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Mr, Diarrhö , LLwmdel, W ; Lchwanßttschch ,d)t. - Auszug om

!6. Ccto&tr 1869.

der wundervolle ich die ^schwerlich ihre. Meine Peil inn Brille bedach mich verjüngt: id gc Reisen zu Fuj ersuche Sie, dich

(-reis Mondovij !, im Mai 1871- gliche Kevalescitft ten und Diarrhö! 1'. Großmann. -

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Beilage zu M. 196 des Kreiener Anzeigers.

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Mr entnehmen derAugsb. Allg. Ztg." Folgendes:

SBenii es der römischen Hierarchie au weltlichen Gewaltmitteln gebricht, ihre Ansprüche geltend zu machen und ihre Gegner zu vernichten, dann pfleg sie zum Gebet zu greifen, um Gott zu directem Eingreifen und zur Vernichtung des Feindes zu bewegen. Die Widersachertodtzubet-n", war stets eme be­liebte Uebung, insbesondere bei den jesuitischen Frommen. Di- Verheißung und Verleihung des sog. Ablasses hinwiederum ist das Mittel, die Gläubigen leichter zum Gebet anzureizen, da sie dadurch den Gewinn erlangen, der Büßung Vir ihr- Sünden enthoben zu sein. Freilich em etwas eltsamer >md verwickelter Vorgang' der Papst verleiht aus eigenem Antrieb, ferner Macht- Vollkommenheit gemäß,Mlaß, d. h. er erläßt die Strafen für begangene Sunden, die im Diesseits oder auch im Jenseits (Fegefeuer) zu büßen wareu. Er greift also in die göttlich festgcstellte Sühneordnung der ewigen Gerechtigkeit belwbig, ein, um dadurch die Gläubigen znm Gebet zu bewegen das wiederum Gott Komme Gewalt anthun" soll, damit er in die natürliche Ordnung der Dinge, eingreife, zu Gunsten und nach dem Willen des Papstes. Man i^cht, welche Macht der Papst besitzt! Er kann die Ordnung der göttlichen Gerechtigkeit anfheben, erlassen, um damit diejenigen zu bezahlen, die Gott bewegen sollen, feine göttliche Weltregierung nach dem Willen des Papstes 5uJt^*cn- Jenseits und Diesseits verfügt er, und cs gibt für ihn kerne göttliche Weltord- ong! Neuestens nun verspricht der Papst Nachlaß der Sundenstrafen dafür, daß die Gläubigen Gott zur Vernichtung des modernen Staates, der moderne Civilisation und Wissenschaft durch ihr Gebet bewegen sollen, als welche eben iinversöhnliche Feinde des päpstlichen Absolutismus sind, der nur bestehen kam, wo Vernunft, Recht, Freiheit, Bildung niedergehalten , unterdrückt bleiben.

An sich betrachtet, erscheint das allerdings als em ziemlich naives Gebah- 7en, das demjenigen, der in diesen Dingen seine Vernunft zu gebrauchen wagt, vur -in Lächeln abg-winn-n kann; all-in wo ihm d-r Glaube das unbedingte Bertrauen und Gehorche» des Volkes zur Verfügung steht, k«"» dasselbe z» einem gefährlichen Agitationsmittel werden. In gegenwärtigen Verhältnisse» wird dadurch wenigstens sogleich eine gcwisie Aufregung, allenfalls auch Fana- tistrung des gläubigen Volkes erzielt, nud -m- gewisseHerabs-tzim, ©t«crebu tirunq des Gegners, d. h. der Regierungen. Man weiß, welche oftmals furcht­bare Waffe das öffentliche Gebet der Gläubigen ist, wenn es gegen einzelne Menschen angewendet wird, die als Ungläubige, Ketzer oder große Sun überhaupt bezeichnet werden, deren Bekehrung dasselbe erwirken soll. Es will zwar der Ausdruck christlicher Nächstenliebe sein, doch steckt auch im besten F viel pharisäische Selbstgerechtigkeit dahinter und d-n ..Ketzern 0eget.u6et »tri Selbstüberhebung bezüglich des eigenen Urtheils und Glaubens. Vollends avcr ; für fanatische geistliche Herrschsucht und für blinden Zelotismus ist dieses offent- -che'G?b.t, wenn der Name des Betroffenen bekannt wird -"i schar e , v - - nicktendes Mittel, denn er wird öffentlich ein armer Sünder, als elender ^ir ivoifener behandelt, den man allenthalben nur mit Mitleid oder Abscheu be­trachten kann. Man denke, welchen Mißrauch vollends fromme Bosheit und Rachsucht in dieser Weise mit dem Gebet zu treiben vermögen zur Vernichtung des Gegners und zur Tyrannisirung der Gläubige»! ,

Was bedeutet nun aber das öffentliche Gebet mit verheißenem Ablaß dei Staatsregierungen, deren Gesetz-» und Maßregeln gegenüber? Der Papst erblickt in Allem, was gegen seine Aussprüche undAnsprüche irge, von einer Staatsregierung geschieht, schlechterdings nichts andere- as nWerk der Gottlosigkeit und Bosheit", wie er chon unzahligemal gesagt (neuestens in d'e? Allocutio» vom 25. J»li); erblickt also darin "»r st-vel - ° Attenttste aeaen die Kirche Gottes und gegen Gott selbst, da er sich mit beiden gleich, stellt, und verlangt direct göttlichen wunderbaren Schutz dagegen, den das Volk durch sei» Gebet gleichsam von Gott erzwingen soll. Der Staat Mit seiner Regierung wird demnach dem Volk als ein Uebelthater, als gottlos« Ve - brecher lstngestellt, gegen den das Volk durch sei» Gebet Hülfe , resp. Straf- Gottes herabrufen soll. Die Vertreter der Staatsregierung erscheinen demnach alcickfalls wie gottlose Menschen oder wie öffentliche Sünder vor den Angei. des Volkes gegen welche dieses ein göttliches Einschreiten von Gott zu fordern, sa gkgen welch- esZn il»m, wo möglich, direete H-nk-rsdienst- zn ver aiige» angeleitct wird. Dies Alles wird natürlich hinter frommen Phrase» versteckt nötkigcnfalls auch geradezu geläugnet, liegt aber doch m de» älnoibmingeii Pnpstxß und seiner gehorsameii Diener, der Bischöfe. Denn wo Jemand gegen di-^ Kirche" d. h. den Papst mit seinen Dienern, streitet oder handelt, wird niemal/zugestanden, daß er in ehrlichem Glauben und nut gutem Gewissen so handle, sondern stets wird ihm böser Wille und schlechte Gcstnming Sugeschri^ ben. Nicht einmal Unkenniniß, Mangel richtiger Emstcht läßt man ob wohl auch dies schon eine maßlose Anmaßung von Setten der Hierarchie wäre in unserem gegebenen Falle, da hier in der That der moderne Staat die Rechte und Errungenschaften der gelammten Wissenschaft und Cultur ^rttttt.

Wie sinnlos aber außerdem dieses Hülfe- »nd Rachegeschrei zu Got ist, zu dem das Volk zu Gunsten d-r Kirche, d. h. des Papstes, ausgefordert wir, ist leicht ui zeigen Unaufhörlich wird wiederholt und auf allen Sanjeln - kündet' die katholische Kirche (römisch - kath.) sei eine unmittelbare direct-S p tuna Gottes selbst und werde fortwährend von Gott unmittelbar geleitet i beschirntt aw ein Werk, sein Reich auf Erdem Man sollte nun meinen, Mer Lehre zufolge muffe die v......... « -

was geschieht in der Kirche und außer derselben. Deim L.... ... .

Köniqsbera, 18. August. (Zur Leichenaffaire.) Ueber die schon telegraphisch mitgettjeiltc Lieblosigkeit des ultramonkanen Probstes Dind-r gegen -ine» verstorbene» Altkatholiken berichtet dieK. H.-Z. : Gestern ^achnitttag fand auf dem katholischen Kirchhof eine Beerdigung statt, welche von d-r Poli­zeibehörde ausgeführt wurde. Probst Dulder hatte sich namlid) geweigert, di- Leiche des zu>^ altkatholischen Religio» gehörenden Tischler M. >» sogenannter geweihter Erde bestatten zu lasse», derselben vielmehr einen Platz am hintersten Ende des Friedhofes angewiesen, auf dem nur Selbstmörder, Verbrecher und unaetaufte Kinder bestattet werden. Pfarrer Grunert hatte sich daher die er- [)a®6 beim königl. Polizeipräsidium und schließlich bei der komgl. K-gi-rung beschwert, und von letzterer den Bescheid erhalten:daß der Leiche e»> -hrl ch-s B-aräbniü nicht zn verweigern sei," was dahin verstanden wurde, daß s keweMer Erde bestattet werden solle. Das königl. Polizeipräsidium legte d.e- L Ansdruck indeß anders ans und blieb bei der Ansicht stehen, daß der Platz, den Probst Dinder angewiesen auf dem Friedhof, weder -m en ehrender noch una-weibter sei. Es war dieser Vorfall kein G-Heimniß geblieben nnd hat- derselbe' ein allgemeines Interesse wachgerufen. Der Kirchhof war daher zur Stunde des angesagten Begräbnisses von dichten Menschenmassen gefüllt, nnd standen der Polizei-Jnspector Glasemann mit 16 Schutzmännern bereit, Bestimmung des Präsidiums Geltung zu v-rschaffeii. Der Sarg wurde von ' den AÄörigen des Verstorbenen daher auch mir a'is dem Leich-nhaus- bis d Mitt- des Friedhofes an das große Kreuz g-ttagen, ni-d-rg-setzt,

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. aes Bemüheu, diese Führung Gottes zu ändern, zu verbeffern, zu leiten, nicht

und Ablaß als kirchenpolttrsches Agttatlons- ^rs als ob Papst und Bischöfe mehr Einsicht besäßen oder mehr gutm Mittel. 'Willen, das Werk Gottes zu fördern als Gott selber. Sie wollen die Rich­

tung und Ziele angeben, Gott soll nur ihr Diener sein; daher soll beständig zu ihm gerufen, ihmfromme Gewalt" angethan werden. 9coch mehr. wer mißtraut Gottes Einsicht nnd gutem Willen so sehr, daß man befurchtet, er werde auch daun noch nicht vernünftig und angemessen für seine heilige Kirche handeln wenn man es ihm mit lautem und langem Rufen kund gegeben und es von ihnt dringlichst verlangt hat. Darum sucht man ihn, um ihn m seiner Thätigkeit richtig zu leiten, gleichsam bei seiner schwachen «Leite zu fassen: man richtet au Maria, die Mutter Gottes, die Gebete, die demnach die eigentliche Mittlerin zwischen Gott und den Menschen ist, die Ueberfluß an Einsicht hat in das, was geschehen muß, iurd mehr Güte und Barmherzigkeit und Gnade besitzt als Gott, den sie erst dazu bewegen muß. Wie es m dieser Beziehung in der römisch-katholischen Kirche steht, hat (ungst Pius IX. .echt offen kund gegeben in der Alloeutiou vom 25. Juli d. I-, "i welcher er sich bis zu dem Ausspruche versteigt: daßdie Bitten der unbefleckten Jungfrau bei ihrem Sohne (d. h. im kirchlichen dogmatischen Glauben: bei Gott selbst) wie Befehle seien." Eine Anschauung von Gott und göttlichen Dingen, wie man sie wohl bei neapolitanischen Fischern ohne allzu große Verwunderung wahrnehmen mag, die aber bei dem Manne, welcher der Führer des geistigen Lebens, des ganzen Erdkreises sein will, billig in schmerzliches Erstaunen ver­setzen muß. Erwägt man nun, wie aus diese Weise der Papst und seine Hierarchie Gott selbst erst die rechte Einsicht beibrlngen und ihn m seinen Ent­schlüssen und Thaten lenken wollen, so daß diese Kirchen-Aurorltat das eigent­lich leitende Prilicip des Daseins, die factische Gottheit sein ivlll, so kann es freilich nicht sehr unerwartet kommen, wenn sie auch über den Ltaat sich stelleii und der Vernunft und Wissenschaft ihre Meinungen und ihr Belieben als Be­fehle und Richtschnur aufzudrängen strebt. Unwillkürlich muß mau da an den Uebermuth Nebukadnezar's denken. f ,, ,

Hätte die römische Hierarchie noch einige menschliche Bescheidenheit und eine Spur von Selbsterkenntniß und religiös-sittlicher Demuth, so wurde sie ?war Gebete verunstalten, aber nicht in pharisäischer Weise für andere und für alle Welt, sondern für sich selbst. Sie wurde das Volk beten hfien 511 Gott, daß er ihr selbst die rechte Einsicht uild Demuth, die nothige Selbster- kenntniß und Selbstüberwindung gewähren möge, damit sie m dieser schwierigen Zeitlage das für die Religion und die Gläubigen Richtige ""d Heilsame er­kenne, und mit Besiegung alles Eigendünkels und aller Herrschsucht in v Werk ' setze. Leider ist zu fürchten, daß es zu dieser allein vernünftigen und religiösen Gebetsveranstaltinig md)t kommen, sondern daß man hierarchlscherseits dabei beharren werde, das Gebet lieber als kirchenpolitisches Agitationsmittel m Ver­bindung mit dem Ablaß zu verwenden. Diesem frevelhafteiiMißbrauch geg^i- über, deu die päpstliche Hierarchie nut dem heiligen Verhaltniß des Mmschen zu Gott zu treiben fortfährt, ist der Staat in die Nothwendigkett versetzt, und vollkommen berechtigt und verpflichtet, seine Rechte "nd die der Bi dmig1 und Wissenschaft zu wahren. Er leistet aber dabei auch der wirklichen Religion selbst große Dienste dadurch, baß er durch seine Gesetze und Maßregeln dieser empörenden mißbräuchlichen Verwendung derselben immer mehr-den.Boden entlieht, und durch vernünftige Bildung seine Bürger fähiger macht, sich über die elbe zu erheben, und sich nicht als blinde Werkzeuge mißbrauchen und das Heiligthum ihrer Seelen im Dienste geistlicher Herrschsucht entwürdigen

, sein Reich auf Erden. Man sollte nun merneu, C i wisse er nicht jedenfalls sei es aber eine freie M've. jcw

Hierarchie das unbedingteste Vertrauen habe» b« Allem Inng-w cht-r J J J , ( p/z Verstorben-», vorn Sarge zurückgetre en - " Dtt'N Gott kann doch fein dem hieraus » Mitglied-n der Gemeinde niederkni-teu

, nicht Schaden leidender zu waren und Pfarrer Gwrt E-^die M

5treuöe z _____honwiA.lf den Todtengraber