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Weeimel.
Amsterdam k.
S. 981/g
L 8.
Bayer. 5%
1003/4
8.
8.
8.
8.
Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto
Diseonto
k. 8. 105
k. 8. 1183/a
k. 8. —
993/4
1 047/q 1747/q 931/g 87 i/g
921/2 107% 107 1067g
Aetien.
Frankf. Bank 143
Frankf. Vereins-Kasse 1511/2
Darmst. Bankact. 512
Wien Bankactien 941
Oest. Oreditact. 365
Galizien 2621/3
Rumänien.
Bucharest, 23. Aug. Dcr Ausbruch der Cholera in der Gegend von Jassy und Skulcni ist nunmehr amtlich constatirt. Von 201 angemeldeten ErkrankungS- fällen nahmen 22 einen tödtlichen Verlauf.
Amerika.
Bezüglich des Standes der Alabamafrage erfährt man aus einem Genfer Telegramm vom 19. d. M., daß sich das Schiedsgericht nach einer der Verlesung von gedruckten Plaidoyers gewidmeten 41/2(}ünt>ißen Sitzung bis Mittwoch vertagt hat. Dem Vernehmen nach sind nunmehr alle ernsten Fragen erledigt und, wie die Amerikaner versichern, handelt es sich in dcr gegenwärtigen Discufsion nur noch um Angelegenheiten pecuniärer Natur. Die endgiltige Entscheidung des Schiedsgerichts wird, wie man erwartet, in wenigen Tagen erfolgen. Gleichzeitig werden auch binnen Kurzem Eröffnungen über die in den Sitzungen des Tribunals erzielten Resultate erwartet. Wie aus Washington halbofficiell verlautet, war die Procedur vor dem Genfer Tribunal seit der Ausschließung der indirekten Entschädigungsansprüche eine günstige für Amerika. DaS Schiedsgericht soll sich über mehrere Zuerkennungen bereits geeinigt haben, und nach allen Anzeichen zu schließen, wird die Zuerkennung einer Pauschalsumme als schadloshaltung erfolgen. Inzwischen hat die zur Regelung solcher Forderungen, die nicht aus den Verwüstungen der Alabama erwachsen sind, niedergesetzte british-amerikanische Commission bereits 20 Reklamationen erledigt und weniger als 3 Proc. der reclamirten Beträge zuerkannt. Die friedliche Losung der streitigen Frage zwisch n England und den Vereinigten Staaten soll, wie dem „Daily Telegraph" berichtet wird, durch ein großes Oelgemäloe, eine Sitzung der internationalen Commission darstellend, verewigt werden, und ist der französische Maler Dumarest mit der Ausführung ditses Gemäldes betraut worden.
Börsenberichte.
Frankfurt L. M., 23. August. Es war vorauszusehen, daß der gesteigerte Cours der Staatsbahnactien sehr schnell zu Realisationen führen werde, und gestern Abend stellte sie fick denn auch in ziemlich umfangreichem Maaße ein, so daß der Preis rasch wieder um 2 fl. zurückging. Heute verkehrte man wieder fester, aber nicht höher. Auch Creditactien reagirten ein wenig, während Lombarden sich ziemlich gut hielten. Banken verkehrten im Allgemeinen bei guter Tendenz, aber nur Einzelne hatten sich besonderer Beliebtheit und steigender Course zu erfreuen, so Frankfurter Baubank, welche sehr stark gesucht war und 1 Proc. höher ging, desgleichen Deutsche Effectenbank 1 Proc., Brüsseler Bank i/z Proc., Französisch-italienisch 1/2 Proc., Oesterreichisch.deutsche i/2 Proc. höher. Beliebt waren ferner Frankfurter W.chSlcrbank und Amsterdamer. Bon Bahnen, die im großen Ganzen gleichfalls bei fester Haltung blieben, waren vorzugsweise Bnschteroder und Nordwest gefragt. Oesterreichische und ungarische StaatSloose bei guter Frage und anziehenden Preisen. Amerikanische StaatenbondS eine Idee schwächer. Prioritäten fest. Süddeutsche Fonds bei fehlendem Material in-starker Frage. Oesterreichische Renten ohne bedeutendes Geschäft.
tteldieorten» fl. kr.
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42
„ doppelte 9 40 —42 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankens!. 9 201/2—21</2 Engi. Sover. 11 49 51 Buss. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 2 25—26
k. 8.
k. 8.
m. 8.
1. 8.
4%
k. k. k. k.
England.
London, 20. August. Die japanische Gesandtschaft erfreut sich hier einer äußerst entgegenkommenden Aufnahme. Die Blätter widmen den Gästen längere Artikel und machen auf die Wichtigkeit ihrer Mission aufmerksam. Die „Times" nennt die Japanesen Engländer des Osten. Earl Granville gab der Gesandtschaft zu Ehren ein große« Diner und führte sie alsdann in die Ausstellung. Die virmanische Gesandtschaft bereist die besonders durch Industrie sich auszeichnenden Provinzen und hält sich gegenwärtig in Worcester auf. Die Birmanen drückten ganz besonders ihr Erstaunen über die Nachahmung chinesischer Maaren aus.
Rußland.
Petersburg, 22. Aug. Heute um ll1/» Uhr Vormittags fand die feierliche Eröffnung des internationalen statistischen Congreffes statt. Großfürst Constantin hielt die Eröffnungsrede.
Vermischtes.
Iserlohn, 19. August. Die Elberf. Ztg. erzählt: Auf welch' verstecktem Wege schwere Unglücksfälle herbeigeführt werden können, dazu liefert folgender Vorfall einen schlagenden Beleg. In der hiesigen Nadelfabrik der Firma St. W- u. Co. war vor einigen Tagen der Heizer eben im Begriff, eine Schaufel Kohlen in die Dampfkessel- Feuerung zu werfen, als ihm der zufällig dazu getretene Aufseher ein Halt zurief. Er hatte mit einem glücklichen Blicke einen verdächtigen fremden Gegenstand unter den auf der Schüppe liegenden Kohlen bemerkt, und was mar es? Ein mit mehr als einem Pfunde Sprengpulver gefüllter lederner Beutel! Derselbe konnte nur aus dem betreffenden Bergwerke (Zeche „Francisca Tiefbau") stammen. Daß Vorkommnisse dieser
„ 41/2 % liährige 1003/g
„ 4O/o 1 jährige — Würtemb. 4i/a 0/0 QbL 993/4 Baden 41/a°/o Obi. o. E. L. 99i/a Oesterr. Silberrente 65%
„ Papierrente 61i/4 Spanier, neuest. 3% 29% Amerik. Bonds 1881r 99%
„ „ 1882r 96-i/i
„ , 1885r 973/4
„ „ 1887r -
Art nicht allein stehen, geht aus einem Falle vom vorigen Winter hervor, wo der Gast- nnrth H. hier in den von einer Hörder Zeche geholten Kohlen einen ähnlichen Beutel fand, der ein Bierglas voll Sprengpulver enthielt! Nichts erscheint Angesichts vieler unerklärlicher Dampfkessel-Explosionen gerechtfertigter, als der Verdacht, daß dieselben einem solchen Ursprünge ihr Entstehen verdanken. Möchten daher Alle, die es angeht, der Sache die gebührende Beachtung schenken!
*®§ ist bekannt, daß eine Hauptzierde des Arsenals von Metz ein Riesengeschütz von 25,000 Pfd. Gewicht und 15 Fuß Länge bildete, welches Richard von Greiffenklau, Kurfürst von Trier gießen ließ, und das 1799 mit 189 anderen Geschützen von den Franzosen als Siegesbeute von Ehrenbreitenstein fortgeführt wurde. Die Inschrift lautet: Der Greif heiß ich, Meinem genedigen Herrn von Drier dien ich, Wo er mich heißt gewalden,
Will ich Dorn (Thürme) und mauern spalten. Simon goß mich 1528.
Während der Belagerung von Metz wurde vielfach in der deutschen Presse die Hoffnung ausgesprochen, dieses Geschütz wiederzugewinnen, aber nach Uebergabe der Festung fand es sich im Zeughause nicht vor und sein Verbleib war ein Räthsel, welches jetzt erst gelöst ist. Die neue Illustration bringt nämlich eine Abbildung von le gros canon de Metz mit dem trierer Kreuz und fügt die Nachricht hinzu, daß das Riefengeschütz in's neue pariser „Musee d'Artillerie" übergesührt worden ist. Um keinen Zweifel an der Identität zu lassen, zeigt die Zeitung ihre Kenntniß der deutschen Sprache, indem sie hinzufügt: fondu par Simon Gossmich!
* Ein amerikanisches Blatt enthält folgende Annonce: Freunden und Bekannten die Anzeige, daß mir gestern meine geliebte Frau im selben Augenblicke durch den Tod entrissen wurde, als sie mich durch die Geburt eines munteren Knaben erfreute, zu dessen Wartung ich eine kräftige Amme suche, bis es mir gelingt, eine liebenswürdige vermögende Dame als Lebensgefährtin wieder zu finden, die befähigt ist, meinem gut renommirten Weißwaaren-Geschäfte, in dem alle Bestellungen binnen 12 Stunden auf das billigste ausgeführt werden, vorläufig vorzustehen, da ich'das Engagement einer tüchtigen Directrice, mit 200 Dollars Jahrgehalt, erst beabsichtige, wenn der augenblicklich ä toux pnx Statt habende Ausverkauf beendet und mein Geschäft am 1. August nach der X.-Straße Nr. 11 verlegt sein wird, wo ich noch eine Etage für 500 Dollars abzulassen habe.
eine Lanze zu brechen im Interesse der „Standesebre." Hochgeborene Herren öffnen den au« Deutschland Vertriebenen gastlich Tdür und Thor. Der CleruS schickt sich an, sie mit Adressen zu bewillkommnen. Fehlt nur noch die Forderung, daß die Regierung dem ReichSrathe bet seinem Wiederzusammentritte eine Kredit- Vorlage, betreffend die Unterstützung von hülfsbedürftigen, aus Deutschland ein- gewanderten Jesuiten, mache."
Frankreich.
Paris, 20. Aug. Es erscheinen soeben Documents relatifs au sidge de Strasbourg, vom Gmeral Uhrich. Er beklagt sich lebhaft über den Untersuchungs- Ausschuß der Capfiulation n. Derselbe verweigerte ihm die Einsicht in die Acten, und verweigkrte cS auch, die von Uhrich angcbotenen Urkunden anzunehmen; end- lich verweigerte er ihm die Stellung vor ein Kriegsgericht. Ein solches Verfahren, sagt der 70jährige General, ist beispiellos in der Geschichte Frankreichs, es ist das der Inquisition und des venctianischen Zehner.Collegiums. General Uhrich mußte seine Versitzung in den Penstonsstand verlangen, um die Freiheit, sich öffentlich zu vertheidigen, zu erwerben.
Trouville, 23. Aug. Der Prinz von Wales, welcher auf seiner Exkursion »ach den Küsten Frankreichs hier einqetroffen war, ist heute Vormittag wieder ab- gereist. Das artilleristische Probcschikßen ist nunmehr beendigt. Die Osfiziere und Artilleristen, welche an demselben betheiligt waren, haben gestern bei dem Präsidenten der Rcpubltk gespeist und gehen heute wieder nach, ihren Garnisonen ab.
Wer eine Annonce
in hiesigen oder auswärtigen Blättern veröffentlichen will, erspart Mühe und Portokosten, wenn er damit die Unterzeichneten beauftragt, deren alleiniges und ausschließliches Geschäft es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt zum Original-Kostenpreisc und ohne Nebenspesen zu befördern.
Haastnsiein & Vogler,
Frankfurt a. M., große Galluöstraße 1.
BSrsenn&chrichteB.
24. August 1872.
Preuss. 41/3% Oblig. 103
Frankf. 3Va% Obi. 873/fl
Nase. 41/,0/g Obi. 100
Furbees. 4% „ 933/4
Gr. Hess. 5% Obi. —
» » 4% » S85/g
- „ 31/2o/0 „ 93
i Aetien.
5O/o ÖBtr. F. St. E. B. 366 Lombard. Bahn 226 Vz Ludwigsh.-Bexbaeh — Maxbahn 147 Bayer. Ostbahn 13 91/« Rhein-Nahebahn-Act. 50Va Hess. Ludwigsb.-Aet. 1833/4 Oberhessen „ 83 V2
Prioritäten. ~ 3% öster. Stsb.-Prior. 59</8 3% ost. s. Lombard 52 3% Livoraeeer 391/4 5% Toscaner 611/2 50/0 Elisabeth.-Prior 85 Vz do. II. Emiss. 85Vs Anlehenü^nae. Darmstädter fl.50l.oose 200
» >»25 „ 5H/4
Kurh. 40 Thlr. Loose 7 l5/s Nassau 25 fl. 451/2 Braunschweiger 22 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 383/4 4% bayr. Präm.-Anl. 113 4% bedisohe Loose 111V4 Badische fl. 35 Loose 72 */2 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose 208 1860r Loose 941/« 1864r „ -
ArlgemeimeE Anzeiger.
Besondere Bekanntmachungen.
Edictalladunq.
3753) Nachdem heute Jost Am end von Mendorf a. Lda. mit den nicht bevorzugten Gläubigern seines in Concurs verfallenen Sohnes Heinrich A m e n d ll. ein Arrangement abgeschlossen hat, werden die nickt bekannten Gläubiger des Heinrich Amend II., unter Gestattung der Einsicht des Arrangements - Protokolls in der Landgerichts-Registratur, aufgefordert, so- gewiß von heute an binnen vier Wochen ihre etwaigen Einwendungen gegen das Arrangement vorzubringen, widrigenfalls
dasselbe bestätigt und in Vollzug gesetzt werden wird.
Gießen, den 7. August 1872.
Großherzogliches Landgericht Gießen.
Bötticher, A. Bramm, Landrichter. Landger.-Assessor.
Oberhessische Eisenbahnen.
Bekanntmachung,
3964) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß das Betriebsreglement für die Eisenbahnen Deutschlands vom 1. Januar er. laut Bundesraths - Beschluß vom 21. Juni er. nachstehende Abänderungen erlitten hat:
1) In Abschnitt B. $. 3, II. A. wird dem
Verzeichnisse der bedingungsweise zum Transport zugelassenen Gegenstände hinzugefügt:
„17 Holzmehl."
Das hierauf folgende Alinea beginnt mit den Worten:
„Alle unter 1 bis 17 genannten Gegenstände rc."
2) Ebendaselbst wird die Bemerkung zu 91t*. 15 durch folgende ersetzt:
„Kienruß wird nur in kleinen, in „dauerhafte Körbe verpackten Tönnchen „oder in Gefäßen, welche inwendig mit „in Wasserglas getränktem Papier oer- „klebt sind, zur Beförderung zuge- „lassen."
3) Ebendaselbst ist nach der Bemerkung zu Nr. 16 hinzuzufügen:
„Zu Nr. 17 Holzmehl wird nur in „offenen Wagen und unter guter Be- „deckung befördert."
Gießen, den 21. August 1872.
Die Direktion.
Versteigerungen. Jaqdvcrvacktung.
Donnerstag den 29. August 1872, des Vormittags um 10 Uhr, soll die mit dem 1. September d. I. leih- fällig werdende Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden.
Rödgen, am 24. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. (3968) Jnderthal.


