Gewählt wurden 23 Liberale und 15
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Fulda, 28. October, die Liberalen über die Clericalen.
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Wien. Ein wiener Blatt giebt folgende Liste von Fürstlichkeiten, welche der Welt- Ausstellung zu Ehren die Fahrt nach'Wien angetreten haben: Von nichteuropäiichen Regenten: Der Schah von Persien. Von europäischen Regenten: Der Kaiser von Rußland, der Kaiser von Deutschland, die Kaiserin von Deutschland, die Könige von Belgien, von Würteinberg, von Italien, die Königinnen von Würteinberg, von Griechenland, der Niederlande, die Königin-Wittwe von Sachsen, die" Ex-Königin von Spanien, die Großherzoge von Sachsen-Weimar, von Oldenburg, von Mecklenburg, von Baden, die Großherzoginnen von Mecklenburg, von Oldenburg, von Baven, etc Herzoge von Anhalt Dessau, von Sachsen-Coburg, von Braunschweig, von Parma, von Sachsen-Altenburg; die Herzoginnen von Parma, von Anhalt-Dessau; die Fürsten von Montenegro, von Rumänien, von Serbien, von Reuß älterer Linie, von Neuß jüngerer Linie; die Fürstinnen von Montenegro, von Rumänien; ferner die Thronfolger von Deutschland, von England, von Dänemark, von Sachsen-Weimar, von Mecklenburg, von Rußland, der Niederlande, von Brasilien, von Schweden, von Belgien, von Sachsen, von Griechenland, von Oldenburg; die Thronfolgerinnen von Deutschland, von Rußland, von Brasilien, von Belgien, von Sachsen; ferner die Großfürsten Wladimir, Nikolaus, Konstantin Eesarewitsch von Rußland, die Herzoge vvn Chartres und von Manchester, die Prinzen Friedrich und Karl von Preußen, die Prinzen Arthur von England, Peter von Oldenburg, Wilhelm von Mccklenburg-Sckwertn, Georg von Sachsen, Luitpold von Baiern, Arnulf von Baiern, Georg von Griechenland, von Joinville, von Montpensier; Großfürstinnen Wjera und Alexandra von Rußland, die Herzoginnen von Chartres und von Manchester, die Prinzessinnen Hulda und Marie von Anhalt-Dessau, Marie von Mecklenburg, Thekla von Montenegro, Georg von Sachsen, Karl von Preußen, Marie Therese und Gisela von Baiern, von Joinville, von Montpensier. Von europäischen Regenten fehlten: der Sultan, die Könige von Griechenland, von Portugal, von Schweden, von Dänemark, der Niederlande, von Baiern, von Sachsen; die Königin von England, der
— Thiers' ehemaliger Minister, Goulard, und seine Freunde, sind auch
„ o... schwankend geworden, sie finde» die vorgeschlagene Monarchie nicht ihren Batican das Gerücht, „wichtige!Jdecn gemäß. . . . ..
A - — r Die „Patrie" behauptet, fremde Reglerungen hatten in Versailles die
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Angehörigen zu ergreifen. Die französische Regierung habe geantwortet, daß nichts zu befürchten sei.
— Ein heute zum ersten Male erschienenes Blatt, mit Namen „Ville de Paris", ist sofort unterdrückt worden, weil die Behörden in demselben die Fortsetzung des gestern unterdrückten „Avenir National" ersahen.
Paris, 26. October. Die Negierung ist in einem Grade parteiisch, wie es in den schlechtesten Zeiten kaum vorkam. Die Presse hat ganz algerische Zustände, das Wohlgefallen oder der augenblickliche Verdruß entscheidet. So weist „Swcle" heute darauf hin, daß man den monarchistischen Organen mit Freuden gestattet, den Wählern vom 12. October in s Gesicht zu sagen, sie hatten gehandelt wie „Banditen." Zn einem Lande, das allgemeines Stimmrecht hat, den Wähler beschimpfen, hecht die Grundvesten des Staats untergraben. Aber jetzt läßt sich der „Avenir National" bcigehen, einen Artikel mit: „A bas Cham bord!“ zu schließen, und sofort ward das Blatt vom Ge-
Person? fragt „Siecle."
— In Niviöre's Anklageact gegen Bazarne ist von einer preußischen Zahne des 2. Bataillons vom 16. Infanterie - Regiment die Rede, die am 16. August ein Officier des 57. französischen Linien-Regiments von Cissey s Division erobert habe, „die einzige, welche der Preis des Kampfes in den blutigen Tagen um Metz" war, wie es in einem Berichte Hechts Die „Union fragt, wo diese Fahne geblieben sei; habe man sie iiod) in Händen, so ist sie als' werthvolle Trophäe wohl aufzuheben.
Trianon, 27. October. Proceß Bazaine. Als wichtigster Punkt der
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rFhntfpn ihm diese ^K"tte^sammt B'nstkreuz verehrt, welche, nachdem heute abgegebenen Zeugen-Aussagen ist hervorzuheben, daß Bazaine am 6. Au- Welt hatte» ihm d.seK-ttesammt £iuTO ,. , , ; den Divisions - Generale» den Befehl er-hellke, den General Frosiard ,n
1 bcT ”am,Ue D ' * nnterstiitzen. Ans den Zengen-Auslagen ergibt sich, daß weder Bazaine »och
Bei der heutigen Wihlmännerwahl siegte» Frosiard für die Nichtausführung dieses Befehls verantwortlich zu machen ist.
Wien, 24. Oetober. Dem „Vaterland" wird aus Paris berichtet: Der König von Hannover ist jetzt hier und erregt atsä etn Opfer der Bis- marck'|chen Politik die größte Theilnahme 6ei alle», die ch» sehen- Uebrigens bätt er sick, sehr zurück, besucht Museen, Theater und Musikaustuhrungen. Bekanntlich ist er 'hierin Sachverständiger." Hierin? Doch wohl höchstens i» Bezug auf Musikaufführiiugen; in Museen und Theater» wird ein Blinder nicht als Sachverständiger gelten können. Aber bekanntlich hat der Exkönig Georg die Schwäche, vor der Oeffentlichkeit zu thun, als sei er in, volle» Besitze des Augenlichtes, und er glaubt wohl auch selbst, seine Blindheit sei ei» nur seiner nächste» Umgebung bekanntes Geheimniß.
Wien 28. October. In der Umgebung des Grasen Chambord betrachtet man, wie die heutige ..Neue freie Presie« aus Frohsdorf erfährt, die
Restauration als zweifellos. Die Rathgeber Chambord's feien mit der Abfassung einer Proelamatio» an das französische Volk beschäftigt. Neise-
Vorbereitimgen »ach Paris werde» getroffen, Chambord selbst begibt sich >n den nächste» Tage» i» die Nähe der französischen Grenze, nm die weiteren Er-
Großherzog von Hessen.
— Dem Nagydarad schreibt man aus Mez ö-Kereßtes über das Begräbniß eines Zigeuner-Häuptlings : „Am 21. d. M. kam ein großer Trupp Zigeuner in unserer Stadt an. Nach alter Sitte lagerte er sich auf dem Nasen und nahm ein Mahl ein, so wie dieses Zigeunerart. Dem Mahle aber folgte große Traurigkeit, denn der Zigeuner-Häuptling erkrankte und starb auch bald darauf. Während der Krankheit besuchte ihn der Schreiber dieser Zeilen, und auf seine Fragen erzählte ihm der kranke Häuptling, daß die Truppe aus Rußland komme; früher hatie sie Spanien, Italien und Preußen durchwandert und wollte nun zum großwar- deincr Markte ziehen. Der Tod des Häuptlings machte einen großen Eindruck auf die Zigeuner, eine große Traurigkeit bemächtigte sich derselben; Manner und Weiber liefen wehklagend die Straßen des Ortes auf und ab und rissen sich die Kleider vom Leibe. Demeter Joska, so hieß
der todte Zigeuner, mochte 35 Jahre alt sein. Er war ein hübscher Mann, und die alten
Weiber hatten n.cht Unrecht, wenn sie sagten, er iväre ein „schöner Todter." Der lange pechschwarze Bart stand ihm nicht schlecht zu dem gelbbraun.n Teint. Seinen Körper bedeckte eine
große Mcnic mit silbernen Knöpfen; er trug ungarische Beinkleider und Stiefel. Sein Haupt und seine Brust zierten blühende Kränze; sein Angesicht war mit einem mit Silberfäden gestickten und mit rothen Bändern beseiten Schleier bedeckt. Zu seinen Häupten standen zwei Kerzen und auf dem neben dem Sarge liegenden Deckel desselben lag sein Vajdastab. Acht nun verwaiste Zigeunerkinder, die Wittwe des Lerstorbeneu, dessen Geschwister und sonstige Verwandte umgaben den Todten und rauften sich beständig die Haare aus. Trotz der ungünstigen Witterung folgten fast alle Ortsbewohner dem Sarge, wie denn überhaupt das Begräbniß mit dem einem Häuptling gebührenden Pompe vor sich ging. Mit vier Processionsfahnen und ihrer eigenen Fahne, mit Musik und Absingung von Zigeunermelodien, voran der Geistliche, nach ihm die Fahnenträger, dann der Leichenwagen, dem der Vajdastab mit silbernem Knopf vorgetragen 96 S-Vfnfier Nack, genauen wie man saqt, von Thiers selbst wurde, hinter dem Sarge die Wittwe und die Kinder des Häuptlings, von zwei alten Zigeuner-
Parts, 2b. DCtOber. ^cacy genauen, ' l Weibern geführt, die sie in ihren wilden Ausbrüchen des Schmerzes zu trösten suchten, und zuangestellten Berechnungen stnv 342 Deputirte für die Monarch f , letzt die übrigen Zigeuner und die Sckaar der Neugierigen: so bewegte sich der Zug zur Be-
i)ie Republik; 20 bonapartistische Deputirte haben erklärt, gegen Die Monarchie gräbnißstätte. Anfangs wurde der Rakoczy-Marsch gespielt, dann aber geleitete man den Sarg Jll stimmen; 23 Deputirte sind unentschlossen, 5 derselben, General Chanzy, unter traurigen Zigeunermelodieen zu Grabe. Nachdem der Sarg in die Grube hinabgelassen
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Rom, 27. October. Der „Offervatore" unb die „Voce della Berit»" bcmeiitire» die Nachricht des „Memorial diplomatique" über die angebliche vo» dem Grafe» Chambord an fämmtliche europäischen Cabineite gerichtete Note bezüglich der ihm zugemutheten Politik und leugnen überhaupt die Exi- kenz der Note. f r. , ,
Nom, 27. October. Der Jesuiten-General hat beschlossen, sich nach Belgien zu begeben. Die Jesuiten räumen die Klöster definitiv am 2. Novbr., mehrere werden bei Privaten wohnen.
Wiesbaden, 28. October. Bei den heutigen Wahlmänner-Wahlen wurden bei geringer Betheilignng alle von bet Mcralen. ^a^tc\,au^eHten i Wahlmänner gewählt. Aus dem Rheingau werden überwiegend liberale Wah- ; len 28. Oclober. Die heutigen Urwahlen sind mit 53 gegen ;
38 Stimmen in liberalem Sinne ausgefallen. In St. Goar werden alle Liberale gewählt. Die Theilnahme war groß.
Dortmund, 28. October. Die liberale Partei hat nut starker Majorität bei der Wahlmänner-Wahl gesiegt. Die ultramontane Partei \\ '"""'Dresden, 24. Oetober. Die „Dreso. Rachr." schreiben : Der Kron- vrinz weicht nicht vom Bette seines erlauchten Vaters und fühlt sich m go^e dieser Anstrengungen nicht wenig angegriffen. So druckend für das geJammte Volk Sachsens das peinliche Ringe» der Lebe»sgeister des Königs ist, |o auf- reibenb wirkt dieser Zustand auf die gefammte königliche öamtlte.
MünÄien, '24. October. Aus dem letzte» Feldzuge werden vo» bei baverifche» Armee »och immer 1046 Mann vermißt, wovon 46 verheirathete Männer sind. Bezüglich der Todeserklärung dieser Vermißten wird nun dem Landtag ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, der aus 16 Artikeln besteht und auch Bestimmungen hinsichtlich des betreffenden Gerichtsverfahrens enthalt.
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München, 2s. Oetober. I» der gestrige» Sihmig des Schivurge- richts wurde der frühere Redacteur des „Voiksboten", Schimps, »egen ®ele» biauna des Königs von Bayer» z» zwei Mo»ate» Gefangniß, der Redacteur de? ehemaligen „Bavaria", Forster, wegen Beleidigung des Deutschen Kaisers und des Königs von Bayer» zu einer Gefängnißstrase von vier Monaten verurtheilt.
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e,»?r etwaigen Amtsentsetzung des Erzbischofs Ledochowski- A'flaß 9'^ «ne , c 3 Fausulla" bs gehe im Vaticau das Gerücht, „wichtige
Gründe der Klugheit hätten den Papst ve^)wbert, dem Frage gestellt, "ob die Proclamirung der Monarchie nicht Unruhen Hervorrufen
fer ßomGiu versichert, man habe sich im Vaticau noch gar nicht nid: b« Möalich^it des im „Fanfulla" angenommenen Falles beschäftigt, auch Mer-
“i x1 Da aber ein Bischof, mag er auch von der Diocese vertrieben
fö nabe wie möglich an seiner Dwce,e medergelallen hat. sollten be nm tßrf» persönlichen G fühlen folgen, so würden gewiß der Erzbischof vo» Pose» und"de "avostoUfche Vicar von Genf nach Rom eilen und be, dem heilige»
bnen astvertrauten Diöeese das Ersprießliche ist." Weiter aber wird derselben Korrespondenz aus Posen geschrieben, daß Pius IX. schon lange eine proppi- tische Ahnung dessen gehabt, was dem Erzbischof Ledochowski bevorstehe, ergebe sich daraus, daß er diesem nach seiner Präkonisatiou bei der Abreise zum U-i- benteu eine goldene Kette mit einem Pektoralkreuz überreicht habe, „zwei Re liauien welche von Msgr. Franzoni, dem erste» Opfer der unseligen italienischen Einheit Dem ersten für die Vertheidigung seiner Heerde von dem reoo- SnW Mm°ut Verbannten Erzbischöfe, stamm en Die W« m ber
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Alle an: unter den günsi gratis und fran<
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