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Preis vierteljährig 1 fl- 12 Fr- mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Sonntags.

Expedition: Canzleiberz Lit. B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen.

23. Montag dm 29. Januar *872.

werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post- Bestellungen auf den Liepener 'Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.

Abonnenten welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und März zu 40 kr.

Amtlicher T h e i i.

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Vaf ÄfiÄ auf den x. Kick zu fchnden, thn im B-tr-tungsfall zu verhaften und dem unterzeichneten G°-

richt -uführ-n lchm.' 22 We n Monate; Größe: 5 Fuß 2 Strich; Haare: blond; Nase: klein; Mund: klein; Augen: grau;

Wärter daselbst, zu ernennen.

tun die ergebene Lit. B. Nr. 56 ing^oQ ftrumpf.

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betreffend.

4) Ordensverleihungen. (

5) Namensverändcrungen.

6) Ertheiluug von Erfindungspatenten. !

7) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- ; anädiast aerubt: am 22. Dec. 1871 den Kreisbauauffehir - Aspiranten Ludwig Weigel aus Biedenkopf zum Kreisbauauffeher bei dem Kreisbauamte Grunberg zu ernennen, dem PfarrawtS-Candidaten Dr. Wilhelm Bender aus Munzenberg, im Kreise Friedberg, die evangelische HülsSpredigerfielle zu Worm«, im Dekanate Worms und am 23. Dec. dem Pfarramts - Candidaten Johann Carl Bernhard Bobn au« Groß-Umstadt, im Kr. Dieburg, die 2. evang. Pfar,stelle zu AIM im Tek. Aliiy, zu übertragen; am 29. Dec. dem Schulamts-Aspiranten Johannes Rüster au« Egelsbach, im Kr- Offenbach, die 3. evang. Schulstelle zu Egelsbach, im Kr. Offenbach, dem Lehrer an der evang. Schule zu Zeilhard, im Kr. ^e- bürg, Andreas Helfrich, die 1. evang. Schulstelle zu Reinheim, im Kr. Dieburg, zu überiragen; den von d.m Hrn. Grafen zu Stolberg-Roßla-Ortenberg auf die evang. Schulstelle zu Mittel-Seemen, im Kreise Nidda, prasentirtcn Schulamt - Aspiranten Carl Eschbach aus Hirzenhain, im Kr. Nidda , sur diese Steve, den von rem Herrn Grafen zu Stolderg-Roßla-Ortenberg auf die evang. CrtulftfUt zu Nieder-Seewen, im Kr. Nidda , prasentiiten Schulamts - Aspiranten 3»^" Löffler aus Fleschenbach, im Kreise Lauteibach, für diese Stelle und den von Henn Grasen zu Stotberg-Roßla-Ortenberg aus die evang. Schulstelle zu St n- berg, im Kr. Nidda, prastniirten Schulamt«. Aspiranten Johann Philipp ans Reinheim, im Kr. Dieburg, für diese Stelle zu bestätigen; am 2. 3°"- den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Büdingen in Wächtersbach auf v - evang. Schulstelle zu Affenheim, tm Kr. Friedberg, präsentirten Schulamts-Äsp - ranten Philipp Meiß aus Bönstadt, im Kr. Friedberg, für dlese St-lle zu v stätigen; am 5. Jan. den Johannes Hühner au« Darmstadt zum MuseumSd n r am Großh. Museum, den Polizeidiener Daniel Rixius zu Bingen zum Kreisdien bei dem Kieisamte Bingen, und am 9. Jan. den seitherigen Hosgarten-Ärve

Deutschland.

Darmstadt, 25. Januar. Das gestern erschienene Großh. Regierungsblatt Nr. 31e-Jtt^t($ünntmo^ung Großh. Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend.

2) Oeffeutliche Anerkennung einer edlen That. Am 5. September vorigen Jahres hat der siebenzehnjährige Johann Baptist Gröninger aus Mainz einem fünfjährigen Mädchen, welches aus einem 26 Fuß von dem Erdboden entfernten Fenster ouf die Straße zu stürzen drohte, und bereits mit dem ganzen Körper außerhalb des Zimmers sich befand, dadurch das Leben gerettet, daß er an dem Reaenkandel hinaufkUtternd und sich au diesem mit ter Unken Hand Haltend, mit der r-chten das die Fenflerbrüstung umklammernde Kind ergrrff und wohlbehalten wieder in das Zimmer zuruckbrachte.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Johann Baptist Gro- ninaer aus Mainz für diese entschlossene mit eigener Lebensgefahr ausgesuhrte That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für Rettung von Menschen- leben" allergnädigst zu verleihen geruht.

In Gemäßheit Allerhöchster Entschließung wrrd dieses hiermit zur öffent­lichen Kenntniß gebracht.

3) Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Lindenfels, die Erhebung einer nachträglichen Umlage für die Gemeinde Linnenbach, im Kreise Lindenfels,

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berstein weigm- ittagung in emt.

8) Charakterertheilungen.

9) Dienstentlassung. Seine Königliche Hpheit der Großherzog haben aller­gnädigst geruht: am 18. Dec. 1871 den Districtseinnehmer der Distnctseinnehmerei Alzey II., Julius Köster, feines Dienstes zu entlassen-

10) Versetzungen in den Ruhest, nd.

11) Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die 1. evang. Schulstelle zu Alt-Buseck, im Kr. Gießen, mit einem jährlichen Gehalt von 375 fl. 551/4 fr.; die 2. evang. Pfarrstelle zu Laubach, im Dekanate Laubach, mit einem Gehalte von 606 fl. 49 kr.; dem Herrn Grafen zu SolmS-Laubach steht das Präsen- laticnsrecht zu dieser Stelle zu; die evang. Schulstelle zu Bersrod, im Kreise Gießen, mit einem Gehalt von 370 fl. 14 kr. nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullocals; die 1. evang. Schulstelle zu Weiten-Gesaß, im Kr. Erbach, mit einem Gebalt von 321 fl. 1 kr.; dem Herrn Grafen zu Erbach-Fmstenau steht das Präsentationsrecht bezüglich dieser Stelle zu; die katholische Schulstelle zu Gießen mit einem Gehalte von 345 fl.

12) Sterbefälle. Gestorben sind: am 6. Dec. 1871 der Lehrer Heinrich Schwarz zu Klein-Karben; am 18. Dec. der Landgerichtsdiener Johann Wilhelm Boll zu Lorsch; an demselben Tage der Sool-Controleur Christoph Babel zu Nauheim; am 1. Jan. 1872 der Hofgerichtsadvocat Hugo Pfannmüller II. zu Gießen; am 5. Jan. der penstonirte KreiSamtLdiener Johannes Metzger zu Offen- dach; am 8. Jan. der Stadtgerichtö.Actuar Johannes Momberger zu Darmstadt; am 16. Jan. der Hofgerichts-Canzleidiener Ernst Schellmann zu Gießen.

Berlin, 26. Jan. Professor Virchow hat bekanntlich in einer der letzten Sitzungen des Abgeordnetenhauses die Berliner Polizeiverwaltung einer schneiden­den Kritik unterzogen. Gegen die dabet gefallenen Behauptungen des liberalen Abgeordneten richtete sich ein in höchst leidenschaftlichem Tone gehaltener Artikel derN. A. Z.- , dessen Ursprung auf den Polizeipräsidenten v. Wurmb selbst zurückgesührt wird. Die Expectoration schließt mit folgenden Sätzen:

,Den durch Jahrhunderte fleckenlos erhaltenen Ehrenschild der Unbestechlich- : feit preußischer Beamten darf Niemand antaflen, der nicht eine spccialistrte und auf Beweisstücke gegründete offene Anklage zu erheben den Muth hat. Am wenig­sten ziert es den Vertreter des preußischen Volks, unter dem Deckmantel der Redc- freiheit Diener des Staates zu verdächtigen und zu verleumden. Der Abgeord- nete Virchow vollends, erhaben über dem mittelalterlichen Vorurtheil, mit seiner Person einzustehen für Beleidigung von Ehrenmännern, also vollkommen unzu­gänglich für eine zu verlangende Genugthuung, läßt nur die Möglichkeit übrig, ihn und jein kaum zu kennzeichnendes Verhalten vor der Meinung des Landes öffentlich auszusttllm und es ihr anheimzugeben, ob sie diesen Mißbrauch der par- lomentarifchen Redefreiheit dulden oder züchtigen will."

Herr Virchow hat auf diese Herausforderung bis jetzt geschwiegen; es scheint, daß er sich die Erwiderung auf ein anderes Terrain verspürt, als dasjenige, auf welchem General v. Manteuffel den Abgeordneten Tweßen über die wiutartfch- bureaukratische Ansicht von der parlamentarischen Redefreiheit zu belehren suchte. Minister Graf Eulenburg hat im Abgcordnetenhouse die Behauptung, daß die Berliner Polizei der Bestechung zugänglich sei, auf die Nachtwachter zu reduciren gesucht. Demgegenüber berichtet man derRh. Z." aus der PeN ions-Com- mission folgendes bezeichnende Vorkomwniß. Man berieth über Petitionen ^ be­treffend die Unsittlichkeit Berlins. Die abenteuerlichsten Vorschläge, der Prostitu­tion durch Polizei ein Ende zu machen, kamen in Vorschlag. Da erhov sich ein conservativer Abgeordneter Namens Schmidt, der sich als eingeborener Berliner : und mehrjähriger Staatsanwaltsgehülfe berufen fühlte, aus seinen Erfahrungen vet oem arreisamie Vingen, unv um -,, -jun. . Mittbeilunaen zu machen. Er erklärte, im Anfang der 50cr Jahre habe der

Christoph Nosignol in der Großh. Hofgartnerei Mathildenhohe zum P fg PolizeirathbHoffcrichter den vergeblichen Versuch zur polizeilichen Unterdrückung