Gießener Anzeiger
Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Aiessen
Nr 26t»
Montag den 17. November
1893
Sä
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Was nun?
Die Bona-
Deutschland.
vierteljährig 1 fl. 12 kr.
>n - Bringerlohn. Durch die ii-ost bezogen vierteljährig
1 fl- 29 kr.
Punkt dürfte das gegenwärtige französische Gouvernement eine Zähigkeit entfalten, die unanfechtbar werdett dürfte.
Mittel, in diesen Wirrsalen schürt und wühlt eine Partei geräuschlos
Erscheint tätfid), fiv.i Ausnahme Sonntags.
Expedition: Lanzletbrrg, Ltr. B. Nr. 1.
- - Gerade aber die „republique
v^steht sich auf die Jnstincte dieser Massen vortrefflich; gerade der °:"'r',£2k"“ mit den socialen Parteien, als irgend ein
eine erschreckende Rührigkeit, und bereits ist ihr Einfluß gewaltig, daß sie jede energische Willensäußerung ' lvie jm antirepublikanischen Sinne zu Das Gleichgewicht der Kammer ruht auf den Stimmen "-d wo diese sich binneigen, dort liegt die Entscheidung. . nn höchsten Grade charateristisch, daß sich bereits heute ein Bona- ^urtljt nut dem Auftrage auf ein Plebiscit hervorwagt? Ist es nicht erstann- ) ^edan von einem „appel au
Ä $!e 1,ntc^ dem Protectorate Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs stehende Heilanstalt in der Mauerstraße 17 zu Darrrr- VaM wurde mi Jahre 1854 von mehreren Aerzten gegründet und hat sich durch die in derselben ausgeführte erfolgreiche Behandlung chirurgischer Kranken einen wohlbegrundeten Ruf erworben. 9 öl/
, „ Darmstadt, 14. November. Eine von Wirthen und Zäpfern Ober- bn?‘sn?'lUft ®tarlens6 ^wählte Commission hat s. 3. eine Vorstellung an
61,8 Mmisterinm des Innern gerichtet, in welcher um die Erlaiibniß der ferneren Verwendung des % Litergefäßes gebeten wird. Auch Oie hiesige Han- delskammer hat sich in cuieiii an das Mmisterinm erstatteten Bericht für Beibehaltung dieses Gefäßes ausgesprochen. In ihrem Jahresbericht für 1872
a. - — : „» Der Umstand, daß die kaiser
liche Normal Alchungs-Commission in Berlin keine Bedenken gegen die Beibe-
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- Alchuugü - Commission schon bei verschiedenen Veranlassungen mit
Emhelligkeu die Ansicht aufgestellt hat, daß es nicht im technischen Interesse juegi, den Aichungszivang für Maße, die zum Zumessen im öffentlichen Ver- ikchr dienen, auf die Schaukgefäße auszudehnen, sowie ferner, daß im weitaus größten Theil des Deutschen Reiches den Wirthen und Zäpfern die Hermen* ^^biger^ Schankgefäße uberlassen ist, — alles Dies spricht für gänz- h"." Die Handelskammer glaubt,
Durch die Aufführung eines neuen, allen Anforderungen der heutigen Gesundheitspflege entsprechenden Krankenbaues und die Uebertraqung der Ver- waltung dieser Stiftung an den Alice-Frauenverein, wodurch die bewahrten Pflegekräfte dieses Vereins für die Krankenpflege in der Anstalt erworben wurden hat die Heilanstalt nunmehr eine wesentliche Verbesserung erhalten. '
Kranke aller Stände können gegenwärtig in derselben eine ihren Bedürfnissen entsprechende Verpflegung finden.
Mit allen Bequemlichkeiten versehene Einzelzimmer sind mit Verpflegung von 1 fl. 45 kr. an täglich zu haben. In gemeinschaftlichen Zimmern wird Bnr^7^I NnvsiuO uf» u®“,. näheren Bedingungen der Aufnahme und Verpflegung können in der Heilanstalt Mauerstraße 17 und auf dem Bureau des Vorsitzenden des Vorstandes gedruckt in Empfang genommen werden.
H°"""stalt befindet sich gegenwärtig auch in der Lage mit Gemeinden Verträge abzufchließen, durch welche di- Vcrpflichtuna übernommen wird, daß die auf Kosten der Gemeinde zu verpflegenden, an innerlichen oder äußerlichen Krankheiten leidendeii Patienten zu ermäßigten Preiftn unb »»ter ähnlichen Bedingungen wie in anderen hiesigen Anstalten ausgenommen werdeii. 6 p 9 95 llnc
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Nicht um diese inhaltsschwere Frage, — denn wir brauchen es wohl
kaum auszusprechen, daß wir von der großen Sphinx „Frankreich" zu handeln aber unuu'terbrocken ' u-id^be'aÄeitet'^ie'M^n" auf dem Vanbe haben, — zu beantworten, nur um die Räthselfülle derselben erst recht deut- partisten entfalten (i... ‘ ™ Uf Cem X'aHDC'
lid) zu enthüllen, haben wir sie aufgeworfen. Die legitimistische Harlekinade selbst in der Kammer "sol
lstwie em Carnevalsschwank verflogen; und zwar ist die Restauration nicht, derselben, sowohl im republikanischen' wie man von gewißer Seite gern glauben machen möchte, an Chainbord's mnterrreiben sind D ' '
pnncipieller Halsstarrigkeit gescheitert, sondern an dem gerechten Bedenken des der Bonapartisten und Frohsdorfer, daß es doch einigermaßen gefahrvoll sei, sich an den Rand eines,Ist es nicht i «»Sä Ä ss. $sn?3S: 5$ VchE 'S snss ’ss
M-KLrLLSM b-daukeu, der ihm das Gebahreu der legitmustlscheu Herren doch nicht recht ver-geude von dem „kleinen Corpora!" in Frankreich noch u l t'nbt ift
u''d vierzehn Tagen. Mit großer Bangigkeit stehen die einzelnen Par- euphemistisch vom Kaiserthum, als von der republimie cxoloit/p“ fAyp
AGMMLZHWWWUMM 3nrnitfen dieser chMijchen Parteiwirreu bedarf es einer kühnen, rücksichtslos exploitee“ versieyr sicu auf rie ^nlt
Ulkenden Pmonlichkeit und diese ist Herr Mac Mahon nicht. Er steht auf Bonapartismus hat festere Fühlfäd!
seiner offen zur Schau getrageuen Unbedeutendheit und sucht in ihr einen ge- anderes Regierungssystem.
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wi||en Schutz in feiner Stellung. Fürwahr ein lendenloser Atlas! Jene legi-
timistischen Jutriguanten halten nur deshalb so unverbrüchlich treu zu ihm, weil er ein willenwoser Spielball in ihren Händen ist. Er ist der Präsident von Broglie's Gnaden. Dieser Herzog jedoch ist vortrefflich dazu geeignet, die einzelnen Drähte jener Puppe je nach Bedürfniß zu ziehen und so die Hampel- mannbewegungen Mac Mahon's auszuführen; allein in dem großen legitnni- stijchen Puppentheater sind keine Figuren mehr vorräthig, sobald die jetzige Hanswurst-Figur abgebraucht sein wird. Aber Mac Mahon ist die Armee;
der Degen von Magenta garantirt die Haltung der französischen Soldaten.
din, au ) iese Enttäuschung wird jenen Tucs nicht erspart bleiben, schon vi^ununy vicjc» ^eranes ausaesprochen LXn
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0011011(1) nothig ist. Die Schlappe, die die Partei bei der Präsidentenwahl ^uftkn, hat sie anscheinend auf das Aeußerste überrascht. Sie hatte auf boua= ctdT c cL ■ gebaut — uud natürlich nur taube Aehren geerndtet. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Forderung nach sofortiger Auflösung der Kam-»
nier von euem und mit heftigerem Ungestüm denn je gefordert werden — vuuy vrnvutyvi »Lnpaurgesane uoerianen tlt benn einzig in den Neuwahlen ruht die Hoffnung der Nepiiblikmier. In diesem liche Freigabe der Schankgefäße von der Aiche.


