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Mit der Einführung der Reichbmarkrechnung sind auch für daß nächste Jahr ltn> derringen m der Postgebühr in Aussicht genommen, welche, wenn die Kenterungen befhmmt eintreten sollten, von den Druckiacken eine Mindereinnahme von 4<>,000 Tblr., »on den Post- anweriungen von 95,090 Thlr ergeben würden. Die PosianweiiungSgebühr soll nämßrch auf 3 Stufen br- 100 Mark 20 Markpfenntge, über 100 bi- 200 Mark -w Markpfennige und von

Row, 26. November. Am 22. Novbr. wurde der Marchese Gioachino Ventimiglia auf der Insel Sicilieu im Walde S. SDncfno durch Carabinieri aus den Händen btr Briganten befreit, die ibn seit einigen Ti

Zlmerüm.

Washington, 30. November. Der Schatzsecr.Lär bei ben Verkauf von 2i/a Millionen Dollars Gold verordnet. (Pin

die Wiederher­des Marschall- DaS rechte

meldet aus Ll- rctsten 4 Uhr Uhr per Ersen-

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Deflerreidj.

Wien, 26. November. Das heute ausgegebene Militär-Verordnungs' blatt gibt bekannt, daß Ober-Lieutenant Julius Payer, bekannt durch seine Nordpolsahrten, aus dem HeersSverbande ausqeschieden ist.

Wien, 29. November. In der heutigen Versammlung deS Verfassung?. | treuen Clubs unter dem Vorsitze Herbst's zur Erörterung der wirthschaftlicheu Lage beantragt Spiegel nach Constatirung, daß keinerlei Mißtrauen oder Opvo sttion gegen die Regierung beabsichtigt sei, die Einsetzung einer aus den drei verfassungstreuen Clubs zu wählenden dreißiger Commission behufs Erwägung von Mitteln zur Abhülfe. Heilsberg befürwortete den Bau von Eisenbahnen durch den Staat; Fux empfiehlt außer Eisenbahnbauten die Ueberlassung der Plätze der aufzuhebenden Wiener Linienwäüe an die Commune, ferner die Auf­nahme einer SlaatS-Anlelhe zu Bauten von Schulen Gemeindehäusern, Spitä­lern und Straßen. Brestel und andere Redner sprechen sich gegen jede Hülfe des Staates auS. Kallir beantragt, auf den Antrag Spiegel's nicht einzu­gehen, dagegen die Mitglieder aufzufordern, etwaige Anträge im Abgeordne- tenhause einzubringen. Syz beantragt, die Regierung zur Einbringung etnes ausführlichen Programms über den Bau von Staatsbahnen im Monat Januar aufzufordern. Nach dem Schluß der Debatte spricht sich Obmann für (inv Bringung der heutigen positiven Vorschläge als selbstständiger Anträge bei der Berathung des Budgets auS. Hieraus wird der Antrag Kallir's angenommen, wodurch sämmtliche übrigen Anträge al- abgelehnt erscheinen.

Wie», 30. November. Abgeordnetenhaus. Eine Interpellation wegen der Unsicherheit auf dem Lande beantwortet der Minister des Innern unter Vorlegung einer Tabelle, auS welcher hervorgeht, daß seit dem Zustandckom- men des Vagabunden-Gesetze- die Sicherheit wesentlich zugenommen hat. Wil­dauer begründet seinen Antrag aus Aenderuug des Schul-Aufsichts-Gesetzes mit dem spectellen Hinweis auf die Schul-Zustände in Tyrol. Abg. Graf (aus Tyrol) bestreitet die Competsnz des Reichsrathes in der fraglichen Materie und erblickt^ in dem Anträge einen Verfassungsbruch. Nachdem noch Hoffer, der Süd-Tyroler Dordy, Wildauer und schließlich der CultuSminister ^Stre- mayr Namens der Regierung für den Antrag, in welchem eine Ueberschreitung der Competenz nicht liege, gesprochen, wird der Antrag einer Commission von 15 Gliedern überwiesen.

Wien, 30. November. Abgeordnetenhaus. (Fortsetzung.) Der noch ausstehende § 12 das Actien-GesetzeS wurde vom Hause mit dem Amendement Herbst's angenommen, wonach die Bestimmungen des Actien-GesetzeS, sofern statutarische Bestimmungen nicht entgegenstehen, auch auf die schon bestehenden Gesellschaften Anwendung finden.

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Telegraphische Depeschen.

Berlin, 30. Nov. Reichstag. Fortsetzung der Berakbiinq des Bundes- daushalks Etats für Elsaß-Lothringen. Wuiterer sprich! gegen die Änleihe- Borlage, wozu fein Grund vorbandeu sei, die Universität sei zu hoch totirt und diene nur zur Germanisirnng des Landes; an den Sofien der inneren Verwaltung könne viel gespart werden. Redner sprich, ferner gegen die Zahlungen für Schulen. nachdem man die Schule gestört und sie unter de» Ltaat gestellt habe. Reichskanzler Fürst Bismarck erwidert: Es handelt sich hier um die Jntereffen des Reichs, uichim Elsaß-Lothringen; die Universität soll Reichszwecken dienen. Wir haben in dem guten Kriege, in welchem wir uns unserer Haut wehrten, die Länder für das Reich erobert. Richt für glsatz- Lothring-n vergossen unsere ^Soldaten ihr Blut. (Bravo!) Wir stehen auf dem Boden der Reichsinteresten und Reich-Politik. A»S dem gleichen Grunde wurde ja überhaicht Elsaß-Lothringen aiinecrirt, und nicht der Sirchtburmsiuteressen Elsaß-Lothrlnzens willen. Wir haben im Reiche anderen Boden als jene Herren deren Vergangenheit nach Paris, deren Gegenwart sie nach Rom treibt. Wir müssen an das Reich denken, dazu auch haben wir die Vertreter von Elsaß - Lothringen hergerufen. Meine Ansichten über das elsaß - lothringische Parlament, welche früher zu sangiilnisch waren, bestehen zwar principiell fort !>nd jedoch modisiclrt, seitdem ,ch die Tonart der hier anwesendeii elsaß'- lothringischen Abgeordneten kennen lernte; ein solches Parlament würde bauernbe Aufregung, vielleicht Gefahren für den Frieden herbeiführen. Eine solche Schöpfilng auf gesetzlichem Wege geschaffen, ist schwer zu beseiügen, deßhalb konnte nicht so verfahren werde,i. Ji, den Schulen schritten wir energisch ein werden aber wohl noch energischer vorschreiten müffen. Wir konnten nicht Elemente in der Schule dulden, welche, ich will nicht gerade tagen auf die Verdummung hiuarbeiteten, aber doch dafür sorgten, daß die Leute dort nicht zu klug werden. Meine Schritte für Elsaß Lothringen werden stets durch das Interesse für ba« Reich und dessen Sicherheit geleitet fein; ich werde mich durch keine Vorwürfe, Drohungen, Einschüchterungen oder Ueberredungen hier, von abschrecken lassen, aber ehe ich dort entschieden weiter fortschreiten kann muß ich die Ueberzeugung erhalten, daß dort solche Elemente vorhanden sind,' denen zu trauen ist. Von der Heranwachsenden ®eneratioii dürfen wir bessere Einsicht erwarten, deßhalb müssen wir für gute Schulen sorgen Pultkammer (Colmar) für den Etat und die Anleihe unter Widersprich Simonis und Wmierers. Windthorst (Meppen) gegen die Anleihe und Schulmaßregel und für Verweisung der Vorlage an eine Commission, welcher Elsaß-Lothringer an- gehörten. Löwe weist auf die normalen Verhältnisse Elsaß Lothringens hi» iiiid hebt hervor, daß die Regierung verfahre, wie sie müsse, und die Zustimmung des Reichstags erwarten könne. Die Debatte wird hierauf geschlossen und der Etat und die Auleihevorlage an eine Commission von 21 Gliedern ver­wiesen. DaS Gesetz über bie Einführung der Maß und Gewichts-Ordnung in Elsaß-Lothringen wird in erster und zweiter Lesung ohne Debatte ange­nommen, die Vorlage über die deutsche Seewarte in erster Berathung erledigt. Bei der zweiten Berathuiig stimmt das Hans dem LaSkcr'jchc» Anträge zu die Debatte abzubrechen und bei der Budg,t Position über die See>oar,e wie­der aufzunehmeii. Ter Beriier Weltpost Vereins - Vertrag wird in dritter Lesung säst einstimmig angenommen. sJiäd)fte Sitzung morgen.

Paris, 30. Nov. Die Kaiserin von Rußland und der Großsürst Aleris reisten heute Vormittag 103/4 Uhr von hier nach San Remo ab. Die Agence HavaS" bestätigt, daß die Botschaft des Marschall-Präsidenten Mae Mahon an die Nationalversammlung nicht vor Mittwoch verlesen ivird.

Versailles, 30. Nov. Heute hat der Wiederzusammentritt der National­versammlung stattgesunden. Die Versammlung looste chre Bureau; aus; sonst bot die Sitzung nichts Bemerkeuswerthes. Die Wahl des Präsidenten erfolgt morgen; die Wiederwahl Buffel'S gilt als gewiß. In einer Versammlung der äußersten Rechten wurde em Brief des Grafen Chambord mitgetheilt, worin dieser seine Anhänger aufforbert, nichts zu thnn, was stell»,ig der Monarchie verhiiiderii könnte. Die Botschaft Präsidenten kommt Mittwoch ober Donnerstag zur Verlesung. Centrum bat Bocher zu seinem Präsibenleu gewählt.

Petersburg, 30. Nov. DerRegierungs - Anzeiger" vadia von gestern: Der Kaiser unb die Großfürstin Marie Nachmittags »ach Simferopol ab, von wo sie sich Abends 9 bahn nach Petersburg begaben.

Vermischte».

. 29 Wir halten -i für cngtjngt, tie Bchvrr der hessischen 50.

und <deo,e wiederholt auf die qroht Anzahl noch nidii erbotener, mitunter sehr bedeuiender Äewinne aufmerljam ,u machen und |ugleirt) darauf hinzuwetjen, daß bereits eine biträchNiche "i®W vnfer pejor,enen Looie «erjähri unb vollständig werihlo» geworden, bei dielen der «eie» l'cht DerjährungS Termin in nächster Zeit abläuft. r

In der Umgegend (SlaSgowS wurden die Bewohner von sonderbaren Wetterlaunen am Donnerstag überrascht. In dem Dorfe Holytewn wurde <6 plötzlich stocknnster, und die Fmsterniß hielt fünf Minuten an, während welcher 6*e Abergläubifchcn und Furchtsamen sich in Sekten Aufregung befanden, «uch in andern Dörfern trat die tzinsterniß ein, dauerte aber niTgent« ,o lange wie in Holytown. Mit diesen Lettererscheinungen mag das Unwetter im Zufammenbange stehen, daS späterhin d,e Oepen? überraschte Heftiger Donner mit schnell auf aufeinander folgenden Blitzen und später ein schwerer Hageifall erfolgten und hielten längere Zeit an.

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Pari-, 29. November. Eine Versammlung von Deputirten der Linken und der äußersten Linken sprach einstimmig die Absicht aus, unmittelbar nach dem Wiederzusammcntritt der Nationalversammlung zu verlangen, daß daS Armeecadre-.Gesetz berathen und jede politische Discussion, sowie die Berathung der constitutionellen Gesetze bis nach dem 1 Januar vertagt werde. Man glaubt, die drei Gruppen der Linken würden morgen Daffelbe beschließen, auch tie Gruppen der Rechten sollen die gleiche Absicht haben.

Pa»i-, 29. November. Ein Blatt zeigt an, die Münze von Paris werde von Montag au auf Befehl deS Ministers der Finanzen 10 Millionen in Zehn- und 40 Millionen in Zwanzig-Frankstücken prägen und während der Zeit daS Prägen von Silber- und Scheidemünzen ganz einstellen.

Rouher, deffen gestriges Verhör fünf Stunden dauerte, wurde heute nochmals vom Untersuchungsrichter vernonimen.

Da die Regierung Emil Ollivier die Ermächtigung zur Gründung eines Blattes verweigert, so wird derselbe in der Honne fc(e bestehende Zeitung Le Ralliement herausgeben.

England.

London, 28. November. Eine neue Verwendung wird der Great Castern in einiger Zeit finden. Er soll nämlich während der großen amerika nischen Ausstellung im Hafen von Philadelphia vor Anker liegen und 5000 Gästen notabene wenn diese kommen wollen als Hüte! dienen.

Londo», 30. November. Gestern wurde in allen Kirchen der katho» lischen Diöcefe Westminster ein Hirtenbrief deS Erzbischofs Manning verlesen, welcher erklärt, daß jeder Katholik, der die Unfehlbarkeit leugne, dadurch ipso facto auS der katholischen Gemeinschaft au-scheide und ein Sacrileg begehe, wenn er unter Verheimlichung dieses seines Unglaubens die heiligen Sacra- mente nehme. Eine Broschüre Manninz's über die vaticanischen Decrete und deren Einfluß auf die Unterthcmen-Treue wird nächstens erwartet. Nach amtlichen Mllthcilungen ist über das Commando der Nordpol-Expcdition noch keine definitive Destimmmig getroffen.

London, 30. November. Ein Telegramm derTimes" aus Konstan­tinopel meldet: Obgleich die Pforte die Suzeränetät über die Donaufürsteu- thümer nicht aufgcbe, stcbe doch betreff» der rumänischen Verträge in Folge der guten Dieuste Englands bei den beteiligten Mächten eine befriedigende Lösung zu erwarten.

Gestern hat im Hyde-Park eine Demonstration zu Gunsten der ge­fangenen Fenier stattgefunden.

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, . 200 bitt 300 SRerf 40 Markrsennige betragen. Gegen bie Herab e^ung der Pcslunweisuna--

u-utvL ?? -T 'ul> ^<tne ®<ll5Se diS auf 1 Sgr. spricht die Höbe der ©elbflbetnfbikften, da diese

aaeil in Ihre ®e= ^"anweimng fast dak Doppelte betragen stür Daarenprcden biß ju 2ä0 Grammen

. .. r , w ... 5. ....k ihr ® k wub rojaubtidjtltcf) ein embeitliebn Tarifsatz von 10 Markpfcnniqen festqestellt werden, während

tralt bttommen hatte». Zwei Briganten unb ibr Mitschulbkger, btn sie jur jetr 5 $crtciü;f 4 «, v>, in, jo brfirbm. Im B,.mr Pallrrrtraa. ist b«e-KaiLTi. Etnrreibung des Lösegeldes außgeschickt batten, wurden bri dieser Gelegenheit «twickt d.r Vaarenproben auf 250 Grammen feftgefept Tic Meoremnal.me wird Voraussicht, gefangen genommen Das ist nun seit der kurzen Zeit, seit welcher die neuen T rTblT/..tDn PestvorsQutzgebühr 25,000 Thlr. ergeben, wenn keine Lermrhrung mknisterilllen Maßregeln getroffen worben (int, brr dritte Fall, daß den Bri- '-"TnVe' Li»..»berg bd verlm ist in i,E,cr Zeit t

ganten ihre Opfer wieder entnffen worden. Dckaupla^ ganz unglaublicker VestlaUtat gewejen. Nachdem in der Nackt vom 27. Oct. eine

wenige Tage zuvor beerdigte Linderletche wieder ausgescharrt und auS dem Sarge herausgezcge« worden, wiederholte sich der Frevel m der Nacht zum 5. November in noch Verabscheuung»- ner December ? Il5C^ - 2 K^.derlerchrn auSgesckarrt und eine derselben in nickt zu besckrei-

entsvreLe d r trurte' 'gl. R-gNrung zu Potsdam hat eme Belohnung von

enrsprecyeacer 100 Thlr. auf bie Entdeckung des ThäterS gesetzt.

_ , November. Heute Vormittag hat dahier unter großersAukaus ton BondS findet nicht start. Lowell hat die Annabme deS (Ae,

Feierlichkeit die Enthüllung deö Denkmal« des berühmten Arztes LucaS Schön- sandtschasrs Postcns in Petersburg abgelehnt $

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