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(Spmiffen mit einem fünffachen Morde belastet ist. Nur in feinem unftät rollenden 2luae spiegelt sich das schulubeladene Gewissen. Unangenehmer ist der Eindruck, den herunter Joseph Marchner, macht. Seine Züge sind rauh und abstoßend, sein Auf trpt n schroff feine Bertbeidiaungsweise wohl ausgedacht und keck- Als nach Verlesung L'Alllag ch di- Z-Ug°n kn ben Saal traten, ereignete sich -in- Entsetzen er- reaende Scene Unter denselben befand sich nämlich auch die kleine Crescentia Stang, die den ihr zugefügten Verletzungen nicht erlegen ist. Scheu und furchtsam, am ganzen Körner zitternd betrat sie, begleitet von zwer barmherzigen Schwestern und dem Beichtvater des Kloster« Waidsassen, in dem sie jetzt nntergebracht t)t, den Saal, ^hre ^e: uleituna mußt sich so stellen, daß das Kind seines Onkels uno Großvaters nicht ansichtig werden konnte, weil sich sonst besorgen ließ, daß sie außer Fassung käme. Als aber X. Marchner das Mädchen erblickte, sprang er wuthend auf, stutzte sich brüllend und mit dem Ausrufe: „Du alter Spitzbube bist schuld, daß ich letzt so viel Schänd und Spott ausstehen muß", auf seinen Vater- Joseph Marchner packte ihn am Hals und würde ihn wohl erwürg! haben, wenn nicht der dlenstthuende Gendarm rhri zurück- gerissen hätte- Um weitere derartige Auftritte zu verhüten, wurde er _"un^gefesselt. Unbeschreiblich war die Verwirrung, die darüber tm Saale entstand. Joseph Marchner benutzte dieselbe zu einem natürlich erfolglosen Fluchtversuche. Dre Verhandlung nahm
fW D-r. englische Nachrichi-r Calcraft, der sich jetzt bald von den „Geschäften" zuruckztehen wird, soll neulich sem Bedauern geäußert haben, daß er niemals einen Zeitungsschreiber habe „openren können. ___________
Aufruf!
Nachdem der Thier-Schutz-Verein für das Großherzogthuin Hessen, über welchen Seine Königliche Hoheit der (^ropyerzog das Protektorat Allergnädigst zu übernehmeil geruht haben, gegründet; die Prüfung und Annahme der Statuten durch eine constitutrende Versammlung erfolgt und das Büreau, bestehend aus:
dem Vorsitzenden: Großh Oberst-Stallmeister Frerherrn van der Capellen, Excellenz, _ „ ,
dem 1. Stellvertreter des Vorsitzenden: Geheimer Commerztenrath, Bank-
Director Wendelstadt,
^>em 2. Stellvertreter des Vorsitzenden: Großh. Oberst z. D- KtlNgelhosser, dem 1. Secretär: Großh. Hofcath l>r« Künzel, dem 2. Secretär: General-Agent C. (Taille und dem Kassier: Großh. Stabsquartiermeister a. D- Köhler,
gebildet worden ist, glaubt der Verein zum Beitritt einladen zu sollen. Zu diesem Behufe sind bei allen Großherzoglichen Bürgermeistereien Formulare zur Subscription imb Einzeichnung der Beiträge offen gelegt.
Nach erfolgter Subscription und Einlieferung der Beiträge werdeit den, Mitgliedern die Statuten, die Mitglieds-Karte und Quittung über den Ber-> trag übersendet. , _ . J
Die Anmeldungen zum Beitritt könneu auch auf dem Bureau des Thier-Schutz-Vereins zu Darmstadt, Hügelstraste 13, erfolgen, wohin auch die Anzeigen über Gesetzes-Uebertretnngen abzugeben sind.
Darmstadt, den 1. Juli 1873. f
Der Thier-Schutz-Verein für das Großherzogthum Hessen.
Der Vorsitzende:
Freiherr van der Capellen.
Bezugnehmend auf vorstehendeu Aufruf benachrichtigeu toir das hiesige Publikum, daß den beiden Rathsdienern Moll und Schmidt Subscnptwns- listen ruaestellt worben sind, die sie auf Wunsch zum Vollzug vou Emzeich- nungen vorlegen, auch die gezeichueteu Beiträge in Empfang nehmen werden.
Gießen, 22. Juli 1873. ,
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 29. Juli. Die Vorbereitungen für den Ultimo haben begonnen und werden Prolongationen durch den flüssigen Geldstand sehr erleichtert. Für Creditactien zeigte sich Stückenmangel und wurde daher Deport bezahlt. Eine weitere Rolle, als die angegebene, scheint Geld in dem gegenwärtigen Börsenverkehr nicht mehr zu spielen, denn weder die Herabsetzung des englischen Bankviscontos, noch die des preußischen am gestrigen Tage vermochten Leben in das lustlose stille Geschäft zu bringen und verkehrte die Börse heute in noch ausgesprochen matterer Haltung, wie gestern. In Berlin herrscht die üble Laune der Börse noch vor, wie deren heutige Course constatiren, doch glaubt man in den Kreisen der Liebhaberei zu bemerken, daß die Contremine, erschreckt über ihr eigenes rasches Vorgehen, bereits einen weniger starken Druck, als früher, auszuüben beginnt. Die gemeldeten Mehreinnahmen der Lombardischen Elisabeth- und Staatsbahn waren zwar günstig, doch übten sie im Ganzen wenig Einfluß aus, da sie durch unerfreuliche Erndteberichte paralysirt wurden, welche annehmen lassen, daß die bedeutenden Wochenplusse sich allmählig wieder erheblich verringern werden. Creditactien, gestern 2231/2, eröffneten mit 220 '/2 und schlossen 220'/2. Staatsbahn, gestern 348, blieben heute 346 2. Lombarden, gestern 194, notiren heute leblos zu 193. Oesterr. Bahnen fast durchgehends matter, namentlich Nordwest und Elisabeth. Bayer. Ostbahn gefragt und etwas besser. Oesterr. Renten weichend. Deutsche Fonds und Amerikaner fest. Spanier etwas matter. Banken ohne Animo und matter, mit Ausnahme von Wechslerbank, welche gesucht und höher blieben. Deutsche Effectenbank fest. Darmstädter 5 fl., Prov.-Disconto 3’/2 Proc., Bankverein, Oesterr.-Deutsche und Continental je l'/t Proc. matter. Von Sorten Imperiales 1 Kr. höher.
Börseunachrichten.
26 Juli 1873.
Actien.
5°/o östr. F. St. E. B. 346*/2 Lombard. Bahn 193*/2 Ludwigsh. Bexbach 1871/z Maxbahn 131
Bayer. Ostbahn 120 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen „ 74'/4
Wechsel«
Amsterdam k.. S. 98'/3
Augsburg k. S. 100
Berlin k. S 1047/8
Bremen k. S. lOö^r
Brüssel k. S. 93'/^
Hamburg k. S. lOS1/®
Leipzig k. S. 105
London k. 8. 1177/g
Lyon k. S. —
Paris k. S. 92%
Wien k. S. 105
ditto m. S. 1043/4
ditto 1. S. 1043/4
Disconto 5 °/°
Preuss. 41/3°/o Oblig. 104i/<j Frankf. 3V2°/o Oblig. 87 Nass. 41/2°/o Obi.
Kurhess. 4°,° „ 96
Gr. Hess. 5°/q Obi. —
„ n 40/0 „ 981/8
„ n 3V2°/0 n —
Bayer. 50/0 „ —
n 4’/3°/o 1jährige 102
n 40,0 1jährige 95%
Würtemb. 41/2% Obi. 100* 4 Baden 4V2% ObL c. E. L. 101 !/4
Oesterr. Silberrente 653/ö
„ Papierrente 6O3/4 Spanier, neuest. 3% 17 "/6 Amerik. Bonds 1881r 99",o „ „ 1882r 963 4
„ n 1885r 98'/°
„ n 1887r 99
Prioritäten«
3°/o östr. Stsb.-Prior. 60 /2
3% östr s. Lombard 49 */2
3°;o Livorneser -
5% Toscaner —
5O/0 Elisabeth.-Prior. 83*/4
do. II. Emiss. 821 2
Goldsorten« fl. kr.
Pr. Friedrdor 9 57—58 Pistolen . . 9 28—40 „ doppelte 9 38—40 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankenst. 9 20—21 Engi. Sover. 11 46 — 48 Russ. Imper. 9 39—41 Dollar in Gold 2 24'/2—251/z
Anleliensloose.
Darmstädter fl. 50Loose — n n 25 r
Kurh. 40 Thlr. Loose —
Nassau 25 fl. —
Actien«
Frankf. Bank 145'/$
Frankf. Vereins-Kasse 106y4
Darmst. Bankact. 390
Rheinische Hyp.-Bank 98i/2 Wien Bankactien 1012
Oest. Creditact. 220 Vz
Galizien 118
30,0 Oldenburg. ä40Thlr. 37‘/& 4°/o bayr. Präm.-Anl. 111 40/0 badische Locse 109 '/8 Badische fl. 35 Loose 68 '/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 921/2 1858r Prioritätsloose 196 1860r Loose 937/g 1864r w 147
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2812) Das Annoncen - Büreau von Rudolph Mosse, vertreten durch B. Heidingsfelder in Gießen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, als Empfehlungsanzeigen, Kauf- und Verkaufgesuche, Stellengesuche, Familiennachrichten u. f- w. als besonders zuverlässig zu empfehlen.
allgemeiner Anzeiger.
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Gießen, den 28. Juli 1873.
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Kissinger Rakoczy, .
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