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kämpfte in dem Feldzüge von 1866 als Offizier in einem hessen-darmstädtischen Reiterregimente gegen Preußen und erhielt zur Erinnerung daran die hessische Kricgsdenkmünze. Im deutsch-französischen Kriege nahm er zuerst mit der 25. Division an den Kämpfen bei Metz, dann mit der 22. an den Loire-Schlachtcn Theil und errang sich, mehrfach verwundet, durch Muth und Tapferkeit das Eiserne Kreuz und den Orden der Wendischen Krone. Nach der Rückkehr in sein Later- land trat er in die peruanische Armee ein und erhielt vom Präsidenten Balta die Ernennung zum Aide de camp mit CapitänSrang. Als decnstlhuender Ofi^zicr hatte Arevalo am Neujahrstage das diplomatische Eorps in dem Vorzimmer des Präsidenten zu empfangen, allwo der Vertreter Frankreichs es nicht über sich ge­winnen formte, den Gruß des Aide de camp zu erwiedern, sondern ihn grimmig ignorirte.

Börse «berichte.

Frankfurt a. 9)1., 26. Mälz. Der morgige Ultimo- drückte heule schon schwer auf dir Börse, namentlich übte er einen niederschlagenden Einfluß auf das Geschäft in Bankwerthen, in

Schmiedeeiserne Träger bei Bauten. Die Berliner BaugewerkS-Zcltung macht darauf aufmerksam, daß noch vielfach gußeiserne Träger bei Bauten verwendet werden, obgleich sie sich viel theurer stellen, als schniiedeeiserne Träger, da die Baupolizei pro Ouadratzoll nur 35> Centn er Belastung gestatte bei Gußeisen, dagegen 100 Centner bei Schmiedeeisen. Da aber der niedrigste Preis für Gußeisen 4</2 JJ'fialer, für Schmiedeeisen der höchste 5 Thalcr pro Centncr betrage, so stellen sich die Kosten für Gußeisen im Berhältniß zu denen für Schmiedeeisen wie

Klee oder Kleegras? Zur Frage, ob cS besser sei, reinen Klee oder Klee und GraS im Gemenge zu bauen, schreibt die Wiener landwirthschaflliche Zeitung, daß in vielen Fällen die Beimischung von GraS- und Kleesamen angewandt erscheine und namentlich dort, wo der Acker nicht vollkommen kleefähig sei, oder wo mau wegen zu feuchter oder trockener Lage ihn nicht mit Sicherheit anbauen kann; dann habe aber eine derartig« Mengsaat noch manche andere Bvrtheile. Diese Saaten frieren nicht so leicht aus, werden auch nicht sobald von den Mäusen vernichtet, das Gras bleibt meiflentheils und liefert nach dem Verlust des Klee'ö immer noch einigen Ertrag; es nährt aber ein solches Futter auch besser alS der'reine Klee und man habe seltener ein Auf­laufen des Rindviehes zu befürchten. Die Heubereitung eines solchen Gemenges fei ebenfalls leichter und mit weniger Verlust von Kleeblüthen und Blättern verknüpft, und zuletzt gebe »S auch noch eine bessere Weide als der reine Klee. Die am häufigsten angewcndeten GraSarten sind Tirnolhee- und RaygraS, doch könne man auf leichtem Boden auch Schafschwingel nehmen.

welchen die letzte Zeit Über von schwächeren Leuten sehr starke Engagements eingegangen worden, dexeu Abwickelung sich durch die Geldverlhenerung nun schwieriger gestaltet. Folge davon ist, daß man durch Realisirungen dem hohen Report «US dem Wege zu gehen sucht, und so waren denn heute mehr Verkäufer als Käufer für Bankeffecten vorhanden und die Preise ermäßigten sich um Procente. AehnlicheS war auch bei Bahnen zu verspüren, obwohl nicht in dem Grade wie bei den Banke». Auch auf anderen Gebieten deS EourSzettelS herrschte Geschäftslosigkeit und Unlust; am festesten hielten sich noch die österreichischen SpemlationSeffecten, wie Ereditactien (die auf die Nachricht einer neubegründeten russischen Bank in Petersburg, woran die Österreich. Kreditanstalt hervorragend betheiligt, gestern Abend von Wien aus harissirt wurden) bei 468%, StaatSbahn bei 4111/4, Lombarden und Nationalbank. Prioritäten, die für Private viel gekauft werden, wußten sich auch heute eine gewisse Frische deS Verkehrs zu bewahren, namentlich Livor- neser und neue Lombarden. Loose ungefragt und leblos. Amerikaner 1882er und 1885er stark gehandelt.

Landwirthsch aftlicheS.

W i ckf u t terb a u. Obwohl das in den letzten Jahren sehr häufige Mißrathen deö Klee'ö den Landwirthen veranlassen sollte, sich mehr dem Anbaue anderer Futterkräuter, insbesondere dem Wicksuttergemenge znzuwenden, so genießt doch dasselbe noch nicht die gebührende Beachtung. Bei einem leidlich guten Stande deS jüngeren Klee'S im Frühjahre hofft man auf ein gutes Gerathen desselben, und in dieser Hoffnung versäumen viele Landwirthe, sich durch die Aussaat anderer Grünfutterpflanzen einen Rückhalt im Falle deS Nichtgedeihens ;u sichern. Das Wickfutter- ^emenge, in verschiedenen Zeitabschnitten gesäet, dürfte sich zu diesem Zwecke wohl am besten empfehlen, indem eineötheilS bet guter Vorbereitung deS Ackers fein Gedeihen ein fast immer ge> -ficherteS ist, anderntheilS dasselbe den Klee als Grünfulter vollkommen zu ersetzen vermag. Hier­durch wird auch den Landwirthen ermöglicht, ein größeres Kleequantum als bisher zu ge­winnen, wodurch im Hinblick auf die Lahmlegung der Brennereien für die Winterfuttermischung «in weit günstigeres Nährstoffverhältniß erzielt wird, als dieö ohnedies der Fall ist.

Stand des Weinstocks. Die Befürchtungen, die mau in Betreff der Beschädigung des Weinstocks durch den Frost gehegt hat, waren geringer als der Schaden, den man gegen wärtig gelegentlich deö Schnittes wahrnimmt. Zwar läßt sich die ganze Tragweite der strengen Frosteinwirkimg erst ermessen, wenn die Saftbewegung beginnt, die Augen zum Treiben kommen, aber immerhin vermag der kundige Winzer jetzt schon zu ermessen^ daß der Frostschaden groß, sehr groß ist. Es fehlt zwar nicht an Stimmen, die behaupten, der Schaden werde größer geschildert, als er sei; auch fehlt eS nicht an Lagen, die allerdings gar nicht gelitten haben; allein wenn man die auf die Beobachtung gestützten Ansichten ganz zuverlässiger Winzer vergleicht, so kann man sich doch der Ueberzeugung nicht erwehren, daß ganz wunderbare Verhältnisse eintreten müssen, wenn man in dem Glauben an eine einigermaßen befriedigende Entwickelung deS Wein­stocks bestärkt werden sollte. Wohl mögen Manche glauben, daß das fortwährende Steigen der Weinpreise künstlich geschraubt sei; wer aber mit Aufmerksamkeit bk Ibthellc der Winzer aus den verschiedenen Gegenden beachtet, dem wird eS zweifellos sein daß die aufsteinnden Bewegungen der Weinpreise mehr als vorübergehende Conjunctur sind. Bei dem Schnitte in den durch den Frost beschädigten Lagen ist Heuer mehr der Schwerpunkt auf die Holz- als auf die Traubenzucht

USrsennachrlcliteß.

26. März 1872.

Preusfl. 4% °/u Oblig. Frankf. 3%o/o Obi. 89 Naas. 4%% Ob). 993/4 Kurhcss. 4% 94 >/2 Gr. liess. 5% Obi. 1033/4 » n <% n 97% , n 3Wo n 92%

Bayer. 5% lOtt'/s

n 4%% 1jährige 100 n 4% Ijährigo 95

Wtirtemb. 41/2% Obi. 99% Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 997/e Oesterr. Silberrente 64% Papierrente 59

Spanier, nenest. 30/0 31

Amerik. Bonds 1881 r 100%

n 1882r 957/g

n 1885t 971/4

_n_____ 1887t - __

Aetlen.

Frankf. Bank 144 >/4

Frankf. Vereins-Kasse 148

Darmst. Bankaot. 48.»

Wien Bankactlen 882

Oest. Creditact. 368% Galizien

Aetlen.

50/0 östr. F. St. E. B. 412 Lombard. Bahn 220 Lndwigsh.-Bexbaoh 207 Maxbahn

Bayer. Ostbahn ISOVa Rhein-Nahebahn-Aot.

Hess. Ludwigsb.-Aot. 192 */2 Überliessen n 86%

Prioritäten.

3O/o oster. Stsb.-Prior. 60

3% Öst. s. Lombard 51 % 3% Livorneser 40%

5O/o Tosoaner 61%

5% Elisabeth.-Prior. 84% do. II. Endes. 83%

Anlehien*loo*e.

Kurh. 40 Thlr. Loose 72% Nassau 25 fl. 45% Brauneohweiger 21

3% Oldenburg, ä 4OThlr. 40

40/o bayr. Präm.-Anl. 113% Ansbacher 7 fl. 13%

4O/o badische Loose 114% Badische fl. 35 Loose 70% Oestr. fl. 250 v. 1854 84% 1858r Prioritätsloose 1860r Loose 92%

1864r n

Stadt Florenz 86

Weeliwel.

Amsterdam

k. S.

98%

Augsburg

k.

8.

99%

Berlin

k.

8.

104%

Bremen

k.

8.

96%

Brüssel

k.

8.

93%

Hamburg

k.

8.

87%

Leipzig

k.

S.

105

London

k.

8.

118%

Lyon

k.

8.

93%

Paris

k.

8.

93%

Wien

k.

8.

105%

ditto

m.

8.

ditto

1.

8.

105%

Disconto

3% %

GeldNorten.

fl.

kr.

Pr.Friedrdor 9 5758 Pistolen . . 9 4042

doppelte 9 4042 Holl. fl. lOSt. 9 53-55 Ducaten . . 5 3234 20 Frankens!. 9 20%21% Engi. Soven 11 4749 Rnss. Imper. 9 40 42 Dollar in Gold 3 25%26%

Frankfurt a. M. Neben einer großen Anzahl der rcnominirtesten in - und ausländischen Zeitungen, als deren bedeutendste, hinsichtlich der Verbreitung, wohl der Kladderadatsch genannt werden darf, ist neuerdings der seit langen Jahren in Frank­furt a. M. erscheinendeFrankfurter Beobachter" in den Annoncen-Pacht der in Frankfurt a. M- doinicilirten, allgemein bekannten Firma Rudolf Mosse überge­gangen. Es darf dieses als neues Aeguivalent für das der genannten Firma allgemein entgegengetragene Vertrauen bezeichnet werden.

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(T. 3-)

Allgemeiner Anzeiger

MALZ - PRÄPARATE

<u<| Hin

ceoKQ ceiccp.

102 R -Meter Buchen- u- Kiefern-Scheidh-,

1,44 Cubikmeter Kiefern-Stammholz,

Fichten-Stangeuholz,

18,70

1535)

gen Geschäft.

Th. Noloff, am Wattthor-

(1520)

gewonnen worden.)

Prügelh. Stocks)-, Reish-,

754

58

1138

Besondere Bekanntmachung.

Edictalladn ng.

werden.

Der Zusammenkunftsort ist am Hainerhof %9 Uhr Morgens.

Kessel bach, am 26. März 1872.

Die Fr ei herrlich von Rabenauische Oberförsterei Rabenau.

H opp6.

Versteigerungen.

Holzversteigenmg.

Dienstag den 9. April,

Guts - Verkauf.

1492) Die Unterzeichnete beabsichtigt, ihre in der besten Lage des Ortes gelegene Hof- raithc, nebst 40 Morgen Acker und Wiesen einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen oder aus freier Hand unter günstigen Be­dingungen zu verkaufen.

Bemerkt wird noch, daß die Versteigerung nächsten Donnerstag stattfindet.

Die Gebäude eignen sich zu jedem belte-

sind zu haben bei Th. Noloff, am Wattthor.

(In meiner Collecte sind bei der letzten Verloosung zwei Hauptpreise

Vormittags 9 Uhr, sollen in der Freiherrltch von Rabenauischen Wv.. Oberförsterei Rabenau, District Eibschen-1 Ruppertenrod bei Grimberg im Marz 1872. J I Johann Kratz Wtttwe.

1528) 9?nd)bctn über das Vermögen des unbekannt wo? abwesenden Thomas- 1O,#U

tnann I von Crumbach rechtskräftig der QU den Meistbietenden öffentlich versteigert Eoncurs erkannt morden ist, wird zur An­meldung sowohl persönlicher, als dinglicher Ansprüche Termin auf

Freitag den 26. April L I., Vormittags 9 Uhr, hierher unter dem Rechtsnachtheil des ohne Bekanntmachung eines Präclusio - Bescheids von Rechtswegen eintretenden Ausschlusses von der vorhandenen Vermögensmasse an­beraumt.

Gladenbach, den 18. März 1872.

Königliches Amtsgericht, II. Abth.

F e i l g e b 0 t e u e s Pferde - Loose lZiehung den 17. April)

| Mein Tuch und Bukskin Lager, ssür die Sommer-Saison bestens sorttrt, bringe ich in em­pfehlende Erinnerung. Preise fest und billig.

Ludwig Laug,

Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil P i st o r

Malz-Exlrarl n bis jetzt unerreichter Reinheit von vorzüglichem Geschmack, do. mit Eisen und Ehinin für Blutarme.

kindi6i'ii*di8*iin<rL.imiihd in "euer verbesserter Qualität, hauptsächlich UllIuU mim wegen seines weniger intensiv süßlichen Ge­

schmacks zu empfehlen.

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In Gießen bet Ernst Hermeö. (587)

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