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von Spitzbergen durch das Els festgehalten, angetroffen und dieselben mit Lebensmitteln versehen.
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lichen Prinzen befindet.
Genf, 9. September. Gestern fand der Zusammentritt der contro- listischen Fraction Marx der „Internationale" im Hotel „Navigation" statt. 50 bis 60 Personen waren anwesend und erfolgte die Constituirung des Bureaus.
— Die Negierung hat das Wallfahrts-Comite officiös anfgefordert, die Wallfahrt nach dem Michaelsberge nicht am 20. d. Mts., dem Jahrestage des Einzuges der Italiener in Rom, stattfinden zu lassen, damit unangenehme Com- mentare vermieden würden.
Paris, 8. September. Englische Blätter melden: Neuerdings heißt es, daß der Graf von Chambord auf das Ansuchen des heiligen Vaters ein- g.willigt habe, die Tricolore an Stelle der weißen Flagge zu substituiren. Erkundigungen, die in den besten Kreisen eingezogen wurden, ergaben, daß keine solche Nachricht hier eingelaufen sei, und sie wurde vor Eröffnung der Börse dementirt. — Wegen der jetzigen Unruhen in Algier hat der Ministerrath beschlossen , über die Provinz Algier den Belagerungszustand zu verhängen, und der General-Gouverneur Chanzy ist angewiesen worden, sofort nach Algerien zurückzukehren. Seit dem 4. d. Mts. hat übrigens die Ruhe in Algerien weiter keine Störung erlitten. In Marocco, in der Nähe der französischen Grenze, sind Unruhen auszcbrochen und die Franzosen haben Vorsichtsmaßregeln ergriffen.
Paris, 8. September. Gestern wurde in allen Kirchen ein Hirtenbrief
Paris, 7. September. Von den vier am 4. d. Mts. in Bordeaux verhafteten Personen wurden zwei zu zwanzig Tagen, einer zu zwei Monaten und ein anderer zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt.
— Im Generalrathe von Lyon wurde der Präfect Ducros, weil er am 4. d. Mts. dreifarbige Fahnen hatte wegnehmen lassen, interpellirt und gefragt, welche Fahne die nationale sei. Der Präfect verweigerte die Antwort.
— Hiesige Blätter haben das Gerücht verbreitet, Prinz Neuß werde den Grafen Arnim ersetzen. In Bezug auf Prinz Reuß ist dasselbe sicherlich unbegründet. Was den Grafen Arnim angeht, so glaubt man an zunächst interes- sirter Stelle, daß kein Grund vorliegt, seine Rückkunft für unwahrscheinlich zu halten.
— Der Kriegs-Minister hat den Befehl widerrufen, die minderjährigen Elsaß-Lothringer, welche sich in der französischen Armee befinden, in die Hei- niath zu entlassen.
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Paris, 6. September. Die gescheiterte oder perfect gewordene Fusion in Frankreich giebt den französischen Blättern noch immer reichen Stoff. So berichtet der „Soir" : „Die verschiedensten Gerüchte betreffs der Fusion sind in Umlauf gesetzt. Der Graf von Chambord scheint nach den glaubwürdigsten Nachrichten fest entschlossen zu sein, betreffs der Fahnenfrage nicht nachzugeben. Die Fusionisten haben es aber noch nicht aufgegeben, den Grafen auf andere Ideen zu bringen; sie befürchten jedoch, daß sie vor der Rückkehr der Kammer kein befriedigendes Resultat erlangt haben werden. Die angenommene Taktik soll darin bestehen, Zeit zu gewinnen und die Zeit, welche die Prüfung der constitutionellen Entwürfe in Anspruch nehmen wird, zu benutzen, um den Grafen von Chambord zu bewegen, entweder die dreifarbige Fahne anzunehmen oder abzudanken. Man versichert ferner, daß der Papst den Grafen von Chambord aufgefordert habe, die dreifarbige Fahne anzunehmen, weil diese Concession ihm gestatten werde, „den Thron seiner Väter zum Besten Frankreichs und der Kirche zu besteigen." Der Graf von Chambord soll dem heil. Vater geantwortet haben, daß, was die dreifarbige Fahne anbelange, er allein
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London, 6. September, Vormittags. Von der Nordpol-Expedition Leigh Smith sind Nachrichten eingetroffen, welche bis zum 4. Juli rei- Die Expedition hat die 3 Schiffe der schwedischen Expedition, nördlich
München, 9. September. Der Kronprinz des Deutschen Reiches hat! die ihm für die Inspektionsreise in Bayern von dem Könige angebotenen Hof- Equipagen und Pferde dankend abgelehnt.
Ansbach, 9. September. Der Kronprinz des Deutschen Reiches ist gestern Abend hier eingetroffen und von einer nach Tausenden zählenden Menge begrüßt worden. Die Stadt war reich beflaggt und zum größten Theile. illuminirt.
Nürnberg, 9. September. Bei Gelegenheit eines gestern von einer Privatgesellschaft auf der alten Veste bei Fürth veranstalteten Feuerwerks stürzte die von einer Zuschauermenge gedrängte, über einen Abgrund führende Brücke zusammen. Man spricht von 7 Todten, etlichen 30 Verwundeten.
Stuttgart, 8. September. Der „Staats-Anz." enthält einen Mini- sterial-Erlaß, nach welchem das sog. Cannstatter Volksfest in diesem Jahre im Hinblick auf die Gefahr der Einschleppung der Cholera unterbleiben soll.
Schweiz.
Paris, 9. September. Guizot bildet gegenwärtig den Mittelpunkt der monarchischen Unterhandlungen. — Wegen Befürchtung der Verbreitung der Cholera sollen die Wallfahrten verhindert werden. — Die wohlfeilen localen Provinzialblätter werden fortwährend unterdrückt.
Paris, 9. September. Eine Note des „Journal officicll" theilt mit,
Amerika.
New-Bork, 7. September. Die Negierung der Vereinigten Staaten hat von Marme-Officieren und Consuln im Orient Berichte über den Fortschritt des Asiatisch-Holländischen Krieges in Sumatra erhalten. Diesen Berichten zufolge hat der Sultan von Atchin dem dortigen amerikanischen Consul gegenüber den Wunsch ausgesprochen, in engere Verbindungen mit den Vereinigten Staaten treten zu wollen, und daß er, im Falle ihm von denselben Schutz gewährt werden würde, bereit sei, den Vereinigten Staaten große commercielle Privilegien zu gewähren, ihnen die Errichtung von Flottenstationen zu bewilligen und auch vortreffliches Schiffsbanholz zur Benutzung zu überlassen. Dem Sultan wurde mitgetheilt, er könne derartige Propositionen am besten durch einen Special-Gesandten der Regierung der Vereinigten Staaten vorlegen lassen. Nach der „Jnd^p. Belge" scheint die niederländische Regierung nicht abgeneigt zu sein, mit Atchin Frieden zu schließen. Das Blatt meldet nämlich, daß Herr Nieuwenhuisen der Vice-Präsident im Rath für Indien, welcher die Expedition nach Atchin begleitete und den Krieg erklärte, abberufen worden ist. Sein Nachfolger ist der Deputirte für Rotterdam van Rees.
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Richter über dieselbe sei."
Paris, 7. September. Der „Constitutionel" schreibt: „Gestern, den 6. September, sind die letzten 250 Millionen von dem Lösegelde Frankreichs an die Schatzmeister des deutschen Reichs abgeführt worden. L>o wären wir denn mit dem Sieger quitt. Aber wir bleiben die Schuldner der ganzen Welt, welche uns die fabelhafte Summe von fünf Milliarden geliehen hat. Diese unserem Lande so bereitwillig dargebotene Anleihe ist für uns eine Ehrenschuld, die wir nicht auf unsere Enkel abwälzen dürfen. Es wäre zu viel, wenn wir ihnen neben der erdrückenden Erinnerung unserer Fehler und unseres Unglücks noch die schwere, pecuniäre Last vermachten, dieselben loszukaufen. Die Anleihe von 1871 war ein vortreffliches H. lfsmittel, uns von einer widerwärtigen Realität, nämlich der fremden Occupation, zu befreien, und an Stelle derselben eine andere, noch immer lästige Realität, die Schuld, zu setzen. Die Schuld ist auch eine Occupation. Die Titel der Befreiungsanleihe bilden eine friedliche und vertrauensvolle, aber gleichwohl gewichtige Garnison, welche anständig unterhalten und rücksichtsvoll behandelt sein will, bis wir sie ihrer Heimath, d. i. ihren Ursprungsclassen, wiedergeben können. Mit Gottes Hülfe und mit dem Beistände der vier Bundesgenossen: Ordnung, Eintracht, Arbeit und Sparsamkeit wird uns dies hoffentlich gelingen. Man muß es sogar nicht bloß hoffen, sondern auch wollen, und wenn wir nur recht wollen, wird das Sprichwort: „Wer seine Schulden bezahlt, verbessert seine Güter," sich herrlicher als je bewähren; denn mit einem Schlage wird sich Frankreich dann vor seinen Zeitgenossen, seinen Nachkommen und vor sich selbst wieder aufgerichtet haben. Unsere moralische Wiederaufrichtung steht im engsten Zusammenhänge mit der Einlösung unserer Schuld. Die eine kann nicht ohne die andere vor sich gehen, und dafür müssen wir Gott danken. Was unseren Sieger betrifft, so hat auch er eine Schuld zu regeln, und eine Schuld, die noch schwerer und vielleicht noch dringender ist als die unserige. Es ist die Blutschuld des Naboth, jene- Gläubigers, dessen Forderung der Himmel nie unerhört gelassen hat. Er schreit jetzt zum Himmel aus jener Wunde, welche das bestfranzösische Fleisch gewaltsam aus Frankreich herausgerissen hat. Der Kaiser Wilhelm kann in kirchlichem und kriegerischem Pomp seine Siege
Bern, 5. September. Gestern Morgen haben die Experten Rossel und David die Schätzung der Juwelen und Kleinodien des Herzogs von Braunschweig in Genf begonnen. Sie haben gestern 8y2 Stunden gearbeitet und hoffen, bei gleicher Arbeit in vier Tagen dieselbe zu vollenden. Die gestern geschätzten Kleinodien sind in einer Art wattirten Scheide aufbewahrt, welche sich auf- und abrollt, und in derselben nach der Reihe Brochen, Knöpfe, Ringe k. geordnet. Der kostbarste Diamant, der sich- gestern sand, wurde auf 60,000 Frcs. geschätzt, einer auf 20,000 Frcs. Eine große Anzahl überstieg nicht den Werth von 1000 Frcs. Der Mehrzahl nach sind es gelbgefärbte Cap- Diamanten. Ein Paar Epauletten und eine Hut-Bordure würden von unschätzbarem Werthe sein, wenn die Diamanten daran von reinem Wasser wären. Auch ein schwarzer Diamant, welcher aber mehr in ein Museum als zum Schmucke paßt, wurde hoch geschätzt. Erwähnenswerth ist auch ein etwa acht Centimeter hohe (Statuette von Rubinen, nur sind die Steine nicht vollständig rein. Das Jnventarium im Hotel Beau-Rivage ist augenblicklich wieder unter- Ethisch c>fs von Paris verlesen, worin Gebete für die Kirche und den
brochen. Das interessanteste unter den dort vorgefun enen Papieren ist ic angeordnet werden. Der Hirtenbrief enthält heftige Auslassungen gegen umfangreiche Correspondenz des Herzogs nut dem Kaiser Napoleon, indessen hat deutsche und italienische Negierung man von ihr noch feine Kenntniß genommen. Man weiß daher auch noch — ö -
nicht, ob sich darunter das angebliche erste Testament zu Gunsten des kaiser-
Literarischeö.
Eine der ältesten illustrirten Zeitschriften, die „Jllustrirtc Welt" (Stuttgart, Verlag von Evuard jpatlberger), welche in mehr als hunderttausend Exemplaren verbreitet ist und mit Recht sich des Rufes eines echten Familienblattes erfreut, hat sich jüngst bei ihrem Eintritt in das dreiundzwanzigste Jahr in überraschendster Weise verjüngt, das heißt verschönert und vergrößert, ein Beweis, daß Redaction und Verleger sich nicht mit den großen Erfolgen einfach genügen lassen, sondern beständig und in uneigennützigster Weise darauf bedacht sind, dem Publikum immer Besseres, Schöneres und in reicherer Fülle zu bieten.
Die „Jllustrirte Welt" erscheint fortan in größtem Folioformat, kann somit ihren Lesern größere und prächtigere Bilder geben und fast doppelt so viel Lesestoff bieten. Bilder und Inhalt des Blattes gehörten bislang schon zum Schönsten, Gediegensten und Anziehendsten, was der deutschen Lesewelt geboten wird: um wie viel mehr jetzt! Ein Blick in die ersten Hefte überzeugt uns davon: sie überraschen uns wirklich durch die Pracht ihrer äußeren Ausstattung, durch die großen, gut gewählten, von den ersten Zeichnern, den besten Holzschneidern gelieferten Bilder, fesseln uns noch mehr, wenn wir uns hineinlcsen, durch die unterhaltenden, spannenden Romane und Erzählungen, regen durch die belehrenden Artikel an, erheitern und zerstreuen durch daS bunte Allerlei. Mit Ungeduld erwartet man die nächsten Hefte und damit
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unter den Schutz Gottes stellen, und feine Trophäen dem Allmächtigen dar- die Fortsetzung der abgebrochenen Geschichten. Dazu bietet die Verlagshandlung noch als Bringen. Mit allem Getöse der Glocken, Trompeten und Kanonen verstärktjP-ä“‘e S-°ßm Prachtstahlstich, -tn Kunstblatt ersten Ranges, .Friederike-' . r . , 1 v l • a k; von Se|enbeun von W. von Kaulbach! Wir sprechen unsere feste Ueberzeugung aus, dl«
wird feine kaiferliche Stimme nicht zum Himmel dringen, welchen Deftanoig i^tiuftrirtc Welt muß sich in dieser neuen prächtigen Gestalt neue Freunde erwerben, und der Schrei aus der „geöffneten Wunde" erfüllt. 'Freunde, die ihr so treu bleiben, wie die bisherigen. Sie verdient c8!
daß der Staatsschatz am 5. September 263,466,000 Frcs. an Deutschland abgeführt habe und die Zahlung der Kriegs-Entschädigung zum Abschluß gelangt sei. Das „Journal officiell" fügt hinzu, daß der Schatz von dem ihm durch die Bank von Frankreich eröffneten Credit von 200 Mill, in baarem Gelbe nur 150 Mill, gebraucht habe, nachdem im Juli und August beträchtliche Einzahlungen auf die letzte große Anleihe ftattgefunden hätten ; der Gesammtbetrag der bis zum 1. September erfolgten Einzahlungen beziffere sich auf 3 Milliarden 795,000 Frcs. Das „Journal officiell" constatirt ferner, daß das Goldagio nicht gestiegen sei. — Dem „Rappel" zufolge wird die Minorität der Permanenz-Commission die Frage des Belagerungs-Zustandes in der nächsten
; Sitzung abermals zur Sprache bringen.
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