Gießener Ameiger
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen
1^2
Donnerstag den 26. September
Mr. 226
vierteljährlich
51;
das Blatt auch
pro Quartal.
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Erscheint
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Bemerkungen.
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Verheirathet, Namen der Ehefrau unbekannt.
PreiS vierteljährig 1 fL 12 fr.
<ntt Bringrrlohn- Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.
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Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags.
Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.
Sohn von Heinrich Walz und Katharine Kissel; Gatte von Justine Eugenie Bauchiöre.
Sohn von Philipp Lampert und seiner Ehefrau Juliane.
verheirathet mit der Nähterin Katharine Selves.
Tochter von Heinrich Lang und seiner Gattin Katharine Rausch.
Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen 1 fL 12 fr., frei ins Haus geliefert.
Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, im IV. Quartal 1872 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen.
Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl.
Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 29 fr. incl. Postaufschlags. Dieselben formen nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt stnd, die Aussage des Blattes bestimmen zu fönnen, ersuchen wir Alle, welche aus den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen fönnen, vollständige Exemplare zu liefern.
Die Redaction.
Auch Disternich gegenüber kann sich die Curie auf einen RechtStitel berufen. Der österreichische Staat hatte in einem unglücklichen Augenblicke dem Clerus, oas heißt der päpstlichen Regierung, einen Thcil seiner Souveräuetätsrechte frei, willig preisgegeben. Die Curie hatte sich daran gewöhnt, Oesterreich al« Werk- zeug und Diener ihrer Herrschaft anzufehen. Oesterreich, zmv Bewußtsein seiner Pflichten gekommen, hat seine unveräußerlichen HvheitSrechte zurückgenommen; es hatte sich selbst dem Untergange geweiht, wenn es anders gehandelt hätte. Die Curie aber, wenn ße die vollendeten Thalsachen nicht anerkannte, stand auf einem Rechtsbodcn, den die österreichische Regierung ihr selbst geschaffen hatte: sie konnte auch in Oesterreich ihre aggressiven Tendenzen unter dem Scheine der Ber- thetdigung verfolgen.
Dieser Schein konnte aber seit dem Etlaffe der vatikanischen Dekrete nicht
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Der schroff aggressive Character des Ultramontanismus
findet einen besonders bezeichnenden Ausdruck in der Thatsache, daß fast kein einziger Staat, der eine irgend uennenswerthe Anzahl von Katholiken unter seinen Unterthanen zählt, von den kirchlich.n Wirren verschont geblieben ist. Zwar daß die Curie gegen das Königreich Italien ankämpft, ist, wenn es auch mcht von besonderer Weisheit zeugt, doch erklärlich und natürlich: denn sie kämpft htrr für einen alten Besitz, sie ist hier ursprünglich der angegriffene, nicht der angrerfende Theil: sie würde Lob und Anerkennung verdienen, wenn sie den vergeblichen Kamps aufgäbe, aber sie macht sich keines Eingriffes in das Gebiet des Staates schuldig, wenn sie ihn fortsetzt.
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Am 5., 6. und 7. October I. I. wird in der Turnhalle in Gießen eine von dem Obst- und Gartenbau-Verein der Provinz Oberhessen unter Mitwirkung des landwirthschaftlichen Bezirkovereins Gießen veranstaltete .Obst- und Gemüse-Ausstellung stattfinden. Jndem^man die Besitzer schöner Obst- und Gemüse-Sorten ersucht, dieser Ausstellung durch Einsendung schöner Exemplare ihre Theilnahme zuzuwenden, richtet man insbesondere an die Herren Bürgermeister und Lehrer die Bitte, sich hierbei eifrig zu betheiligen und namentlich auch dieser Bekanntmachung thunlichste Verbreitung zu geben.
Die Obstsorten müssen gut verpackt und mit dem üblichen Ortsnamen bezeichnet, vor dem 2. Oktober an Herrn Turnlehrer Rubsamen zu Gießen einaesandt werden. Die Transportkosten übernimmt der Verein. m t
Unter dem Bemerken, daß das Ausstellungslocal am 5. Oktober, Vormittags 11 Uhr, geöffnet wird, erlaubt man sich zu recht zahlreichem Besuche hiermit einzuladen. _
und Gartenbau-Vereins der Provinz Oberhessen: Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen:
Friedrich Graf zu Solms-Laubach. v. R ö d e r.
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Bekanntmachung.
Von der französischen Regierung sind die Todesscheine der nachstehend verzeichneten Personen, deren Identität bis jetzt nicht constatirt werden konnte, mitgetheilt worden. f , , L . _
Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß, falls die Todesscheine nicht innerhalb eines halben Jahres reclamrrt werden sollten, deren Rückgabe an die französische Regierung erfolgen wird.
Gießen, den 24. September 1872. Großherzogliches Kreis amt Gießen.
v. Röder.
Nr.
Jahr.
Monat und Tag, Ort des Ablebens.
Namen.
Angeblicher Geburtsort.
Stand.
Alter.
1)
1869
7. Juli
Paris
Oswald, Georg Daniel
Großherzogthum Hessen ? Linden?
—
35 Jahre
2)
1869
15. August
Paris
Wolf, Peter
GroßherzogthumHessen ? Echensbach?
Taglöhner
54 „
3)
1869
26. September
Paris
Werner, Gertrude, ver- heir. an Adam Huver
GroßherzogthumHessen
Uhrmachers-Gattin
35 „
4)
1869
30. October
Paris
Losch, Jean
Mainz ? Hubersheim?
ohne Gewerbe
70 „
5)
1870
4. März
Toulon
Walz, Heinrich
GroßherzogthumHessen
Korbflechter
37 „
6)
1870
7. April
Guelma in Afrika
Lampert, Philipp
Mainz
—
63 „
7)
1870
22. April
Paris
Strauch, Philipp
GroßherzogthumHessen ? Grötzingen?
Schneider
48 „
8)
1870
24. Juni
Paris
Lang, Dorothea, Ehefrau von Jean Theiß
GroßherzogthumHessen
Taglöhnerin
48 „


