Kso
hoher Magistratspersonen spielten.
hat, ist abzuwarten.
Ho
England
60
Vermischtes.
158
1864r
Stadt Florenz —
Straßburg gesandt war, hat einmal wieder die Tugend- und Moralprediger-Tara-tel gestochen. Gleich dem „Journal »eS DebatS" hat der fein erzogene englische Gentleman an den CereviS- $ kappen und Kanonenstiefeln, am Frühschoppen und am CommerS der Studenten gewaltig viel zu mäkeln und zu tadeln, noch mehr aber an den auf dem Oriilienberge gehaltenen Reden. Sein ellenlanger, an die salbungsvollen Moralpredigten aus der Zett des Krieges erinnernder Bericht .
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BßrseDnachrichten.
29. Mai 1872.
Aetien.
Frankf. Bank 142
Frankf. Vereins-Kasse 129*12
Dannst. Bankaot. 465
Wien Bankactien 870
Oest. Creditact. 3471/2
Galizien 266
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anberau Fordern das öe' Vorzug' bei Llnsschl
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Gieß iMn
Italien.
gjom 22. Mai. Als gestern Abends der Kronprinz Humbert auf dem Bahnhof im Kreise seiner Offip-re flant und aus den Zug wartete, um nach Mailand und von da nach Deutschland zu fahren, ging der ftanzo»e Grsandte, den Hut auf dem Kopf und eine Cigarre im Munde, in so ostensibler Wrffe auf und ab, daß e« Jedermann ausfiel. Al- der Kronprinz abgefahren war, gingen >wei feiner Adjutanten auf ihn zu und stellten ihm da« Ungeziemende seine« Benehmen« in ernste» Worten vor. Wa« dieser Zwischenfall für weitere Folgen
Handelsberichte.
Falsche badische Zehnguldenscheine. Von den badischen Zehnquldennoten des Staatspapiergeldes (also nicht Bankscheine) befinden fich Falificate im Umlauf. Dieselben sind hauptsächlich daran leicht erkennbar, daß ihnen der Wasserftempel entweder ganz fehlt oder nur ganz matt erscheint. Der Druck, die Umrisse der Bilder sind nicht so ausgeprägt und scharf als bei den ächten Scheinen, das Papier auch etwas dünner. Die Anfertigung icheint auf photographischem Wege bewerkstelligt worden zu fein.
QDnhnn 28. Mai. „Reuter'S Bureau" meldet aus Newyork vom heutigen Taae: 4 Dampfer und 40 Segelschiffe, welche fich zum Robbenfischsang an der Küste von Labrador befanden, find mit ihrer vollständigen Bemannung, durch- schuittlich 90 Mann ver Schiff, untergegangen.
London, 28. Mai. Unterhaus. Auf eine Anfrage Mundella s bezuglech der Deportation mittelloser französischer Communisten nach Engiaud erflart der Unte-staaissecr-tär Enfield: Die Regierung sei fortwährend 'n l-bhaft-r Corre. spondenz mit Dcrsailles, er könne nicht mitiheilen, ob Frankrelch für den Unterhalt der Deporiirten verantwortlich zu machen sei.
Rußland.
Pktcrsbnra. io. Mai. „Die Nachricht, daß die Dorpater Universität eine Lesse "Ich Straßburg geschickt hat", so schreibt die „Russische Welt", hat Viele in Erstaunen gesetzt, aber wir finden die Absendung der Adresse ganz in der Ordnung der Dinge. Die Dorpater Universität, obgleich tn den Grenzen des russischen Reiches gelegen, ist nach ihrer Einrichtung w allen Beziehungen deutsch, und wir dürfen unS nicht wundern über ihre deutschfreundlichen Bestrebungen." _______
alkoholiSmuS" das Delirium tremens hinter v?m Rücken ihrer Ehe, nänner antrinken, noch den Männern, die am Portweinpodagra von binnen fahren, keinen Sci'aden mehr thun, und der Jugend, die von solchen würdigen Eltern aufgezogen wird, noch viel u )enig«r. Die unteren Klaffen aber find hier bereits zu einem solchen Grade von Trunkenboldigkeit g.elaogt, daß man von vielen 1 Seiten ernstlich daran denkt, Uui dem „nationalen liebel" zu steuern, das Bier- und Schnaps- trinken Personen, die vor 9 Uhr Morgens aufstehen also den armieren Klaffen, ganz zu ver- / bieten. Und was nun die Klerdung anbetrifft, so find CereviSkappe u nd Sammtpikesche immerhin noch malerischer und außerdem auch eine selbstgewählte Tracht, wie die gelben Strümpfe und blauen MönchSröcke, in denen die Freischüler der vom Knabenkönige Eduard gegründeten Schule in den Straßen von London herumzugehen gezwungen find; auch die schwarzen BaretS, oben viereckig wie die Ulanen-EzakoS und unten einem Geschirr ähnelnd, das ich hier nicht nennen kann dürften sich mit den goldgestickten CereviSkappen deutscher Studenten nickt messen können. Wenn ein emancipirter, spindelbeiniger und galliger Franzose, dem jede Kenntniß unserer alther- g.brachten Gebräuche abgeht, unsere Sitten bemäkelt und in den Staub zieht, so kann unS da» nicht Wunder nehmen; roenu aber ein englischer Gentleman im Anschauen feiner fafbionabeln Kleider den Kleiverschnitt der Professorentracht altmodisch findet und übet den Mummenschanz der Studenten seine Glossen macht, so ist das einfach lächerlich und kindisch, denn in keinem Lande der Welt wird, unter dem Titel der Conservirung dcS alten Herkommens, so viel Mummenschanz getrieben wie hier; ein redendes Beispiel davon waren bei dem Zuge bet Königin nach St. Paul der Lordmayor und die Aldermen der Eity in ihren affenähnlicken EostumeS, hock zu Roß, auf denen die meisten ein donquirotische« Aussehen hatten und mehr die Rolle von Punch, als die
Von Frankfurt a. M.
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befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufaeaebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Orizinal-Zeitungspreisen an die, für die ver- schiedenen Zwecke
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aiöftlt in der Phrase: daß Gott England vor der Einbürgerung solcher Sitten bewahren möge. . Der englische Herr Sittenprediger, der sicherlich ein besonderes Augenmerk darauf verwend^, ;1 scrupulös „weiße Halsbinden" zu tragen, denn die der Herren Professoren hatten seiner Ansicht nach nicht die in England erforderliche Weiße, darf sick beruhigen; die Einführung solcher Sitten, wie sie bei festlichen Gelegenheiten in den studirenden Kreisen Deutschlands herrschen, kann Damen -i aus der hohen Welt, die sich nach dem Zeugnisse des Herzogs von Somerset im Hause der Lord« A und nach den Angaben der „Saturday Review" in ihrem bekannten Artikel über „Schlafkammer- ,
Preuss. 4*/2o/o Oblig.
Frankf. Obi. 8/3/^
Nass. 4‘/a°/o Obi. 995/g
Kurhesa. 4% „ 94*/g
Gr. Hess. 5% Obi. 1021/a , n 40/0 n 981/2
* , 3Wo n 921/2
Bayer. 5% n 1OO3/«
n 41/2% 1jährige 1O01/4 40/0 1jährige 94Vs
Würtemb. 4V2 °/o Obi. 993/4 Baden 41/2°/o Obi. 0. E. L. 993/4 Oesterr. Silberrente 641/4
„ Papierrente 573/4
Spanier, neuest. 3% 2 91/2
Amerik. Bonds 1881r 1001/g
„ _ 1882r 965/e
_ „ 1885r 973/4
„ 1887r 98
Mainz, 29. Mai. Die Vorbereitungen für die mit her Generalversamm- luna der landwirthschaftlichen Vereine des Grotzherzogthums zu verbindende Aufstellung, welche am 25. September l- I- hier eröffnet werden soll sind nun im @anae. Die Bildung eines Central- und der entsprechenden Special- Comtte s fft er- solgt^und haben in einigen berathenden Sitzungen die Aufltellungen zum Programme in Angriff genommen werden können. Eine Hauptfrage, die wegen des Platzes zur Gelammt - Ausstellung, ist durch das dankenswerthe Entgegenkommen Sr. Cxcellenz des Herrn Gouverneurs, der auf desfallsiges Ansuchen die Erlaubinß öur Benutzung des Schlotzplatzes, sowie der in der Nähe befindlichen gedeckten Rettbahn ruaesagt hat in erfreulicher Weise gelöst. Die Versammlungen werden un ehemals kurfürstlichen Schlosse abgehalten werden, wozu die Genehmigung des Stadtvorstandes bereits nachgesucht ist. Im Hinblick auf die Kürze der Zett wird d'^eroffentllchung des Programmes möglichst beschleunigt werden. A-gDiJ
Unter den vielen Sünden, welche die preußischen Ulanen fich während des junasten Krieges auf die Schultern geladen haben, muß auch der Weinkeller des argentinischen Gesandten Balcarce mitaezahlt werden. ES ist wirklich traurig zu lesen, wie Se. argentinische Ercellenz tn dem Jahresberichte an die Regierung von VuenoS-AyreS den 3500 Flaschen Wein rührende Stoßseufzer nachschickt welche die unartigen Ulanen in dem Weinkeller seines Landhauses tn Bruvoy „Hutter bie Binde" gegossen haben, und wie Fürst DrSmarck dem diplomatifcken Collegen jedwede' Ent- schädigung verweigert habe, weil der Krieg das einmal so mit sich bringe.
Der „D. Allg. Z." wird aus London geschrieben: Die „Daily NewS" oder vielmehr ihren Corresponden'ten, der zur Berichterstattung über die Eröffnungs-Feierlichkeiten der Univeritlat nach
Börsenberichte.
Frankfurt a M. 29. Mai. Die saison morte hat ihren Einzug gehalten, das merkt man mit jedem Tage mehr, die Zahl der Börsenbesucher hat abgenommen und der Geschäftseifer und die Aufträge seitens des Privatpublikums lassen gleichfalls nach. Auch die heutige Börse eröffnete wieder bei matter Haltung, und erst auf bessere Berliner Nottrungen entwickelte sich mehr Leben jedoch nur auf speculativem Gebiet, wo Staatsbahnen in kurzer Zett von 3753/« auf 3771/0 stiegen und tn nicht unbeträchtlichen Summen gekauft wurden. Spater als diese Kaufe beendigt waren, reagirten sie allerdings wieder. Lombarden wurden bet 2091/ ebenfalls stark aefauft, während für Creditactien nur mäßiges Animo vorhanden war und selbe bet 346V« biS 347 blieben. Die Ultimo-Liquidation ist als beendigt zu betrachten. Auf dem Elsenbabnmarkt drückten noch immer die UeberschwemmungSnachrichten und war daher nur wenig Umsatz. Borarl- berger und Lemberg-Czernowitzer wurden etliche Posten auS dem Markt genommen. Für alU Bayerische Ostbahn nur schwache Frage. Oesterreichische Prioritäten dagegen kamen in ziemlich lebhaften Verkehr; dieselben sind nun einmal vorn Vrivatcapital bevorzugt. Banken stagnirten größtentheils, ja etliche reagirten sogar um l-l'/z Procent. Nur für Meininger und Provin- rialdiSconto waren Käufer vorhanden, ebenso für bayerische Wechslerbank. Deutsche Vereinsbank war durch starke VerkausSaufträge aus Süddeutschland gedruckt em Umstand der von vielen Seiten zu Käufen benützt ward. Pfandbriefe ohne Leben. Von Loosen waren österreichische 1860er wieder sehr gesucht, und für Köln-Mindener waren gleichfalls Käufer vorhanden. Die übrigen Sorten verkehrten nur in kleineren Beträgen. Amerikanische Staatenfonds hielten fick recht fest, und waren es besonders 1881er und 1882er, die fich reget Nachfrage erfreuten.
lu lass,«. DI. «utsührung tiefer Maßregel wird indeß eine sehr schwierig- (ein, ; d, die Zahl derer, welche fich nicht stellten, schon deshalb eine bedeutend. , ttar «l? sich viele derselben im Auslande oder in jenen Departement» befand n, welche von den Deutschen besetzt waren. Die Maßregel ,st -ns-fern auck) n. w.ßUche, al« sie unter den Betreffenden viel Unmuth erregen und tiefe« wieder - nSFÄ-SKÄ«......
einaetteten, man sammelt sich aus die Berathung über °°S Militargesetz, die mit einer gewissen Feierlichkeit in Scene gehen soll. Thier« fdjetnt diese P^use be- nuten iu wollen, um in der Frage wegen der Räumung de« Gebiete« neue Der- suche ,u wachen. Da« „Siede" meldet, daß Thier« gestern dem Grafen v.Armm eimn Besuch abgestattet habe. Leider läßt fich nicht sagen, daß auch in Betreff de« be»°isteh-nden Bazaine'schen Prozesse« ein ruhige« Abwarten -mgetreten s. , im Gegeniheil wirst Hute da« Siede unter Berusung auf Zufchnsten -u« all.» Theilen de« Lande« und besonder« au« Metz „den Mannern, weiche so «■ledt bene und so unbegreifliche Schonung gegen Vajaine g°ubt haben und noch üben , vor, sie schienen nicht zu wissen, „wie sehr dadurch da« öffentliche Gewissen »er. letzt worden fei; ein gemeiner Verbrecher, ein Traupmann, wurde unverzüglich verhaftet und in Einzeihast gebracht worden sdn; aber w°«die scheußlichsten Verbrechen im Vergleiche der Verbrechen, welche Frankreich« Verderben, die Autlieserung von Frankreich« Waffen, den Verlust von Elsaß und Lothringen her- deiaesührt habend Bazaine sei einer von jenen, auf denen die erdrückendste Ver- antwortlichkiit ruhe." Ist die« eine Sprache, wie sie fonjiecr Eröffnung einer G-richi-verhandiung üblich ist? Eine Stelle au« einem Metzer Schreiben, da- vom Siede al« Beleg veröffentlicht wird, beginnt mit dem Satze. ,,D^ Unglück- lieben, welche durch den Jnsamen verkauft wurden, ver Metz und dessen Bewohner, sowie die tapserste Armee der Welt den grausamsten Feinden Frankreich« au-ge. tefert hat, ohne daß er sie bekämpft hätte, sehen mit Cem küssten Gefühle d « Unwillen« jene Schonung, die von der höchsten Autorität gegen e.nen der groß en "bei geübt wird, der, ehe er vor da- Kriegsgericht gestellt war schon se aeraumer Zeit durch die ganze Ration verurtheilt ist; Jeder verlangt, daß d.r Gerechtigkeit freier Laus gegeben werde." Der Zweck dieser Agitation liegt auf Der Hand: man will Thier« zwingen, Ctffe, fallen zu lasse», und man will zu- gleich der Nationaleitelkeit schmeicheln, welche an den Verrath glaubt, um nicht an die Überlegenheit der Deutschen en der Krieg«sührung glauben zu muffen.
Aetien.
50/0 8str. F. St. E. B. 368 Lombard. Bahn 210 Lndwigsh.-Bexbach 204 Maxbahn 148
Bayer. Ostbahn 1445/g Rhein-Nahebahn-Aot. 48V2 Hess. Lndwigsb.-Aot. 182 Oberhessen „ 822/^
Priorit&t«n«
30/g öster. Stsb.-Prior. 587/s 3°/0 öst. b. Lombard 511/4 30/g Livorneser 40 50/g Toscaner 63 5% Elisabeth.-Prior. 83 do. n. Emiss. 821/4________
Anlehenelooae.
Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 Ü. 41 Braunschweiger 20^/g 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/g bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. — 40/g badische Loose 111 Vr Badische fl. 35 Loose 701/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritätslonae 199 1860r Loose 931/4
Wechsel.
Amsterdam
k. S. 983/8
Augsburg
k. 8. 993/4
Berlin
k. 8. 10478
Bremen
k. 8. 963/g
Brüssel
k. 8. 935/8
Hamburg
k. 8. 87i/r
Leipzig
k. 8. 105
London
k. 8. 1191/8
Lyon
k. 8. —
Paris
k. 8. 935/8
Wien
k. 8. IO41/4
ditto
m. 8. 1041/g
ditto
1. 8. 104i/g
Disconto
4O/o
Geldeorten.
fl. kr.
Pr.Friedrdor 9 571/,—58i/z
Pistolen .
. 9 40—42
„ doppelte 9 40—42
Holl. fl. 108t. 9 53—55
Ducaten .
. 5 33—35
20 Frankenst. 9 22—23
Engi. Sover. 11 51—53
Russ. Imper. 9 41—43
Dollar in Gold 2 26—27


