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waren der Ansicht, das; man den großen Streich erst nach den Wahlen vom

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Frankreich, als vielmehr durch allerhand Aufhetzereien veranlaßt wurden, in Frankreich Militärdienste zu nehmen. Vor einigen Tagen erst sahen wir einen auf diese Weise aus der Heimath fortgemaßregelteu jungen Mann nach Frank­reich auswandcru; die Thränen in den Augen sprachen deutlich von der Ver­zweiflung, die sein Herz erfüllte. Wenn nun später ein bitteres Geschick die Neue über ihre That zum Durchbruch kommen läßt, dann sind nur wenige dieser verführten Jünglinge in der'Lage, sich durch Flucht dem uudankbaren Lande zu entziehen, das nur Spott und Verhöhnungen für sie übrig hat. Auch einige junge Leute aus der Karlsruher Gegend kamen kürzlich aus Frank­reich hier an. Zehn Jahre lang hatten sie alle Unzuträglichkeiten eines afrika­nischen Klimas in Algerien erdulden und zahlreiche Kämpfe gegen die kriegeri­schen Grenzbewohner dieses Landes mitmachen muffen ; auch sie waren nicht in der Lage, von französischer Dankbarkeit reden zu können.

Weißenburg, 27. September. Die Erscheinungen der Mutter-Gottes in Schleithal haben ein schnelles Ende genommen. Es sind nämlich lOOFrcs. Strafe für Denjenigen angedroht worden, der die Mutter Gottes sieht, und Niemand will sie je gesehen haben! Drr Ortsgeistliche sott, als er befragt wurde, warum er seine Pfarrgemeinde in einem solchen Wahne laste, geäußert haben, das sei nicht seine Sache, die Leute aujzuklären!

Gicßrtt, 3 tonnten weiland her (itübtt in D°Mt,

Ännommen. Anfang M Lmry getreten sind bntit Aratuschcck (auS i ieif[enid)aft, die l> jcht nun elften M Dr Larey (nu8 Dc

Darmstadt

-Stzlichc Lcjchii Direcler deö Justiz

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gende Mittheilung: v

Man betrachtet in der fusionistischen Partei die Restauration Hernrrch s v. als ein Ereignis;, dem man nur noch seine äußere Form zu geben braucht, da­mit es eine vollendete Thatsache sei. Nach unseren Privatmittheilungen fand gestern bei Larochefoucauld-Bisaccia eine Besprechung statt, um darüber zu bc- rathcn, ob man die Versammlung zur Wiederherstellung der Monarchie sofort znsammenbcrusen soll. Die Doctrin betreffs der Majorität und Eine Stimme

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Frankreich.

Paris, 26. September. Marschall Bazaine fuhr gestern Abend nach Trianou-sois-Bois, vom Obersten Vilette, seinem Adjutanten und dem Obersten Luccioni begleitet. Dort ist seit gestern eine Garnison von 50 Mann, die von einem Hauptmann commandirt wird. Der Wachtposten, der auf der ent­gegengesetzten Seite liegt und den Namen Fer-ä-chcval führt, ist von 30 Mann besetzt und hauptsächlich mit der Polizei im großen Trianon betraut. Der Gerichtssaal hat ungefähr für 900 Personen Platz. Nach Abzug der Plätze für die Richter, die Zeugen, die Wachen und Journalisten werden für das große Publikum kaum 300 übrig bleiben

Paris, 27. September. Die Ritter vom Sacre Coeur und ihre Schildknappen, die Schleppträger der Orleans, die ihren Großvater verläugnet und Buße gethan haben, sind also entschlossen, kurzer Hand in einer einzigen Nachtsitzung am 9. October den Sohu der Herzogin von Berry auf den Thron der Bourbonen zu berufen und mit Lilienbanner und Muschelhut ihr Jahrhun­dert in die Schranken zu rufen. DieOpiniou Nationale", bekanntlich da- Organ eines Theiles der Mitglieder der republikanischen Linken, bringt fol-

schlösse der Kammer in einer Nachtsitzung entreißen müsse, so daß Frankreich einer vollendeten Thatsache gegenüber auferwachen werde.

Paris, 29. September. Ein Aufruf an Thiers, Louis Blanc und Gambetta imRappel" bekundet den Plan der Berufung eines republikanischen Triumvirats.

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Rom, 24. September. In den zwei letzten Tage» fand ein lebhafter Tcl-grammemvechsel zwischen dem Vatican und der Nunciatur in Wien statt. Monsignor Falcinelli hat ausführlich über den znrückgewiescnen königlichen Be- such bei der Kaiserin berichtet. Man hatte von hier aus lange für einen sol­chen Erfolg gearbeitet, die einflußreichsten Mitglieder der Wiener Aristokratie euaagirt und der Zufall mag das ©einige beigetragen haben, daß den Cleri- caleu Alles nach Wunsch ging. Unser Bürgermeister, Graf Pianctani, hat auf sein Telegramm an den Minister-Präsidenten Miughetti nachstehende Aut- wort erhalten:Berlin, Vormittags 11 Uhr. Dem Bürgermeister Pmn- eiaui in Rom. Ich habe Ihr Telegramm erhalten, werde den Auftrag aus- richteu und brieflich darüber berichte». Ich versichere Ihnen, daß der Empfang Sr. Majestät von Seiten der Berliner Bevölkerung außerordentlich war. Jta- lien darf auf die Liebe und Achtmig, die seinem König cntgegcngebracht wird, stolz fein. Miughetti." _

$urtit, 29. September. Der König Victor Emanuel (st heute früh 2 Uhr hier eingetroffen. Derselbe wurde auf den Bahnstationen, die er passirte, enthusiastisch und vielfach mit der italienischen, österreichischen und deutschen Volkshymne empfangen. Hier hatten sich der Herzog Amadeus von Aosta, der Prinz von Cariguan, die Behörden unb trotz der frühen Stunde cm zahl­reiches Publikum zur Begrüßimg eingefunden, welche eine außerordentlich lev- hafte war.

Spanien.

Madrid, 26. September. Der Minister des Innern ist diesen Nach- mittag in Begleitung des neuen Commandirenden von Valencia, General Ca- ballos, mit einem Extrazuge nach Alicante abgereist Man versichert, daß die Rückgabe der Vittoria und Almansa als Gegendienst für die Zuruckgabe M Decrhound morgeu crsolgeu werde. Mau denkt, dieselben wurden noch zeitig genug vor Alicante eintreffen, um das Bombardement der Stadt zu verhln eri , um so mehr, als das Consularcorps einen abermaligen Aufschub von 96 S N den von den Insurgenten erwirkt hat, was allerdings leicht gewesen sein mup,

Metz, 25. September. DieMetzer Ztg" schreibt:In der letzten kamen fast täglich junge Soldaten in völliger Ausrüstung über dw fran­zösische Grenze und meldeten sich bei der hiesigen Militärbehörde. Es sind dies Reichsländer, welche eine,kurze Zeit in der sranMch°n Arime g^iem hobennicht beendigt ich und aus verschiedenen Gründen fahnenflüchtig wurden. - l c\ Madrid, 28. September. Die Commaudanten der fremden Gcschwa-

X Ak, "dd/fK Frank- der vor Altem,te haben nach zahlreichen Besprechungen beschloflen, sich 1M

.Cl Ai.küclluna der Voranschläge beiVankosten der Kirchen, Pfarr- undsrcich durch ihre Option brachte», ihnen oft ihre germanische Abkunft vorge- 8bäuler" durch die Kreisbanmeister und Revision derselben beim Ministc- warfen und eine sehr stiefmütterliche Behandlung ihnen zu Theil wurde, sowie, i,2 das Ersuchen die von den Ständen auf Ablösung der Grundzinse, daß man den viele» gemachten Versprechungen, als Begünstigungen n. dergl.

rniuliftcn IC gestellten früheren Ersuche» z>, erledige» ; 3) die Ersuchen wegen die That niemals folgen lassen wollte. Offenbar hat man cs hier mit irre ge-

v., Äü r Oebiskelde und bötcslcben; 4) da« Ersuchen ivegen Minderung der führte» jungen Leuten zu thnn, die weniger durch eigene Schwärmerei für

Ord^uS osten' 5 die Ansicht, daß die sog. scheu Etats jetzt hinfällig feien ; vielmehr durch »llerband A»kbekcr-ien veranlaüt wiirde». m

61 das Ersuchen um Vorlage eines die Verhältnisse des Staats unb der Kirche ; reaelnben Gesetzes ; 71 das Ersuchen, die vacantcn Stellen in der Justiz wegen , der in Aussicht stehenden Gerichts-Organisation nur so weit als unbedingt ,,-tlua in beietzen; 8) das Ersuchen, die Hosbaumeister-Stclle eingehen zu assen. , Dem Ersuche» auf detaillirte Voranschläge beim Hofbauwcfeu wird mir bezug- 1 lid) der Neubauten und größeren Herstelliuigen beigestlinmt. Beim Gefangniß wesen will der Ausschnß, sofern Neubanien in Frage kommen, den Bedürf Hisse» der Einzelhaft Rechnnng getragen wissen.

Darmstadt, 27. Scpl. Schluß des Großh. Reg.-Bl. Nr. 42:

5 Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben alleranädiast geruht: am 31. Anglist dem evang. Pfarranitscaudidaten Jacob Müller aus Ippesheim, im Kr. Alzcy, die evang. Pfarrstelle zu Westhofen, im Dek. Worms, ui übertragen, den Friedensgerichtsactnar bei dem Friedens- aerichte Osthosen, Ludwig Napoleon Franz, zum Friedeusgerichtsactuar bei dem Tricdcnsacrichtc Oppeiihcim und den Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze >n Wöllstein, Peter Christian Guttandin, zum Friedensgerichtsactuar bei dem Friedensgerichte Osthofen z» ernennen; am 2. Sept, dem Schullehrer a» der 3 kath. Schule zu Unter Schonmattemvaag, im Kr. Lindenfels, Carl Friedrich GielcS, die 2. kath. Schulstelle daselbst und am 7 «cpt dem e»ang. Psarramtscandidatm Philipp Kr,cgbanm a»S Braunhard, mi Kr. Darmstadt, die evang. Pfarrstelle zu Heppenheim an der Wiese , un Dc . Worms ui übertragen; am 10. Sept, den Heizer be, der Offenbach-Frank furterEicubahn, Ludwig Blöcher, und den Heizer bei der Main-Neckar-Elsen. balm Philipp Löhr, zu Locomotivsührer», und den Werkstättcarbeitcr Philipp Ar hei la er aus Darmstadt zum Heizer bei der Maln-Neckar-Eisenbahn zu ernennen, ilnd den von dem Herrn Grafen zu Erbach Fursteuau ans die 3. evang Mädchcnschulsteile zu Beerfelden, im Kr. Erbach, präsentirten L-chn amtSaspir nten Georg Diehl aus Niedernhansen im Kr Dieburg für diese Stelle zu bestätigen; am 11. Sept, den Hanptsteneramts-Rendanteii Eduard LanaSdorf zu Mainz zum Obcrcinnehmcr der Obereiniiehmcrei und des Rentamts Binge», mit Wirkmig vom 1 Octvber d. I. an zu ernennen; am 15. Sept, dem evang. Mitprediger >i»d Schullel)rer an der 1- evang. Mäd- cdenschule zu Groß Gera», im Kr. Grvß-Gcrau, Dr. Carl Julius Rom Held, die evang. Pfarrstellc z» Bingenheim, im Dek. Nidda, und dem Schulamts- aspirantcn Johannes Klein aus Habitzheim, im Kr. Dieburg, die 3 evang. Schiilstelle zu Reinheim, im Kr. Dieburg, zu übertragen; am 16. Sept, dem Schullehrer an der fall). Schule zu Sulzheim, un Kr. Oppenheim, Matthias Schmuck, die kath. Schulstellc z» Neckar Steinach, im Kr. Hcppenhelm , dem Schulamtsaspiranten Philipp Wilhelm aus Bieber, ,m Kr. Offenbach, dl 4. kaih. Schulstellc zu Bodenhclin, im Kr. Oppenheim, am 17. Sept, dem Schnlamtsaspiranten Johann Peter Arras aus Erzbach, im Kr. Lindeiifels, die evang. Schulstellc zu Gras-Ellenbach, im Kr. Lindeiifels, »nd dem Schul- Röder" bl evang8' ©cfijelle jTttTim"» ®SHrUß?\uSftb«u?«cn. ' scheint"endgültig unter dm Deputirten, welche einen'actioen Theil an den Be- 3 6b 9lmb5 Sevt8 wurde dem Pjarrcuraior Emanuel Gölz die kath. Pfarr-rathungen nehmen, den Sieg davon getragen zu haben. Einlge DeP tirten ' (Tx- (ÄpTiJcnftnbt fißertraacn waren der Ansicht, das; man den großen Streich erst nach den Wahlen vom

st^llb ru 2ug^l)etM'S g st . ü Grostherzog haben 12. October ausführen solle, da, wenn die Wahlen republikanisch ausfielen,

Büdingen HAnrich Engel, aus sein Nachsuchen aus dem Dienste der evang. s Kirche des Großherzogthums zu entlassen. _ r (

7. Eharakterertheilnngcn. Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog babe» allergnädigst gernht t am 18. Ang. dem Cabinetsbibllothe Canzlei.n peetor, I Secretär Christoph Mendel, den Charakter alsCanzlcirath zu verleihen. .

8. Conenrrenzeröffnungen. Erledigt finb: die 1. evang. ^.faviflcllc ju im Dek. Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalt von 1703 fl. 47 fr.; die cvaua MEsteüe zu Pfeddersheim, im Dek. Worms, mit einem jährl. G hal von 1633 fl. 26 ft. die evang- Pfarrstelle zu Willofs, un De Lau wrbach, mit einem jährliche» Gehalt von 649 fl. 3 kr.; dem Herrn Grafen von Schlitz genannt von Görtz steht das Präfentatiousrccht zu dnsci GM i»; die mit einem seminaristisch gebildete» Lehrer zu besetzende erste evauge tsch Schulstellc zu Homberg au der Ohm, im Kr. Alsfeld, mit einem {41)11. @^»11 Von 450 fl.; die evang. Schulstelle zu Haisterbach, im Kr. Erbach, mit einem Mg. Gehalt Von 400 fl.; die evang. Schulstelle zu Sellnrod, un Kr. ed;ot= L, m(t einem jährlichen Gehalt von 400 fl.

Po soll 29. September. DiePos. Zig." meldet: Das Oberpräst- dinm bestimmte auf Anordnung des Cultusministers daß die Polizeibehörden der Provinz Posen überall, wo Geistliche gegen die Kirchengcsetze eingesetzt seien, Kirchenbuch und Kirchensiegcl mit Beschlag belegen »ud an d e Regierung auSI efern sollen welche ans Antrag der Interessenten Kircheitzeuguisse aus dem Kirchenbuch ertheile» wird. Wie dieOstd. Ztg." meldet, soll gegen den Erz­bischof die Temporalicn-Sperrc eingeleitct sein.

Dosen, 27. September. LautOstd. Ztg." ist dem Erzbischof dcr ge­richtliche Befehl zngcstcllt worden, innerhalb 8 Tagen bei SBernwtbung der toeention die Strafe von 200 Thlrn., zu welcher er in der An'dt scheu An­gelegenheit vernrtheilt ist, ,u bezahlen. Wenn er sich weigern sollte, diesem Mandate nachzukomnicn, würden die 200 Thlr. ihm von der zustehenden Ge- baltsratc in Abzug gebracht werden.

Vudtknhnen, 28. September. Der gestern Abend 10 Uhr hier cm gelaufene Localzug stieß mit dem Rangirzug der Ostbahu »«Jammern Der Fuh- ret des Personenzugs und ein anderer Locomotivsührer und cm Schaffner sind an den erhaltenen Verletzungen gestorben. Von den Passagieren wurden mch-