Breslau, 26. October. Ein in der „Schles. Volksztg." veröffentlich-
Zwischen
Münster, 22. October. Der Bischof von Paderborn hat die Vorle-
Münster mit der Bemerkung begleiten, daß dies geschehe, um das Collegium
die Prägung von Markstücken und Zwanzig - Pfennigstücken lebhaft in Angriff
Frankreich.
und ergebener Chef der conservativen Partei" ; mm würden auch die Aengst-
allerchristlichsten Könige erhalten hat, damit das jämmerliche Experiment der
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Deputirten der Rechten", schließt das „Univers" seine frommen Rathschläge, „werden begreifen erstens, daß der liebe Gott Frankreich nicht den Erben der
Berlin, 27. October ...» övV~.ö
Darnpf-Fournierschneidernühle nebst zwei daneben gelegenen Hut- und Wäschefabriken an der Weidendammer Brücke sind in vergangener Stacht total ausgebrannt. Der Kaiser besuchte während des Feuers die Brandstätte. Menschen
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genommen wurde.
Berlin, 26. October, nach Varzin abgereist.
in Paderborn zu sprengen.
Stuttgart, 27. October. Der „Schw. Merkur" berichtet ans Sigmaringen aus bester Quelle: Die Zeitungs-Nachricht, daß die bevorstehende Reise des Prinzen Friedrich von Hohenzollern mit einer in Aussicht genommenen Stellung in Rumänien zusammenhänge, entbehrt jeder Begründung.
Schweiz.
Bern, 27. October. Die in Delsbcrg gestern stattgehabte Versamm-
ultramontane Hauptorgan, Concessionen des Königs seien dummes Zeng. „Die
lichen einsehen, daß es hohe Zeit sei, zu „optiren." Zugleich entwickelt das
Frankl rheinischen Berl Unb ©ummW1 nnD AschafM- Mark, festgesetzt letztem zählt man sich nut l>e wovon die Stad gens ebenfalls ei bleiben.
- Der? tation in Berit weLeni-em Wesen mit dem Such und deshalb bes Md auch jetzt is ein Paar Huhne That im vollen mit ihm zu mach kamen Sie aber nach Ihren mehr! Ang.: Sehen S kleener Junge wa
Nom, 22. October. Die Veröffentlichung des Briefes Seiner Heilig- an den Deutschen Kaiser und dessen'Antwort kam im Vatican eben so unerwartet wie ungelegen. Es gibt in der Nähe des heil. Vaters eine Gruppe
— Leon Say hat einen Brief veröffentlicht, in welchem er seinen Austritt aus der Nedaction des Journal des Debats ankündigt; Lemoinne's Politik hat in diesem Blatte gesiegt.
Trianon, 25. October. Prozeß Bazaiue. Das heutige Zeugenverhör ohne besonderes Interesse.
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Fürst Bismarck ist heute Früh halb 9 Uhr Paris, 23. October. Der „Franyais" ist mit Mac Mahon's Erklärungen sehr zufrieden und zieht daraus den Schluß, „der Marschall hat die Die große der Centralbank für Bauten gehörige Voraussicht, zu der wir durch unsere Nachforschungen berechtigt waren, bestätigt." Ebenso erbaut zeigt sich das „Univers" über den Marschall-Präsidenten, dem es das schmeichelhafte Zeugniß ausstellt, er erweise sich als „erhabener
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bestens den Gesetzesentwurf fertig zu stellen, an dem man denn doch leit der Interpellation des Abg. Kraft vom 26. November 1868 bei der Oberbau- tägiger Verhandlung vom oberbayerischen Schwurgericht wegen Beleidigung des direction in Darmstadt laborirt? Man unterschätzt sicherlich den Werth einer Staatsanwalts Slubenrauch und des Bezirksamts-Assessors Rost zu 16 Tagen Beiordnung für das Land und insbesondere für die Provinz Oberhessen, sonst Gefäugniß und Tragung der Kosten verurtheilt. Die Staatsanwaltschaft hatte könnte inan unmöglich länger zögern. Wir werden diesen Gegenstand fort- 6 Monate Gefängniß beantragt.
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s..» alte »reußisch- Berggesetz vom 22. Juni 1865 war dort durch königliche an, aus der Unionskirche förmlich auszutreten. Dagegen haben viele Pfarrer Verordnung vom 22. Februar 1867 zur Zufriedenheit aller Betheiligten ein- der Classe Eschwege dem Gesammt-Consistorium Vertrauens-Adrel,en zngesandt. aeiübri Die Vorbereitungen dazu wäre» sehr einfacher Natur. In einer am Wie früher gegen die Appellräthe Martin und Klingender, so ist nun auch 15 December 1866 zu Biedenkopf auf Veranlassung des Handelsministers ab- gegen den Obergerichts-Director a. D. Pfeiffer in Kastel >vegen Unterzeichnung gehaltenen Versammlung, welcher außer dem Regiernngs-Lommissar die Ver-des Aufrufs zur Unterstützung der Renitenten eine Disciplmar-Untersuchung em- treter der Berg- mid Hüttenindustrie jener Gegend, sowie eine Anzahl Berg-^geleitet worden.
Beamten und Juristen beiwohnten, wurden die Bestimmungen der allgemeinen; Breslau, 26. Oclober. Em in der „Schics. Volksztg. veroffentlich- vreußischen Vergordnnng einer eingehenden Prüfung unterzogen und Vorschläge ter Hirtenbrief des Fürstbischofs von Breslau ermahnt zu eifriger Theilnahme kür die »n erlassende Einführungs-Verordnung gemacht; diese legte der Hau- an den Wahlen und fordert auf, Mail,,er zu wählen, welche die unveräußer- delsminister demnächst der Verordnung vom 22. Februar 1867 zu Grunde, lichen Rechte der Kirche nicht preisgeben und dem Herrscherhause unerschüiter- jener Versammlung und dieser Verordnung liegen danach nenn liche Treue bezeugen, aber nicht mit einem Verrathe gegen das Oberhaupt der 1 Sollte cs in Hessen nicht möglich sein, in der doppelten Zeit min- Kirche.
c r -■ c München, 26. October. Der Pfarrer Mahr wurde heute nach zwei-
während im Auge behalten. . . ■ , ,c . . Tk . . .
24 October. In der Untersuchung gegen den Redactenr simgen an der dortigen theologischen Lehranstalt (8eminaiium 1 heodonanum) des Mainzer Journ.« wegen des cynischen Machwerks „Au den Kaiser", Hai am 16. d. Mis. für bas Winter-Semester für 18 Studirende wieder beginnen a stern das zweite Verhör stattgefunden. Die Anklage stützt sich aus folgende la sen ; da d,e Horsale noch versiegelt sind, für die theologische Fakultät im Stelle des Pamphlets^ Di-Majestät des Kaisers steht über den Gesetzen Clerical-Seminar, für die philosophische im Theologen - Convici. Durch ble des Staates er ist für keine seiner Handlungen verantwortlich. Aber so gut westfälischen nltramontanen Blätter wird dies mit Ostcntatwn zur öffentlichen wie der Geringste einer Unterthanen, ist auch der Kaiser an die allgemeinen Kenntlich gebracht, wie sie auch -- wohl nicht zum Erbarmen der betbeiligten Gesetze der sittlichen Ordnung gebunden." In der gestrigen zweiten Vernch- Herren - die Veröffentlich,ing der bevorstehenden Ernennung des Professor muna über diese Stelle ist der Redactenr als Derjenige ermittelt worden, Wei- Dr. Schulte m Paderborn zum Pfarrer in Erwitte (königlichen Patronats) cker den Artikel geschrieben hat — daß er auch „der Verfasser" sei, wurde und des Professor Dr. Hartman» zum Kirchenrechtslehrer an der Akademie in nicht zugestandcn. Herr ü. Kettelet steht übrigens zu den, innerlich und äußer- mit h,r b.16 di-s «eirMe. nm ha« Eollcamm
lich merklich gesmikenen Blatte längst nicht mehr in vertranlichen Beziehungeli. „Germania"-Majunke steht im Genüsse der bischöflichen Gnade. Dagegen gilt das von einem der Caplänc des Dom-Capitels redigirte „Katholische Volksblatt" als ein Günstling Sr. Gnaden — und in diesem in 36,000 Exemplare» im ehemaligen Kurhessen, in Hesse», Baden und Bayer» unter der Land- Bevölkernug verbreiteten Blättchen (meistens der einzigen publicistischcii Geistes- Nahrung, welche die Dorfprälate» zulassen) werden noch andere Dinge aufgetischt, als in dem „Mainzer Journal."
BEsxl? wsnss-wa s «LV «ä «s-i Kossen wndm Es sind polizeiliche Vorkehrung^ gettoffen. antragte Resolution vorwiegend revisionistischen und anticlericalen Inhalts wurde
Berlin, 26. Octobcr. Aas dem Reichskanzlerarnt wird berichtet, daß ein' immt9 angenommen.
sind nicht verunglückt.
Posen, 24. October. Wegen der Geldstrafe von 200 Thalern, Die wegen eigenmächtiger Anstellung des Geistlichen Arndt zu Filchne gegen den Erzbischof Ledochowski erkannt worden war, sind, der „Posener Zeitung" zufolge, gestern die Pferde und die Equipage des Erzbischofs mit Beschlag belegt worden. Von der Personal-Execntion war auf Grund eines ärztlichen Ältestes ua($ fcen Grundsätzen der Revolution zugesiutzten liberalen Monarchien wieder- über den dermaligen Gesundheitszustand des Erzbischofs abgesehen worden. tyolt werden solle, zweitens daß das Land mit der Monarchie eine autoritative
Ein Aktenstück von großer Bedeutung in dem jetzt herrschenden Kirchen- seste Regierung will und nicht die parlamentarische Regierung, die Vorläu- Conflict wird aus Posen veröffentlicht, der Diöcese deö Grafen Ledochowski, die ^rin der Revolution." Wenn dies des Landes Wille wirklich ist, so schlagen
ja überhaupt das Vorrecht genießt, alle Phasen des Kampfes in der höchsten ftait der Kammern Jesn-tensynoden vor, in welchen unter Eingebung von
Steigerung zu repräsentiren. Der Kanonicus Dulinski, der sich bekanntlich Dben alljährlich beschlossen wird, was dem „Volke Gottes" zum Heil und der seiner Zeit weigerte, die Ergebenheits-Adresse des Gnesener Domcapitcls an VZett zum Frieden dient. Das wäre doch einmal etwas Neues zur Unterbre- den Erzbischof zu unterzeichnen, der anchfrühergegen die canoaische Gültigkeit der chung des ewigen Einerlei in der französischen Gründerwirthschaft.
Bischofswahl des Grafen Ledochowski wegen grober Simonie proteftirte, die Paris, 24. October. Die „Libertö" verzeichnet heute die Namen von
Mißwirthschaft bei der Consistorialkasse zur Sprache brachte und durch andere 339 Deputirten, die für die Monarchie eintreten würden. Die Zahl der Un- Handlungen den Groll des Erzbischofs erregte, entwickelte in dieser Eingabe entschlossenen berechnet sie auf 30. Es gibt insgesammt 738 Abgeordnete, so an den Oberpräsidenten die ganze Fülle von Verunglimpfungen, Zurücksetzungen die Republikaner 369 Stimmen, also genau die Hälfte, für sich hätten.
und Kränkungen, denen er in Folge dieser Haltung ausgesetzt worden ein — Wie verlautet, wird morgen oder übermorgen ein Manifest des Gra- Gemälde moralischer Mißhandlungen, wie es zur Charakteristik des Druckes fen Chnmbord erscheinen; seine Partei hofft, daß dadurch einige Stimmen für
geistlicher Hierarchie kaum ergreifender entworfen werden kann. Die kirchlichei^ ^n gewonnen werden.
Instanzen zur Abwehr der Kränkungen und zur Rechtfertigung sind, wie der — General Chanzy hat Befehl erhalten, in Algier zu bleiben. Man be- verfolgte Domherr klagt, ihm verschlossen; Eingaben an den Papst lvnrden fürchtet, die Republikaner würden ihn bestimmen, die Präsidentschaft der Ne
unterschlagen. Im Gefühle dieses unerhörten Druckes ruft nun der Domherr publik zu übernehmen.
den Schutz des Staates gegen die jahrelangen Mißhandlungen an. Die Ex- ' - " ' ' — - -
communication wird ihm wohl wegen dieses vermessenen Schrittes sicher sein, die Staatsbehörden aber werden zu prüfen haben, inwiefern in diesem Falle die Grenzen der geistlichen Disciplinargewalt überschritten worden surd. Das Zeugniß eines so competenten Benrtheilers, daß der Posener Erzbq'chof den Kamps gegen die Staatsgewalt am entschiedensten aufgenommen, und, wie der Domherr zu verstehen gibt, provocirt habe, „da Alles geschieht, wodurch die katholischen Bewohner der Provinz, welche vorwiegend polnischer Nationalität sind und ein hitziges Naturell haben, zu unüberlegten Schritten sich verlocken lassen dürften", muß eine dringende Mahnung sein, den trotzigen Erzbischof
die ganze Strenge des Gesetzes fühlen zu lassen, wie auch das Geständniß, ~ v ....... .... tt,
daß viele katholische Priester und Laien Über die von dem Grasen Ledochowski^von Prälaten, welche seit dem ^Augenblicke, wo die Fürstin Katharina von mnthwillig heraufbeschworenen Calamitäten und Gefahren insgeheim dasselbe Hohenzollern-Sig,maringett im Kloster Sant Ambrogio den Schleier nahm, ihre mißbilligende Urtheil haben, ein werthvoller Beweis ist, daß auf clericaler Hoffnungen auf einen Uebertritt an hoher Stelle in Berlin nie aufgaben; dazu Seite die Schuld an den herrschenden unleidlichen Znständen zu suchen ist. kamen die Prophezeih ungen dcs Bruders Hermann von Lehnin, und Pius IX.
Aus Kurhessen, 24. October. Zwei von den renitenten Geistlichen, selber war bisher überzeugt, es sei gerathen, mit dem Kaiser Wilhelm es nicht Pfarrer Gerhold und Pfarrer Lohr, haben cs Angesichts des strengeren Vor- zu verderben. Wie er dessen ungeachtet ihm den Brief vom 7. August schrei- gehens der Regierung für gut befunden, Stellen im „Ausland" zu suchen, ben konnte, bleibt den Meisten räthselhaft. Die Liberalen jubeln über die Ersterer hat eine Lehrerstelle in Greiz, letzterer eine Pfarrei in Australien an- hervorgerufenen Folgen und sind nun gewiß, daß der italienischen Regierung genommen. Die Abpfändnng des zweiten Strafmaßes, 20 Thaler, ist nun so die noch übrige Arbeit mit der Curie durch den Zwischenfall um vieles erleich- ziemlich bei allen Renitenten vollzogen und denselben so eben das dritte, 30 tert ist.
Thaler, angedroht worden. Uebrigens fangen in Oberhessen einzelne Familien — Die mit dem fatalen Geschäfte der Liquidation bettaute Commission
New eine reim tnu^1 Zahl der i" auf 417.


