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Wechsel.

/2

östr a. Lombard 49 /,

3%

5

Elisabeth.-Prior. 84

5.0.V

3° o Livorneser 33 */2 5% Toscaner 543 8

Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto.

Disconto

Biirsennachrichten.

26 Juli 1873.

Actien.

Frankf. Bank 145

Frankf. Vereins-Kasse 108

Barmst. Bankact. 398

Rheinische Hyp.-Bank 981

Wien Bankactien 1017

Oest. Creditact. 226 Va

Galizien 118

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 25. Juli. Die Börse setzte ihre gestrige schwankende Tendenz heute fort. In Berlin hat die Contremine bereits wieder die Oberhand gewonnen und durch bedeutende Blankoverkäufe in Creditactien die Course gedrückt. Auch hier fanden bei Beginn des heutigen Geschäftes starke Blankoverkäufe statt. Für Staatsbahn war die Stimmung wenig aünsttq Es scheint, daß die Nachricht von einer neuen Actiencommission verstimmend wirkt. In Berlin herrscht die Besorgniß vor, daß die Affaire Johann Hoff nicht ohne weitere Folgen bleiben werde und dürfte auch die Lage so manchen neugebackenen Instituts keine sehr erfreuliche sein wie neuere Vorkommnisse darlegen. Creditactien, gestern 226, bewegten sich heute zwilchen 223V» und 224* 2- Staatsbahn, gestern 350, blieben 3483/4; Lombarden stagnirten zu 194*/-- Auf den übrigen Verkehrsgebieten gab sich wenig Leben kund. Von österr. Bahnen waren Elisabeth etwas matter. Von Prioritäten Fran; Joseph niedriger. Bayer. Ostbahn Vs Proc. matter. Von Banken Deutsche Effectenbank und Oesterr.-Deutsche fest. Wurtt. Vereinsbank etwas besser. Bankverein V» Proc., Meininger % Proc., Darmstädter 2 fl. matter. Silber- rente nachgebend. Spanier 1 Proc. besser, wegen der angeblich in Aussicht stehenden Coupon- zahlung. Von Wechseln Amsterdam höher, Wien matter. Sovereigns 1 Kr. matter. Pnvat- disconto 4*/r Proc.

k.. 8. 98>/r k. 8. 100 k. 8 1047/8 k. 8. 1051/1 k. 8. 93 Vs k. 8. 1051/8 k. 8. 105 k. 8. 118'/, k. 8. k. 8. 92Vs k. 8. 105 m. 8.

1. 8. 1043/. 0/0

40 g 1jährige 957/b

Würtemb. 41/2% Obi. 100<b Baden 4*/2°/o ObL c. E. L. 101 Oesterr. Silberrente 65%

Papierrente 603/. Spanier, neuest. 3% 17 Vs Amerik. Bonds 1881r 993/.

n 1882r 963 .

n 1885r 98'/6

n r 1887r 99

dem Vorsitzenden: Großh Oberst-Stallmeister Freiherrn van der Ca­pellen, Excellenz,

dem 1. Stellvertreter des Vorsitzenden: Geheimer Commerzienrath, Bank-

Director Wendelstadt,

dem 2. Stellvertreter des Vorsitzenden: Großh. Oberst z. D. Klingelhöffer, dem 1. Secretär: Großh. Hosrath Dr. Kunzet, dem 2. Secretär: General-Agent C. Gaule und dem Kassier: Großh. Stabsquartiermeister a. D- Köhler, gebildet worden ist, glaubt der Verein zum Beitritt einladen zu sollen. Zu diesem Behufe sind bei allen Großherzoglichen Bürgermeistereien Formulare zur Subscription und Einzeichnung der Beiträge offen gelegt.

Nach erfolgter Subscription und Einlieferung der Beiträge werden den Mitgliedern die Statuten, die Mitglieds-Karte und Quittung über den Bei­trag übersendet.

Die Anmeldungen zum Beitritt können auch auf dem Bureau des Thier-Schutz-Vereins zu Darmstadt, Hügelstraße 13, erfolgen, wohin auch die Anzeigen über Gesetzes-Uebertretungen abzugeben sind.

Darmstadt, den 1. Juli 1873.

Der Thier-Schutz-Verein für das Großherzogthum Hessen.

Der Vorsitzende:

Freiherr van der Capellen.

Bezugnehmend auf vorstehenden Aufruf benachrichtigen wir das hiesige Publikum, daß den beiden Rathsdienern Moll und Schmidt Subscriptions- listen zugestellt woroen sind, die sie auf Wunsch zum Vollzug von Einzeich­nungen vorlegen, auch die gezeichneten Beiträge in Empfang nehmen werden.

~ Gießen, 22. Juli 1873.

Gtoßherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Goldsorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5758 Pistolen . 9 3840

doppelte 9 3840

Holl. fl. 10 St. 9 5254 Ducaten . . 5 3032 20 Frankenst. 9 20*/3211/2 Engi. Sover. 11 4648 Russ. Imper. 9 3941 Dollar in Gold 2 2526

Nachdem der Thier-Schutz-Verein für das Großherzogthum

Hessen, über welchen Seine königliche Hoheit der Großherzog 2812) Das Annoncen-Bureau von Rudolph Molle, vertreten durch B. das Protectorat Allergnadtgst zu übernehmen geruht haben, gegründet, «eibinrt$fc[t)Cr in Gießen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, die Prüfunq und Annahme der Statuten durch eine constituirende Versamm- Empfehlungsanzeigen, Kauf- und Verkaufgesuche, Stellengesuche, Familiennach- lung erfolgt und das Bureau, bestehend aus: richten u. s w. als besonders zuverlässig zu empfehlen__,

derselbe Wagen abermals, jedoch ohne Insassen unseren Ort pasflrte und gleichzeitig lautes Hülferufen von der unterhalb Ehringshausen vorbeifließenden Dill her erscholl. Leute, die durch den Hülferuf aufmerksam gemacht, nunmehr an bie Dill eilten, fanden h'er einen Wagenlenker durchnäßt am Ufer sitzen und erfuhren von demselben, daß eine beiüen Begleiter sich soeben m das Wasser gestürzt und in demselben ertrunken seren. Die angestellten Recherchen bestatten diese Aussage auch insoweit als richtig, als bald darauf zwei männliche Leichen in der Dill aufgefund!/ und gelandet wurden. Die sofort eingeleitcte gerichtliche Unter>uchung hat den mysteriösen Vorgang nun folgendermaßen aufgeklärt: . r ..

«wei Brüder aus dem Amte Rennerov beabsichtigten ihren dritten, an Tobsucht leiden­den Bruder, der einige Tage vorher vergeblich versucht hatte, sich durch einen Schnitt m den Lais das Leben zu nehmen,'nach Gießen in die Klinik zu brmgcn, wurden aber dort abgewre- sen Auf der Rückfahrt war der Eine von Beiden eingeschlafcn, nachdem er das Fuhrwerk und den' Kranken der Oblutt dcö zweiten Bruders anvertraut hatte. Dieser mußte nun wahr>cheln- lich den Tobjüchtigen'seiner Fesseln entledigt haben, denn der Letztere entfloh plötzlich von dem Wagen, um durch einen Sprung in die nahe an der Chaussee vorbeifilcßende Dill einen wettern Selbstmordversuch zu unternehmen. Der Führer des Wagens weckte, als er dies gewahrte, seinen schlafenden Bruder und beide liefen nun dem Kranken, der bereits m dem Wasser ver­schwunden war, nach, um ihn womöglich noch zu retten, und stürzten sich zu diesem Zwecke ebenfalls in den Fluß; doch der Rettungsversuch gelang nicht nur nicht, sondern der Eine der beiden aufopferungsvollen Brüder wurde noch das Opfer seiner Bruderliebe, indem er gleich dem Kranken ertrank. Rur dem letzten von den dreien gelang es noch mit genauer Noty sein Leben zu retten. Die Leichen der Verunglückten wurden demselben sodann zur Verfügung ge­stellt und von ihm nach seiner Heimath gebracht. Welcher Empfang mag dem Beklagenswerthen dort 9c*°^iJe^Uog;@nüben n Was in manchen Blättern unter der RubrikTheaterkritik" zu Tage gefördert wird, das geht oft in's Aschgraue und Zeisiggrüne. Wen mochte es nickt kühl um's Gesicht wehen, wenn er z. B. bei jetziger Julihitze m einem Schwe er Blatte fol­genden Erguß eines Theater-Referenten liest:Die alten Griechen gaben Apollo, dem Gotte der Dicht- und Tonkunst, den Beinamen Musagetes, d. h. Anführer der Musen. Ist auch in unserm materiellen Zeitalter d.c Zahl der echten Verehrer jenes Gottes eher kleiner denn gro­ßer geworden, so sendet er doch noch von Zeit zu Zeit aus dem Olymp, aus dem Himme des idealen Boten unter die Menschen, daß sie ihn auf Erden repräsentlren und das Reich,feiner rwigen Herrschaft hüten. Ein solcher Sendling von Apollos Gnaden ist der unermüdliche Director unseres Sommerthcaters Herr Heuberger."

* (Bon der Wiener Weltausstellung.) Mancher Norddeutsche, schreibt DieDorfztg., versteht das Wiener-Deutsch nicht in seine Muttersprache zu übersetzen! Em solcher trat tn eine Restauration, um zu speisen Sogleich nahm ihn ein Kellner m Empfang und fragte: wollen s, anä' Herr, entcn oder drenten speisen?" Der Herr denkt: En en hab ich schon genug gegeben, so will ichDrenten" essen, das ist mir dock ciwas Neu«! Drenten! sagt er also dem Kellner. Dieser schiebt ihn höflich in's nächste Speisezimmer! Hier derselbe Empfang, dieselbe Frage, dieselbe Antwort! Sofort wird der Herr in s dritte Zimmer geführt! Da wird es ihm doch zu arg!Mein Gott!" ruft er aus,ich will jaDrenten" speien; warum schiebt man mich immer wieder aus einem Zimmer in s andere? Entenbraten liebe ich nicht. Glücklicherweise hört einSprachkundiger" den Disput und klärt die Sache auf. Enten heißt auf Wienerischhier" unddrenten" drüben. Da nun der Fremde immer verlangt hatte, Dren­ten zu speisen, so hatte man ihn aus einem Zimmer in's andere, drenten, geschoben. Zuletzt aber, als er sich an die Tafel gesetzt, was offerrrte man ihm als Braten: cm Stuck Entenbra­ten. Er daher sckließlich dochEnten in Drenten!"

Falsche Münzen und Werthzeichen. Uns liegt ein amtliches Verzeichnig über die in letzter Zeit namentlich häufig aufgetauchten falschen Münzen und Werth- zeichen vor, dem wir folgende Angaben der hauptsächlichsten Falfificate entnehmen. Von Preußischen Silbermünzen giebt es Falfificate der Siegesthaler von 1866, ferner der Thalerstücl'e mit der Prägung von 1818 D, welche beide an dem fehlendenmit in der Umschrift zu erkennen und in neuerer Zeit auch der Thalerfiücke mit der Jahres­zahl 1814 und dem Bildnisse Friedrich Wilhelm HL in ziemlich schlechter Prägung. Außerdem kommen Preußische Fünfthalerscheine von 1856 mit blauem Rande vor, er­kenntlich an dem oerschmienen Buntdruck, der unleserlichen Schrift und dem weichen, lappigen Papier. Auch 1-Thaler-Cassen-Anweisungen Ser. Vl, Fol. 155, Littr. B. 9,774,769 sind gefälscht. - Von ausländischen Münzen find anzufübren: Oester- reichi che Gulden und Sächsische 10-Neu-Groschenstücke von 1866, 20-Fr.-Go!dstücke mit d-m Bildnisse Napoleon III und der Jahreszahl 1870 mit sehr scharfer Prägung und nur am Gewicht als falsch erkenntlich; ferner Badische 10 - Fl. - Noten, aus photo- araphischem Wege hergestellt, die an dem mangelhaften oder ganz fehlenden Waffer- stempel zu unterscheiden sind. Amerikanische Dollar-Noten werden selbst von Kennern nur mit Vorsicht angenommen, da die Falfificate so genau nachgemacht find, datz sie selbst in den Amerikanischen Staatskassen unentdeckt angenommen und wieder veraus­gabt worden. Von Zins-Coupons der Bergisch Märkischen Eisenbahnen a 2 jtplr. la Sgr., fällig 1 October 1872 und den Oberschlesischen Eisenbahn-Priorttats Obligationen Lit. E. zu 1 Thlr. 22 Sgr. mit Coupon No. 18 per 1. October 1872 existiren Falsi- ficate, die man neuerdings auf den Bahnhöfen unterzubringen versucht hat. 3« -pejUö auf die cntwertheten Friedrichsd'or aus den Jahren 17a0 und 51, Werth: 5 Thlr. 12 Sgr. 6 Pfg; 1755 bis 1757, 1764 und 1765, Werth: 3 Thlr. 10 Sör.; 1759, Werth: 1 Thlr. 15 Sgr.; 1766, Werth: 1 Thlr. 22 Sgr. 6 Pfg ; 1767, Werth: 1 Thlr. 20 Sgr.; 1754 und 1758 ganz ohne Werth ist anzuführen, daß nach den Ermntelungen der Münze nur noch eine kleine Zahl im Cours oder in den Münzsammlungen sich befinden toll. Sic tragen übrigens alle die Prägungsbuchftaben A und U- Unbe­dingt werthlos sind alle Russischen Rubelscheine von 1100, welche bis 18a5 m -Cours gesetzt sind, desgleichen Königlich Sächsische Cassenbillets von 18a5; Preußische Banknoten über 50 Thlr. von 1845; Schwarzburg-Rudolitädter Cassenscheine u l und 5 Thlr. von 1848; Schwarzburg-Sondershausener Cassenanweisungen ä 1 und 5 Thlr. vom 11. März 1854, ä 10 Thlr. vom 20. December 1855; Braunschweigische Bank- unb Darlehnsscheine ä 1, 5, 20 Thlr. vom 7. März 1842, und Brauaschweigifche Banknoten ä 10 Thlr. Gold von 1856.

Preuss. 4,;3°/o Oblig. 103 4

Frankf. 3V?/o Oblig. 87

Nass. 4V2°/o Obi.

Kurhess. 4°/° n 955/a

Gr. Hess. 5% Obi. n « 40/0 99

n 31/2% n -

Bayer. 5% n 4V»°/o 1jährige 102 ,

do. IL Emiss. 82

Aikleliensloose«

Darmstädter fl. 50Loose

n n 25 n -

Kurh. 40 Thlr. Loose 69 V* Nassau 25 fl. 453/4 Braunschweiger 23 30 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37 40,0 bayr. Präm.-Anl. 111 40/0 badische Locse 109 Badische fl. 35 Loose 68 Oestr. fl. 250 v. 1854 92?/k 1868r Prioritätsloose 198 l840r Loose 93 Va 1865r

Actien«

50/0 östr. F. St. E. B. 349 Vz Lombard. Bahn 1941/?

Ludwigsh. Bexbach 187>

Maxbahn 131V2

Bayer. Ostbahn 120 Rhein-Nahebahn-Act. Hess. Ludwigsb.-Act.

Oberhessen______

Prioritäten«

30 0 östr. Stsb. Prior. 60 V4

a l gemeiner Anzeige r.

Besondere Bekanntmachungen.

Bekanntmachung.

3451) Die am 15. d. Mls. fällig gewesenen Pachtgelder von städtischen Triebvierteln können in den ersten 8 Tagen an den Zahl­tagen Dienstag, Donnerstag und Samstag ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden.

Gießen, den 28. Juli 1873.

Der Stadtrentmeister: Enders.

Oeffentliche Aufforderung.

3440) Nachdem Kaufmann Louis A l l- menröder von Lang-Göns mit seinen ge­richtsbekannten Gläubigern ein Arrangement abgeschlossen, dessen Einsicht denJnteressenten in der Registratur des unterzeichneten Ge­richts freisteht, werden alle gerichtsunbe­kannte Gläubiger desselben aufgefordert, binnen 14 Tagen ihre Forderungen bei ^unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen und etwaige Einwendungen gegen das Arrange­ment geltend zu machen, widrigenfalls das­selbe bestätigt und in Vollzug gesetzt wird.

Gießen, den 22. JuU 1873.

Grobherzogliches Stadtgericht Gießen In Erledigung der Stadt­

richter- Stelle:

Ouvrier, Scriba, Stadtg. - Assessor. Stadtg. - Assessor.

Verkauf zum Abbruch.

3438) Samstag den 2. August 1873, Mittags 1 Uhr,

soll auf hiesigem Rathhause ein zweistöckiges Wohnhaus, 6,3 Meter lang, 5,5 Meter tief, zum Abbruch öffenlich versteigert werden.

Lich, den 25. Juli 1873.

Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.

I. A.:

________K- Schön, Bezirksbauaufseher.

Dienstag den 29. d. Mts.,

Z Abends 6 Uhr,

soll die Hafer-Erndte von circa 2 Morgen, der Selterspförter Schäferei-Gesellschaft ge­hörend, am sogenannten Haasenköppel, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 26. Juli 1873.

Der Vorstand.

Wrsteigerungen.

Main-Weser- Bahn.

Verkauf v. Bahnschwellen.

3447) Freitag den 1. August d. I. sollen auf dem Bahnhof zu Gießen eine große Partie alter Bahnschwellen öffentlich an die Meistbietenden veikaust werden.

Der Anfang ist des Nachmittags um 3 Uhr dem Postgebäude gegenüber.

Gießen, den 28. Juli 1873.

Der Bahnmeister: Gerhard.