Schreiben des Erzbischofs von Mccheln an den Erzbischof Lcdochowski als
einen Act des Beifalls und der Unterstützung eines Mannes, der in dem Nach-
Bevölkerung hinarbeitet. Die deutsche Negierung sei keineswegs gegen die bel-
zu züchtigen.
(Fortsetzung folgt.)
Deutfdjfanö.
legen, sich der Gemeinschaft jener anzuschließen, welche unter der Leitung so vieler geachteter Männer bestrebt sind, die katholische Kirche in Deutschland vom Joche Roms zu befreien und iu ihrer früheren Reinbeir herzustellen. Nur so werden sie erreichen, daß Kanzel und Beichtstuhl nicht mehr durch politische Hetzereien entweiht werden, daß ihre Kinder nicht im Haß gegen ihr Vaterland zu Römlingen erzogen werden, und daß sie, wenn sie künftig ihr höchstes politisches Recht ausüben, ihren bittersten Widersacher nicht In ihren Kirchen, ja in ihren Familien selbst zu bekämpfen haben. Los von Rom! das sei jetzt
Stät, eL7 Öligen
Darmstadt, 29. Januar. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 3 enthält:
1. Bekanntmachung Großh. Oberrechnungskammer, die Vergütung für die in 1874 in Geld noch zu berichtigenden Besoldungs- und Pensions-Naturalien betreffend.
2. Uebersicht der für das Jahr 1874 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Grünberg.
3. Uebersicht der für das Jahr 1874 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Schotten.
4. Uebersicht der für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Groß-Gerau.
5. Abwesenheitserklärung.
6. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.
7. Ertheilung eines Erfindungspatents.
8. Charakterertheilung.
9. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die Stelle eines Polizei-Com- missärs bei der Polizeiverwaltung der Provinzialhauptstadt Mainz mit einem jährlichen Anfangsgehalt von 1350 fl.; die siebente evang. Schulstelle zu Bad- Nauheim, im Kreise Friedberg, mit einem jährlichen Gehalt von 550 fl. — Die in Nr. 51 des Regierungsblatts für 1873 enthaltene Concurrenzeröffnung für die sechste evang. Schulstelle zu Bad-Nauheim beruht auf einem Jrrthum und wird hiermit zurückgenommen.
10. Sterbesälle. Gestorben sind: am 8. November 1873 der pensionirte Landrichter Elias Carl Wilhelm Weidig zu Gießen; am 6. December der Schullehrer Balthasar Sehrt zu Erbenhausen; am 16. December der pensionirte Schullehrer Franz Joseph Büchner zu Aschbach; am 26. December der evang. Pfarrer und Kirchenrath Simon Reichert zu Wöllstein; am 6. Januar 1874 der General-Lieutenant i. P. Prinz August zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Durchlaucht zu Berleburg; am 18. Januar der evang. Pfarrer Carl Kißner zu Usenborn.
Mai nz, 29. Januar. Herr Obergerichts-Rath Görz hat folgende Worte an die zur Fortschrittspartei gehörigen Wähler im Mainzer Wahlkreise gerichtet:
Ich fühle mich verpflichtet, meinen Mitbürgern für das ehrende Vertrauen, welches sie mir durch Uebertragung ihres Mandats für den Reichstag haben erweisen wollen, meinen wärmsten Dank zu sagen. Ihre Anstrengungen sind nicht durch den Sieg gekrönt worden, obwohl wir die stärkste Stunmen- zahl für unsere Partei vereinigten, wir sind dem Bündnisse der Römlinge und Socialdemokraren unterlegen, während die demokratische Partei bei Seite stand oder gar sich unseren Gegnern anschloß. Wir müssen den bitteren Schmerz ertragen, daß unser Wahlkreis, der io viele für das Vaterland begeisterte Männer zählt, von einem römischen Priester vertreten wird, dem zwei vaterlandslose Parteien unter der heuchlerischen Devise der Wahrheit, der Freiheit und des Rechts ihre Stimmen gegeben haben. Den demokratischen Führern ist in erster Linie dieser Ausfall zuzuschreiben; sie wollten lieber den Candida- ten der Ultramontanen siegen sehen, weil jener der Fortschrittspartei nicht in allen Stücken mit ihren unfehlbaren politi.chen Glaubenssätzen sich einverstan-
ziehungen der friedliebenden Nationen zu verbürgen."
München, 31. Januar. Der Kaiser ist gestern Abend 103/4 Uhr nach Wien zurückgereist.
Stuttgart, 31. Januar. Die Abgeordnetenkammer genehmigte die Erhöhung der Civilliste um 146,000 fl. Die Vertagung der Kammer erfolgt am 3. Februar.
Frankreich.
Paris, 31. Januar. Die „Presse" will aus sicherer Quelle wissen, daß die Regierung den Beschluß gefaßt habe, diejenigen Blatter, welche Angriffe auf die siebenjährige Amtsdauer Mac Mahon's veröffentlichen, gerichtlich zu verfolgen.
Bayonne, 20. Januar. Das Fort Erichame zwischen Bilbao und Portugalete hat sich nach Nachrichten aus Estella vom 25. Januar mit der Besatzung von 115 Mann den Carlisten ergeben.
OtaCien.
Rom, 30. Januar. Der „Observatore" erklärt die Behauptung der „Germania", daß die wahre päpstliche Bulle behufs Wahrung der Freiheit ecs Conclaves gegenüber der italienischen Regierung im Jahre 1869 erlassen sei, für vollkommen unrichtig. — Der neuernannte bayerische Gesandte am päpstlichen Hofe, Graf Paumgarten, ist hier angekcmmen. — Dem gestrigen Em» pfange bei dem deutschen Gesandten, Baron Keudcll, wohnten viele hohe Staatswürdenträger und politische Persönlichkeiten aller Parteien, auch der französische Geschäftsträger bei.
gische Preßfreiheit eingenommen, im Gegentheil wünsche sie, daß innerhalb der belgischen Presse mehr Freiheit von den bischöflichen Censuren sei. Eine jede Regierung habe die Aufgabe, ihre geistlichen und weltlichen Unterthanen, die sich in Conspirationcn und Wühlereien gegen die Regierung des Nachbarlandes einigen, mit Erfolg zu zügeln, wofür die belgische Verfassung ausreichende Mittel darbiete. Wenn an Stelle der jetzigen belgischen Negierung die liberale Partei am Ruder wäre, so würde Derartiges, wie wir es jetzt erleben, dort nicht vorkommen.
Berlin, 30. Januar. Zum Vorsitzenden der großen Versammlung aller liberalen Parteien, für welche man hier als für eine Erwiderung des englischen Sympathie-Meetings agitirt, ist Gneist ausersehen.
Berlin, 31. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." versichert, daß die Reichsregierung weit entfernt von jeder Einmischung in die innere Unabhängigkeit der Nachbarländer sei und sich keineswegs gegen die Preßfreiheit wende. „Die deutsche Diplomatie ist bemüht, jeden Keim künftiger Zerwürfnisse vorsichtig und fest zu beseitigen. Die absolutistische Macht des Papstthums hat ihre osficielle und osficiöse Presse fast in allen Ländern. Diese Presse, einer feindlichen Macht zur Verantwortung zu ziehen, war die Regierung stets besagt. Im Interesse des Friedens müssen wir wünschen und womöglich Vorsorgen, daß die Nachbarstaaten in weltlichen Angelegenheiten nicht der Priester- Herrschaft dienstbar werden. Wir haben nicht andere Mittel, als freunb schaftliche Rathjchläge. Kein Mittel höflicher, fretindlicher Ueberredung soll unversucht bleiben, um Frankreich und Belgien in einer Richtung ihrer souveränen Entschließungen zu bestärken, welche geeignet wäre, die freundschaftlichen Be-
Befflien.
Brüssel, 31. Januar. Die „Jndependance beige" und „Etoile beige* reproduciren den gestrigen Artikel der „Nordd. Allg. Ztg " über die belghcde Presse und erklären, daß ihnen aus der belgischen Vcfassung f ine Mittel bekannt seien, durch welche Kundgebungen fern gehalten werden können, wie fit den Gegenstand der Beschwerde der „Nordd. Allg. Ztg." bilden.
Spanien
Barcelona, 29. Januar. Don Carlos hat den Prinzen Don Alfonso zum General-Commandauten in Catalonien und Valencia ernannt; zugleich bat er General - Commandanten für die Provinzen Barcelona, Lerida und Tarra» gona bestellt. General Saballs ist in Ungnade gefallen imd nach den Nord- Provinzen berufen worden. Ein anderes Decret beruft bei Todesstrafe alle Carlisten unter die Fahne, welche sich den republikanischen Behörden unterworfen haben. Die carlistische Regierung erlaubt die Circulation von Journalen, wird carlistische Postmarken einsühren und alle Post-Sendungen anhalten lassen, die nicht mit solchen Postmarken versehen sind.
flllCIL
Nordd. Allg. Ztg." kennzeichnet das
Calcutta, 30. Januar. Das General-Gouvernement hat Anstalten zur Lieferung von 342,000 Tonnen Reiß für die Hungersnothleidenden in den ben erklärt hatte. bengalischen Bezirken getroffer. Die Kosten werden auf 3 Millionen L.-Lt-
Aber wir brauchen dennoch den Muth nicht sinken zu lassen, hock dürfen veranschlagt. Die Lieferung muß Ende Mai vollendet sein. Der Vice-König wir fort und fort das Banner des Reichs und dessen freiheitlicher Entwickelung ist dem Erlaß eines Ausfuhr-Verbots für Reiß abgeneigt und meint, dasteto halten. Jenes Bünrniß ist zu unnatürlich, als daß es lange dauern könnte; würde noch nachtheiliger wirken.
des Anstoßes für nicht wenige Katholiken." Diese Ueberzeugung wird von der verständige und vaterlandsliebende Theil der Demokraten wird auf unsere Solchen geteilt, denen die Richtigkeit der Lehre an sich nicht ganz undenkbar!Seite treten, und so dürfen wir hoffen, aus dem nächsten Kampf nicht allein scheint. Es heißt z. B. in der Abhandlung, welche der Bischof von Mainz in mit Ehren, sondern auch als Sieger hervorzugehen.
Rom vertheilen ließ: „Wegen dieser Definition ist ein Schisma in der Kirche! Meinen katholischen Mitbürgern aber möchte ich dringend anS Herz zu erwarten, und der unversöhnliche Haß aller NichtkathoUkcn ; und das Concil, berufen, um die Hebel zu heilen oder doch zu mildern, würoe zu einer solchen Vermehrung dieser Hebel Anlaß geben, daß jede menschliche Hoffnung auf künftige Heilung verschwinden würde. — Wenn die Anhänglichkeit an' den Papst abzunehmen scheint, so liegt der Grund in dieser unseligen Frage, die gleich Anfangs so traurige Früchte getragen hat, daß man vorausahnen kann, was die Folgen des vollendeten Werks sein werden."
Beim Zeugniß, welches die Bischöfe über den Glauben ihrer Diöcesen ablegten, wird 'angegeben, daß die Lehre von der päpstlichen Hufthlbarkett nicht nur nicht allgemein recipirt, sondern in einigen Ländern ganz unerhört ist. Der Nachfolger des Cardinals Hosius berichtet, daß sie in seinem Sprengel sowohl im Volk als unter den Gelehrten ganz verschwunden ist. Ein an- , . , v _
fcerer Dischos bezeugt, daß keine Spur einer solchen Tradition in seiner Heerde barlande Belgiens auf den Sturz der Regierung und die Aufwiegelung der vorhanden sei und daß eine Definition zum Abfall vieler, selbst der besten Ka- ” r“ *••—*—-*
tholiken führen würde. In Irland wird die Doctrin weder in Predigt noch Katechismus gelehrt. Ein geborner Irländer, jetzt Erzbischof in Nord-Amerika, versichert, daß sie bei allen Völkern englischer Zunge in feinem Neligionsbuck vorgetragen wird. In England und Irland i(t sie von Den Bischöfen auf feierlichste Weise verworfen worden und ihre Verwerfung hat wesentlich zur Ernancipation und zur Heberwindung nationaler Vorurthetle beigetragen. Auf diese Thatsache gründeten einige englische Bischöfe eine Erklärung an die Präsi Renten, worin sie sagen, daß sie ehrlos vor ihrelt Landsleuten dastehen werden, wenn sie die gegebene Zusicherung brechen, nachdem sie ihren Zweck erreicht hat. In dem erst kürzlich aufgehobenen Katholikeneid wurde das Recht der Päpste, Hnterthanen von ihrem Gehorsam zu lösen, mit Abscheu gcläugnet. Der Erzbischof von St. Louis, der in jüngeren Jahren diesen Eid selber geleistet hat, ist der Ansicht, daß er den Glauben an die päpstliche Jmallibckität so entschieden ailsschließt, daß ihre Annahme Seitens des irischen Episcopats einem Eidbruch gleich käme. Daß eine Hnfehlbarkeit, welche sich auf Die ethische Seite des Lebens ausdehnt, retrojpectiv wirken und eine Hmwälzung in Staat und Gesellschaft in sich schließen muß, das erkenne auch der Bischof von Orleans an: . Der Papst wird entscheiden können über die weltliche Herrschaft und deren Maß, über das Recht, Könige abzusetzen, über die Praxis, Ketzer
das nächste Kampfesziel!
Berlin, 30. Januar. Die
tznibb-rg, ' Invchiktrjtuznisse}
iommtn; 1) Wnc ^brifdt? Ui EaW
■ 4) eigene Fabrikate Hemive, Aartchein -Giivenbunguemin f xnleWe Pltisricht ■fr.HungSgtgenllinie
I bfiltül ist. dtrendiW wirb.
! .tlwanen steht, daß s lieber letztere jr treten ZlusstkÜung
•idle Lichte zu stelle i: beben. Locale A Uidit zugänglich, eri< beit yalsache bee Ersetze'.
- Man cgi qelccimcntn kivilbe grht: ürn Mitn -ein Himmel. Kr 1 2oke nictt geb,'M Qinlal in das $ai ; : t'nb bmerff, der K | nachträgliche I Ecdrte ter Hrmmelsps
■ •htij? und genaue $i einer
Artikel, der den I Kriege Mn | ?u,tn die Sich? Ä Ur tzegntr des Leuf I ^'t»S>r.-.e kW!
| r!actt' 8>ankreicl',
-bi Unterbr 1 ir^^toen | , V1 be>chritzen> 1 letal 1 """'Mmnn oli I 5j:f' Mite ti
I
I ’’ 1
I "
llÄ*.« die
i«
171 »«in w
s*'
h« s '«« bi ira«
6ii
KÄ
EL'
di-
” Der am M angeführten -
Lerttetunp' jJ )n der'elvrr
m «x
um «fdg«*
ä4 iagi«, um feine g nber auch l]
veilen Sumpatbi gtlragei d ibm ruhen, arb
j.'.-Tisirte offene


