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Meßmer Anzeiger

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kressen

Samstag den 3. Mai

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Karl Ludwig und Ramer empsan- @rube gY-bt, fäüt oft selbst hinein!

jßreiS vierteljährig 1 fL 12 ft. mit Vringerlshn. Durch blc P»st bezogen vierteljährig

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es eigentlich doch beschämend für die deutschen Verhältnisse, daß bisher ub Haupt eine deutsche Karte von dem deutschen Meere, der Nordsee bestand. Unsere Seefahrer mußten sich mit Karten in englischer, holländischer und dam-

Srschrtnt täglich, mtt Ans- nahm« Sonntags.

Srvrbition: Eanzlßitrra. 8it ». Äi. 1

$ Berlin, 30. April. Se. Majestät hat bestimmt, daß alle die Wiener Welt-Aasstellmia besuchenden Ofsiciere sich dort in CiviMcidern bewegen. Jiur diejenigen welche beabsichtigen, sich Sr. Maj. dem Kaiser von Oesterreich vor- »ustell-n und an etwaigen Hofsestlichkeiten Theil zu nehme», sind gebuudeu, m Uniform zu erscheinen, und babeu diese ihr- Absicht vier Wochen vor ihrer Abreise nach Wien ans dem Instanzenwege ihren bezüglichen General.Cvmman-

ie Augen fällt. Mau weiß letzt daß" wir'die "Republik' auf' der Achtung der Gesetze, auf der souverainen Uutorität drs allgemeinen Stimmrechts gründen wollen. Tie Ueberlegenheit der republikanischen Demokratie ist überall im Wachsen. Blind wäre der, welcher es bestreiten , noch blinder der, welcher zu widerstehen wagen wurde. Diese bewunderungswürdigen Fortschritte, wir müssen ste der von loserer Partei angenommenen weisen und klugen, festen nnd patriotischen P^tik znschreiben. Büraer' Wir müssen auf derselben beharren; )e starker wir durch die Zahl werden,'desto ruhiger, geduldiger, gemäßigter, würdiger müssen wir uns zeigen, um die Leitung der Interessen unseres großen Landes m die Hand zu.nehmen nnd zu bewahren. Meine Candidatnr war keine Candidatur des Kampfes. Paris unterstützte sie nur und verschaffte ihr den Triumph, weil es begriff, daß es sich weniger darum handelte, gegen die Regierung zu kämpfen als ste aufzuklären. Ich werde bei allen Gelegenheiten zu beweisen mich bemühen, daß der Geist der Eintracht und der Einheit in mir einen Vertreter mehr gesunden bat nnd dadurch, ich hoffe es, werde ich Euer Vertrauen rechtfertigen, Bür­ger' Die Wahl vom 27. April ist ein großes Datuni. Vergessen wir me- Mals di- 8d)tcn, di- -s in sich- schließt, und die Republik wirlt d-n Verschwo- rungen und Jutrigucn ihrer erbittertsten Fewde Trotz knettn können. Cs be Frankreich' Es lebe die Republik! Genehmst, theure Mitbürger, den Aus­druck meiner Dankbarkeit und meiner aufrichtigen Zuneigmg.

Börsenberichte.

-nrnnFfurt a SOT 2 Mai. Es liegt ein unverkennbarer Hang zur Anbahnung einer . mArf/ Das; er noch nicht entschieden und auf eine längere Dauer

festeren Tendenz m ber Börse. s r . @ lt)cd)11)icrigfcitcn sich im Zusammenhang Durchbruch gekommen.beruht nur aus den wiederholen und die kein festes

mit den französischen Zahl ngen zu Bcgmn cm ] der diesmalige Zahlungs-

Vertrauen in die gegenwärtige Lage aufkommen lassen. f be t btc prcuß.

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Italien.

Rom, l. Mai. In der heutigen Kammeisitznug kündigte der Präsident des Ministcrrato Lanza an, daß das Cabinct in Folge des Votums der Kam- ,»--- über den Bau eines Militär-Arsenals in Tarent seine Demission gegeben habe. Die Kammer vertagte sich bis Montag. Der König berief heule meh­rere Persönlichkeiten, um sic über die Miuistcrkrisis zu befragen, bat aber noch nichts entschieden. Die Krisis kam unerwartet und erregte große Sensation.

Rußland.

Petersburg, 1. Mai. Bei dem Empfang der Adresse der deutschen Neichsanqeborigen dankte Kaiser Wilhelm sür d,e ausgesprochenen patriotischen Gesinnungen, wies aus die großen in Deutschland vollzogenen Umgestaltungen bin welche vor Allem durch die unvergleichlichen Thateu der d-utsch-n Armee, außerdem aber durch di- eiumüthige «ud opferwillige Hingebung der ganzen Nation herbeigeführt worden seien, und fuhr dann fort:Lee wissen, wie Gottes Fügung uns zum Siege führte in einem Kriege, zu dem wrr durch emen Ueberfall gezwungen waren. Di- Vorsehung wird unsere Hostuung -rsullen, daß Deutschlands Geschicke sich auf der gegenwärtigen Hohe erhalten und un Frieden scgensreick, fortcntwickcln werden. Tie Einheit ist eine Thatsache lind wird von Jahr zn Jahr schönere Früchte tragen. Ein solches Reich timrttn ßuroi)a6 ist eine Bürgschaft für den Frieden. Ueberhanpt, es ist ein glückliches Gefühl für uns Alle!' die wir jetzt leben, daß die Vorsehung uns auserwählte, dies zu erreichen, und so werden unsere Hoffnungen ja auch m Ersullung gehen."

Zinerika.

^ew-Bork, 29. April. Weitere über das Gefecht mit den Modoc-Jndia- nern eingegangene Nachrichten melden, daß eine Compagnie Infanterie, begleitet von zwei Geschützen, eine Necognoscrrung unternahm und südlich von Lavabed durch die Modoc - Indianer überfallen wurde. Die Truppe» fluchteten ui Fe (entlüfte wurde» aber genötigt, auch diese aufzugeben. Vier weitere Co> vaauien Infanterie kamen zur Hülfe, vermochten aber ebenfalls nichts aliszu- Achten. Es sind 19 Soldaten gefallen, 23 verwundet, eine große Anzahl wird vermißt. Die Truppen sind entschlossen, keinen Pardon zn geben.

^ew-Bork, 30. April. Die Indianer im Oregongebiete nehmen von Tag- zu Tage -in- feindseliger- Haltnng au. Man befürchtet eine allgemeine

uem Herzen nut Platz für das Gefühl der tiefste» Dankbarkeit lassen. Wie soll ich aber dem Bekenntnisse widerstehen, daß, indem Ihr mich zn Eurer Der-

b°8 "Berlin, 1. Mai. Das Herrenhaus fährt fort, sich an den Kirchenvor­lagen abzuarbeiten. Es vergeht kein Tag, an d-ni nicht der unverwüstliche Graf zur Lippe auf der Mensur sich besiudet. Gestern,raisonnirte er folgen, dermaßen: ,Das B-dürfniß zu einem solchen Gesetze (nämlich über die Grein z-u des Rechts znm Gebrauch kirchlicher Straf- und Zuchtmittel) wurde darin g-fundm, daß der Bischof Cremeutz di- große Aeomminncation uoer Ur. Woll- manu und Michaelis verhängt habe. Die Regierung sehe dar,» einen Ueber- ariff in die staatlichen Rechte. Ihm als Jurist liege es daher ob, zu. unter- suckikii ob der Bischof Crementz sich wirklich eines solchen U-bergriffs schuldig aemaLt habe Allerdings enthalte das allgemeine Landrecht die B-stimmimg, daß die Verhängung und Veröffentlichung der großeii Ereommumcatlon nur mit

Zustimmung der Königlichen Staatsregi-rung erfolgen dürfe, wenn nut der- lelbcu Nacktheile für die bürgerliche Ereommumeatwn verbunden seien. D>es- Beftimmuna fei aber durch die Versassmig beseitigt und bereits seit dem Jahre 1841 wo den Bischöfen der direete Verkehr mit dem Papste freigegebeii worden, n^t mehr nr Anwendung gekommen. Der Bischof Crementz s-, in dem vo - liegende» Falle nur seinem persönlichen Gehorsam dem Papste gegenüber nach. iB» kwM'rSS S X ä ^,mal Justizmüiister gewesen? Um als Jurist ein Gesetz zu prüfen, dazu

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BSä,ll!irÄ »?,». ein IW °b,e»>°Ich,ne- «-»

«lin 2 Mai. Generalstabschef Marggraf unterzieht wi Laufe des Mai dw Bebra-Hanauer und di- Franksurt-Hanau-r Bah» emet militärische»

^°^''°Kulda, 29. April. Der heutige» Confer-nz-röffnuug ist ein

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Lcüerreich.

srp.,,, i sm,.!. Di- Eröffnung der Weltausstellung durch de» Kaiseri

erfolgte in Gegenwart der Ka'senm der Ansst7llnngs-C°n>-! Erhebung derselben.

knms präcise 12 Uhr Mittags. Zahlreiche Musck-Cvrps, Gesangver-i^E

Kanonensalven signalisirte» die H?uplm°>nente. D s p .. ^^ »

Frankreich.

Paris, 30. April. Barodet, der neue Pariser Dcputerte, hat solgen-

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