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OießtNkr Anztigcr.
Erscheint täglich, mit Ä* nähme SonntagS.
Expedition: Ganilclbet».
Ltt. D. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsötatt für den Kreis Kiessen.
Smus'Nsi scn 19. April
Nr HL
18*2.
§ 1
Straßburg, 17. April.
ÄmeriKa.
New Uork, 17. April. Den hcrbeigerusenen Truppen ist es gelungen, in Knighstown (Indiana) die Ordnung wieder herzustellen. Ein Verlust an Todten ist nicht vorgekommen. Zehn Personen wurden verhaftet.
England.
London, 17. April. Der heutige City-Artikel sagt, daß den Nachrichten aus Madrid zufolge die Lage der spanischen Finanzen sehr bedenklich scheine. Ein Theil der ausgenommenen Silber-Anleihe sei schon verausgabt, während die Zahlung der Coupons der inner« Schuld suspendirt sei. Anscheinend seien einige Accepte des spanischen Schatzes, die in London am 10. d. fällig waren, unbezahlt geblieben, einige seien zwar am 12. d. bezahlt worden, andere indessen unbezahlt geblieben.
London, 18. April. „Daily Telegraph" bringt folgendes Telegramm aus Singapore vom 17. d.: Tie Holländer nahmen zwei Forts der Atchinesen. Der Angriff auf das Hauptsort mißlang und endete mit einer Schlappe. Ter Kampf war blutig. General Kohler befindet sich unter den Gefallenen. Der Gesammtverlust der Holländer beträgt über 100 Mann.
Deutschland.
Berlin, 15. April. Das neueste Militär-Wochenblatt bringt einen groben Ausfall des Pariser Moniteur de l'Armöe auf Preußen und bemerkt dazu, daß gerade dieses Blatt sich bisher von allen leidenschaftlich gegen Preußen gerichteten Artikeln frei gehalten hat. „Wir fragen," ^schließt das halbamtliche Berliner Blatt, „ob es gut ist, auf französischer Seite immer auf's Neue das Feuer des Hasses und der Revanche zu schüren, namentlich in dem jetzigen Zeitpunkte."
Berlin, 17. April. Die „N. Allg. Ztg." bringt folgende Regierungö- mittheilung: Vor wenigen Tagen coursirte in den Zeitungen ein Gerücht, demzufolge ein Offizier des vor Malaga stationirten deutschen Kanonenbootes „Delphin" vom Pöbelhaufen angefallen, insultirt und seines Säbels beraubt worden sei, dessen Herausgabe die energische Reclamation des Consuls erforderlich gemacht habe. Wir können auf Grund amtlicher Mittheilungen bestätigen, daß dieses Gerücht völlig unwahr und daß überhaupt nichts dem Aehnlichcs vorgefallen ist. Die ganze Geschichte stellt sich als eine müßige Erfindung der Madrider Zeitung „Epoca" heraus.
Pofen, 1^. April. Die Bezirksregierung hat den Antrag des hiesigen Magistrats, die Confessionsschnlen in Simultanschulen umwandeln zu dürfen,
dlußlimö.
Petersburg, 16. April. Die russische „Petersb. Ztg." nimmt bei der Besprechung mehrerer militärischer Publicutioucn Anlaß, den Nachweis zu führen, daß die Idee deö Panslawismus ohne jede reale Unterlage sei und keine Zukunst habe. — Die „Börsenzeitung" reproducirt den Artikel des preußi-
suspendud außerordentlichen Commissär, Polizeidirec'or Bock, wird die
Ausübung aller Rechte und Pflichten des Gemeinderaihs übertragen.
Straßburg, 15. April lb73.
Der Präsident des Unter-Elsaß: v. Ernsthausen.
genehmigt.
Mannheim, 17. April. Bei dem gestern stattgchabtcn Bierkrawall wurden drei große Bierbrauereien zerstört. Die Polizeimannschaften blieben den Ruhestörern gegenüber machtlos. Als die Letzteren mit der Zerstörung der vierten Brauerei begannen, schritt das Militär erfolgreich ein. Dasselbe hatte vor Mitternacht die Straßen geräumt. Man befürchtet die Fortsetzung der Unruhen, weshalb Vorsichtsmaßregeln getroffen sind. Eine auf heute anberaumte Volksversammlung wurde polizeilich untersagt.
Mannheim, 18. April. Die Excesse scheinen beendet zu sein. Tie Brauer leisteten ans einen Theil der Preiserhöhung Verzicht, so daß der Aufschlag verringert ist. Gestern Abend durchzogen zahlreiche Militär Patrouillen znr Aufrechterhaltung der Ordnung die Straßen der Stadt, welche von einer wogenden Menge erfüllt waren. Ein plötzlich entstandener großer Brand, gab der allgemeinen Aufregung eine andere Richtung.
Straßburg, 16. April. Man schreibt der „Karlsr. Ztg." von hier: „Ten Frauzoscnfreunden scheint denn doch allmählig über die wirklichen Zustände in Elsaß - Lothringen einiges Licht aufzugehen. Das erhellt wider den Willen des Schreibers aus einem Briefe von hier, den dieser Tage das Pariser Siöcle abdruckt. Demzufolge scheinen die Ultramontanen über die bekannten Ausweisungen nicht nur in den deutschen Blättern den gehörigen Lärm zu schlagen, sondern sie scheinen auch nach Frankreich ihre verstärkten Hülfernse erklingen zu lassen mit dem tendentiösen Beisatze, daß die ultramontane Ju,r mehr die einzige sei, ans die Frankreich in Elsaß - Lothringen mit Sicherhcu rechnen könne Der Straßburger Correspondent des Siecle gibt sich alle Muhe, das Unwahre und Lügnerische der ultramontanen Behauptungen hinsichtlich Frankreichs hervorzuheben. Aber daß er in die Lage kam, solches thnn zu müssen, ist schon bezeichnend genug. Er nennt es „Wahnsinn", /'bodenlose Frechheit" u. s. w., iveiui die Ultramontanen sich zu den alleinigen Vetthcidi- gern des Franzosenthums in Elsaß-Lothringen aufwerfen wollen; die Heftigkeit seiner Sprache aber zeigt schon, wie wenig wohl dem Correspondenten des ©iecle bei der Sache ist. Endlich beschwört er die Franzosen bei Allem, was heilig ist, den ultramontanen Stimmen aus dem Elsaß nicht zu glauben, wobei er cs doch noch als ein Glück bezeichnet, daß die ultramontanen Blatter Frankreichs, die jene Behauptungen enthalten, hier zu Lande nur wenig Leser
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Straßburg, 16. April. Die Straßburger Zeitung vkröffeiitlicht in^ H^d^il^är-Wochenblattes" über die bevorstehende Reise des Kaisers Wilhelm ihrem amtlichen Thttle den nachstehend erwähnten Beschluß wegen Petersburg und dessen srühere Anwesenheiten in der russischen Hauptstadt,
des Gemeinecraths; welcher lautet: c zrt , . £, _
cyu Erwägung, daß mir von 33 Mitgliedern des Gemctnderaths der Stadt Straßburg 28 erklärt haben, sie würden keinen Vorsitzenden acccptiren L «SVLKL« n »Ä •»'»Ti*; M ®n«» M »«■ ’>!W-J±ÄSK
durch eine schriftliche protokollarische Erklärung zurückzutreten, wurden deshalb heute vom Amte suspendirt.
Schweiz.
Bern, 17. April. Laut Aufruf an die freisinnigen Katholiken der Can- tons Basellaud, Baselstadt, Solothurn, Vern und Aargau findet nächsten Sonntag zu Arlesheim in Basetland eine Volksversammlung behufs Berathung über zur Abwehr der Ucbergriffe der römischen Curie zu treffende Maßregeln statt.
Solothurn, 17. April. Herr Lachat jhat gestern Morgen, der Aufforderung des von der Negierung hinbcorderten Polizeichefs Folge gebend, die bischöfliche Amtswohnung verlassen und sich zu Fuß, begleitet vom Senate, in die Privatwohnung des Herrn Haller begeben.
Jtaniueicfj.
Paris, 17. April. Die „Agence Havas" meldet nach einer Carlisten- Depesche die Erstürmung und Einnahme von Onate durch Doregaray.KL
Jia steil.
Nom, 17. April. Der „Offervatore romano" meldet, der Papst habe heute in Privataudienz den französischen Botschafter und den General du Temple empfangen.
Rom, 17. April. In dem Befinden des Papstes ist heute keine Beste- riing eingetreten. Der „Fanfulla" zufolge ging gestern an die deutschen Bischöfe ein Courier ab, welcher für den Fall des Ablebens des Papstes Instructionen überbringt.
Rom, 17. April. Das Papst hütet fortwährend das Bett; derselbe weigert sich, das Bett zu verlassen, was die Aerzte anrathen, damit die Schwächung der Kräfte nicht zunehme.
Spanien-
Perpignan, 18. April. Einer Mittheilung aus Puigcerda vom 17 zufolge ist die Geistlichkeit nach Frankreich geflüchtet; ihrem Beispiele folgten die Mitglieder der religiösen Körperschaften. Oberst Cabriüety von den Regie- rungsiruppen ist mit seiner Abtheilung abmarschirt, eine Abtheilung von 2500 Mann mit 100 Pferden unter dem Oberst Solo von Lerida eingetroffen.
den Präfecten ermächtigt, den Gemeinderath auf zwei Monate zu Vermischtes.
in Erwägung, daß die Einsetzung der in der angeführten GesetzeSstelle vorge- * , 3um (tzehlimmittclnnwoscn. Das „Bresl. Jnt.-Bl." bringt in ihrer Nr. sebenen Commission im gegenwärtigen Augenblicke auf Schwierigkeiten stellt , 10 1873 nachfolgenden Neoaktionsartikel: Von hochachtbarer Seite geht uns nach'
auf Mund dc« 8 1 d-s G-sctzes vom 24. Februar 1872, welche für solche v°n Herrn M-diemak-th vr. JchanmS Müll-- in Berlin unt--z«chn-t°s Original.
Fälle Vorsorge ti'ifft, beschließe ich, trocnatc ’ Wer von-i>im ungemilf-nen CharlatanlSmuS, der mit Universalmitteln aller Art in nene-
U. Der Gemeinderach der Stadt Straßburg ist auf zwei -V<0'latc tet „cit etricbc„ toivb" einen Begriff Hai, wird sich das Mitu-au-n der Aerzte gegen sviche * ' Mittel zu erklären wissen und cs gewiß nicht einer pedantischen Abneigung gegen
zuschrcibcn, wenn der Arzt sich mit Lächeln von den gepriesenen ttrkanen abwendet. Gleichwohr ist auch diese Regel nicht ohne Ausnahme und eine solche stndct ihre vollste Rechtfertigung in jenen Fällen, wo eine durch Thatsachen constatirtc Erfahrung und eine darauf baßrte allgemeine Acelamation des Publikums, wie die vielen von hochgestellten Personen an Herrn vr. Tied^ Der Piasldcut oes muer^Mup • v. mann erlassenen Anerkennungsschreiben beweisen, der ärztlichen Prüfung vorausgecilt ist und da«
Straßbura 17. Apnl. Die Beigcorduetcu Gogucl, Hueber und Urtbcil gesprochen hat, wie dies bei den vorzüglichen Mitteln des Herrn 0r. Tiedemann der Weyer, welche sich 'weigerten, von dem durch sie milunterzeichneten Protest Fall ist.
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