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getäuschten Lubhaber des geieten« darsiellle. No- hat sich Wieeonb die V ihr gegeben, durch einen Rückgriff auf ältere Ereignsse nachzuweisen, »tc ganz ohne Vorgang die Erklärung Geamcni's in der Geschichte der Diplomatie Ist

Seittem Parlamente bestehen, ließ sich schwerlich jeeal« ein Meister bei kommen, gegen eine Macht, mit der fein Land seit einem halben Jahrhundert bi« |ut Stunde in Friede und Freuntschalt gelebt, ohne vorausgegangeu n Noten, wechsel, ahne abgewartete Erklärung, ohne Anfrage, in der beleidigendsten Form mit einer öffen'lichen Denunciation vorzugehen, die nicht« weniger bedeutete, all daß die aogeklagte Regierung sich mit rechtswidriger, vo-bedachter Treulofizkeit benommen habe. Richt al« ein verdacht, sondern al« eine Tatsache war die« ausgesprochen und ton vorn herein damit bedeutet: R cht Einwendungen, sondern nur feierliche Abbitte und Genungthnung »erden helfen können, fofern nach den au«gesprochenen Drohungen so etwa« überhaupt noch denkbar ge­wesen wäre.

In eine» Streite mit folchem Manne hat Graf Beust leichte« Spiel, und wahrlich, da« will etwa« sagen, denn Gras Beust ist auch nur halber Gramont.

Deutschland.

gliever, betreffend eine eventuelle Amendlrung der Krei«orknungg-Vorlage, ein­gelaufen waren.

Fürst Bise, arck und Gras Roon waren also vereint in der Minorität ge­blieben. iudeffcu der Erstere vor der tödt all M uistee Präsident noch immer für den Träger einer Politik galt, die er im Schoohe de« Eabinee« so a,«drück.ich befäepft hatte. Die« war wenig nach dem Geschmacke de« Reichskanzler«, der darin ans« Rene einen Semei« für die Unzuträglichkeiten sah, »eiche da« in Preußen üblicheEolleglalipstem" des Mtnisterrathe« nach ßch zog. Hier also hoffte er eingreisen und Reue« fördern, gleichzeitig aber len von ihm stets in erster Reihe festgehaltenen Neubau des Oberhauses abermals in dir Hand nehmen zu können. All er varzin verlieh, |<$»irric eine Meute von Gerüchten vor ,hm her, die sich alle auf fei» Verhältaih zum Eabiuet und aus die -'Weiterung der Reichsmintsterieu bezöge». Fast schien es, als sei man der Ansicht, Preußens Ausgaben feien nunmehr lediglich innerer Natur; dort Hube es alle seine Äräfte in ecnccntrirrn. Wie du« Marinemesen, die auswärtigen Angelegenheiten, die Verkchrsbeziehungen. so sollte nach die Armee in allen ihren Beziehungen zum Reiche kern Reichskauzleramte anzeschlosten werden, so dah der Ehcf des Kriegs- Ministeriums als Siaatsmintster etwa in ähnlichen Beziehungen zum Reichs- kanzleramte stände, wie setzt G neeal Stosch als Manneministrr und Staats- Minister Delbrück als Präsident des Bundeskanzleramtes; dann würde es nie

Darmstadt, 15. Ian. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 1 enthält:

1 Ecict, die Mitglieder des Staatsraths für 1873 betreffend. Folgende Personen werden durch S-. Königs. Hoheit den Graßherzog als außerordentliche Mitglieder für das Jahr 1873 berufen: 1) der piäsident des Obrrcoasisto rtvms, Geheirnerath Kritzler, 2) der Präsident des Hosgrrichts der piodnz Starkenburg Dr. Krug, 3) der Director de« ObercppellotlouS- und Eaffattons- gerichts, Geheimerath Dr. Müller, 4) der Geheirnerath Schleiermacher, 5) d<i Director der Obrrstudiendireetion, Eeheirnerath v. W'llich, 6) der Geheiu»rrath Fischer, 7) der Oberappellation«- und Eaffationsgerichtsrath Zentgraf, 8) der Oberappellation«- und Ea^ lonsgerichtsrath Dr. Hallwachs.

2. Verordnung, die Vorbereitung zum Dienst eines Polizei - Eommistär« in den Provinzen Starkenburg und Oderhesten betreffend.

3. Bekanntmachung Grohherzogltchrn Ministerium« de« Innern, die Frei» herrlich v. Wepherische El onorrnstistung betreffend.

4. Abwesenheit«erklärungen.

5. Oiden«vrrlelhuugen.

6. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnä- digst geruht: am 20. Decbr. 1872 den Theodor Baumbach von Darmstadt zum Zeichner bei der Eentralwerkstätte der Mal, . Neckar - Eisenbahn zu ernennen; an demselben Tage dem Schullehrer an der 2. evang. Schule zu Dietzenbach, tm Kreise Offenbach, Franz Emich, die 2. evang. Schulstelle zu Ellerstadt, iw Kreise Darmstadt, am 21. Dcebr 1872 dem Schullehrer an der van« Schule zu Hüttenfeld, im Kreise Heppenheim, Johann Ludwig Roth, die evang. Schulstelle zu Zeilhard, im Kreise Dieburg, am 23. Decbr. 1872 dem Friedrich Gchrp an« Mainz die Stelle eine« Turnlehrer« an den Elementar - Knabenschulen zn Mainz, unter Verleihung der Eigenschaft al« volksschullehrer, dem Schulamt«- Aspiranten Johann Linu ans Romrod, im Kreise Alsfeld, die evang. Schulst.lle zu Duubringen, im Kreise Gießen, zu übertragen; am 28. Decbr. 1872 dem Schullehrer an der 1. evang Schule zu Ortenberg, i» Kreise Ridda, Georg Pfeiffer, die 2. evang. Schutstelle zu Wallenrod, Im Kreise Lauterbach, zu über­tragen ; am 31. Decbr. 1872 den Zugsfeldwebel Anton Blum au« Gundheim zum Amtsdiener bei dem Hauptsteueramte Offenbach zu ernennen.

7. Eoncurrenzeröffnuug.

Berlin, 12. Januar. DieKöln. Zeitung" erhält, au« guter Quelle, wie sie betont, folgende interessante Aufklärung über die innere Politik Bismarck'«:

Als im Herbst vorigen Jahre« an da« Herrenhau« übermal« die Be- rathung der Krei«orduung herantrat, hatte sich nicht nur der Minister de« Innern, Graf Eulenburg, sondern auch der Souverän selbst mit dieser Vorlage durchaus identificirt. So sehr war in den obersten Regionen die Roibwendlgkeit solchen Reformwerke« klar erkannt worden. Schon im Februar 1872 hatte sich ein Ministerialbeschluß angesichts der Stimmung der ersten Kammer prtneipiell mii der Idee einer Herrenhau« Reform in Einklang gesetzt, allerking« von dem Grund­gedanken ausgehend, daß eine solche Reform lediglich im Sinn« dne« Conseil d'Etnt, nicht oder in dem einer engltchen wirklichen pairskammer zu geschehen habe. Dies« durchgreifende Aeuderung des Besteheudrn zählte naturgemäß in höheren Kreisen mancherlei Gegner, und auch di« liberalen Parteien verhielten sich ziemlich kühl zu der angedeuteten Reform.Aussicht, da ihnen vor Allem ou der kraftvollen Durchführung der Kreisoidaung gelegen schien. Sie hielten ti< Kreisordnung in dieser Beziehung, wenn sie einmal durchgebracht war, für den Sperling in dec Hard" und verrietheu wenig veistandniß für di«Herrenhaus Reform', welche ihnen nur alsTaube ans dem Dache", d. h. wenig greifbar, vorschwebrn mochte.

Anders der leitende Staatsmann. Er hnlkigte der Ansicht,daß, wenn man einen Louisd'or (die Herrenhaus.Reform) erst überhaupt besitze, man fetze leicht einen Thaler (fcit Kretsordnung) e »gewechselt bekomme". Darum, als das Herrenhaus im Herbste sich abermals renitent erwies, war man in Barzrn schlechterdings nicht ganz unzufrieden mit dieser Haltung, ohne sich deshalb für den pairsschub zu eiwärmrn. Man wollte eben mehr. Daher jene Winke ein­zelner Herrenhausmitglievrr, welche zu verstehen gaben, daß der aif Urlaub be­findliche Fürst durchaus nicht für die Kreisortuvng schwärme. In der Thai scheint es, daß der damalige preußische Ministrrpräflkent gegen eine Amendirung des Krei«erdnung« Entwurf« im Sinne des Herrenhauses Nichts einzuwendiu hatte und daß er einzelnen seiner Eollegen au« diesem Hause gegenüber m>t feiner Ansicht nicht hinter dem Berge hielt. Welche piäne, wenn kiese Rache cht Wirklich der Sachlage entspricht, habet verfolgt wurden, ist nach dem Gesagten einleuchtend, denn bann konnte der Fürst al« Vermittler ciotrelen und dem Ober- tzause schließlich jene confultallH Stellung zuweifen, die er für sein Fortbestehen als lebendiger Factor tm Staatsleben für unumgänglich dielt. Man weiß, daß dies« Absicht d»rchkreuzt wurde, und zwar durch den Pairsschub. Letztere Maß- regel war von Varzin au« durch rin schriftliche« Votum, welche« für so oit'ge Herrenhaus R'sorm eintrat, bekämpft worden, und diesem Votum hatte sich Gr«' Roon, al« einige« unter allen Eabinetsmitgliedern, angefchloffen. Gras Eulen­burg siegte mit der ministeriellen Majorität im ttabmet, inv«ß der Souv räa gleichzeitig von den Winken Äenutmg erhielt, welche an einige Heerenhausmit

mehr vorgekommen fein, daß in militärischen Dingen Erlasse de« Kaiser« statt ' vom Reichskanzler vom preußischen Kriegsminister grgengezcichnet würden u. A m. Zu gleicher Zeit würde Hand in Hand mit dieser Aenderung auch die Zusammen- s tzung des preußischen Ministeriums eine homegenere geworden, uns namentlich eine wirklich Eabtnetsbildung mii einem Ehes herbeigeführt Morden fein, der eine einzige, und zwar seine pertönliche Politik durch die Glieder dieses Eabinets auch außerhalb vertreten laffen könnte.

Jud'ssen zur vollen amtlichen Entwickelung dieses planes ist «s kaum jemals gekommen. Als an höchster Stelle, immer noch unter dem Eindruck der Mahnungen an das Herrenhaus, die Kretsordnung zu amenbieen, die Thatsache bekannt würbe, daß unter den obwaltenden Umständen der bisherige Minister­präsident nicht mehr geneigt sei, sich als Präsident luajoriftrcn und sich eint i Politik zuschreiben zu kaffen, die nicht die fetnige, mußte zuerst bit Frage heran- iretea, was wohl am greigneistrn erscheine, die entsiehende Lücke ouszusüllen. Der Sieger im letzten parlamentarischen Kampfe, der schon einmal im Laufe ci(fe« Jahres zu ähnlicher Stellung ausersehen morden war, Graf Eulenburg, mußte da naturgemäß der königlichen Entscheidung sehr nahe stehen. Judeß es bli<b keinen Augenblick zweifelhaft, daß unter diesem Ministerpräsidenten, der im j Eonseil soeben über de» Fürsten Bismarck in der pairlfchvbsrage den Sieg davongetcagin, eine fernere Betheiligung des Minister« de« Aeußern an den plcifisch preußischen Angelegenheiten nicht zu erwarten fei. Etna« anderes war es mit dem Grasen Roon, der ebenfalls, weil er überstimmt word.n war, (eine Entlastung gegeben hatte, bon dem aber sich zu trennen dem Herzen des Monarchen überaus schwer siel- Wurde er als Rachfolger ins Mintsterprästvium berufen, I so conftaiirtc diese Thaisache durchaus keine Verleugnung des Bismarck'i'chkn Standpunktes in der Hrrrenhausreform durch den König, da Gras Roon n tb I Fürst Bismarck in dieser Sache Hand in Hand gegangen waren. Beide Männer, I seit Jabren durch persönliche Beziehungen eng verbunden, verständigten sich rasch. I Graf Roon, trotz feiner conservativen Neigungen, bekannte sich feil Langem auf« I richtig zu der politischen Haltung des Reichskanzlers. Wie er schon seine Ent- I schiedenbeit im Kampfe mit dem El.rus bei Gelegenheit der Uebergriffe des . Lrrneebischofs und der altkatholischrn Armee-Scrlsorge an den Tag gelegt, fs siand er auch hier nicht an, das Programm des fcheiveadeu preußischen Minister- vrasidenten im Kampfe wider Rom in allen Theil n ausnahmslos zu aboptirei:. ! In der Herrenhausfrage gingen beide Manner bereits eng geschloffen zusammen. Die Vorlage wegen der Eivilehe mußte ohne nähere« Eingehen zurückgelegt werden, weil man noch nicht im Klaren war, welche Eompenfation der evangelischen Geistlichkeit für die entfallenden Trau- und Stolgedühren aazubieten fei. Aus orr andern Seite war der Rtichakaazler im Stande, feine Unterstützung für die eventuell zu erhöhenden Forderungen für das Reichsniilttärbudget dem Reichstag aegenüber zuzusagen für den Fall, daß der neu z, ernennende zweite Ehes der Älmeeverwaltung als Staatsminister in ein näheres veehältniß zum Reichskanzler- amte träte kurz, es kam ein intimes Bündniß und eine herzl che Verständigung zu Stande, welche «inen Theil des Bismarck'fchen ursprünglichen Programms ofort verwirklichte und einen arten Theil, ohne Präjudiz, für die Zukunft auf- ! behielt."

D eVost. Ztg." bemerkt, daß i)re eigenen Informationen mit der Dar- ; teöung terKöln. Ztg." übereinstimmen, und fügt noch bei, Fürst Bismarck i habe nach der Rückkehr aus varzin allen Maßnahme, preuß scher Minister gegen­über ein Veto verlangt und damit seinen Gegnern Gelegenheit geboten, feine Autorität zu erschüttern.

Berlill, 14. Jan. Der Name de« ultramontanen Kammerherm, auf mel- chen die neuliche Erklärung dr« Fürsten Bi«marck im ^Staatsanzeiger" sich tze- ' iog , der Graf v. RestelrodcErrghoscn, Oberhofmeister der Kaisern, Mitglied Ice Hereenbauses.

Dec Zweifel, ob da« Münzgesetz, besten Vorlage für die nächste Session! des Bundesraths und Reichstag« in Aussicht steht, da« definitive Münzgesetz fei, | der nur analog dem Gesetz über die Ausprägung ton Rcichsgalomnnzea die Ausprägung der Reichssilber- und Scheidemünzen regeln «olle, werden, wie man ter ,A. AOg. Ztg." schreibt, ie Sinne der erben Alternative gehoben, daß derl Gesetzentwuri nicht nur die Prägung der dem neuen Münzspßem entsprechende, j Silber- unc Scheidemünzen regelt, sondern gleichzeitig auch Bestimmungen überdies Eroz ehung der jetzigen Silber- und Scheid'MÜnzen enthält.

Oesterreich.

DitN, 15. Januar. tB e dieCefterr. dorr." vernimmt, hätte das > esterreich,Iche Kaiferpaar unmittelbar nach dem Eintreffen von dem Ableben des Kalter« Napoleon dir tiefeitige Botschaft in London beauftragt, der Kaiserin j Eugenie seine herzlichste Theilnshme auszudrucken.

Frankreich.

Pans, 12. Januar. DerSoir*, der gegen dke Blätter zu Felde zieht, ?ie Napoleon 111. ongreifen. gebt so weit, zu behaupten, daß die heftige Sprache, r lche bet tiefer Gelegenheit ei, Theil ter radlealen und republikanifchen presse «ührt, terRepublik" Schade, bringen wüste. Daß deroir* eine solche