Spanien Aus Spanien liegen folgende Nachrichten vor: Admiral
Beide Parteien haben dankend ausgeschlagen. Admiral Lomo gab an, keinen Verwundeten unter seiner Mannschaft zu haben. Der Spanische Admiral er-
Wien, 20. October. Bei der heutigen vom Kaiser commandirten Trup- venparadc standen 8400 Mann und 88 Geschütze in der Front. Die Parade fiel glänzend aus. Sämmtliche hier anwesende Erzherzöge und fürstliche Per- sonen waren anwesend. Beide Monarchen wurden von einer großen Zuschauer- menge lebhaft begrüßt. Unter den Klängen der deutschen Volkshymne fand das Abtreten der Fronten statt, worauf der Vorbeimarsch und schließlich einige
in s-vforr«* die Preise" und die „Neue Fr. Pr.", widmen der/den, daß das Generalatshaus der Jesuiten von morgen ab aufhSre, als Resi- Ankunft des Kaisers' Wilhelm in Schönbrunn Begrüßungs - Artikel deren denz der Jesniten betrachtet zu werden.
Hauptinhalt auf ein- Charakteristik des Monarchen hinausläuft. Die „Presse । 8ßaiÜCR.
Der Deutsche Kaiser, wie unser Kaiser seinen Völkern -in Spanien Aus Spanien liegen folgende Nachrichten vor: Admiral
Selbstverleugnung und Aufopferung, wenn es gilt, ernster , öf . $ iNelverton hat sowohl der Regierungsflotte, wie den Intransigentes von Car-
SinÄiÄ KÄ's. - W -II«-» »U l'"" «-»st
beni Kaiserhaus und Volke Oesterreichs zu bezeugen, welchen Werth er auf die üii.iqe Freundschaft zu ihnen lege. Und als willkommenes Gastgeschmk bringt er dem von Stürmen heimgesuchten und langer Ruhe bedürftigen Oesterreich die Versicherung, cs soll- jetzt, nachdem das Vertrauen zwischen den Kaisern Alexander und Franz Josef im vorigen Jahre wieder h-rg-st-üt und in diesem -dadrc noch befestigt, nachdem der Friedcnsbund der drei Kaiser durch den Beitritt des Königs von Italien ausgedehnt worden, der Schlußstein jener großen Tätigkeit gelegt werden, welche Europa vor neuen Erschütternngen bewahre.
Alle / welchen Gehorsam gegen die Gesetze und Treue gegen den -Staat die Richtschnur des Lebens ist, müssen dem Manne Anerkennung zollen, der am Abend seines Lebens, wie er bisher im Krieg, in der inneren und äußeren Politik seinen Willen der Einsicht und den Bedürfnissen seines Staates gebeugt hat, seine eigenen Wünsche zurückdrängend, den schweren Kampf aufge- nommcn hat, dem er, um seine Sendnng ganz zu erfüllen, nicht ausweichen
klärte ferner, daß er das Panzerschiff „Tetuan" absichtlich habe entwischen lassen, um ein so werthvolles Schiff nicht zu zerstören Da die Stadt Cartagena nur auf „drei Tage" Proviant haben soll, hofft der republikanische Admiral wohl binnen Kurzem auch ohne weitere Anstrengung in den Besitz des „Tetuan" zu gelangen. Die Intransigentes sollen sich übrigens den Engländern gegenüber äußerst gereizt zeigen. Das fremde Schiff, welches bei dem Seegefecht vor Cartagena eine Insurgenten-Fregatte durch seine Dazwischenkunft vor der Wegnahme rettete, war, wie auch der „Times" bestätigend telegraphirt wird, ein Französisches Kriegsschiff. — Indessen scheint der Sache keine Absicht zu Grunde gelegen zu haben. Nach der erwähnten Meldung zerbrach ein Theil der Maschine, so daß das Schiff nicht rechtzeitig aus seiner Lage heraus- kommen konnte. In Cartagena soll große Erbitterung gegen die Engländer bemerkbar sein, welche sich also durch ihre Gefälligkeiten während des Bombardements von Alicante keinen Dank bei der rothen Junta erworben haben.
(Engfanö.
London, 19. October. Bright ist in Birmingham mit Einstimmigkeit wiedergewählt worden.
Wechsel«
k.. S. 983/8
Amsterdam
8. 100
k.
k. S 104%
73
Oberhessen
4
Goldsorten.
fl.
kr.
Pr. Friedrdor 9 58%—591/2
9 40—42
Pistolen
Amerik.
145
1864r
G. L Daube il Co
03
8.
8.
105% 933/8 105% 105 118%
Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris W ien ditto ditto
Disconto
Cavalleriemanöver folgte. .
Wien, 20. October. Kaiser Wilhelm wird erst am 23. d. Mts. Abends mit der Nordwestbahn von hier abreisen. — Der Kronprinz von Dänemark wurde gestern vom Kaiser von Oesterreich und vom Kaiser von Deutschland empfangen.
k. 8. —
k. 8. 93%
k. 8. 103%
m. 8. 103%
1. 8. 103-/4 %
Amwncen-Expkdition an alle Zeitungen des In- und Auslandes,
Centralbüreau: Frankfurt a. M., beehren sich hiermit anzuzeigen, daß sie ihre Haupt-Agentur für Gießen nunmehr dem Herrn
Ij. Halberstadt in den Neuen-Bauen übertragen haben und daß derselbe Inserate jeder Art für alle Zeitungen der Welt, Fachzeitschriften, Kalender, Coursbücher 2C. unter denselben Bedingungen wie das Centralbüreau entgegennimmt und prompt befördert, sowie Zeitungskataloge, Jnsertionstarife und jede gewünschte Auskunft gratis und franco ertheilt. (6241)
Lokal-Notiz.
Gießen, 21. Octob-r. Der vorgestern im hiesigen Bahnhofe plötzlich gestorbene Mann heißt Avam Am end; er ist von Reichelsheim, Schreiner und Ctgarrenmacher, und hinterläßt eine Wittwe mit 4 Kindern.
B eka uut m a ch u 11 g.
Aachener und Münchener Feuer-Versichernngs-Gtscllfchast.
4788) Nachdem Herr Steuerpfaudmeistcr Dosiert in Gießen die Agentur für obige Gesellschaft niedergelegt hat, ist dieselbe dem Herrn Steuer- commissariatsgehülfen Georg Lang übertragen worden, was ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe.
Darmstadt, am 12. October 1873.
Adolf Heyer^ General-Agent.
Bezugnehmend auf obige Bekanntmachung empfehle ich mich zur Ver- mitteluua von Versicherungen und bin zu jeder sonstigen Auskuifft gern bereit.
Gießen, am 12. October 1873. ....
Georg Lang, Steuercommissariatsgehülfe.
Olufien.
Rom, I». O-tob-r. Dem Cardinal Patrizzt ist officiell eröffnet wor.
Actieu.
5% östr. F. St. E. B. 336%
Lombard. Bahn 164
Ludwigsh. Bexbach 187
Maxbahn 128%
Bayer. Ostbahn 112%
Rhein-Nahebahn-Act. —
Hess. Ludwigsb.-Aot. 149%
Schweiz.
Bern, 19. October. Die Direktionen der Centralbahn, Nordostbahn und der Vereinigten Schweizerbahnen haben beschlossen, vom nächsten Jahre an keine Eisenbahn - Billete an Wallfahrer zum halben Preis verabfolgen zu lassen.
3% 3% 3» o 5% 5%
Prioritäten, östr. Stsb. Prior. 60% östr s. Lombard 49 Livorneser 33% Toscaner 51 Elisabeth.-Prior. 917/
k.
k.
k. 8.
k. 8.
k. 8.
„ doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenat. 9 22—23 Engi. Sover. 11 50—52 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 25%—26%
Spanier, neuest. 3% 17%
’ Bonds 1881r 100%
4raiikreich.
Paris, 17. October. Nach Berichten aus Savoyen ist man dort all- aemein für einen Anschluß an die Schweiz, falls die Royalisten den ic. Cham- bord in Frankreich an's Ruder bringen. In St. Julien (Ober-Savoyen) kam es am 5. October sogar zu höchst stürmischen Sceuen. Ein Volkshaufe durchzog nämlich den Ort mit dem Rufe: „Nieder mit den Franzosen! Der Polizei-Commissär und die Gensd'armen, die einschreiten wollten, wurden durch- geprügelt. Die Miffethäter wurden natürlich verhaftet und vor das Zuchtpo- lizeiqericht gestellt. Dasselbe verurtheilte aber nur einen und verwies die übrigen vor den Assisenhof. In den hiesigen officiellen Kreisen erregen diese Vorgänge starken Verdruß uud man sucht sie zu verheimlichen. In Nizza gewinnt die antifranzösijche Partei neuerdings auch wieder an Anhang, obgleich die Behörden sich äußerst streng zeigen. ,
Paris, 17. October. Das „Univers" läßt heute feine» bereits ange- tündigten Brander gegen den König Wilhelm vom Stapel; aber es ist mehr Qualm als Flamme. König Wilhelm, klagt Veuillot, werde durch seine Ver- folaungen gegen die katholische Religion seinen Thron untergraben; der Papst habe ihn gewarnt; der Papst werde sein Wort nicht zurücknehmen, trotz alledem aber Gott bitten, Barmherzigkeit mit ihm zu haben, und beten, daß er das Uebel, welches er angestiftet, wieder gut machen solle. Nach diesen abge- - nutzten clericalen Gemeinplätzen versteigt Veuillot sich zu der armseligen Phrase, : König Wilhelm ahme Garibaldi, den erlauchten Regierungen der Schweiz, Portugals und Südamerikas nach, und man habe kaum geglaubt, daß er sich solche Muster wählen werde und daß ihn der Ruhm der Garibaldi, Juarez rc- nicht schlafen lasse. Schließlich zeigt Veuillot an, daß, wenn es nicht bald anders werde, so — „gibt es nichts Schöneres mehr auf der Welt, als in den Katakomben mit dem Papste zu sein, barfuß wie er, und ihn zum Mittler bei unserem Herrn Jesu Christi zu haben, der Gott ist."
— Der „Figaro", dieses erbärmlichste aller erbärmlichen Blätter, wenn es sich um ernste Dinge handelt, wirft sich heute mit seinem Royalismus in die Brust, um zu erklären, seine Royalisten seien vollkommen „unabhängig, aufrichtig und vielleicht auch nützlich." Sollte dagegen die Republik siegen, so werde er, der „Figaro", aushören, von Politik zu reden- Dies wäre m der That eine Wohlthat für Frankreich, denn unter den vielen journalistischen Jämmerlichkeiten von Paris ist das politische und religiöse Geschwätz dieser frivolen Bande die jämmerlichste-
Paris, 19. October. Die Permanenz-Commission wird dem Vernehmen nach beschließen, die National-Versammlung für den 21. October einzuberufen.
Paris, 19. October. Die Fractionen der Rechten werden sich am Donnerstag abgesondert versammeln, um über die Einberufung der National- Versammlung zu berathen.
Paris, 19. October. Nach den neuesten Nachrichten wurden die Rechte und das rechte Centrum auf die angeregte beschleunigte Einberufung der Natio- nal-Versammlung nicht eingehen.
Paris, 20. October. Der Präsident der Republik wird heute im Palais Elisse den Besuch des Königs und der Königin der Belgier, welche in Paris hente Früh eingetroffen sind, und hernach den Cardinal Bonnechose empfangen.
„ n 1882r 97%
n n 1885r 99%
„ „ 1887r 101
Actieiio
Frankf. Bank 146
Frankf. Vereins-Kasse 94
Darmst. Bankact. 379
Rheinische Hyp.-Bank 105
Wien Bankactien 986
Oest. Creditact. 225
Galizien —
Börsennachrichten.
20. October 1873
Preuss. 4%°,o Oblig. 101% Frankf. 3%% Oblig. 87 Nass. 3%<% Obi. 92% Kurhess. 4U/U „ 96% Gr. Hess. 5° q Obi. —
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