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Ojchtmr Anzeiger

1873

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Der la. Januar 1871

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Mission zu richten.

Darmstadt, den 31. DecemLer 1872.

Summa 8300 Mann.

von einem Oberstabsarzt und einem Assistenzarzt folgte in der avsteweffenea Entfernung. Der Ge-

wafd)fici

Garderobe, form i auf's Brillanteste llt aufmerksam, ma­len möglichm Ber- etwas zu verlieren. rn chlatter.

inmlung

' Abends 7 Uhr. ersucht, pünktlich

r Borstand. ^en und einen I- Schmidt, Neuenweg 131.

6) Franclireurs Lyonnais, Chafsepot-

7) Eine Batterie von 6 Feldkauonen mit Pferden bespannt

8) Ein Zug Dragoner..........

Großhcrzogliche Prüfungs - Commission-für einjährig Freiwillige.

Pabst. Strecker.

begleitet. Ein Saniiäl-cerp- .

sunrbeit-zustand der Truppen war gut. Ten 13. Januar, Nachmittag- 3 Uhr, vereinigten sich diese Truppen in und um Bonny. S'Neral du Temple gab hier di? Befehle zum Beziehen der Nachtquartiere, sowie zum Angriff auf den 14. Morgen- in der grübe. Den rechten Flügel bildeten die Marine de Brest, die Franktireurs, die Mobilisö de la Cole dor und die Artillerie; diese wußten daher den 13. Abend- noch bis Ouzouer sur Trezde vor-th.n, wo sie über- nackt len. Das Eentrum Uld le die Mobilisö de la Nievre und drei Bataillone

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ift ein Ehrentag für do- hier garni onirende Infanterie-Regiment (Rr. 116); er bildet sicher eine der rühmlichsten Ep»,oden m der Geschichte dieses Regiments. Mit dem Grossh. Hess- 2. Retter-Regiment und der reitenden Batterie war es auf dem rechten Ufer an der oberen Loire drei Tagen ärsche weit vorgeschlckt wor­den urd sah sich plötzlich am frühen Morgen auf ollen Seiten von einem über- leaenen ge.nde bedroht. Durch tapferen Widerstand al- auch kühnes Drauflos, aeben wußte (S sich, ohne bedeutende Verluste, aus dieser mißlichen Lage zu desreien. DaZ damalige osficieve Telegramm an Ee. Kövtgl. Hoheit den Groß, berioa sprach fich in diese» Sinne anerkennend aus. Im großen Krlcgsdrama blieb die Thal ignorirt; ja sogar im engeren Kreise hörte man bald Zweisi entstehen, v.rmulhungcn au-sprechen, ob denn wirklich hier von einer UebeewaLt die Rebe fein könnte und ob wohl nicht eine kleine FranctireurS-Affa^re hier zur Heldenthal erhoben »erden sollte. Die Zett, welche schon so vieles geklart tat, bar auch hierin schon lauge «usklärnng gebracht, doch nirgends noch dem größe­ren Publikum zur Kenntniß gegeben. Den heutigen Jahrestag glaubt man daher aeeianet die Erzählung dieser Affaire von einem französischen Subaltern-O'ficier als Augenzevge allen Jnteressieten, insbesondere aber den zahlreich tn Ober- Hessen lebenden Betheiligr.n, mitzutheilev.

Der 14. Januar 1871 vor Briare, von einem französischen SubatterN'Off'cier als Augenzeuge Erzählt:

Die französische HeereS^btheilvng am 14. Januar 1871 vor Briare Eowmando des General du Temple war 8300 Mann und 6 Geschütze

*!> auf Lausch 1

^rantie >slaa.

^unöswesm ;Jntn Ehrlichen

ihrer Stbt Wtnhm

und war zusammenaesetzt aus:

1) Marine de Brest, vom 1., 2., 3. und 5. Bataillon zu butz, mit Edaff.potS, rnter Fregatten - Eapitain Ansard und Dchiffslieut.nant Duönil:

2*) Mobilisö de Lyonne unter Oberst Robin, Oberstlieute- vont de Eetio und Bonncreou, fusil ä pislon rage,

4 Bataillone: ........ ' '

3) Mobilisö de la Nievre, 3. und 5. Bataillon, fusil a pislon ragö, ui ter Eommantont MaraverUe:

4) Mobilisö de la Cöte dor, fusil ä pislon ragä, 4 La- .............

5) Mobilise du Loiret, fusil ä pislon rag£ und auch cara- biner, unter Odtrstlieureuavr Mavrl und Eowmaudant

Garnier................

Mobilisö de Lyonne. Den liuk.n Flügel vis an die Loire bildeten die Mobi- lisd du Loiret und ein Bataillon de Lyonne. Die Bewegung sollte so auSge- übrt werten, daß die ganze Truppenavtheilung zu derselben Zeit auf Bn..te oLen sollte. General du Temple hotte fccn den 13. noch Bordeaux telegra- vdiren lassen :Ich werde morgen die Prussiens (Hessois) in Briare ausheben." Dm 14., Morgens 7 Uhr, hatte die Artillerie auf der Strasse nach Movtargcke, etwa ein Kilometer vor Briare, Ausstellurg ger.cmmen; um 71/4 Uhr griff sie an, indem sie ihr Feuer auf Briare richtete; 2 bis 3 Havbitzgrsnaten fielen wirk­lich in die Stadt. Die Franktireurs, welche vor der Artillerie standen, trafen nahe bei Briare mit ren feindlichen Vorposten zusammen und griffen fie an; aber von ter Urbermocht des Feindes geschlagen, sahen sie fich genothigt, bis auf das Bataillon de Cole dor zurückzugehen. Während d em rückte die Artillerie nach Briare zu vor; anstatt Stellung zu nehmen und den Weg nach G en abzufchveidev. Als die Preussen da keinen Witerstand fanden und es ohne Zweifel für gerathen hielten, die Franktireurs nicht zu verfolgen, biwerkstelligten fie ihren Rückzug auf tem Wege nach Giön, der ganz frei war; ta ein dichter Nebel zwei Batterien Arlillerie, die auf ter anderen Seite der Loire, bei St. Br ssoa, standen, verhindeite, ihre Geschütze aus fie zu richten. Den Abend de« 14. und die Nacht brachten die Bataillone du Loiret und ein Bataillon de Lyonne in Giön zu; aber den nächsten Morgen ließ man fie nach Briare und Boney zurückg.hen. Dies ist Alles, was ich Ihnen über die be­rühmte ober unglücklicher Weise gescheiterte Operation om 14. Januar sagen kann. Gewiss di nt sie richt z-m Lobe unseres G-neral du Temple. Uebrigeos find ave Operationen des Feldzuges 1870 und 1871 so ausgeführt worden, dass »an

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen.

Montlig ben 113. Januar LUBJInTTDrJ ---"V "

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Bekannt m a ch u n g.

Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen.

Ticieniaen Militärpflichtigen, welch- als einjährig FrciwilUge .dienen wollen und im Großh.rzogthum Hesien nach §. 20 d» MilitSr-Ersab Jnstruction oft croÄr i 1 rfr 9Matt 9?r 21) acftcfluna£i)flid)tici sind, haben ihre Anmeldung schriftlich), unter Blrnchsich tigung ' L* 1o5.

d^Mllitäl Ersah Justnuiwu b.s jum I. Februar 1873 bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im Mar, k. I. statt, findenden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. Meldung find beizulegen -

a) ein Gcburtszcugniß (Taufschein),

cl^Mdescho!?enh^ts!eüg'üß'bwelchc^^ (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen)

C) ":nUb3 S C ««Ä bel?8r°nst--t, für alle übrigen jungen Liu.e aber von der Polize.-Obrigkell a.^nstell.n ist

Bei Nichtbcobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Einreichung d-S Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann d.e Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht staOsindeMr^i^, Wt vorgenommen wird, wird später öffentlich bekannt gemacht werden, eine fpeeielle Ein-

g k utrhf unlcncidinete Kommission macht austerdtm aus folgende Bcsiimmuugkn ausdrücklich aufmerksam.

lüb' 8©*efÄt 2J »um einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17 Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätesten« bis »im 1 Tebrnar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird.

4 Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung Theel zu nehmen, verbunden.

Ausuahmswesse kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch Entschließung der Ersaßbebo de dritter Instanz wieder v.rttebm werd , wenn der beiheiligt- Mili.ärpflichtige noch i.icht an einer Lovsi.i.g The.l zu nehmen verpflichtet war, oder vermöge e.ner Leosnnmmer disponibel^geblieb" ist. In letz.erem Falle darf die Vergünstigung indeß nur dann -in.reten, wenn der deßfallsige Antrag von der zweiten Aushebung, bei welcher 'reä'tzeit^^ Anmeldung - verloren gegangenen Lerechtigung sind an die zuständige Kreis-Ersaß-Com-