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und Ingenieure er-

Spanien

England

dito.

Alles ganz

Rußland

mit

September in Berlin eintreffen.

Oesterreich.

Wien, 23. Juli.

von

Frankreich.

der die

madrider Attentates daß man bei den

nicht darüber täuschen, daß Vie über ihre Pläne genugsam unterrichtete Welt sich mit Abscheu von denselben abwendet, und sie müssen gleichfalls wissen, daß die Völker ihren Regierungen bereitwillig jedes Mittel bewilligen werben, kessen dieselben bedürfen könnten, um Vie Güter der Zivilisation nicht in die Nacht versinken zu lassen, sei es in die Nacht der Barbarei oder des Aberglaubens.

x - L Das Bostoner Jubiläum hat ein Deficit von 150,000 Dollars eraebea eine! Boston muß sich mit der Ehre trösten, einen Mufikfpectakel ohne Gleichen gehabt

Deutschland.

Darmstadt, 29. Juli. DieDarmstädter Zeitung" meldet: Die Kron- Prinzessin von Italien ist zum Besuche bei der Prinzessin Ludwig von Hessen in Kranichstein kingetroffen und kehrt heute nach Schmalbach zurück.

Berlin, 24. Juli. Daß man in Deutschland schließlich doch dahin gelan- gen muß, der Kirche jeden Einfluß auf die Schule zu nehmen, dafür dürfte der Aufruf ves Vorstandes oer deutschen Katholiken vom 8. Juli ein Zeugniß ab- legen; die Germania bringt ihn in ihrer heutigen Beilage.Man entzieht der Kirche ihr heiliges 1000jähriges Recht auf die Schule, deren Gründerin sie ist!" rufen diese Vorstandsmitglieder, zu denen ein Fürst, drei Grafen, fünf Freiherren, ein Adeliger und elf Bürgerliche gehören. Am imponirendsten erscheint in diesem Aufrufe die Entwickelung dir alten Sachsenspiegel-Theorie, daß es auf Erden zwei Gewalten gebe, die von Gott zum Heile des Menschengeschlechts bestellt sind, und daß es der Wille Gottes sei, beide Ordnungen nicht getrennt zu sehen, sondern vereint zur Herstellung des großen kirchlichen Gemeinwesens, welches über den ganzen Erdkreis sich zu erstrecken bestimmt ist. Da haben wir die zwei Schwerter des Commisßonsberichts also Papst und Kaiser sollen das heilige römische Reich herstellen, indem sie die ganze Welt erobern. Mich wundert nur, daß die Herren nicht gleich die von den Pfaffen des Mittelalters aufgestellte Forverung hinzufügen: daß aber der Kaiser jederzeit dem Papst den Steigbügel halten muß!

Das gute Einvernehmen zwischen Deutschland und Oesterreich, der beiden großen und mächtigen Reiche im Herzen Europo'S konnte natürlich nicht ohne Anziehungskraft auf Rußland bleiben. Rußland kann sich nicht durch die stei­gende Intimität zwischen Berlin und Wien als überflüssig auf die Seite drängen lassen, es muß im Contract bleiben, und da seine Beziehungen zu Preußen- Deutschland ohnehin notorisch die besten sind, so erntet jetzt Oesterreich, wie vae Frcmdbl." hofft, die Früchte der neuen politischen Strömung. Der Gewinn ist übrigens getheüt, denn auch Rußland kommt durch seine Annäherung an den Donaustaat nicht zu kurz. Freilich ist es verhindert, die orientalische Frage nach seinem Gutdünken zu stellen und nach Belieben in Fluß zu bring.m; aber dieser Nachtheil wird ausgewogen durch die Sicherheit, daß auch Oesterreich und Deutsch, land nichts ohne Rußland im Oriente unternehmen können. Ist Rußland der Dritte im Bunde, dann vermag es auch den Verbündeten in die Karten zu schauen und ihr Thun und Lassen auf Schritt und Tritt zu controliren. Jeden- falls ist aber die friedliche Annäherung, welche sich jüngst zwischen Rußland und Oesterreich. Ungarn vollzogen hat und in dem Besuche des Erzherzogs Wilhelm zum sichtbaren Ausdruck gekommen ist, eine neue Friedensbürgschaft und daher für unfern friedensbedürftigen Welttheil ein hochwillkommenes Ereigniß, ein Er- eigniß, welches zwar die drohenden Verwicklungen der orientalischen Frage nicht aus der Welt schafft, aber sie doch vertagt und die zunächst detheiligten Mächte nöthigt, die einseitige Losung derselben auszugeben.

In Frankreich ist natürlich durch die Anleihe jedes andere politische Interesse in den Hintergrund gedrängt; Herr Thiers sowohl wie die übrigen Beamten der Republik widmen dieser Angelegenheit ihre ganze Arbeitskraft. Man erwartet noch den getroffenen Maßregeln in Versailles sowohl in Frankreich, wie im Aus- lande einen großen Erfolg.

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Berlin, 29. Juli. Die Anmeldungen auf die französische Anleihe sind so bedeutend, daß der gesammte Betrag annäherungsweise allein in Deutschland zur Zeichnung gelangen dürfte. Allein die bei dem Bankhause S. Bleichröber ein- gehenden Zeichnungen werden auf zwei Milliarden geschätzt.

Wiesbaden, 27. Juli. Der Kaiser traf, nachvem er die Kronprinzessin von Italien in Schmalbach besucht hatte, um 83/4 Uhr Abends, von einer zahl­reichen Menschenmenge mit Hochrufen begrüßt, hier ein. Der Kaiser hatte sich Empfangsfeierlichkeiten verbeten, nur im Schlosse fand Empfang der Spitzen der Civil- und Militärbehörden statt. Die Stadt war beflaggt.

Karlsruhe, 26. Juli. DieKarlsruher Zeitung" enthält ein Privat- Telegramm aus Wien vom 24. d.:Bezüglich der Reise des Kaisers Franz Joseph nach Berlin sind in der Hofburg Weisungen aus Ischl eingetroffen, welche es zweifellos erscheinen lassen, daß die Kaiserin in Begleitung des Kaisers sich dorthin begeben wird. Da« weibliche Gefolge wird bereits bestimmt."

München, 27. Juli. In der heute stat.gefundenen Sitzung des Journa­listentags wurde beschlossen, die Theilnahme an dem Jourualistentage künftig den i Schriftstellern zu gestatten, die Mitarbeiter von Zeitungen sino oder waren und sich durch einen Ausweis der Redaction legitimiren. Auf Antrag Bürgers' (Wiesbaden) wurde einstimmig beschlossen, im Entwurf des Reichspreßgesetzee unbedingte Aufhebung der vorläufigen Beschlagnahme zu beantragen und die bezügliche Eingabe an den deutschen Bundeskanzler und den österreichischen Reichs- ratf) zu richten. Nach langer lebhafter Debatte werden ferner die über die Tagespresse und die Annonceubüreaux gestellten Anträge dem Vorort zur eingehenden Berathung überwiesen.

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Petersburg, 28. Juli. Neueren Dispositionen zufolge wird Kaiser Alexander größerem Gefolge am 6. September in Berlin eintreffen.

Ueber die intellectuellen Urbeber, die Anstifter, des tappt man noch immer im Finstern; nur so viel ist sicher, Mördern Geld in so hohem Betrage gefunden hat, daß über ihre Erkaufung gar kein Zweifel obwaltet. In Toledo wurde auch ein Individuum arretirt, welches der Theilnatzme am Attentate verdächtig erscheint. Die madrider Journale ver- vammen einmüthig das Attentat, die Oppositions-Organe tadeln jedoch die Re­gierung, dasselbe nicht verhindert zu haben, wenn sie wirklich von dem Vorhaben zwei Stunden vor der That Nachricht erhalten hatte.

London, 24. Juli. Der Exkaiser Napoleon hat wieder eine Rede gehalten Die Exkaiserin ist begrüßt worden, derPrince Imperial" dito.

loyal wie ehemals in Frankreich und zu den Tagen des Glanzes. Der Kaiser hat einer Schule die Erlaubniß gegeben, in seinem Parke Mailuft zu schöpfen. Der Vorsteher dieser Schule, der hochwürdige Herr Dr. Hill, ließ sich die Gelegen- heit, seinen Namen in den Blättern gedruckt zu sehen, nicht entgehen und hielt eine politische Rede, die, in Erwägung, daß Redner englischer Schulmeister und Pfaffe zugleich ist, nicht verfehlen wird, Thiers und Consorten in Schrecken und die deutschen Heere in Bewegung zu setzen. Also sprach das Schulmeisterlein etwa:Ich fühle die lebhafteste Sympathie mit Ew. Majestät und dero kaiserl. Familie. Der Freihandel, den Sie beschützten, und der nun wohl aufgehoben werden wird, hat den Engländern zugesagt, und die Freundschaft, die damals zwischen England und Frankreich herrichte, haben wir Ew. kaiserlichen Regierung zu danken. Ich hoffe sicher, daß der kaiserliche Prinz, wenn nicht Ew. Majestät selbst, noch den Thron von Frankreich besteigen wird." Der Kaiser ließ fein­fühlend Oie politische «Seite der vorlauten Rede unberücksichtigt und erwiderte nur, daß er stets ein Interesse an der Erziehung der Jugend genommen habe, und daß er überaus erfreut sei über das ihm während seines Aufenthaltes in England von dem Volke gezeigte Wohlwollen. Der Kaiser und der kaiserliche Prinz tour* Den dann enthusiastisch begrüßt, ebcnso die Kaiserin, als sie, die am Vormittage nicht da war, am Abend die Schule besuchte.

Amerika.

Newyork, 28. Juli. Die gemischte englisch-uordameeikaoische 8-mmisffoa für die während de« Secesslonlkriege« erlittene» Schäden, welche nicht unter die »°» derAlabama" verursachten Schäden fallen, wird wieder jusammentretev.

Der 8>nanz - Minister der Bereinigten Staaten hat auf Ansuchen der Regierung de« deutschen Reiche« den Werth der neuen deutschen Reich.mün.e auf 23 «ent normtet, ,u welchem Werth- dieselbe bei Zoll-C-Irulationen berechnet wird. E« ist die« genau der dritte Theil de« alten Silberthaler«, welcher ä 69 Cent berechnet wurde.

I Anhali-Bttlibulgl I Anhalt-Mensch I Wtitt-Mht'N.-Bi I AlihällMhen-B, I Anhalt-Dessaun .

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Rumänien.

Bucharest, 28. Juli. Die Eisenbahn-Direction übernahm die AuSführuna Linie Buchaxest-Plegesty auf eigene Rechnung, weil die Fertigstellung durch Unternehmer bis zum September zweifelhaft geworden.

Türkei.

Konstantinopel, 28. Juli. Midhat Pascha ist zum General-Gouverneur Adrianopel ernannt.

Frist von zwei Monaten gebeten, um in denjenigen Departements, welche durch oie deutschen Truppen bei ihrem Abzüge aus den Departements der Marne und der Haut-Marne ihren Rückmarsch zu nehmen haben werden, die dabei erforder- lichen Baracken zu bauen. Die Räumung wird demgemäß nicht vor Beginn des Monats October vor sich gehen können. Die Auswanderer aus ElsaßLothrin- gen, die sich nach Algier gewendet, scheint man dort nicht in größerer Zahl aus- nehmen zu wollen. Man sucht ihnen in Cochinchina eine Zufluchtsstätte zu eröffnen. 9

P^iS, 26. Juli. Die Arbeiter-Unruhen im Departement des Nord wurden von Ausländern angestiftet, die allem Anscheine nach Agenten der Internationale waren. D.e heute früh eingetroffenen Depeschen sprachen von sichtbarer Beruhigung der aufgeregten Gemüther. ö ö

Versailles, 27. Juli. Die Nationalversammlung hat in ihrer heutigen etfcung das Militärdienstgesetz in dritter Lesung angenommen. Das Leichen- began.qmß des Herzog« von Guise fand heute unter zahlreicher Betheiligung statt.

Bcrsallles, 29. Juli. Die Gesammtsumme der bisher bekannten Sub- scriptionen betragt ungefähr vier Milliarden, aber beträchtlichere Subscriptionen werden heute noch erwartet. In England und mehreren deutschen Städten hat gestern keine Subskription stattgefunden. Ein einziges Berliner Bankhaus zeichnete gestern 500 Millionen. In Bordeaux wurden 200 Millionen gezeichnet.

Italien.

Rom, 28. Juli. Der Jcsuitengeneral Deckx berief eine Versammlung der hervorragendsten Jesuitenoberen ein.

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Der F-nfulla spricht von einem neuen Schrecken, welcher über die Bewoh- ner des Vatikans gekommen sei, der aber, wenn er begründet ist, in weitesten Kreisen wiederhallen dürfte. Man will nämlich entdeckt haben, daß an der großen Kuppel von St. Peter, dem achten Hügel Roms, den Michel Angelo geschaffen, um sich der Gottheit zu nähern", merkbare Schwankungen und Rucke vorgefallen seien, was als der Anfang vom Ende dieses unvergleichlichen, durch die Maje- siät der räumlichen Ausdehnung wie die Schönheit der umschreibenden Linien gleich imponirenden Wunders der Baukunst angesehen wird. Es sind an der Kuppel große Oeffnnngen angebracht worden, welche nicht im Entwürfe des Bau- me.sters lagen, zu großem Nachtheile der Solidität der Construefon. Auch dem französischen Kanonendonner von 1849 schreibt man eine sehr ungünstige Wirkung zu. Man hat jetzt eine Commission päpstlicher Architekten und Ingenieure er­nannt, welche den Zustand der Kuppel untersuchen sollen.

Paris, 24. Juli. Au« einem von Herrn St. Vallier ver^Oeffentlichkeit übergebenen Briefe (Herr St. Vallier ist mit den Maßrelgeln fürZdie Räumung de. oecupirteu Territoriums betraut), geht hervor, daß die Ingenieure um eine!

Das WienerTagblatt" meldet:Der Besuch des deutschen Kronprinzen am Hoflager in Ischl kann, wie bereit« gemeldet, als Introduktion zu der im Herbste stattfindenden Kaiserbegegnung in Berlin angesehen werden. Ein Gegenbesuch soll, wie man in hiesigen gut unterrichteten Kreisen wissen will, für den 3. oder 4. Aogust in Aussicht genommen sein. An einem ber beiten Tage trifft der deutsche Kaiser in Salzburg ein; dort wird er wahr- peinlich von dem Kaiser Franz Joseph begrüßt werden, worauf beide Souveraine sich ohne längeren Aufenthalt in Salzburg nach Berchtesgaden begeben."

Pesth, 26. Juli. Deak ist auf seinem Landsitze erkrankt; die von dort eingegangenen Depeschen melden einen zunehmenden Schwächezustand im Befinden desselben.