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man feine republikanischen Truppen absende, um Don Alfonso zu hindern, Teruel anzugreifen.

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Auszug aus den Kirchcnbüchern drr Stadt Girßrn. Evangelische Gemeinde.

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Den 2. A u g ust. Johann Simon, Arbeiter an der Main-Weser-B ahn dahier, ehelicher Sohn des Bürgers und Ackermanns zu Lixfeld, Johann Simon; u. jtaioline Elisabeth Walter, eheliche Tochter des Bürgers und Ackermanns in Biskirchen, Christian Walter.

Den 6. August. Johann Jost Dönges, Sergeant im II Großberzogl. Hess. Infanterie-Regiment Nr 116, ehelicher Sohn des Bürgets und Maurers in Kembach, Kreises Biedenkopf, Johannes Dönges; und Katharina Rinn aus Heuchelheim.

(Getaufte.

Den 31. Juli. Dem Hautboisten Johann Friedrich Bernhard Ende aus Frankenhausen, Schwarzburg-Rudolstadt, eine Tochter, Adelheid Friederike Margarethe, geboren den 14. Februar.

Lokal-Notiz.

Gießen, 8. August Vor drei Wochen hat ein fremder Gauner bei der Leichtgläubigkeit deS Publikums in hiesiger Stadt gute Geschäfte gemacht. Derselbe stellte sich nämlich stumm und schrieb auf ein Papier: die Franzosen hätten ihm, al8 er in Gefangenschaft gewesen, die Zunge abgescknitten. Das zog, denn er wurde reichlich beschenkt. Der Gauner Johannes Beiz von RauseS bei Gelnhausen ist aber kerngesund, er ist nicht stumm und bat eine Zunge von normaler Länge. Derselbe treibt dies Geschäft schon sehr lange und ist bereits oft, auch schon mit Zuchthaus, bestraft worden.

Der Gauner, welcher vor einigen Wochen auf derHesienkneipe" einen Rock qe stöhlen hat, beißt wirklich Josepb Schladen; er ist geboren zu Hersel bei Bonn. Derselbe ist am 6. Febr. 1862 zu Köln wegen Wechselfälschung mit 1 Jabr und 6 Wocken Gefängniß bestraft worden, wird seit 1867 von dem Gerichte zu Esten wegen abermaliger Weckselfäljckung verfolgt, während daS Amtsgericht Manni eun ihn. seit Oktober 1867 sucht, weil er die dortige Post um 100 fl betrogen hat. Einen Theil der von ihm in der letzten Zeit anneclirten Gegen stände ist auf der Börse zu Frankfurt gestohlen worden.

Von Zeit zu Zeit findet sich ein sehr sauber gekleideter Hockstappler hier ein, der sich für einen Ingenieur ausgebend, bei Leuten vom Baufach Beandickätzungen erhebt. Derselbe vagabundirt schon seit 30 Jahreu, ist oft wegen Bettelns und Landstreicherei bestraft, hat auch schon im ArbeitLbauS gesessen. Derselbe heißt Friede. Wilh. Frielingsdorf, ist 50 Jahre alt, geboren zu Bötnghausen, jetzt heimatbSlos.

(Eingesandt.

Es ist schon mehrfach in Ihrem geschätzten Blatte von den bevorstehenden Sladtverord- neten-Wablen die Rede gewesen, allein welche Anforderungen man berechtigt ist an die neue« Stadtverordneten zu stellen, davon ist noch nichts verlautet, und da unS dies doch sehr wichtig dünkt, so wird ihr Blakt, welches ja ftetS geneigt ist, die Interessen unserer Stadt zu vertreten, einem Artikel, welcher davon bandelt, seine Spalten nicht versagen.

Die Stadtverordneten Wahl rückt immer naher heran, und die diesmalige Wabl ist von der größten Bedeutung für daS Wob! unseres Gemeindeweiens, denn in der jetzigen Wahl hegt Ja das Wohl und Wehe unserer Stadt auf 12 Jahre hin das vergegenwärtige man sich nur recht klar und deutlich, damit Jeder weiß, daß er, wenn der Wahltag kommt, seine Schuldigkeit thun muß Es Handelk sich dabei nicht um Parteiinteressen, es gilt vielmehr Männer zu berufen, welche mit Sachkenntniß und voller Hingebung sich an den unserer städtischen Vertretung oblieaenten Arbeiten beteiligen und die städtischen Interessen zu för­dern geeignet find. Wir müssen demnacb Männer haben, denen die Ehre, das Emporblühen, das Gedeihen unserer Vaterstadt höher steht, alS ihr eigene« Jnteresie, welcbes sie vollständiz fein 3ntcrcOc der Gemeinde untcrordnen müssen. Ein Stadtverordneter, welcher dem entgegenbandelt, verkennt seine Pflicht und setzt sich in Widerspruch mit der Meinung uni dem Willen seiner Wähler. Die bicsige Bürgerscbaft verlangt gebieterisch von den neue« Stadtverordneten, daß die in jeder Hinsicht so scbön begonnene Fortentwicklung unserer Statt für alle Zukunft sicher gestellt werde, und sie will nicht mit den dazu erforderlichen Mittcll geknausert wißen. Tie Einwohner sind bereit die Mittel zur Weiterentwicklung, und sollte« cieielben sogar mit Opfern verbunden sein, zu gewähren, jedoch darf dabei kein Stadttheil ver- n chlä'sigt werden, denn man verlangt mit Recht, daß allen Stadttheilen gleiche Rechnung getragen wird Sie verlangt ferner, daß die Tagesordnung der Stadtverordneten-Sitzung im Anzeiger vollständig und regelmäßig publicirt und die Verhandlungen derselben ebendaselbst

timeuilm.

New - Uork, 1. August Die beunruhigenden Nachrichten über die Haltung der westlichen Indianer vermehren sich. Alles deutet daraus hin, daß der Kriegsruf bald erschallen wird. Vorläufig ziehen die Wilden ominös hin und her, und die Truppen sind zu Gegenbewegungen genöthigt. Im Nord­westen bedrohen mehrere Sioux-Stämme die Bewohner Dacotah's, Pembina's und Nebraska's, während im Westen die Comanchen und andere Horden das westliche Arkansas in Schrecken setzen. Jedenfalls haben viele Ansiedler sich bereits veranlaßt gesehen, ostwärts in civilisirtere Bezirke zu fliehen. General Sherman, der bekanntlich energischen Ansichten betreffs dieser Barbaren hul­digt, spottet darüber, daß man die Wilden im Winter füttere, damit sie im Sommer desto besser scalpiren und plündern können. Im Ganzen gibt es dort nur 65,000 Wilde, aber diese geringe Anzahl ist in Folge der ungewöhnlichen indianischen Taktik und der bekannten Schlauheit der Führer nicht minder wie der Gemeinen im Stande, einer großen Armee zu trotzen, gerade wie ihre euro­päischen Collegen, die Carlisten. Obwohl nur der vierte Theil der Indianer, also nicht 17,000, mit Krieg droht, sind nicht nur die ganzen Territorien, sondern das ganze Land in Aufregung. General Sherman dürfte die Gelegen heit, wenn sie sich ihm bietet, benutzen und wenig Federlesens mit der Bande machen, die jedes Jahr das ganze Land von Neuem immer wieder in Unruhe versetzt.

Spanien»

Madrid, 5. August. Don Juan, der Vater Don Carlos', hat 28. Juli d spanische Grenze überschritten. Die Blätter klagen darüber,

Cesegraphische Depeschen.

Brussel, 7. Aug. Wie dieCtoile" meldet, haben mehrere Delegine zum kriegsrechtlichen Congreß ihre Gasthöfe verlaffen und sich Privai-Wobnungen in der Stadt gerniethet. Das Blatt schließt daraus aus eine lange Dauer der Congres; Verhandlnngen.

Salzburg, 7. Aug. Der deutsche Kaiser ist heute Abend hier cinge- trogen und wurde von den Behörden empfangen. Morgen Nachmittag wird derselbe die Reise über Wels und Paffau nach Berlin sortsetzen. Die Gasteiner

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unter dem Kaiserreiche in Brauch war.

Die Herzogin von Madrid reiste am 4. d. von Pau nach Bordeaux. Bekanntlich soll sie von der französischen Regierung von der Grenze verwiesen worden sein. Der ständige Ausschuß hielt heute Sitzung und beschloß, sich alle 14 Tage zu versammeln Buffet forderte die Mitglieder aus, in dem Falle, daß sie Fragen an die Regierung zu stellen hätten, ihn zu benachrichtigen, da- mit er den eompetenten Minister vorher in Kcnntniß setzen könne.

Paris, 7. August. In einer neulich gehaltenen Sitzung des Ober- Kriegsraths setzte der Kriegs-Minister Cissey auöeinanander, die Armee bedürfe eines sofortigen Creditü von 400 Millionen und eines eventuellen Creditö von einer Milliarde.

Paris, 7. August. Man schreibt derDcpöche de Toulouse" aus Fos: Die Carlisteu überschwemmen das Thal von Aran, überschreiten sehr oft die Grenze und lustwandeln in unserem Dorfe, wo sie sich wie zu Hause beneh­men. Neulich beehrten sie daS Casino des Pont-du-Roy, das auf einem als Weidegrund getheilten Terrain liegt, mit einem Besuche. Sie wollten Haupt sächlich der Kasse etwas anhaben. Aber bei ihrer Annäherung konnte der Be­sitzer der Anstalt sein Geld noch rnhig in Sicherheit bringeii, und die Diebe waren die Bestohlenen. Der carlistische Chef halte die Frechheit, die Thüre der Anstalt mit den Siegeln seiner Pseudo-Majestät Don Carlos' zu ver schließen, und das Casino blieb den ganzen Tag verschlossen." Wie derDe-

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scheinen der Regierungstruppen in aller Cilc. .Unruhen, welche in Granada anläßlich der Conscription ftattfanden, wurden energisch unterdrückt. Der mit der Untersuchung der Ermordung Prim's beauftragte Richter hat neuerdings 50 verdächtige Personen vorgeladen. Die Einberufung der Cortes ist vertagt.

Nom, 8. Aug. Zwei weitere Cbefs der Internationale wurden m Bologna verhaftet, eine Anzahl wichtiger Ducumente in Beschlag genommen, die republikanischen und socialistischen Vereine der Provinz Ancona aufgelöst.

Paris, * Aug. Die heutigen Morgenblätter erwähnen eines Gerüchte-, ironach die deutsche Reichsregierung ihre Vertreter im Auslande dahin infonnirt habe, daß die Verhältniffe eS angezeigt erscheinen ließen, die Regierung des Marschalls Serrano anznerkennen.

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deffelben den Stempel des Geistes bedauernswerthester Verunglimpfung gegen^n den Congreß Verhandlungen bevollmächtigt habe, daß sie die Zusicherung der den Souverain eines befreundeten Landes enthalten und daß daS Journal so übrigen bei dem Congreffe vertretenen Mächte erhalte, es werd? bei demselben unanständig war, sie zu veröffentlichen, als die Kaiserin von Oesterreich der Nichts beantragt werden, was bezwecke, die Regeln des Völker-Gechts zu mobil

Gast Frankreichs und der Stadt Havre war- ficiren oder im Kriege die Operationen zur See zu beschränken. Die Königin

Das Lyoner Blattle Telegraphe" wurde wegen Beschimpfung der werde die Vorschläge, welche der Congreß fermiilircu werde, in Erwägung

Agentur Havas zu 1000 Frcs. Schadenersatz und zu 50 Frcs. Geldstrafe sieben, muffe sich aber die volle Freibeit vorbcb ilten, dieselben anzunehmen oder

verurthcilt. abzulehnen. Die Thronrede bedauert die inneren Kämpfe in Spanien und

Libertö" versichert, in das neue Preßgesetz werde ein Artikel auch wünscht dringend die baldige Wiederherstellung des Friedens und der Ordnung ausgenommen werden, welcher für fremde Blätter die Censur herstelle, wie sie in diesem Lande. Die Königin glaube, dieses Ziel werde sicherer und leichter erreicht werden, wenn man sich einer ernstlichen Einmischung in die inneren An­gelegenheiten dieses unabhängigen Landes enthalte. DieGazette" veröffent­licht den Auslieferungs-Vertrag nut Holland. Tic Kronprinzessin des deut­schen Reiches und von Preußen ist heute Abend hier angckommen. Der Verein der Bergwerkseigner in Dury.im hat beschloffcn, die Löhne um 20pCt. zn verringern wenn der Vorschlag des Schieds-GerichtS abgclehnt werden sollte.

Madrid, 7. Aug. Die amtlicheGaceta" meldet': Die Carlisteu haben sich des Ortes Laguardia in Navarra bemächtigt. Die Brigade Znate ist in Teruel eingerückt, von den freudigen Zurufen der Devölkerung begrüßt. Die Carlisteu. welche den Ort besetzt gehalten hatten, verließen denselben beim Er­

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Den 1. Augu st. Dem Bürger und Kohlenhändler, Eduard Klinket, em Sohn, Eduard Ludwig Karl, geboren den 31. Juli.

Den 2. August. Dem Bürger und Kaufmann, Gustav Ubrich, eine Tochter, Amalie Elise Karoline Christtane, geboren den 21. Juni.

Denselben. Dem Bürger in Rauheim, Kreises Groß-Gerau, und Staiions- afsistenten an der Main-Weser-Bahn dahier, Johannes Schad, eine Tochier, Anlonie Marie, geboren den 5. Ium.

Kur bekam dem Kaiser vortrefflich. möglichst ausführlich bekannt gegeben werben, denn sie will das Boraekommene zu Haufe ml

Vnnbott 7 91 na Der Schluß der Parlaments-Session sand bentc' .^uße lesen, und daraus die wabren Vertreter der Allgemeinheit kennen lernen', um sich i« XOllDon, <. aug. ICT ^cpiupcer Parlamente «ewon sauv bcute|. . g&Den tQtnad, Itd)tcn JU f6nnfn anderen Stätten, Frankfurt, Worms k. geschieht

Nachmittag 3 Uhr statt. Die Thronrede bebt die srenndickaftlichen Beziehungen ^otx iängft. H

Englands zu den auswärtigen Mächten hervor und versichert, der hieraus sich Damit nun Männer, welche die oben bezeichneten Eigenschaften besitzen, aus der Wahl- crgcbcndc Einfluß Englaiids werde auch ferner angewandt werden, um vertrags- urne bervorgeben, so darf man diese hochwichtige Angelegenheit durchaus nicht dem Zufall Über- mäß.g- Verpflichtungen bei Jitaft zn erhalten und den -uropa.,chen Frieden ,» 7'^''Wählend» ,m Klaren ian.

eit n v - - . . . re z . Eimender dieses sckreivt nickt unter der gewöhnlichen Phrasemehrere Suiger*, sondern

Desestigen In Betreff der Brüsseler internationalen Conserenz erwähnt die iR in tcT ibat beauftragt von 50 b,s 60 Wählern, welcke aber Alle auf Ehrenwort ver- xbronrebe, die Königin habe geglaubt, ehe sie einen DelegiNen zur Thcilnahine,sichern, daß sie nickt selbst Stadtverordnete werden wollen, seinen Mitbürgern Mitzuthetlen, da

Den 6 August. Dem Sergeanten im II. Großherzogl Hess. Infanterie- Regiment Nr. 116, Johann Jost Dönges, eine Tochter, Amalie Katharine Georgine Emilie, geboren den 5 Juli.

Beerdigte.

Den 2. August. Magdalene Katharine Brücket, eheliche Tochter des Bürger« \u Watzenborn und Schaffners an der Oberheffifchen Eisenbahn dahier, Georg ,'yrir drich Brücket, alt 1 M. 8 T, gestorben den 31. Juli.

Den 3 Augu st Eduard Ludwig Kart Klinket, ehelicher Sohn des Bürgers und Kohlenhändlers, Eduard Klinket, alt 2 T-, gestorben den 1. August.

Den 4. August. Friedrich Becker aus AtSfctd, alt 66 I., gestorben bnt 3. August.

Den 6. 91 ufluft. Anna Katharine Faber, geborene Horn, Wsttwc des ver­storbenen Bürgers und Küfermeisters Georg Melchior Horn, alt 66 I. 2 M 1 L, gestorben den 4. August.

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