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Montag den 1. September
Nr. 203 u. 20«
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gerüstet, kämpft einen ungleichen Kampf ohne die obligatorische Cwilche, weil in Ermangelung derselben nicht die Schuldigen, sondern die verführten katholischen Staatsangehörigen gestraft werden.
Die unabhängige liberale Presse des Landes wird die Negierung in ihrem Kampfe gegen Noms Uebergriffe redlich unterstützen, wenn die Regierung die wirklichen Rebellen trifft, anstatt die Irregeleiteten zu schlagen.
Menschensurcht, welche die Negierung abhält, die wahrhaft Schuldigen mit der Schärfe deö Gesetzes zu treffen? Im vorliegenden Falle wäre selbst die Gottesfurcht — sonst des Christen Schmuck — eine falsche, eine verwerfliche, denn
Um die erwähnieii Concubinats- oder Bastardrcrfügungen für die Zukunft unnöthig und unmöglich zu machen, giebt es ein so einfaches Mittel. Die Negierung beruft den Preußischen Landtag zu einer Extrasitzung, bringt den
Lcivz'ig, 27. August. Ueber die hier vorgekommenen Scandalscenen —......— : Die Exccsse in der Pleißengasse
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Weiin wir nun gar noch an die Consequenzen denken, zu welchen tie
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und bL9,'anin,:
hochwürdigsten Rebellen bleiben straflos. In Preußen nennt man das „daö Uebel mit der Wurzel ausreißen." , .
Angesichts solcher Erfahrungen wird der unparteiische Beobachter, wenn
Hohn sprechen. Endlich, denken wir, Uuv vM^ —......; j
Verächter voll, endlich wird die Geduld der mit den Kirchengesetzen bis an die Zäbne bewaffneten Regierung erschöpft sein. Morgen sind wir beschämt von der wahrhasi christlichen Gme und Langmuth der starken Preußischen Regierung. Um ihr Müthchen zu Wen, läßt die Regierung diesen oder jenen Meinen von
Deutschland.
Darmstadt, 29. August. Die Sedanfeier ärgert und quält die Ultramontanen. Freilich hätten sie lieber keinen 2. September gehabt, allein austilgen können sie ihn doch nicht auö der Geschichte. Jetzt, wo man sich überall, wo treu das Volk zur Sache steht, zur Sedanfeier rüstet, wiegelt die ganze ultramontane Presse von der Begehung der Sedanfeier ab. Ist dies nicht deutlich genug! I
Darmstadt, 29. August. Die überaus schlechte Bezahlung unserer Gensd'armerie fängt an, bereits ihre Früchte zu tragen; nicht allein, daß es schwer )äUt, tüchtige Leute zu veranlassen, in das Corps einzutreten, so fangen dieselben an, bereits auszutreten und in Preußen Dienst zu suchen. Ein solcher Fall hat sich vor Kurzem ereignet, andere folgen, wie wir vernehmen,
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^Es ist sehr schwer, trotzdem die osficiöse Kriegstrompete schon so manches Mal das Signal gegeben hat, an den ernstlichen Willen der Regierung zum Entjcheidungskampfe gegen die neue unfehlbare katholische Kirche zu glauben, so lange sich die Hauptkörper der beiden feindlichen Armeen nur wie junge Katzen befehden. Das Episcopat hat sich in den Hinterhalt gelegt, eS leistet paisiven Widerstand; vor den Verschanzungen plänkelt die Negierung und versetzt mit halb eingezogeuen Krallen dem Episcopat einen Schlag, der pflichtschul- digst in unzarter Weise aus dem Hinterhalte erwidert wird, sparen die kriegführenden Mächte ihre Kraft zu einem Hauptschlage gegeneinander? Oder wollen sie gegenseitig sich nicht abschwächen, ivemi es gilt, nachdem dem Falken die Schwingen beschnitten, das in Glaubeuesachen mündig gewordene Volk ge- meiusam zu unterdrücken? Schon diese Erwägung verbietet es, einen apathischen, einen pessimistischen Standpunkt zum Kampfe zwischen Staat und Kirche
dunaskampf zu kämpfen, dabei können die Völker nur prositiren. Mögen diese beiden Mächte gleich den berühmt gewordenen Löwen in den alten Bilderbogen bis auf die Schwänze gegenseitig sich auffressen! So ganz unberechtigt ist dieser pessimistische Standpunkt nicht. Wenn die Preußische Regierung sich wirklich einmal bewogen fühlt, zu handeln, so sind ihre Maaßregeln nothdurs- tia darauf berechnet, die Autorität der Gesetze zu bewahren; ob aber für die Staatsangehörigen etwas Gutes herauskömmt, das kümmert die Regierung
Rollen die vorzüg- Erwachsenen und > Brust-, Lungen-, oon aus Verlangen
7, April 1862-, n ^tircn in einem w min S»t , SSWr. «“'"•ft»« iab<i W ÄndaM t unb M W A ne dal
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Nr 25 des Reichsgesetzblattes, ausgefleben den 14. Anqust 1873, enthält: j:: *’ÄfS -
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Die Kirchengcseke sind da, sie sichen der Negierung als mächtige Waffe
Der Kampf zwischen Berlin und Rom. -tll. Seite. Das Volk, durch welches die Regierung auf diese WeNe bewaffnet
schwer, einen unparteiischen Standpunet w de» Mge» lW.rrer> zw.sck^n ftr die staatliche Ordnung erspriL.cher,
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der mit den KirchengeseHcn bis an die seueu Kinder sur Bastarde erklärt werden ,st das Gomsf rät. . Jt es
ui Bälde nach.
Tie Regierung selbst hat kürzlich in der Kammer den vorhandenen Noth- stand anerkannt und wäre deshalb auch im allgemeinen Iliteresse des Publi-
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so werden die katholischen Staatsangehörigen gestraft und zwar so, daß dte Le.pz.g, 27. Lngust. Ucber d ~
v°" eimm vom Staate nicht anerkannten WKgn «« «g gfg» “« JJSÄS' »? man ^sichtlich erwMett,
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