Gießener Anzeiger
1873
Gießen, am 4. Januar 1873.
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Morgen 1
Deutschland.
Stelle ve« Fürsten Bi-marck den Grasen Roon zvm Mimsterprafibrnten
|,,t,4S; zwei Jassrh.>b«t.° W Deutschland stch fein. G'anben«. und ®-
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Jahre 1873 :nte Gewinn ie der Zheil- nde Eewinn- ckd derselbe ; kewmen.
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Qan. Die Derlklhung des schwarzen Adler-Ordens IN Bnllau- ttn «- dm 8ü,ft.n S.tmard, sowie der,Erlass « m »».
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lasse können itrhrtt
Cctr ef fenb : Di- Bewilligung einmaliger Unferftütungcn aus der Brofiherjogllchen Staatsunterstühungstas^
welcher er ix äßielbaten lebt. Bon torl wird der Äronprinj glet» nach te* 20 Februar hteher zurückkehren. Die drei älteren kronprinzlichen Kinder fommen d)on in nächst,r Zeit nach Berlin, weil in ihren hiesigen Unterrichtsstunden eine ängtre Unterbrechung nicht stattfinden soll. n»„i*,i
Berlin, 7 3«n. Die „Rordd. Allg. Ztg." bringt eine officitOe Berief. 9Bng de. Kr.eg-m'n.steiium« in Betreff der ton den Zeitungen gebrachten ««- gaben über dir Gehalt«beziige de. Grafen Roon. Die Berichtigung fagt, dass Graf Koon weder al« Feldmarschall noch al« Ministerpräsident lr81*t*,1*‘ ®e‘* „tkrung feint« DienfJeixlomaen« erfährt, sondern nach »le »m da« »«°°hnliche Ministeraebalt beliebt und ju beziehen berechtigt ist. — Dasselbe Blair Perstsflirt cie , Russische Bor(i«|tilnng", weiche gesagt hat, daß der Rücktritt de« Fürsten Bismarck vom preusstschen Ministerpräfidiuw und die Goncenlrat.cn feiner staat«- wanmschen Kraft aus »ie deutschen Angelegenheiten eine Verminderung der Macht
Berlin, 8. Jan. Dem Buntetratt) ist ton dem Reichekan.ler der Gut. wurs einer m't Dänemark abzuichliessenden Uebereinkunst wegen Unterstützung Hüls«, hidürstiger und U-beruahme AuSzuweisender ^gegangen.
tu Siiiit» b,5 «ed)t, bufclbe ntn, welche bet 'Mard'gkot' , unnultelbar ^'besördcrung^ 2 Depesche dem »«««K r ec ttn lieber' nr der Wj.' jal>runge'wi>vlS Laiben« u's'L ' die eigenlltche W bW W •ÄtS SSiS »SS; ejamnittßl'e
'Hunti;e ihren
nzler.
«iff.n.sreihet, nm den Prel« feiner nationalen Einheit errungen. £eute, da« ItRtere nach schweren Kämpfen wiedergewonnen, sind seine etangeh(d)in wie seine katholischen Sobne nicht gemeint, die Glauben«, und Gewiffen.fre.ht,. wieder dahinzugeben. Seiner inneren Kraft Vtrtrauenb, welche den aus Europa lastenden Aiodruek de« politischen und militärischen Romaniswu« gebrochen, ersehnt die Nation den Tag und die Stunde, da auch der geistige Rowanitmn« endgültig in eine Schranken gewiesen sein wird. E« darf sich Niemand erkühnen woll.n, über Da« Oberhaupt »e« deutschen Reiche« da« Ketzergericht zu halten — gegen diese tzlnm.ßung sonder Gleichen müssen unsere W-ffen nicht minder scharf sew, al« bne, welche bei tßeifcenburg und Metz schlugen, Auch da« beutige Padsttdum terlcngt fein Sedan, da« Papstthum, welche, un« al« ret*«» unb taaisfeindlich. Prie.erherischas. entgegenirtti. Wir muffen erwarten, wir fordern, »afi ter S aa' oen Uebergriffen geistticher Herrschsucht gegenüber eine feste, nn au tu st bare 6dtel»e eano aufrichte, damit der ton dem Gegner geführte Schlag auf f. n eigene« Haupt turüdfade. Wir ter trauen, dass zu der äusseren Woffenrustung d.« $(aaV«* nicht die innere üBaffinrüflaitg unsere« Volke« fehlen woge, erst daun »ertei. mir un« unser, Waffenglücke« wahih.ft rühmen dürfen "* c‘'n wird sich die so oft gehörte Losung unserer Tage, das „Los von Nom er füllt haben.
Kaiser und Papst.
«U fit bewegt sich doch, die Weltgeschichte! Da« heutige Europa erschrickt tät mehr ob der Vermessenheit, daß rin Menschenarm in die Spe'chen des sich L(fl und schneller drehenden RudeS fallen »tll. Pius IX. lebte rme vergangene
Seit ienem Tage, da da» Papstthum u« die Sympathien der erwachenden fallen« buhlte, um e« nachher desto schmählicher zu opfern und p'-'«z«»'ben, da L seine wankende weltliche Herrschaft durch fremde Waffen uil dem Bin, ,r tuen lieft, vollzog sich an der römischen Kirche immer
L? ><r christlichen Lchrr: „Mein Reich ist «ich.
,n ^W L-^oll unseren Tagen die Nllocution vom 23. December? Träumt man , Banlan wirklich so lief den Trau« vergangener Zeilen, dass man 6 e|elb n Lier vor fich zu sehen glaubt, für welche Bann und Interdikt ton zunoendc Bilung waren'/ Oder dieselben Herrscher, welch, vor Jahrhundert.-, st-d dem Lbc!vie der Kirche beugten, wenn t« ihnen sonst genehm war k staubt man diKaiser de« neu-n Deutschland» etwa noch die Steigbügel te« p-ipstl ch-u Roffe« *"tn et« 'dem Rachsolger Gregor'« XIV. Italien in sündiger Hoffnung zujubelte, >, heissblütige Bevölkerung in dem kurzen Rausch der nationale« Wledergebur L p„ Obhut Maria Mastai Fereiti'« schwelgte, war für da« Papstthum die l ' ' i, die leute, geboten, sieh dem modernen Staatagebaure, de»
...
ImufüafB E« kostete da« eine Opfer, sich loSzusageu von dem Bunde mit d r und der Fremdherrschast, auf die weltliche Herrschaft zu verzichten, oder "römische Kirche auf Italien und Italien auf der Kirche zu bafiren ^^rmen «VTrute noch selbst italienische Staatsmänner von einer „Nattonalisirung '..*Lhu7/'und wünschen 7. al« eine „national. Institution- gepflegt und
Darmstadt, 6. Jan. Verschiedene Blätter bringen di. Nachricht, dass Grossh. Jng.zministerium beabsichtige, mehrere Fritden«ger.chle ini Rheinh.ffer. ein. gehen zu taffen. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, dass nne Nachricht aänzlick unbegründet ist. , ,,
4 Darmstadt, 7. Ian. Minister Hofmann ist heute nach Ablauf feine« Urlaub« au« Berlin hierher zurückgekehrt. „ , e u ,
Berlin 6. Ian. Uebrr da« Befinden Sr. kaiserl. Hohett de« Kronprinzen t wartet pon Neuem können wir nach uerläfiigen Angaben di. erfreulichsten Mi'thetlungen machen. Wrsbhnung zwischen Der Kronprinz fühlt sich ton Tag »«Tag kräftiger und wohl r unt, » <■ «■ ’ ,G statt ntr Welse unter Nachwirkungen seiner Krankheit i«JeiSen. ®ani befonter« e>obl
an öie Grvlklirnoalichkn Bürgkrinristercien drs Krcisrs.
j Nach einer neuerdings getroffenen Sinrichtung sind Gesuche 3. Unt«|»4un8 au« der Staatsunterstützungskaffe in Zukunft nicht mehr bei Groß- woaHcbeni Ministerium des Innern, sondern bei den betreffenden Kreisamtern emzuretchen.
Sie wollen hiernach in vorkommenden Fällen entsprechende ^^ehrmig^ emtreten lassen.
"*One‘UJJ'ta« Papstthum nicht den längst verfallenen Ansprüchen auf weit. , U qn-a-t (BiUat so lange e« begierig aus jede Belegenheit wartet, von Neuem ^d^Schwe' r gegen da« Her, Italien« zu wenden, ist an B'riobnung .wischen L unTTm Staat? nicht zu denken. Da« Papstthum in seiner heutigen Gestalt « eine Drohung für den Frieden der Welt, erträglich nur für Cieientgen C ! J .17. »arte Rraieruna scharfe Wacht hält an den ter Kirche gejogenen ««.77,u und be' enk7ch da °° ihm EplelVaum «erstattet wird, wo es i« Bunte Lid allen unheimlichen Kräften unserer Zeit den Frieden der Kirch, »tk ter «oller,
®nu,„ ab r blutlien Triumphe feierte, al« tie Bartholo mau-nacht und di. zlanzend , . eveB[*heil entehrten und auf den Scheiterhaufen der Inquisition
lrogonaden d> M schh ’ f Ritd)entbuB« verbranote, sieht er
l/a ein n Stein «ach dem aniern herau.brockeln; sieht do« Popfi.hum^
MLü' £« 7 tat« r ää
der Person 'deutschen h7ran«'."nf°rdern'!'daß
Vertretung die gefamete deutsch ,,.h hi, n,f,iciauna abzuschwachen
8.7
|S‘UT» bi,Tb« SÄ“ Welt damit da« Schauspiel einer tiefen De- M«
Ltafv.rhältniff. zu berichten, werden nunmehr auch vom „Rttchäanzeige, rirt — Der Epen. Big.” infolge ist ter Abgeordnete v. Saucken. Julitnseld.
. veutsch. Nation in einer aise-i. " r. b(a _ Demselben Blatte zufolge hat vorgestern Fürst
tenblätter erschrecken u.d die 6-^'-«°» °^«mrJd X längere Unterredung mit dem hessischen Min.sterptafidenten Hos.


