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»er rvaagelischtn Gemeinde zu Gießeu.

m 26. Jan ua r

ihre Ziele in Berlin wohl kanute, >st kein Htvderaiß für d e 8nbil#auag der frenadlichßen Veziehvogen zwischen Deutschland und der österreichisch - ingarischra Monarchie gewesea, und daher können auch di Veröffentlichungen drg Herzog« don Dramont diese Beziehungen in keiner Weise trüben. Aber nichtsdestoweni­ger < eine unerhörte diplomatische Rücksichtslosigkeit, wenn die geheimste» Verhandlungen de« Wiener nnd Pariser üabinet« von de« franzöfischen Staats­mann an'« Licht gezogen werden, der selbst Die Verhandlungen geleitet hat.

Wenn Gramont sich zu seiner Entschuldigung betreff« der Veröffentlichung auch daraus beruft daß er gereizt nnd provocirt fei, desto schlimmer für Frank reich. Wer sich eit Frankreich in Unterhandlungen einlägt, muh also, bei den völlig schwankenden verhält» ssu de« Staate«, stet« fürchten, daß ein gestürzter Minister, nm feine angegriffene diplomatische Ehre zu vertheldizea, Dinge vor die L) ffentlichkeit bringt, die zu verschweigen seine heiligste Pflicht wäre. Daher der sehr gerechtfertigte Verdruß der französischen Regierung, die sich vielleicht daraus tie Lehre entnehmen wird, daß man auch bei der Verfolgung bereit« be> Hf fiter Gegner mit einer gewissen Mäßigung verfahren muß, und niemal« aus- schließlich den Eingebungen eines leidenschaftlichen Haffes folgen darf.

Widerstand der Deutschen und Ungarn und insbesondere auch des gegenwärtigen Leiters der österreichischen Politik g scheitert. Die Beuß'fche Politik obwohl man

« o e e e g d i e n ft.

| Morgens: Pfarrer Sandmann.

i Nachmittags: Eandedat Sommerlab aus Iheber«

1 Ä Wöllstadt.

(Ordination )

2chwei;.

Bcra, 23. Jan. D,e Aatrag«, welche der auf den 27. d. Ml«, rinde-

England.

Loadoa, 23. Jan Das nach Australien bestimmte EmigrantenschiffNortd- fleeß- ,st grp.rn Nacht im Eanal, wo es ankerte, von einem aastänDischea Lumrfee ntedergerannt worden, von den 412 «uswankereru und der Schiffs- mana.chafi wurden nur 85 gerettet. Der Name des Dampfers, »rlch.r ohne anszuhalten weiterfnhr, ist uaDekanat.

eii* t<« 8if4ef« Bestellung tut« SH Uum« .^errwrfn«

«« Rt»ifit>i te« Dietefeu. Brrtenge«. er.f r».,c e*mr, s-hrer »er fchwe.zerifch.n Ultramontanen, b«i tim Bischof Lachat «iit Zustuchiastätte 1W_ geboten.

Deutschland.

ließen, 24. Jan. ImFranks. Iourn." äußert sich ein Eorrespondent folgendermaßen: Die Lage der für unsere Siadt ueb Universität gleich wichtigen Frage über den Platz für dos neue große Universitäts-Gebäude hat sich gänzlich geändert. Es ist im akademischen Senate unerwartet ein ganz neuer Antrag für einen bisher nicht in Rechnung gezogenen Platz in der neuen schönen Anlage qe stellt worden, der eine Art Eomprowiß zwischen den streitigen Ansichten bildet und von der Majorität des Senats zum Beschlüsse erhoben woroen ist. Es kommt freilich nun darauf an, welche Stellung der Gemeinderath zu diesem Bl- schluffe der Universität nehmen wird. Da aber dieser Platz allerdings geeignet scheint, ebenso den Interessen unserer Stadt als der Universität gerecht zu werden, auch bereits die öffentliche Meinung überwiegend für sich haben dürste, wenn seine Wahl auch manche Privat-Intereffen durchkreuzt, so wird der Gemeinderath, dem gerade die Interessen der Stadt vorzugsweise durch diese Wahl gewahrt scheinen, wohl seine Zustimmung geben.

Berlill. Da« Kaiserliche Postamt erläßt folgende Bekanntmachung, betreffend bk Versiegelung der Briefe mit Werthong.be. Mit Genehmigung des Fürsten Reichskanzlers wird für den Verkehr innerhalb des Reichs Postgebtetes in Bezug aus den Verschluß der Briefe mit Werthangabe die Aenderung getroffen, daß fortan statt der bisherigen fünfmaligen Versiegelung auch eine Versiegelung mit *»ei (bezw. mit drei oder vier) Siegeln für ausreichend erachtet werden soll, wenn nach der Einrichtung de« verwendeten Eouverts durch die zweimalige (bezw. drei- oder viermalige) Versiegelung der Inhalt de« Briefes vollständig gesichert ist. Nach näherer Anordnung des Generalpostamts angefertigte Mustercouveits, welche zu einer zweimaligen Versiegelung sich eignen, sind bei fämmtlichen Reichs- Postanstalten ausgelegt und werden dem Publikum aus verlangen zur Ansicht vor- gezeigt. Die betreffenden Mustercouverts gelten in Bezug auf Form und Schalt' al« Maßstab; in Bezug auf die Größc nur insofern, al« wesentlich größere Eou vert« zu einer zweimaligen Versiegelung nicht mehr geeignet sind, indem der innere Schutzstreifen dann für den Zweck Der S cherung nicht mehr ausreicht. Die Art unD Stärke des Papiers oder fonstigen Stoffes zu den Couverts tleibt noch wie »or dem freien Ermessen der Sarrefpondenten überlassen. Nach Orten außerhalb des Reichs-Poßgebietes gerichtete Briefe mit Werthangabe muffen bis auf Wei- teres noch in der bi«her vorgeschriebenen Weife verschlossen werden.

Berlin, 15. Januar 1873. Kaiserliches General-Postamk.

Bcrllll, 23. Jan. DieRordd. 80g. Ztg." veröffentlicht nachfolgendes Schreiben des Kaisers an den Fürsten «eichskanzler v. Bismarck:Berlin, 1. Januar 1873. Sie wissen, wie mit schwerem Herzen ich Ihren Wunsch erfüllt habe, indem ich Sie vom Vorsitze im Staatsministerium entband; aber ich weiß, welche geistige und körperliche Anstrengungen zehn Jahre dieser Stellung von Ihnen verlangten, und will deshalb nicht länger ansteheu, Ihnen Erleichterung zu bewilligen. Zehn inhaltschwere Jahr« liegen hinter uns, seit Sie Der Bern- ung, an Die Spitze Der Verwaltung Preußens zu treten, Folge leisteten; Schritt für Schritt hat Ihr Rath mich in Den Stand gesetzt, Preußens Kraft zu eut- »ick.l, lad Deutschland zur äiniguug ju füörts; Ihr Na-« stellt unau«Ibf*li6 tn der W-Ichlchl« Preu|en» «ab DeutfWant« «erz'ichnet uab tu höchst. Caer- tennung ifl Ihnen »an all«« 6«it«n gerecht p Ihn, geworden. <Q-nn ich nUmig«, batz El« dir mit fe stcheree uab srster Han» geführte Verwaltung *,rl,uB'u "l'd"l-gr-, so werten eit mit trrfelben b,ch uattr gortfübrug tut pdlttischrn Hufgabta in Verbindung mit btn.a btr b«ul(4«n NrichrkaujUrst-lluaa im «ngflia Zusa--.nh.ag bleiben. Durch Verleihung btr B-illunten - Jnstguie, mtut» Dobra e<tnarj<n Mtlcrorb.a« w.ll ich du n.fte «nlaf« bta erneuten 2*** mttntr hochst.a an.rftnneng uab ait »erlöschrnden vaakdaik.it g.b.n, Wbgta bit gewährten geschäftlichen Erleichterungen bit Kräftigung btr ®<faab- Dtlt sich"«, bit Sie hofft« uab ich wünscht, b.rnit Si« langt noch brm .ngtrtn «ab ernenn vatrrlaabt uab mir Ihre bewahrten Dienste etomtn bauen. Ihr treu ergebener, banlbartt König vlilhelw.-

Strlin, 24. Ian. BbatcrtatltaDuu«. Huf bit Interpellation Dotlbrra'«, brtr. tu auowanterung au« bta Ostprovinzrn uab dagegen ju trrff.abt Negierung«, mojrrg.lu, «rwibtrt brr Minister b.« In.t.n: to.nn man Freizügigkeit grwährr lonnt man bl« Butaanterung nicht htschränkrn; auch las. sich durch Poliznmoh. rtgrln bagegen nicht« au.nchtrn; b.« iSu«i»anbtrung«luf)igtn muff: durch ®.(e6 uab Matzregeln bi« Httwaih »mH gemacht w.rbrn, damit ßr du Wägung iuai ®anu,n ,,,lllr,a txbung dtr »irthschaftiichrn v.rhältniff. »trde am

»tst.a «nig.g.n,«wirkt. Du Negi.n-n, richt, «urauf ihrujna.rl unb rtcha. aus Dtr Mitwirkung des Hause«.

Posea, 22. Ian., Morgen«. Eine von polnischer Seit« veranstaltete Volk«' verfammluag, welch, gestern hier in Angelegenheit Der neuesten M.nistenalverlüav',a betreffend Die B-schrankung Der polmfchen Unterrichtssprache und de« pormschen Sprachunterricht« an höheren Lehrat-stalten Der Provinz Posen ßaitsavD, ist polt- zstlich aufgelöst worden. ' * * '

Rom, 18 3" Das heut« ausgegeden« Heft DerCtvllta Eattolica' bespricht 'm gewohnten Eurialßpl Wirkung nnd Folgen Der bekannten Deutschland betreffinren Stelle in Der «llocniion des Papstes vom 23. Deceebrr Unter- cefc verbot man in Deut chlanv die veröffentl.chnng des lejte« jener Alloeniion Damit Keiner sie lesen und die infame Betrügerei nnD Verleumdung gewahr »en len sollte, und man Drohte alle Strenge der Behörden und Gesetz« den katholi. schen Ze.tnngen au, falls sie die Kühnheit Haden sollten, Die Worte de« Papste« wlederzugeben. Nachdem Die Regierung so Die öffentliche Meinung durch ihr« Anhänger und Sklaven hatte vorbereiten lassen, schritt sie zur Rache, gab ihr aber Dm Anstrich berechtigter Repressalie. Al« der Graf Arnim von der Ver­tretung Preußen« beim heil. Stuhle enthoben worden war, um sich feiner bei ein Frieden«verhandlnngen mit Frankreich zn bedienen, war in Rom ein lunger Wann, em einfacher Lieutenant im prevßifchin Heere, ein gewisser Stumm Le- gattongfecretLr, belassen worden; er blieb beauftragt, Da« ,om Grafen Arnim bi« zum 20. September 1870 in einer W«is«, Die jetzt Jeder kennt, dnrchg.führt« Werk fortzufetzen. E« war eine Ma«ke diplomat.fcher Vertretung beim heil. Stuhle, zu Direkter und wirksamer Dienstleistung für Diejenigen, welche Rom und Den lMli(ben Staat besetzt hielten." Diese Darstellung enthalt außer Der unver- f$ämten Verleumdung im letzten Satze thatfächiiche Uarichtigkeiten, Di« zeigen, Da" Cfr Er erfasset sich nur Den Anschein gibt, genau unteriichtet zu fein, un) Die beabofb berichtigt werden mögen. Herr Stumm ist nicht nach De« Wrngang de« Grafen Arnim, sonderu erst nach Dem de« Herrn v. Oerenthall als Vertreter Preußen« bei» heil. Stuhle beoollmächtigt worden; Den Dienst ,m preaß'schen o«,«« Hutt, tr ottlaffia, «Hk «r in bit biplornaiisch. Luufdahn übtraina Wo* gruublor«, an» «bta fe »t«ß» ist ba«, wa« in ».. ,«!, (.,« .(* <pl -D" k-»s«rlich« Jlrflitrung in Berlin, welch, »i. g,chi.u B fchw.tden wohl ahni«, bi« ».r Papst in »ub.Irachl b.« in v.uischianb ratf.fTrltan Berfolauaa tau» geben mujt., h.e schon »ea Ei.mm »orb.r in Rea.ta.g gp.'g M bereit haltea soll«, mit uabestirnmiem Urlaub abzureisen, fob.le derartige 8e- ffc4w/rC" »urbea... DI, Zag.lblätt.r te, iulie.il*. n Regiere,,

br«<brn darüber ia Wehklagen aa«, weil ste ia Heern Ctum. einen nulrichiiae, «reue» unb einen »ortrefflchra un, lehr geriebenen Diplomaten »rrlorea - Die Sahn« br.ht sich mit Hern winb«, und zwar dahin, wohin bi« Herr«, wo-,. Obrn iH erein junger Mann, ein blotz.r Lieutenant, ein geeiffertuem hier «invortresflicher and sehr geriehener D-plomal.« Such die (olgrni, Rotiz ist a I*' ®° d'i|t:Raum kaue nun die Nachricht »on »er «lloeuiion in Öerlim 1« "I"» ®lulnn v's'h'r »o« «cm abjurnfen. Die Nacheicht ... vicntag« gehaltrnen stlllolution t» mit «»gäbe »r« Wortlaute« »er Deutschlan» betrrffenben Stelle Dienstag seih in Berlin angelangt, während bie Ibreife ..» um folgen».n Montag stattgefunden hat. Mau fleht, »oh e« teedioflla* auch »ier weniger auf wahrheitsgemäße Darstellung »er Thatfachen, al« darauf an. tommt, dirfrlbrn in ihrem ginne zu,»stutzen un» an«,»beuten. Wenn ste »abel auch der Person te« Bedollmächtigteu einen Hieb zu »ersetz i facht, fe folgt fi, °r <lr ,ini|,r d'U'lch-' Slätte«; » st. ihre, italianifch.n L.sern nicht

ba« H.Itge Wortspirl mit feinem Noa«, austisch.n kann, w;.» le b:tau.rn. Di« pr.,jii4e ®rfan:tf4aii an päpstlichen Hof« bleibt unteneb nach wi« oor off.u.

der »atilan fchen Sammlungen werten ihr ia gewebnter Weife oom Ma,o,domat zur Verfügung gestellt; «ufgeboben »,e ter Hand i?»'i<h-i> »on ter Unterbrechung de. diplomatischen B.rkehr« im eigentlichen' ginne, nur die Verwendung »on Briten ter «.fandtichaft zur Gewähr.,, uo, Nudiinzrn beim heil. Vater. H.rr Legationsserretär Stumm ist ,oa ö eti, in |iiu« rheinische Heimath »bgereist, und bei dem Urlaub auf uabejlimmte Heil bat c« vorläufig fein B wrodea. ° w

JranFreid).

vilkie, 22. Jan. Die $«titiou«eommi|Rou hat khier« »eraommeu, w.lchrr ®i« Verantwortlichkeit für bi« BuUetifu.g »e« Prinzen Napoleon auf flch nahm

C» Bericht ber «°mm,fston werte de-,och ben Xitel de. N.gi.ru.g («Ibalten. Die Drei6iger.Somm.fgoa hat mit IS Btinrnm gegen 9 .mich ec<u, t«6 Z6nr« nur gehört Beeten foD, wenn r« sich «bst>mmu°g über e'u «eir| bantelt. Dt« Sommtfgon hat den «rst.n Irt.kel m.in.m »m.ndement uon Decaj«« angenommen, welche« will, ta| Hin« bei B rha.dlungen über «rfetz. entwürfeju bereu fei, jedoch vorbehaltlich te« zweiten Betitel«, betreffend tie 8*. > i, TM... _ M..'.: . 6» Ige »<t Üaidäeuagen,

m Ä ,er C" l>'hlien«eommifgon gegeben hat, ist, wie »erffchert wirt ter Bericht über tie Petition te« Peinzen Napoleon vertagt Worten.

, Parist, 24. Jan. Die vucher der «rsellfchostSo« öt« industrielle- war- den in So^e des Folliff-ment« m:t Beschlag belegt. Bei mehreren «tmimstra. toren ter Gefillfchast fanden Hougsuchung.n statt, namentlich bei dem früheren Hnndriaaeinißer 86(«ore unb dem früheren Präfenrn St. Paul.

Staltee.