmerksam, daß die

seminaristisch gebildeten Lehrer an Realschulen mit den anderen Volksschullehrern drailftrC itfi

bezüglich des Gehalts nicht gleichgestellt seien, auch bezüglich ihrer Stellnug

s" eine bestimmte Regelung nöthig. Ministerialrat!) Knorr bestreitet, daß diese Paris, 13. Juni. Auf dem Bahnhofe von Saint Lazare haben heute Lehrer schlechter gestellt, als die Volksschullehrcr seien; bezüglich ihrer Stellung keine weiteren Ruhestörungen stattgesunden. Der Graf von Sainte Eroir, verblieben dieselben in der Kategorie der Volksschullehrer. George spricht sich Angreifer Gambetta'S, wurde zu 6 Monaten Gefängniß und in die Kosten zu gegen das hohe Schulgeld an Realschulen aus und fragt über den Grund der 200 Frcs. verurtheilt. Er lehnte die Vertheidigung durch einen Anwalt ab. Ungleichheit des Staatszuschusses zu den einzelnen Realschulen, worauf Mini- Die andern zur Hast gebrachten Individuen würden in Freiheitsstrafen von sterialrath Knorr die Grundsätze, von denen man ausging, erläuterte, und er- 8 Tagen bis zu einem Monat verurtheilt.

klärte, es werde eine Regulirung der Gehalte der seminaristisch gebildeten Paris, 13. Juni. Abends. DieAgence Havas" meldet: Das linke Lehrer 1876 erfolgen. Matty führt ans, daß meistens junge Elementarlehrer Centrum wird Montag einen Antrag auf Proclamtruug der Republik mit der an Realschulen berufen würden, diese dürfe man nicht gegen ältere verdiente siebenjährigen Präsidentschaft Mac Mahon's einbringen. Der Antrag läßt eine Volksschullebrer bevorzugen. Greim berichtigt die Aeußerungen einiger Vorred- gänzliche oder theilweise Revision der republikanischen Verfassung zu. Das ncr; die Vorschulen seien des Lehrplanes und des Zieles der Realschulen Hal- linke Centrum wird die dringliche Berathung verlangen. Das Gerücht, daß ber nötkig. Buff bemerkt, daß an anderen Anstalten, z. B. am Polytechnikum, der Minister des Aenßern, Herzog v. Decazes, seine Demission zu geben ge« sehr verschiedene Gehalte bezahlt würden, sie müßten also auch an den Real- denke, wird dementirt.

schulen nicht gleich sein. Oncken erklärt sich gegen eine abermalige Erhöhung Der carlistische General Elio ist hier augekommen.

des Schulgeldes an der Realschule in Gießen, mindestens solle man eine Frist Versailles, 12. Juni. Nationalversammlung. Das Municipal-Wahl« eintreten lassen. Ministerialrath Knorr erklärt, es würde dadurch eine Ungleich gesetz wird ui zweiter Lesung genehmigt. Seitens der Linken wird eine Inter« heit entstehen, die ganz unzulässig sei. Bei der Realschule in Offenbach will pellaNon angekündigt darüber, welche Haltung die Regierung bezüglich einer der Reglernngs Commissär den gestrichenen Posten für katholischen Religions Partei zu beobachten gedenke, die gegen eine souveräne Entscheidung der Nativ« unterricht wieder hergestellt haben. In demselben Sinn erklären sich Greim, nalversammlung Mißachtung und Trotz an den Tag lege Der Minister deS Frank und Dumont und werden darauf sämmtliche Anforderungen für die Innern erklärt sich bereit, die Interpellation zu beantworten. Der Dcputirte Realschulen bewilligt und die daran geknüpften Anträge des Ausschusses geneh- Bethmont tadelt die in der gestrigen Sitzung vom Minister des Innern gege- migt. Nächste Sitzung Montag, 15. Juni. denen Erklärungen und klagt denselben an, daß er die Rechte der Deputlrten

Darmstadt, 13. Juni. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben nicht genügend schütze. Er wirft ferner dem Ministerium vor, daß es mit den allergnadigst geruht. Bonapartisten gemeinsame Sache mache und seine Pflicht vernachlässige. Der

Am 9. Mal den Prlvatdocenten und Prosector des pathologisch anatomi Minister des Innern erwidert, er habe an den von ihm gestern gesagten Worten scheu Instituts an der Universität Königsberg, Dr. Max Perls, zum ordent- nichts zu ändern, die Organe der öffentlichen Gewalt hätten ihre Schuldigkeit lichen Professor in der medicinlschen Fakultät der LaudcS Universität, iusbeson- getdan. Der gestern auf Gambetta gemachte Angriff erkläre sich bis zu einem dere für das Fach der pathologischen Anatomie und allgemeinen Pathologie zu gewissen Punkte aus den unseligen Worten die bicr gefallen seien. Der Mini«

ernennen nnd in der gedachten Eigenschaft zu berufen. ster schließt:Als Minister Mac Mahon's werde ick auch der Gewalt deS

Darmstadt, 13. Ium. Das gestern ausgegebenc Regierungsblatt Marschall^Prä .deuten Ächtung zu verschaffen wissen. Ich werde die Mitte! zu

?ir. 28 enthält die Verordnung über die veränderte Eintheiluug des Großher- finden wissen, den Frieden zu schützen gegen alle Versuche, denselben zu stören,

zogthums in Kreise. Von den bisher bestandenen 24 Kreisen werden hiernach Wer es wagen sollte, sich gegen die Gewalten des Marschalls aufzulehnen,

mit dem 1. Juli 1874 sechs Kreise aufgelöst, nämlich: Lindenfels, Neustadt, wird iins bereit finden, ihn zu bekämpfen." Picard erklärt, die Worte des

Pimpfen, Grünberg, Nidda und Vilbel wodurch sich die Zahl der Kreise Ministers verschlimmerten nur seine gestern abgegebene Erklärung, er (Picard)

in der Provinz Starkenburg von 10 auf 7, und in der Provinz Oberhessen fordere, daß die Nationalversammlung ihrer Souveränetät Achtung verschaffe

von . aus 6 vermindert. Die Eintdeiluung der Provinz Rheinhessen in.und beantrage gegen den Minister deS Innern ein Mißtrauens-Votum. Die 5 Kreise bleibt unverändert. Nachstehend geben wir eine Vergleichung der bis Linke beantragt eine Tagesordnung, welche die Erklärungen des Ministers für tjerivvii und der künftigen Kreiseintheilung nach Flächeninhalt und Ein- ungenügend bezeichne. Die Versammlung nimmt indessen mit 377 gegen 326 wohnerzayl: Stimmen die einfache Tagesordnung an.

Kreise.

bisher

künftig

Flächen­inhalt nach geograph. Quadrat­meilen.

Einwohner­zahl (Zählung vom 1. Dec.

1871.)

Flächen­inhalt nach geograph Quadrat­meilen.

Einwohner-z zahl (Zählung vom 1. Dec. 1871,)

1. Darmstadt

2. Benshelm

3. Dieburg

4. Erbach

5. Groß-Gerau

6. Heppenheim (7. Lindenfels) (8. Neustadt)

9. Offenbach (10. Wimpfen)

5,393 4,475

8,960 6,322

7,503

5,453 5,838 3,513 6,766 0,509

67014

29116

5035 t 24005 31408 30248

30671

18063 64620

3801

5,411

7,103

9,145

1.-771

8,158

7,375

6,842

67182

43775

50974

46945

35027

40774

65224

Provinz Starkenburg

11. Gießen

12. Alsfeld

13. Büdingen

14. Friedberg

(15. Grünberg)

16. Lauterbach

(17. Nidda)

18. Schotten

(19 Vilbel.) __________

54,732*

6,339

10 374

4,485

7,356

4,278

9,779

7,781

5,849

3,487

349297f

43658

33568

17475

40828

17491

29012

32568

18232

20814

54,805*

10,779

11,447

8,917

10,412

8,779

8,359

349901s

62692

37814

37606

58793

29012

27125

Provinz Oberheflen

59,728*

253646f

59,693*

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