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Brinzrrlohn- Dmch dir ^-R” drzszen vierteljährig i fl S9 5r.
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E^pedttion: Lanzletl»«»^
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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen.
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Ar. 207» Freitag den 5. September ZA§3.
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Rr. 2ti des Rejchögesetzblattes, ausgegeben den 23. August 1873, enthält:
ixxi ^X* annlm^atS,orG' die Uebereinkunft mit Rußland wegen des gegenseitigen Schutzes der Waarenbezeichnungen. Vom 18. August 1873.
Gießen, den 30. August 1873. Großherzogliches Kreisamt Giegen.
ö. Röder.
Gesundens Gegenstande:
GAe schwarze Mantille mit seidenen Franzen und einem Schlupp, ein goldenes Ohrringelchen, ein feines Faschinenmesser mit Kuppel und Schloß, ein Ciaarren- Etuis mit Cigarren, em gepreßter Griff zu einem Sonnenschirrnchen, ein eisernes Hundehalsband mit Mcssingbeschlag, em aufgeputzker Strohhut, zwei ganz kleine Schlüsselchen. . Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. ° 6 B ö
Gießen, den 4. September 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen.
___________________________ Rover.
Bekanntm a ch u n g.
Der auf Dienstag den 7. und Mittwoch den 8. October l. I. festgesetzte sog. Lauterbacher Herbstmarkt ist wegen des auf den 7. October fallenden jüdischen Feiertages auf Donnerstag den 9. October l. I. verlegt worden, so daß also'Vieh- und Krämermarkt an diesem Tage zusammen abgehalten werden. a 0 1
Lauterbach, den 26. August 1873. Großherzogliches Kreisamt Lauterbach.
I. V. d. K.:
Jost, Kreisassessor.
Conradi.
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haben zahlreiche Avmcements höherer Militär Chargen stattgefunden.
Berlin, 4. September. Die „Prov. Corresp." meldet: Die Anwesenheit des Reichskanzlers und des Ministerpräsidenten, sowie die Rückkehr der Minister sei zur Verständigung des Staatsministeriums über mehrere wichtige Fragen benutzt worden. Von einer erneuten Einberufung des Reichstags sei Abstand genommen. Die preußischen Landtagswahlen würden voraussichtlich Ende October stattfinden, die Provinzial-Landtage größtentheils in der ersten Hälfte des October einbcrufen werden. — Dasselbe Blatt meldet, die Räumung Verduns werde am 8. d. Mts. erfolgen, und bestätigt, daß der Kaiser,
wenn die Jugend deutsche Kraft, deutsche Treue und deutschen Glauben sich erhalte; dann aber, wenn dies geschehe, könne Deutschland in Ruhe dem Versuche des niedergeworfenen Feindes, seine Grenzen wieder herzustellen, entgegensehen. Die Worte des Redners, welche hier nur ganz entfernt angedeutet werden können, waren gleichmäßig für Alt und Jung dazu angethan, um zu zünden und bildeten für die Zuhörerschaft den Glanzpunkt des Tages. Es ist angeregt worden, sie zu Gunsten der Eirichtung des Hessendenkmals drucken zu lassen und wird die Rede dann auch weitere Kreise erheben und erfreuen. Abends sah man vielfach Raketen die Stadt übersteigen und unter Böllerschüssen sank die Nacht. Der 2. September ist bei uns von nun an ein fixir- ter Fasttag, dies ist das Ergebniß der sich überall kund gebenden öffentlichen Meinung.
Darmstadt, 3. September. Der Abgeordnete Wolz hat den Antrag in der zweiten Kammer cingebracht, dieselbe wolle die Negierung ersuchen, den Ausbau der Odenwald-Bahn nach Süden und Norden zu fördern, eventuell wenn die« Schwierigkeiten, die der Fortsetzung nach Süden entgegenstehen, nicht so bald überwunden werden können, wenigstens dahin zu wirken, daß die Fortsetzung nach Norden von Babenhausen über Seligenstadt nach Hanatl baldigst in Angriff genommen werde. Der Antragsteller führt aus, daß nur durch Ausbau die Odenwald-Bahn rentiren könne, dermalen aber die hier in Betracht kommende Strecke Wiebelsbach-Babenhausen nicht die Unterhaltungskosten des Bahnkörpers, geschweige die Betriebskosten decke, daß sich die Ludwlgsbahn schon vor Jahren zur Erbauung der Linie Babenhausen, Seligenstadt-Hanau, die keine Schwierigkeiten bietet, und zwar ohne Zinsgarantie des Staates, bereit erklärt habe.
Darmstadt, 3. September. Bei dem Bureau der ersten Kammer sind bereits 5u Adressen eingelaufen, in welchen die Kammer ersucht wird, dem S^ulgesetz-Emwurf ihre verfassungsmäßige Zustimmung zu versagen.
, 3. September. Der Kaiser hat durch Allerh. Ordre sämmt-
jenselts Vogesen verloren, dtcsietts gewonnen worden sei, und wte es alsjder in den letzten Tagen die alte Rüstigkeit und volle Frische erprobt habe, Aufgabe des deutschen Volkes, mebesondere der Heranwachsenden Jugend er-^ morgen mit der Kaiserin zu den Einzugsfcierlichkeiten nach Weimar geht. Gegen scheine, diese gewonnene Krone zu bewahren. Dies sei aber nur verbürg:, den 20. d. Mts. sei dem Besuche des Königs von Italien entgegenzusehen, wenn DtP (?T n ff hntif roito rnifs ov- «f ,4» ... _ . f. ... v n< < c- « , c „ -2 ?
lichen und Privatgebäude zu schmücken, so daß zunächst die Hauptstraßen und bald auch viele Nebenstraßen im Festgewande prangten. Um 10 Uhr fand Festgottesdienst in der Stadtkirche statt, in welcher Dr. Sell die Predigt übernommen hatte. Das Gotteshaus vereinigte vor Allem die hiesigen Schulen mit ihren Lehrern, sodann aber ein gewähltes Publikum, unter Anderen den Ministerpräsidenten, mehrere Mitglieder der Ministerien und andere hochgestellte Beamte. Ter Prediger hatte sich den Text gewählt: „Halte was Du hast, damit Dir Niemand Deine Krone raube" und führte in begeisterter und in- haltsvoller Rede aus, wie vor drei Jahren am 2. September eine Kaiserkrone jenseits der Vogesen verloren, diesseits gewonnen worden sei
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''TL (ilfUf® ü i(, t>rin3. Friedrich Karl, rcronprrirz von Dachlen, wicottre, moon l . .kn Großherzogs von Mecklenburg, Bismarck'S, Manteuffells, Zastrvw v miv vei.
C'r R , MW* kvmmaitdirenden Generale beigelegt, ebenso den Forts bei Düppel - Alsen nnb | flirt r Friedrichs ort die Namen Herwarth und Falckenstei" n“*** ™------- ■
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Tipiiffififnnh 'ber Infanterie ist der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, zum General-
ä kx o . f , * !Obersten der Cavallerie Prinz August von Württemberg ernannt. Dem Cadet-
^armftadt, 2. September, tzchon m aller Frühe verkündete Glocken-«tencorps sind die Büsten und Porträts der gefallenen Generale verliehen gelaule dcn heittlg-n Festtag und,nicht lange danach begann«! sich di- öffent-Außer den höchsten Ordens-Auszeichnungen an Bismarck, Moltke nnd Roon, licken 11 llb O^TihntclpÜnilhp 211 f rftmit ff f rx h ,1 ß llt 11 »f h io Or.. ....... 1 d < - , rvvA ■.. . h . *
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welchem auf he zu erkennen gebende Absicht, dem Kaiser im Laufe des September einen Besuch abzustattcn, eine herzliche Einladung zugegangen sei. Die Zusammenkunft werde eine erfrenliche bedeutsame Bestätigung der schon lange zwischen den beiderseitigen Höfen und Regierungen geknüpften nahen freundschaftlichen Beziehungen sein.
Königsberg, 2. September, Abends. In der Woche vom 24. bi- einschließltch 30. August wurden als an der Cholera erkrankt amtlich gemeldet 381 Personen, als gestorben 175 Personell.
Posen, 3. September. Die Sedanfeier ist hier aus das Befriedigendste und ohne jegliche Störung verlaufen. Zur Feier des Tages fanden Vormittags Gottesdienst nnd Festacie in den Schulen, am Nachmittage öffentliche Volksbelustigungen statt. Abends bewegte sich ein imposanter Fackelzug durch die festlich erleuchteten Straßen bis auf den Wilhelmsplatz, wo durch ein Feuerwerk die Festlichkeiten beschlossen wurden.
Pofen, 3. September. Die „Ostd. Ztg." meldet als ganz bestimmt, daß der Erzbischof Ledochowski eine Anzahl Kleriker zur Ausbildung auf die Universität Würzburg schicken werde. Zur Ueberwachung derselben sei der bisherige Regens des geistlichen Seminars, Litowski, ausersehen.
Kassel, 3. September. Zu der soeben eröffneten 27. Jahres-Versamm- lnng des Gustar-Adolphö-Vereins sind bis jetzt ungefähr 180 auswärtige Theil- nehmer eingetroffen.
Kassel, 4. September. Nach authentischer Mittheilung ist Pfarrer Gerlach in Obergeiß bereits von dem Protest gegen das Gesammt-Cousistorium zurückgetreten und hat seine Unterwerfung angezeigt.
Dresden, 3. September. Das „Dresd. Journal" veröffentlicht ein vom 1. September datirtes Handschreiben des Kaisers Wilhelm an den Kronprinzen von Sachsen, worin der Kaiser dem Letzteren in Anerkennung seiner im Kriege erworbenen Verdienste die zukünftige Benennung des Forts Nr. 7 in Straßburg mit dem Namen „Kronprinz von Sachsen" anzeigt nnd betont, daß und Straßburg die Namen der Feldmarschälle (Kron-,die Erinnerung an den Kronprinzen und der sächsischen Truppen rühmlichen Kronpriliz von Sachsen, Molcke, Noon)., sowie des^Autheil an der Schlacht bei Sedan es ihm (dem Kaiser) zu besonderem Ver- ^row's und der^gnügen gereiche, den Kronprinzen davon am heutigen Tage zu benachrichtigen.
| Braunschweig, 1. September. Das „Braunschw. Tagebl." will in. Zum General-Obersten wissen, „daß Herzog Wilhelm auf alle persönlichen Erbansprüche aus das Ver-


