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um die Federn zu verkaufen!

Regierung zur Beschleunigung der Befreiung Frankreichs von der Okkupation ge- troffen. Man glaubt, daß während der Dauer de- Prozesses die Nationalver- sawmlung ihre Sitzungen suspeudircn werde. Ja Folge der Behauptung de» Herrn v. Gramont, Daß die Originale der Depeschen, die er in feintm letzten Schreiben veröffentlichte, sich auf dem Ministerium des Arußern befinden, stellte man dort die genaueste Nachforschung an, ohne die geringste Spur von densel-

Vergehen.

Im Allgemeinen verdient die Haltung Württembergs in der Frage der RechtSeinheit die Anerkennung der Nation. Möge das Beispiel Württembergs für Bayern nicht verloren fein. Wenn die bayerische Regierung sich auf den Standpunkt des Herrn v. Mittnacht stellt, so läßt sich ein verhältnißmätzig rascher Verlauf der ferneren Verhandlungen mit einiger Wahrscheinlichkeit Voraussagen.

theil erblicke» sie in riefen Vorlagen, welche Eiv. Majestät Regierung M Volks­vertretung gemacht, eine wirksame Schutzwchr gegen die Übergriffe des Ultra*! montaaism^s, w lcher d e Lehre der chnst-katholischen Kirche verfälscht und uns! deutschen Kathclcken unseren deutschen Patriotismus kirchlicherseits durch ultra- montane Priester zu verkümmern sucht. Mit dtrser allcrunterthänigsten Kundgebung; ersterben wir al« tc.w

Der Prozcß de« Marschalls Bazaine soll auS diplomatischen Gründen

Deutschland.

Aus dem Großherzogthum Hessen, 29. Jan. Wie man vernimmt, be< absichtigt Vas Mtmsteuuw Den Landsländeti in der Kürze ein neues Schulgesetz , vorzulegen und soll der Entwurf, zunächst der das Volksschulwesen betreffende Theil Desselben, bereits im Druck »erlügen. Als leltende Grundsätze werten de- , zeichnet, Communalschulcn als Regel, ConsessionSschulen nur a S Ausnahmen, Beauffichtigung des Schulwesens durch den Staat und Entfernung der religiösen Orden vom Volksunterricht. Es wird die gesetzliche Regelung des Verhältnisses zwischen Staat, Kirche und Schule gewiß in dem freisinnigen Theil unserer Bi- völkerung allgemeine Zustimmung finden, wenig Be.fall wird sie dagegen bei Den Ultramontanen und Orthodoxen erregen, und da diese in unserer ersten Kammer einflußreiche Vertreter zählen, ist das Schicksal der erwähnten Gesetzentwürfe noch keineswegs ganz gesichert. In unserem Volksschulwesen sind überhaupt Reformen dringend uöthig, wenn wir nicht in sehr kurzer Zeit vor eigentlichen Calamitäten stehen wollen. Schon jetzt herrscht Mangel an DolkSlehrern und müssen in vielen Fällen mehrere Landschulen von einem einzigen Lehrer versehen werden. Wenn diesen Uebelständen nicht baldigst und gründlich gesteuert wird, kann es sich leicht ereignen, daß in einem Jahrzehnt ein großer Theil unserer Schulen ohne Lehrer ist; es handelt sich also um eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Vocks- bildung. Die Aufbesserung der Lehrbesoldungen, die erst vor Kurzem erfolgt ist, entspricht keineswegs Den Bedürfnissen und Wünschen der Lehrer und ist überhaupt zu beklagen, daß, sobald eS sich um das VolkSschulwesen handelt, immer mit kleinen Maßregeln und unzureichenden Mitteln ope.irt wird. Die Neigung p dem Lehrerfach nimmt unter solchen Umständen immer mehr ab unv erfahrungs mäßig wenden sich gerade die besseren Kräfte unter den jüngeren Lehrern sehr häufig bald anderen Berufsarten zu. Um den Seminarien wieder mehr unv mehr besser vorbereitete Zöglinge zvzuführen, beabsichtigt man die Errichtung einer Präparand^n- schule, eine Maßregel, die ihren Zweck aber nur erfüllen kann, wenn sie mit größeren Mitteln vurchgefübrt wird, als mit Der geringfügigen Summe von 5000 fl., die im neuen Budget dafür vorgesehen ist. Die nothwendige Voraussetzung für alle Reformen im Schulwesen daher eine völlige Reorganisation Der obersten Schulbehörde, die wohlverdiente Versetzung Der meisten Mitglieder derselben ir den Ruhestand und ein Ersatz durch frische und dewährte Kräfte, wobei man sieb durchaus nicht ängstlich in den engen Grenzen unseres Landes umsehen, sondern mit glücklicher Hand über dieselben hinausgreisen sollte. (D. Pr.)

Darmstadt, 30. Jan. DasMainzer Journ." vom 25. l. Mts. enthäli in einem Lettartik-l, welcher die Falschen Gesetzentwürfe bespricht, folgende bt- merkenswerthe Stelle:Nachdem man en den Altkatholiken schlechte Hebammen für das zu gebärende Kind einer germanischen Nationalkirche gefunden, sucht man die Zunge der GesetzeSmacherei onzuwenden. Der Dusel dc- Germanismus hat dermaßen alle Köpfe verrückt, daß mau wahrlich keinen Grund «ehr hat, schlechte Witze über diegloire de la grand nation zu machen. Deutsch, nichts als Deutsch und immer wieder Deutsch ! Deutsche Wissenschaft, deutsche Kunst, deutsche Sitte, deutsche Kirche, deutsche Gottesfurcht, wenn das so weiter geht, Dann kann es gar nicht ausbleiben, Daß mit den anderen Eigenschaften auch die Dumm­heit und Narrheit urgermanisch werden."

Solche Aeußerungen sind von Interesse, weil sich danach Der Werth dec Be­hauptung wessen läßt, daß es der ultramontanen Partei nicht an lebhaftem Nationalgefühl fehle.

Berlin, 29. Jan. Nach zuverlässigen Nachrichten hat Die Vorlegung der neuen kirchlichen Gesetze, insbesondere des Gesetzes über die geistliche Disciplinar- gewalt und die Enichtung eines höchsten geistlichen Gerichtshofes in den ullra* montanen Kreisen einen sehr keprimirenden Eindruck gemacht. Mau üderkömmi dort, wie cs heißt, Die Empfindung, daß Die Führer der katholischen Bewegung schließlich den Bogen zu scharf gespannt haben und daß namentlich mit dem letzten Gesetz dem Terrorismus des JesuitiSmuS und seiner Anhänger ein Ende gemacht werden dürfte. Hoffentlich wird Die Zeit nicht fern sein, wo sich Die große Zahl Der älteren patriotischen Geistlichen wie von einem schweren Alp be­freit suhlen würde.

Berlin, 30. Jan. Die AbenD - Zeitungen melden die Genehmigung der Eisenbastnlime Berlin-Wrtzlar durch die Eisenvabn-Comwission.

Berlin, 30. Jan. Unter de« Katholiken Hirschberg's liegt folgender Ent-

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den zu entDetf-n. Wie verlautet, sollen nun weitere Maßregeln ergriffen werden. Gegen Emil Ollivicr, der sich auch im Besitze von wichtigen StaatSdocumenten befindet, wird ebenfalls vorgegangen werden.

(Eisenbahn Berlin - Coblenz.) Wie bereits berichtet, soll Die Strecke Treysa-Kirchhain der Main-Weser-Bahn nach Erweiterung des Bahnkörpers <ruc& für Die Berlin - Eoblenzer Bahn benutzt werden. Der Handelsrnmister hat jedoch verfügt, daß bei Projcctirung Der Anschlüsse an Die Stationen Treysa und Kirch­hain schon jctzl auf Die spätere selbstständige Durchführung Der genannten Strecke cer Berlin-Coblenzer Linie Bedacht genommen werden sollte.

Hamburg, 30. Jan. Ein Telegramm DerBörsenhrlle" aus London meldet, daß ter vermeintlich gesunkene Dampfer, welcher denNorthflert" au- ravute, derMaurillo" ist uud heute unbeschädigt in Lissabon eintraf.

wurs einer Adresse an den König für tje kirchlichen Gesetze zur Unterschrift aus: Allerdurcklauchtigster u. f. w. Euer kaiserlichen und königlichen Majestät er hobenem Thron nahen sich auch Katholiken Hirschberg's in Schtefirn mit Der aller- unterlhänigsten Kundgebung, daß sie dura) Die vicr kircylichen Vorlagen, m,l Denen weiten gewiß eine Verständigung zu erzielen, nur rupfe man dem Pfau nicht den Schweif aus, gegenwärtig das hohe Abgeordnetenhaus befaßt ist, in keiner Weife das Wesen " * * ' v

und den Bestand Der christ-katholischen Kirche für beeinträchtigt halten. Im Gegen-

England.

London, 30. Jan. Die Reform Der Gerichtshöfe ist definitiv beschlossen; es soll stückweise von unten auf vorgegangen werden. Der Landkanzler bringt in otr diesjährigen Session einen Entwurf, betr. Die Reform der GrafichaftSgerichte, ein. In Bezug auf die Arbeitseinstellung im südlichen Wales wird berichtet, daß die Feiernden morgen Die zweite Unterstützungssumme von 8000 Ps^nd er- palten. Ihre Zahl ist auf 80,000 angewachscn. Die Noth steigt. Die be- schlosseve Arbeiter-Versammlung ist verschoben worden.

London, 30. 3an. Gestern gab Der deutsche Botschafter ein diplomatisches Diner, bei welchem auch Der französische Botschafter zugegen war.

Belgien.

Brüssel, 29. Jan. Nach DerJ-rt^pendancr" beabsichtigt tyietfi bei Ge- tcZrnheit Der Wiener Weltausstellang auf Der Reise nach Wien mit Bismarck zusümmenzutriffen und Die Bedingungen der definitiven Räumunz Frankreichs mit it)ö zu vereinbaren. Der »Etoile beige" zeigt Die heute erfolgte Unterzeich» nung des Vertrags behufs Urbernahme Der Groß Luxemburger Eisenbahn durch den Staat mit 22V2 FrcS. p:r Sette an.

Amerika.

Newüork, 29 Jan. Die Elöffl«ung Der Subscription auf das neue An- l-hen iqi Betrage von 300 Millionen wird wahrscheinlich am 4. Februar statt­finden. Im Westen ist Die Kälte dis zu 20 Grad gestiegen. Nach Nach- richten aus Honolulu ist Der Prinz Lunalip, ein Freund "cer Vereinigten Staa­ten, durch Plebiscit zum König drr SanDwichs-Jnselu gewählt worden.

Newyork, 29.«. Die Feindseligkeiten der Indianer tm Oregongebiete nehmen einen immer größeren Umfang an. Die Familien Der Ansiedler flachten sich in Du Forts, da sie Die Uebersälle der Indianer befürchten. Es sind neue Truppen zur Hülse abesanDt. Das hiesige Nationaliheater ,st abgebrannt. (T. N.)

Newyork, 30. Jan. Eine Sclavenbefitzer ° Versammlung in Der Havanna erklärte sich Der Abschaffung Der Sklaverei auch auf Euba günstig, wenn eine Entschädigung gewährt oder das Contractsvstew abgeändert Wird.

(E i ir g e s a n d t.)

Dab auch Der Antrag auf die Eigenartigkeit der Rechtsbildung in Einzel-bis zur Vollendung Der finanziellen Vorkehrungen verschoben worden, welche Die beiten ein starkes Gewicht legt, könnte bedenklich erscheinen, wenn man sich nicht --------- "" t»nn b«

ber festen Utberjeugung hingeben durste, daß Der Gedanke einer RechtSeinbeit schließlich mächtig genug sein wird, um die Erhaltung partikularer Institutionen nur auf das wirklich Nothwendige oder dringend WünschenSwerthe zu befchean- fcn. In Betreff der Schwurgerichte aber handelt es sich um (ine Principiin- frage, die mit Der nationalen Frage unmittelbar nichts zu thun hat und in Der Die Parteien sich nicht nach nationalen, sondern nach juristischen Gesichtspunkten gruppiren werden. Süddeutschland steht allerdings ziemlich einmüth'g auf Secken Der Schwurgerichte, jedoch ohne sich dawit im Gegensätze zu Norddeutschland zu befinden, da in Norddeutschland selbst Die Ansichten der Fachmänner über Die Frage: ob Schwur» oder Schöffengerichte, außerordentlich weit auSrinan-

Es gicbt wohl kein Amt, welches undankbarer ist, wie daS eines Gcmeinderath es, nament­lich aber eines Solchen in unsrer lieben Vaterstadt Gießen. Diese Behörde mag beschließen und thun was sie will, Alles wird angefeindet unv bemäkelt. Berühren nun gar seine Beschlüsse allgemeines Interesse, so ist gar der Teufel los. Einem Theile der Bevölkerung gehen sie viel zu weit und nack den Ansichten eines andern Theils bleibt der Gcmeinderath all zu weit hinter unsrer Zeit, deren Bedürfnissen und Anforderungen zurück. Während der vielen Jahre mcineS Lebens und Wirkens ist es nur ein Einzigesmal vorgekommen, daß die ganze Bevölkerung Gießens einstimmig ein Werk des Gemeinderaths billigte und auf das sie heute noch stolz ist und dieses war: die Schaffung der neuen Anlagei Was kann man sich aber auch wohl, beinahe mitten in einer Stadt, der ganzen Bevölkerung zugänglich, schöneres, angenehmeres und in sanitätlicher Beziehung auch nützlicheres als dieses denken? Von keinen Wmden bestrichen, warm und doch durch die immer mehr sich entwickelnde Belaubung vor allzugroßer Sonnenhitze geschützt, giebt es für die Kinderwclt keinen schöneren und sicherern Aufenthaltsort und für Kranke und Rekonvalescenten keinen besseren Spaziergang als diese Anlage mit ihren Ruhesitzen unter den sclwnstcn Baumgruppcn mannigfaltigster Belaubung. Wahrlich viele Städte würben Millionen hergcben, wenn sie solch Achnliches schaffen könnten! Und hier soll jetzt all die- Sckönc, nach den Ansicktcn des Correspondenten in Rr. 25 Ihres geschätzten Blattes zerstört werden! Ich kann cs mir gar nicht denken, daß es auch nur enfernt ernstlich gemeint sei. Bon Professoren soll diese Ansicht ausgegangcn sein. Alle Achtung vor diesen Herren u d ihrem Stande, stier in Gießen aber sind sie Zugvögel. Kein wahres Interesse bmdet sie an unsere Stadt und ihre Einrichtungen. Mit wenigen Ausnahmen warten alle sehnlichst auf einen Ruf nach größeren Universitäten. Oft schon nach ganz kurzem Aufenthalt, verlassen sie freudig unsre Stadt und Alles was uns Gießenern theuer, lieb und werth ist, ist dann von diesen Herren ver­gessen. Was kümmert sie dann unsre Anlage, was die Aula, was überhaupt das Gedeihen unsrer Universität? Oder soll es wohl nur ein Paroli sein, was man dem Gcmeinderath bietet? Wollt ihr nicht den Platz in der Wilhelmsstraße zur Aula haben, weil er durch seine weite Entfernung die Interessen der Stadt schädige, nun wohl so gebt uns die Anlage, dann kommt die Aula mitten in die Stadt! Es wird" auch wohl nichts Anderes sein, denn gicbt cs, wenn man durchaus die Stephansmark nicht will, nicht noch viele andere für die Aula bessere unv weil umfangreich und frei auch angenehmere Platze? Der Platz hinter der Loge bictct dieselbe Nähe wie die Anlage und ein ganz naycr Zugang von der alten Aula durch den botanischen Garten wäre lcicstt zu schaffen. Eine Straße brauchte gerade nicht eröffnet, nur für Uebcrbrückun, des Grabens müßte gesorgt werden. Will man diesen Platz nicht, so nehme man einen Platz näher dem Wallthor, etwa neben Fulda's Besitzung und hat man auch gegen diesen Platz Be­denken, nun so gehe man von der Stephansmark näher nach den Garten zu und man ist voll, ständig außer Wasser und Wind und doch der Stadt nahe. So finden sich gewiß noch viel« Plätze, welcke alle Interessen vereinigen und es ist bei nur einigem guten Willen von beide»

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Wir bring» Steuerzahlend' Gießen, den Großherjogli (518)_________

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Das Breche und das Zerf der Slaakstra für das Iah, sowie die Aul soll au uachb mirWordnr

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i Lich im tz fraßen von Langsdorf un über Lich bis

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3 &. Kirche Mrihshaus, überRMrch- theilungenw.ni

Dienf Na iu Lang-W Wm ffir bi UButzdach

Die resp. ra Sht »such '6rtl u laßen.

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Der evangelische« Gemeinde z u Gießen.

GotteSöieust»

-j. . | Morgens: Pfarrassistent Walz.

Am 2 Feoruar. Nachmittag-: Pfarrer Landmann.