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hat 25,856 Württembergische Fuß; eine Quadratmeile hat 668' 2 Millionen Quadratfuß. Der Bodensee ohne den Untersee hat 8*/? Quadratmeilen oder 5682 Millionen Quadratfuß; eS hätten somit sämmtliche Bewohner deS Erdballs, 1430 Millionen, auf dem Bodensee Platz, indem für jeden 3,974 oder rund 1 Quadratfuß Raum bliebe." Der See müßte natürlich überfroren sein, und zwar dick genug. Würde die Eisdecke einbrechen und die ganze Menschheit verschwinden, so würde der Wasserspiegel kaum um einen* halben Fuß sich heben. Um die ganze Menschheit einzupökeln, brauchte man also nur ein Faß, daS halb so viel Wasser hält, als nothwendig ist, um den Bodensee um einen Fuß steigen zu machen.
lichen kleinen Gewässer hat ein Fuhr Herr Kupsch Behufs der Fischerei gepachtet und den Arbeiter Schadow aus Mariendorf als Wächter darüber bestellt. Die polnischen Arbeiter, welche auf Südende in dem Hause de- Schachtmeisters Strauß wohnen, batten öfter Reusen in den Teich > ausgelegt, um Fische zu fangen, welche Schadow, so oft er dieselben gefunden, confiscirt hatte.
Hiedurch war bti den Polen ein Groll gegen Schadow entstanden und sie hatten demselben schon öfters gedroht, daß sie ihn todtschlagen würden. Am Samstag Abend begab sich Schadow wieder, um die unbefugte Fischerei zu verhindern, auf einen Pairouillengang und kam hierbei in Die auf Süoende befindliche Schankbude des Restaurateurs Pohl, wo er die sieben jetzt in . Haft befindlichen Personen traf. Hier kam es zu einem Wortwechsel zwischen ihnen und Schadow. Zwar wurde der Ausbruch von Thätlichkeiten durch Pohl's Dazwischenkunft hintertrieben, konnte aber leider nicht für die Dauer verhindert werden; denn als Schadow später die Bude verließ und sich auf den Weg begeben hatte, wurde er von den Arbeitern überfallen. Um etwa 11 Uhr Nachts fand der Fuhrherr Kupsch die gänzlich verstümmelte Leiche auf dem Felde, lud sie auf seinen Wagen und brachte sie nach Martendorf. Der von dem Vorfall in Kenntniß gesetzte Gendarm Mielentz begab sich mit mehreren Personen aus Mariendorf um 12 Uhr Mitternacht nach dem Strauß'schen Hause und besetzte dasielbe, so daß Niemand herauskommen und entfliehen konnte. Anfangs wurde auf sein Klopfen nicht geöffnet und als dies schließlich geschah, wurde sofort aus der Hausthür nach ihm mit einem Spaten geschlagen, ohne daß er indessen getroffen worden wäre. Gleichzeitig wurde aus den Fenstern mit Knüppeln auf die Civilpersonen geschlagen. Erst nach längerem Kampf gelang es dem Gendarm und den Eivtl- Personen, in das HauS einzudrtngen und die sieben Personen, die sämmtlich bei dem mitverhafteten Arbeiter Reinhard in Schlafstelle lagen, zu bewältigen und zu binden, so daß ihr Transport nach Mariendorf noch in der Nacht erfolgen konnte, von wo sie am Sonntag zum Unter- suchungSarrest abgeliefert wurden. Nach den inzwischen fortgesetzten Ermittelungen hat der Arbeiter Karl Kothe den tödtlichen Hieb mit der Axt nach dem Kopfe des Schadow geführt, wodurch höchst wahrscheinlich der Tod sofort eintrat, da der Schädel fast völlig gespalten ist. Außerdem sind an der Leiche sieben Stiche im Rücken und in der Seite, so wie ein solcher unter dem linken Arm vorgefunden. Die rechte Hälfte des Backenbartes ist dem Schadow vollständig au-gerissen. Es ist hiernach anzunehmen, daß, bevor der töbtliche Schlag mit der Axt geführt worden, ein heftiger Kampf Statt gefunden hat; hiefür sprechen auch die zahlreichen am Körper befindlichen Blutunterlaufungen. Die Stiche hat, den Angaben der übrigen Verhafteten nach, der Bruder des Arbeiters Kothe, Friedrich Kothe, dem Schadow beigebracht. Die Volkswuth in Mariendorf war so groß, daß man die Mörder mittels Wagen geschloffen nach Berlin transportirte, weil mit Steinen nach ihnen geworfen wurde.
— Ein fürchterliches Verbrechen hat in Turin stattgefunden. Am 3. Juni fand man im zweiten Stockwerke des Hauses Nr. 13 in Via San Maurizio in zwei Zimmern die ganze Familie des pensionirten Capitains Josef Dalessina, bestehend aus seiner Gattin, zwei Töchtern und einem Sohne, in zwei Betten mit unzähligen Wunden, die mit einem stumpfen Messer beigebracht waren, ermordet. Nicht eines der Opfer hatte sich vertheidigen, nicht eines die mörderische Hand aufhalten können. Das Familienhaupt selbst, von finanziellen Sorgen bedrängt, war der Henker der ©einigen geworden und entfloh, nachdem er unter Begünstigung der Dunkelheit da- höllische Werk vollbracht hatte, aus dem Hause des Schreckens, nachdem er auf einem Zettel feine Absicht kundgegeben hatte, sich selbst das Leben zu nehmen. Bis jetzt hat man noch keine Nachricht von dem Unglücklichen.
— Folgendes Curiosum ist dem „Gewerbeblatt auö Württemberg", jedenfalls von einem, der ungeheuer viel Zeit übrig hat, von Heilbronn eingesandt: „(Sine Deutsche Meile
Lokal- Notiz.
Gießen, 15. Juni. Die gestrige Sängerfahrt deS Lahnthal-SängerbundeS verlief trotz petz zweifelhaften Wetters in recht günstiger Weise. Der geräumige Wenzel'sche Garten war biS auf den letzten Platz besetzt. Die Leistungen der Sänger waren recht gut und wurden namentlich die beiden ersten Chöre sehr sauber und exaet durchgeführt. Die Einzelvortrage waren für den entfernter Sitzenden, des windigen Wetters wegen, weniger zu Horen und büßten dadurch erheblich an Wirkung ein. Es war trotzdem aber doch ein recht gemuthlicher Nachmittag und unsere fremden Gäste amüsirten sich sehr. Der Abend vereinigte noch eine große Menschenmasse zum fröhlichen Bankett und unter Gesang und guten Musikvortragen verschwanden dem Besucher rasch die Stunden. Es darf hier noch hinzugefügt werden, daß dadurch, daß der Wirth des Gartens Flaschenbier verabfolgte, ein wesentlicher Theil der Gaste herangezogen wurde und wäre ein ferneres Verabreichen von Bier, auch bei sonstigen Gelegenheiten zu wünschen. Ueberhaupt muß man dem Wirthe nachsagen, daß das, was er unternimmt, auch gut besorgt wird. Die rnaffenhaften Gäste wurden vollständig befriedigt in Speisen und Getränken. Wenn auch zu später Nachtstunde die Speisen fehlten, so läßt sich dieses bei einem solchen Ansprüche nicht ändern und wenn gestern im Garten ca. 4000 Flaschen Bier getrunken wurden, so war der Durst der Gäste noch ein recht gesunder. Es war gestern alles vereinigt, um dem Besucher die Sängerfahrt angenehm zu machen; Sängern, Musik, Wirth und Wirthin gebührt die Anerkennung hierfür.
--Gestern Abend gerieth auf dem Main-Weser-Dahnhof ein Waggon mit 10 Stuck Vieh in Brand und wurde vollständig zerstört. Schauderhaft soll das Gebrüll der armen Thiere gewesen sein, welche in den Flammen standen und denen keine Rettung gebracht werden konnte. DaS Vieh war mit noch anderem zur Ausstellung nach Bremen bestimmt, lieber die Entstehung des Feuers ist man noch im Dunkeln.
England.
London, 13. Juni. Dkl Herzog und die Herzogin von Edinburgh sind heule zum Besuch der russischen Kaisersamilie nach Ems abgerelsi.
3 lullen.
Rom, 13. Juni. Aus zuverlässiger Quelle erhalte ich die Mittheilung, daß daS Befinden des PapsteS gegenwärtig seiner Umgebung keinerlei Besorg- niß einflößt. Die Aerzte hoffen nach Analogie früherer Jahre, daß die L>om- merzei! ohne wesentliche Störung der Gesundheit vorübergehen werde.
fepamen.
Madrid, 13. Juni. „Jmparcial" will wiffen, die spanische. Regierung beabsichtige, beim Ableben des Papsies das Einspruchsrecht der früheren spa. Nischen Könige gegen die Papstwahl zu beanspruchen.
flmeri&a.
Washington, 12. Juni. Der Senat hat die Ernennung Bancroft Davis zum Gesandten der Union in Berlin bestätigt. Alle Plätze der Union, an denen Baumwolle marktmäßig gehandelt wird, haben sich d")M geeinigt eine einzige nationale Baumwollenbörse zu gründen und ern gleichhett- liches System für die Elassificirung der Baumwolle sestzustellen.________________
Vermischtes.
Straßburg, 10. Juni. Der Straßb. Ztg. zufolge ist man hier wieder einem Verbrechen auf die Spur gekommen, das allgemeine Entrüstung hervorruft. Ende der vorigen Woche verhaftete man eine Weibsperson, welche als Kostfrau der gewerbsmäßigen Kinderpflege oblag und in dem dringenden Verdacht der „Engelmacherei" steht. Seit Neujahr sollen nicht weniger als vier der dieser Person anvertrauten Kostkinder „gestorben" sein. Die Untersuchung ist in vollem Gange.
— Der Mord, welcher in der Nacht zum Sonntag auf dem Bauterrain Südende, nicht auf Martenhöhe bei B erlin verübt worden, ist, wie der „Trib." zuverlässig mitgetheilt wird, nach vorheriger Uebcrlcgung mit ruhigem Blute verübt worden. Die dort in der Nähe befind-
— Die „Illustration" in Paris bringt ein schönes Bild, welches ein altes Kreuz auf einem Soldatengrab in der Nähe der Französischen Hauptstadt zeigt und die Unterschrift trägt: „Fut-il Allemand? FuUil Fran^ais?" In den Erläuterungsworten, die diesem Bilde beigefügt sind, heißt es u. A. • „Die meisten Gräber auf den Schlachtfeldern um Paris sind Überwachsen. Aber das große Holzkreuz auf diesem Grabe verräth ihre Anwesenheit und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Man bleibt nachdenklich an dem bescheidenen Hügel stehen, unter welchem den letzten Schlaf schläft — wer? War er ein Deutscher? War er ein Franzose? Niemand weiß das heute mehr; denn das Kreuz trägt keine Inschrift. Ader was liegt daran! Der hier ruht, ist gefallen, indem er seine Pflicht that, ist gestorben als ein Tapferer, und deshalb hat er, wer er auch sei, sicher das Recht auf einen Gruß." — Ein schönes Wort, daS um so wohlthuender berührt, als es vom „Feinde" gesprochen wird.
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1 August d. I. ab tritt eine Erhöhung der Localfrachtsätze der Main- Weser-Bahn und deren Frachtantheile aus allen directen Gütertarifen um 20 pCt. ein. Von dieser Tariferhöhung werden jedoch die Artikel Getreide, Hülsenfrüchte, : Kartoffeln, Salz, Mehl und Mühlenfabrikate, für welche in allen Verkehren die jetzt bestehenden Frachtsätze fort erhoben werden, nicht betroffen. Die Minimalsätze werden allgemein für Eilgut auf 6 Silbergroschen, für Frachtgut auf 4 Silbergroschen festgesetzt.
Cassel, den 12. Juni 1874.
Königliche Direction der Main-Weser-Bahn.
Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung.
2914) Für die Stadt Gießen soll ein zweiter Holz- und Kohlenmesser angenommen werden. Bewerber um diese Stelle wollen sich in den nächsten acht Tagen bei uns melden.
Gießen, am 9. Juni 1874.
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