Eltern zum Ertränken der Kinder anreizen, werden ebenfalls schwer bestraft
Wechsel.
i," angeflagt,
Amsterdam
75
Oberhessen
4
1864r
156y4
walte Lud orff, Dürr und Aldefeld zu
Carlsbader Mühl- und
m
Augsburg Berlin
Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto
Disconto
texn
änfällen dich tumpfen sollen, wechslung imb ublikum um fo Potenz steigert
Börseniiachri eilten.
27. August 1873.
Seltersweg, empfiehlt nachverzeichne
Adelheidsquelle,
Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbruni,en, Salzhausener, Salzfchlirser Bonifacius- brunnen,
Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen,
Schwalheimer, Selterser (Nassau), Wildunger,
1882r 97’/8 18851- 991/.
1887r IQQi/a
i,aä iitt ttn SÄ*
k.. 8. 983/4 k. 8. 100 k. 8 1047/s k. 8. 105Vs k. 8. 93 k. 8. 105Vs k. 8. 105 k. 8. 1181/8 k. 8. — k. 8. 92Vs k. 8. 1051/2 m. 8. —
I. 8. 1053/s 0/0
blick der Geburt als ein Feind angesehen, und sobald sie das Licht der Welt erblickt, für die nächste Wasserpfütze bestimmt wird? Gewiß gibt es Eltern, die ihre weiblichen Kinder lieben und auferziehen, aber ihre Anzahl betragt kaum 20 oder 30 per Cent.
Die Gründe sind entweder 1., daß das Kind aus Ueberdruß weggeworfen wird, weil die Eltern bereits zu viele Kinder haben oder 2., daß es ertränkt wird, weil die Eltern zu sehr in Kummer sind, daß sie nur Töchter erzeugen oder fürchten, daß die Mutter nicht so schnell wieder schwanger werden wird, wenn sie das Kind zn säugen hat, oder letzteres aus Furcht, daß die Armuth der Familie es der Mutter schwer machen wird, die Milch dem eigenen Kinde zu widmen, während sie sonst sich als Amme vendingm könnte.
„Nun alle diese Gründe sind überaus dumm. Die Menschen scheinen die Thatsache außer Acht zu lassen, daß kein Mensch geboren wird, ohne irgend einen Antheil an den Segnungen des Himmels, und daß Hunger, Frost oder körperliches Wohlbefinden vom Schicksal vorher bestimmt sind ; ganz ebenso mit Sö hnen und Erben, die in noch höherem Grade von dem Beschlüsse des Himmels abhängig sind und nicht mit Gewalt ihm entzogen werden können.
„Alles was diejenigen, welche in Folge von Armuth außer Stande sind, ihre Kinder zu ernähren, zu thun haben, ist, sie in das Findelhaus zu schicken, wo sie auferzogen werden, bis sie Frauen und Weiber werden, und wo sie immer sicher sind, des natürlichen Lebensmaßes sich zu erfreuen. In Bezug auf die Geld- oder Nicht-Geldfrage im Brautkorbe, die Mittel oder Nichtmittel, eine Familie aufzuziehen, sind ja doch die Lebensmittel für solche Kinder
Verausgabung Abstcht, den
genom- als unwichtig Garnison ist. neinschast mit
nicht kostbar.
„Es gibt Fälle genug, daß arme Kerle ihr ganzes Leben hindurch keine Weiber finden können, der Schatzmeister soll aber noch erst von einem armen Mädchen hören, das keinen Mann finden kann, so daß in dieser Beziehung noch weniger Grund zur Aengstlichkeit da ist.
„Aber das Ding muß noch von einer anderen Seite betrachtet werden. Des Himmels Vergeltung ist gewiß, und Fälle sind häufig, daß zahlreiche Mädchengeburten da sich wiederholt haben, wo die Kinder ertränkt worden sind; das heißt, die Menschen tobten gerne, was der Himmel zu erzeugen liebt, und diejenigen gehen zu Grunde, welche sich dem Himmel widersetzen, wie die auch sterben, welche Menschen ihres Lebens berauben. Auch werden sie verfolgt von den Geistern der ermordeten Kinder und können so nicht nur die Geburt eines Sohnes beschleunigen, sondern laufen Gefahr, die Opfer ihres Betragens zu werden.
„Der frühere Gouverneur machte, als er vor einiger Zeit von dem Ueberhandnehmen dieser ruchlosen Gewohnheit in Huepi hörte, in strengen Verboten und Proclamationen kund; aber trotzdem wollen sich viele Armenbezirke und abgelegene Plätze nicht belehren lasten über das, was recht ist, sondern sie klam- m-ern sich hartnäckig an ihre alte Gewohnheit.
„Hia Chien-gin, ein Gelehrter aus Kianghia und andere haben letzthin petitionirt, daß nochmals eine dieses Verfahren streng untersagende Proclama- tion erlassen werde.
„Der Schatzmeister hat nun folgende Proclamation zur Information und Belehrung von Civil und Militär in der ganzen Provinz zu erlassen.
„Dieweil seid Ihr nun gebeten und ersucht, Euch damit bekannt zu machen, daß, da männliche und weibliche Kinder von Eurem eigenen Fleisch und Blut sind, Ihr von irgend einem ungeheuren Unglück befallen werden könnt, wenn Ihr die Söhne nur auferziehet, die Töchter aber ertränket.
Laßt denn alle sich hinfort aufraffen aus ihrer täuschenden Lethargie und ihre Nachbarn ermahnen, diesen schrecklichen Abscheu zu vermeiden; laßt sie denn ihre Familien und Nachbarn von seiner schrecklichen Natur erfüllt werden und mit einem festen Willen sich von seinem verderblichen Einstusse losreißen.
Schloßbrrnrnen, Emser Kessel- und Krän- chesbrunnen, Fachirrger, Friedrichshaller Bitter- ;
wasser,
Homburger Elisabethen- brunnerr.
auf den 27. October er-, Vormittags 9 Uhr, vor dem Kommissar Kreisger.-Rath Schuman n an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmer 13, zu erscheinen."
Wer seine Anmeldung schriftlich einreicht, lat eine Abschuft derselben und ihrer Anlagen beizufügen.
Jeder Gläubiger, welcher nicht in unserem 1 Amtsbezirke seinen Wohnsitz hat, muß bei ■ her Anmeldung seiner Forderung einen am I hiesigen Orte wohnhaften oder zur Praxis »bei uns berechtigten auswärtigen Bevoll- t mächtigten bestellen und zu den Akten atv M zeigen. Denjenigen, welchen es hier an I Bekanntschaft fehlt, werden die Rechtsan-
>sell hm seine is mit Anfang
Actien.
5% östr. F. St. E. B. 354
Lombard. Bahn 191
Ludwigsh. Bexbach 190%
Maxbahn 132
Bayer. Ostbahn 119Vs Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 153
werden.
„Nehmt Euch in Acht und gehorcht I Nehmt Euch in Acht."
OnOtlrfl von der Anglo - Swiss - Condensed - Milk - Comp. in Cha» (£01WCll UlC MUly (Schweiz), pr. Büchse 33 kr., empfiehlt
Gmil Fischbach.
Actien«
Frankf. Bank 148
Frankf. Vereins-Kasse 115Vs
Darmst. Bankact. 424
Rheinische Hyp.-Bank 100 Wien Bankactien 1025 Oest. Creditact. 253
Galizien 120
Lokal-Notiz.
Gießen, 28. August. Man schreibt der „A. Z." : „Nachdem die durch den bekannten Ukas der russischen Negierung von Zürich abberufenen russischen Studentinnen auch von einigen deutschen Universitäten, wie Heidelberg und Straßburg, nicht ausgenommen worden sind, haben kürzlich russische Studentinnen der Medtcin aus Zürich auch an unsere Universität die Anftage gerichtet, ob sie hier ihre Studien fortsetzen dürften. Die medicinische Facultät hat jedoch einstimmig beschlossen, daß dem Gesuche nicht entsprochen werden solle, und sich in ihrem Gutachten principiell gegen das Frauenstudium überhaupt wie auch gegen die einseitige Ausbildung von Frauen für Frauen- und Kinderkrankheiten ausgesprochen.
W, Austin " ' t B
1671) Die Mineralwasser-Handlung von Emil Fischbach, Sorten in stets frischer Füllung :
Kissinger Rakoczy, Carlsbader Salz, Carlsbader Sprudelseife, Emser Pastillen, Soda- und Selterwasser.
Aecht kölnisches Wasser
von Jean Maria Farina.
Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeigers empfehle ich »u 8 fl. ver Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsamst 9 Johann Maria Farina in Köln.
Vorsicht hatte e Great Nor- das V\ ta* aus dem Wege r ist, daß nicht ramstag. Die ir gaben 300 eines Ausfluges h* hm
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G-oldsorten.
fl. kr.
Pr. Friedrdor 9 58V2—59 Vr Pistolen . . 9 38—40
„ doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten ; . 5 31—33 20 Frankenst 9 21 Vs—22 Vs Engi. Sover. 11 46—48 Russ. Imper. 9 39—41 Dollar in Gold 2 24 1/2—251 2
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jedoch nur R , irlehunzeu erlit- |
' Besondere Bekanntmachung^
3896) In dem Particular-Konkurse über das im Königreich Preußen befindliche Vermögen des Wilhelm Schlabach zu Gießen werden alle Diejenigen, welche an die Masse Ansprüche als Konkursgläubiger machen wollen, hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche, dieselben mögen bereits rechtshängig sein oder nicht, mit dem dafür verlangten Vorrecht bis zum 1 October er. einschließlich bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und demnächst zur Prüfung der sämmtlichen, innerhalb der gedachten Frist angemeldeten Forderungen, sowie nach Befinden zur Bestellung des definitiven Verwaltungspersonals
Preuss. 4VzO/o Oblig. 104Vs
Frankf. 3V2% Oblig. 87 Vs
Nass. 4V2° o Obi. 9 2Vs
Kurhess. 4°/° „ 96V«|
Gr. Hess. 5% Obi. —
„ „ 4O/o „ 991/4
n » 31/2% » «53/8
Bayer. 50/0 „ —
n 4l;ä°, 0 1jährige 101
„ 40’0 1jährige 96Vs
Wiirtemb. 41/2% Obi. 101
Baden 4V2°/o Obi. c. E. L. —
Oesterr. Silberrente 66 Vs
„ Papierrente 63
Spanier, neuest. 3% 175/9
Amerik. Bonds 1881r 101
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 27. August. An heutiger Börse waren weder günstige noch ungünstige Gerüchte über die Creditanstalt verbreitet, deren Actien daher, nach ihrem gestrigen Rückgänge in ziemlicher Festigkeit von 252—253^4 verkehrten. Das Geschäft war übrigens sehr still und hat es fast das Ansehen, als hätten die Partheien vorerst wieder einen Waffenstillstand geschlossen, um nach stattgehabter Ruhe zu neuem Kampfe zu schreiten. Die Ver- öffentlidmng der Semestralbilanz der Creditanstalt, mag sie nun ausfallen, wie sie wolle, kann indeß allein den Faiseurs den Boden für ihr Spiel entziehen und einen richtigen Werthmesser für das genannte Effect abgeben. In diesem Falle dürfte sich auch das Privatpublikum wieder eher herbeilassen mit der Speculation Hand in Hand zu gehen und dieselbe in ihren Operationen zu unterstützen. Man sieht der Bekanntmachung der fraglichen Bilanz am hiesigen Platze mit großer Spannung entgegen. Staatsbahn, über deren letztwöchentliche Einnahmen in den ersten vier Tagen sehr Günstiges berichtet wird, (sie sollen fl. 476,000 betragen) waren fest zu 354 während Lombarden in gedrückter Haltung zu 1903/4 schlossen. In Betreff der Liquidation ist zu erwähnen, daß der Deport für Creditactien heute etwas höher, zu ca. 18—24 Kr., normirt. Auf den übrigen Vcrkehrsgebieten herrschte wenig Leben und waren Umsätze ohne Belang. Von Bahnen Albrecht l'/s fl- besser und gesucht. Alte Bayer. Ostbahn offerirt. Von Banken Oesterr-Deutsche höher. Bankverein, Darmstädter, Meininger, Rhein. Creditbank matter. Oesterr. Renten nachgebend. Spanier 179/16. Loospaptere still. Von russ. Eisenbahnen Riask- Wjesma 1 Proc. höher und in guter Nachfrage. Von amerik. Werthen Omaha Vs Proc. besser. Von Wechseln Paris und Wien gesucht. Amsterdam billiger.
Zkrsteigerungeu.
Grummetgras-Versteigerung.
Zr Freitag den 2». August l. I ,
K von Vormittags 9 Uhr an, soll das Grummetgras von den Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden.
Die Zusammenkunft ist am Unterthor. Allendorf n. d Lda., 26. August 1873.
Der Großh. Beigeordnete: Wallenfels.
Prioritäten. 3°/o östr. Stsb.-Prior. 6O5/s 3% östr s. Lombard 497/g 3% Livomeser 33 V4 50/g Toscaner 52 5% Elisabeth.-Prior. 87V4 do. II. Emiss. 853/g
Anlelieiisloose.
Darmstädter fl. 50Loose —
„ n 25 „ -
Kurh. 40 Thlr. Loose 691/2 Nassau 25 fl. — Braunschweiger 22Vs 30 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37'/( 4O/o bayr. Präm.-Anl. 112 40/0 badische Locse 11O1 4 Badische fl. 35 Loose 691/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 92i/2 1858r Prioritätsloose 198Vs 1860r Loose 92V-,
Ieilgebotenes.
Neue holländische Dollhäringe empfehlen 3397) I. A. Busch Söhne. 3884> Goldfische bei ___________ Wilh. Balser.
s Neue holl. Vollhäringe einpfichlt Emil Fischbach.
Mch.una ihres greifen Vaters, Kriegsdienste zu leisten, selbst zu übernehmen. .Wenn diese Ermahnungen von irgend Jemandem noch als bloße Worte Diese Beisviele reiaen von welch' kindlichen Jnstiucten Mädchen vor Alters.betrachtet werden, und wenn irgend Jemand mit bewußter Verruchthett sich Ke eeit waren Auä in ieiuqer Reit fehlt es, wie der Schatzmeister glaubt, weigert, ein neues Blatt anzusangen, dann werden sie (mit einem Grad größe- nickt an Mädchen die gleich bereitwillig sind, für ihre Eltern sich zu opfern ter Strenge) nach dem Gesetze über die Bestrafnng der „absichtlichen Tödtung nb7r die Namen ihrer Familien durch Beweise kindlicher Ergebenheit zu ver- von Kindern und Enkeln" behandelt werden. Verwandte, die mit solchen Ver- R.rrri*en Da dem so ist wie kommt es denn, daß eine Tochter vom Angen- brechern wohnen und es verabsäumen, die Kinder zu retten oder absichtlich dn j)Crn u) ■ 1 I ', ..... ........ 0.4,4- Vav ntm ßFrtr/mFon hpr @inbpr AtiTPiiPn hiprbpn PÜPnkolls schmpr Rpftraff
Sachwaltern vorgeschlagen.
Wetzlar, den 23. August 1873.
Königliches Kreisgericht.
(grftc Abtheilung. Appollinarisbrunnen
ern bach Md 27 & \


