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Erscheint täglich, <nti RuS- nähme Sonntags.

Expedition: Canzletbera, Sit. B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen.

Nr. 21*'4

Dienstag den 16. December

IS73.

Deutschland.

Darmstadt, 17. Decbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 47 enthält:

Großherzog angenommen worden ist; nachdem ferner der Prälat Dr. Simon, sowie der Kanzler der Landes-Universität, Geheimerath Dr. Birnbaum, ihre Verhinderung, auf dem Landtage zu erscheinen, angezeigt haben, so haben Se. Königl. Hoheit der Großherzog folgende Mitglieder der ersten Kammer Aller- gnädigst zu ernennen geruht:

für den

den

5. Wahlkreis

Großherzogl. Kreisrath von Grolman zu

der

6.

Wahlkreis

der

Großherzogl.

den

Kreisrath Dr. Ustnger zu

den

7.

Wahlkreis

der

Großherzogl.

Regierungsrath Pfannebecker

den

8.

Wahlkreis

den

Großherzogl.

den

9.

Wahlkreis

der

Großherzogl.

Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller-

Ergebenheit und habe die Ehre, mich zu erklären für Ew

ergebensten

Dem Briefe war beigefügt, welche Zeugnisse uothwendig

Diener-. .

Breslau, 51. December. Das Stadtgericht hat den Fürstbischof För-

Darmstadt, 14. December. Nachdem der Großh. Provinzial-Director

2. Exequatur-Ertheilung.

3. Namensveränderungen.

1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestel­lung der Wahl - Commissäre für die Wahlen der Abgeordneten zum Deutschen Reichstag betreffend.

Es sind folgende Wahl-Commiffäre bestellt worden:

für den 1. Wahlkreis der Großherzogl. Provinzial-Director Freiherr von Röder zu Gießen,

für Offenbach, für Bensheim, für zu Worms, für gen und

für zu Mainz.

4. Wahlkreis der Großherzogl. Provinzial-Director, Geheime­rath Dr. Goldmann zu Darmstadt,

für den Friedberg,

für den Alsfeld,

seien; dann hieß es weiter:Es ist nöthig, daß die Person, welche inner­halb dreier Monate, einem unwiderruflichen Termin, zum Bischof ernannt zn werden wünscht, zugleich mit den oben genannten Schriftstücken zwei Obliga­tionen auf Stempelpapier zu 2 Lire einsende, die eine zu Gunsten eines Car­dinals die Stelle für den Namen bleibt unausgefüllt über zwölftausend italienische Lire (L. 12,000), zahlbar innerhalb 8 Monaten, von dem Zeitpunkte an gerechnet, wo er in den Besitz der Diöcese getreten ist, und eine andere zu Gunsten des Vermittlers über zehntausend italienische Lire (L. 10,000), zahlbar innerhalb 8 Tagen, nachdem die Präkonisation zum Bischof durch den heil.

muß es noch mit dem französischen Volke bestellt sein, wenn man einen Mar­schall von Frankreich zum Tode verurtheilen muß, um die wunde Eitelkeit zu kühlen, wenn man so gröblich den Kriegs- und Rachegelüsten schmeicheln muß, um der leidenschaftlichen Verblendung der Volksmasse Genüge zu thun 1"

2. Wahlkreis der Großherzogl. Regierungsrath Trapp zu

3. Wahlkreis der Großherzogl. Negierungsrath Frölich zu

ordnung vom 30. März 1847, bezw. durch Gesetz vom 23. Juli 1817 in dem übrigen damaligen Gebiete der preußischen Monarchie, und facultativ für Dissi­denten in dem ehemals nassauischen Gebiete und in den ehemals zu dem Kö­nigreich Hannover gehörigen Landestheilen.

Unter dem Titel: Simonie unter Pius IX. veröffentlicht der alt­katholischeDeutsche Merkur" aus demRinovamento cattolico" Aktenstücke, für deren Echtheit sich das genannte Blatt verbürgt und die einen Blick in die römische Lastergrube thun lassen. Der Inhalt besagt: Ein angesehener und gutgesinnter italienischer Geistlicher erhielt eines schönen Tages folgenden Brief, wobei wir nur bemerken, daß die italienischen Bisthümer jetzt ganz frei vom Papste besetzt werden:Bei der Freundschaft, welche mich mit ... . ver­bindet, nehme ich mir die Freiheit, Ihnen diesen meinen Brief zugehen zu lassen, um Sie zu befragen, ob Sie innerhalb dreier Monate vom heil. Vater als Bischof einer Diöcese des italienischen Continents ernannt zu sein wünschen, zu dem Zwecke füge ich alles das auf einem Blatt zusammengeschrieben bei was nöthig sein würde, damit Sie zur Befriedigung Ihres Verlangens gelan­gen. Falls Sie hierauf eingehen, werden Sie mir alle Documente zuschicken. Ueberzeugt, daß Sie sogleich auf dieses mein Schreiben antworten werden, da ich Ihnen bemerklich mache, daß die Zeit beschränkt ist, grüße ich Sie mit

gnädigft geruht: am 17. November dem Philipp Gernandt modo Gerbig von Mörfelden zu gestatten, daß derselbe in Zukunft statt des bisherigen den Fami­liennamen Klotzbach und am 24. November dem Hartmann Becht von Nieder- Wöllstadt zu gestatten, daß derselbe in Zukunft statt des bisherigen den Fami­liennamen Kehres führe.

4. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 11. November den Premierlieutenant i. P. Friedrich Arnold zum Hoftheater-Oeconomie-Assistenten, am 15. November den Canzlisten bei dem Hofgericht der Provinz Oberheffen, Eduard Weidig, zum Canzlei- Jnspector bei diesem Gerichtshöfe, den Canzlei-Gehülfen bei dem genannten Hofgerichte Wilh. Koch aus Homberg a. d. £)., zum Canzlisten bei diesem Ge­richtshöfe, am 24. November den Christian Vey aus Schlitz in der Eigenschaft eines Volksschullehrers zum Turnlehrer am Gymnasium zu Mainz und gleich­zeitig an der Realschnle daselbst, die Schulamtsaspiranten Karl Franz aus Gießen, Ludwig Seipp aus Lollar und Karl Jann aus Petterweil in der Eigenschaft als Volksschullehrer, zu Lehrern an der Vorschyle der Realschule zu Gießen, am 25. November dem Schulamtsaspiranten Heinrich Gnnschmann aus Dillingen die dritte evang. Schulstelle zu Hungen zu übertragen; den von bcni Herrn Grafen zu Erbach-Erbach auf die evang. Schulstelle zu Günterfürst prä- sentirten Schulamtsaspirauten Philipp Ritzel aus Friedberg für diese Stelle zu bestätigen; ani 29. November dem Schulamtsaspiranten Peter Bertram aus Fürfeld die kath. Schnlstelle zu Unter-Ab.steiuach und dem Schulamtsaspiranten Heinrich Wilhelm Ickes aus Rodenbach die zweite evang. Schulstelle zu Pfung- stadt zu übertragen; die Reserve-Unterofficiere Johannes Erb, Wilhelm Karle und Georg Wolf zu Conducteuren bei der Main-Neckar-Eisenbahn und den Lehrer an der städtischen Realschule zu Crefeld, im Könige. Preußen, Dr. Alexan­der Drescher, zum Lehrer an dem Gymasium zn Mainz mit Wirkung vom

1) den Superintendenten von Rheinhessen, Dr. Schmitt in Mainz, als Stellvertreter des Prälaten auf die Dauer des Landtags,

2) den vorherigen Rector der Landes-Universität, ordentl. Professor Dr. August Streng in Gießen, als Stellvertreter des Kanzlers der Landes-Univer­sität auf die Dauer des Landtags,

3) den Präsidenten des Hofgerichts der Provinz Oberhessen, Dr. Buff in Gießen, auf Lebenszeit,

4) den Commerzienrath Carl Franz Deninger in Mainz auf Lebenszeit.

Berlin, 13. December. Bezüglich des Zustandekommens des Civil- ehe-Gesetzes schreibt dieNordd. Allg. Ztg." : Die Nachricht, daß die Zu­stimmung des Fürsten Bismarck erst Montag telegraphisch aus Varzin erfolgt sei, ist erdichtet. Der Vice-Präsident des Staatsministeriums hatte allerdings eine Audienz beim Kaiser, aber nur, um die Beschleunigung der Vorlage zu erreichen, worauf der Kaiser am selben Abend seine Genehmigung ertheilte. Von weiteren Kämpfen ist nicht die Rede gewesen.

Berlin, 13. December. Die Civilehe ist in Preußen obligatorisch eingeführt: in Rheinpreußen nebst dem Meißenheim'schen Theil von der Land-

Geheimerath Schmitt in Mainz auf seinen Sitz in der ersten Kammer der ster wegen 20 ungesetzlicher Anstellungen von Geistlichen in contumaciam zu Stände Verzicht geleistet hat und dieser Verzicht von Sr. Königl. Hoheit dem 11,600 Thlr. Geldbuße, event. zweijährigem Gefängniß verurtheilt.

Vater erfolgt ist I"

Dr. Karl Klein, auf sein Nachsuchen aus dem Dienste zu entlassen. ' ; Berlin, 13. December. DieN. Pr. Ztg." schreibt zum Proceß Ba-

6. Charakterertheilung. szaine's:Wir können Frankreich nur condoliren zu einem solchen Uebergewicht

7. Versetzungen in ben Ruhestand. ?erregter und verletzter National-Eitelkeit über das nüchterne Recht. Wir kön-

8. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die evang. Pfarrstelle zu Kelsterbach,'nen aber das Urtheil über Bazaine nicht citiren, ohne noch einmal auf die im Dekanate Groß-Gerau, mit einem jährlichen Gehalt von 1110 fl. wirklich traurige Weise hiuzudeuten, in welcher der General-Lieutenant Heinrich

9. Sterbesälle. Gestorben sind: am 1. November der Oberförster Fried-chon Orleans, Herzog von Aumale, seine Präsidentschaft des Kriegsgerichts rich Sell zu Schotten; am 8. November der Schullehrer Wilhelm Wolff zu ausgenutzt hat. Die widersinnigsten und unglaublichsten Gerüchte erschienen Mümling-Grumbach; am 14. November der Oberst und Zenghausdirector i. P. dem Sobne Louis Philippe's angenehm, wenn sie nur derb genug dem Chau- Müller zu Darmstadt; am 16. November der Schullehrer Friedrich Plauz zu vinismns schmeichelten. Der Präsident des Kriegsgerichts nahm Alles an, auch Götzen; am 19. November der Oberst i. P. Freiherr von Schenck zu Schweins-das Thörichste, wenn es nur gegen Deutschland eine Spitze kehrte. Wie übel berg; am 24. November bet Hauptmann i. P. Glock II. zu Auerbach; am r 3 y L c......'""D f'*..... cm**"

25. November der evang. Schullehrer Leonhard Fleck zu Trebur; am 9. De­cember der Landgerichts-Assessor Ferdinand Hellmann zu Gießen; an demselben Tage der evang. Pfarrer Georg Lichtenberg zu Queckboru.

Kreisratb Varcus ut Bin- Hessen-Homburg durch den Code civil, in den ehemals kurhessischen

Landestheilen durch Gesetz vom 29. October 1848, dessen Wirksamkeit jedoch

Kreis-Assessor Dr. Braden!^ Jahre 1853 für Anhänger der christlichen Kirchen inhibirt wurde, und in den ehemals Frankfurter Gebietstheilen durch Gesetz vom 19. November 1853. Dieselbe besteht obligatorisch ferner zwischen Christen und Juden durch Ver-

1. April 1874 an zu ernennen.

5. Dienstentlassung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 25. November den Lehrer an dem Gymnasium zu Worms,