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Der

Wien, 20. August.

in der Jesuitenfrage der

und für die arg verleumdeten Patte- der Gesellschaft Jesu

d'nklichen Zustand zu beruhigen. Der Ministerpräsident befindet sich diesen Augen­blick berei.s wieder so weit in der Besserung, daß die begründete Hoffnung vor- Händen ist, er werde demnächst in Berlin erscheinen und an den Miuisterconserenrcn Theil nehmen. (D. Pr.) 8

Berlin, 20. Aug.

~ t . .. - zum Scheine beriethen, dann (längere Pause) würoen Vie Abaeordneten' i^n

1U \ n.9ei?f*e i" Reiche,«heim,E im »r. ihre Wahlkreise »urückkehrea. Zur Erläuterung jene, P,use bemerkte der Umstur».

Das Präsentalionsrechl durstige: daß man wohl Alle« denken, aber nicht sagen darf. Auch in den wn-

Oesterreich.

DiePresse" äußert:Den Ultramontanen schwillt Kamm. An den Eleru« ergeht die Aufforderung, in

Worm« zum Bruckenwärter bei der Schiffbrücke daselbst zu ernennen, sowie den einer dort von einem Maschinenbauer und Modellorbeiter einberusenen Volksver- Brück-nwarter bei der fliegenden Brücke zu Oppenheim, Georg Schmitt, in gleicher sammlung plädirte ein Laffalleaner in der ausregendsten Weise für eine Beseinauna Diensteigenschast an die Schiffbrücke zu Mainz zu versetzen. de» Bunde-roths, Bismarcks und selbst de« Kaisers. Der Gedankenaana war

5. Concurrenzeroffnungen. Erledigt sind: die 2. evangelische Pfarrstellc zu folgender: Nur Arbeiter mußten als Abgeordnete gewählt werden Selbst Bis.

Nidda, im Dacanate Nidda, mit einem Gehalt von 908 fl. 32 kr.; die 1 evan- marck kenne die Arbeilerverhällnisse nicht; er habe noch nicht gehungert sei nick, gelifchc Schulstrlle zu Ober - Eschbach, im Kreise Vilbel, mit einem jährlichen auSgepländ.t worden u. s. w. Weiterhin sprach der moderne Apostel von aefckän. Gehalt von 452 fl. 33 fr.; die 1. evangelische Schulstelle zu Düdelsheim, iw deten Frauen und Mädchen, hungernden Arbeitern u. f. w. Wenn nun ein iol- Kr. Büdingen, mit einem jährlichen Gehalt von 350 fl. Die Präsentation zu cher Arbeiter-Reichstag Gesetze geben wolle, so wäre leider der Bundesraib da dieser Stelle steht dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen zu Bübingen der sie nicht annehmen werde. Darum müsse dieser fort. Wenn dann der Kaiser zu; die 2. evangelische Sckulstelle zu Reichelsheim, im Kr. Lindenfels, mit einem die Gesetze nicht annehmen wolle, so wisse das Volk, daß seine Abgeordneten nur jährlichen Gehalt von 300 fl. Das Prasenta,tonsrecht steht dem Herrn Grasen zum Scheine beriethen, dann (längere Paufeü würden die Abaeordne,.» i

Lindenfels, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. , ______________B ....... uvtt UUV1 H Ul vul x

Mt dem Herrn Grafen von Erbach - Erbach zu; die evangelische Schulstelle zu tenn Verhandlungen VocuHn'tir'te"sich em mfer^ali'scher" H^'ge?en^ie" besitzenden Unter-Ostern, iw Kr. LrndenfelS, mit einem jährlichen Gehalt von 303 fl. Das Klaffen. B b '6 noen

®raf£n #on Erbach-Erbach zu; die 2. evan- Berlin, 22. August. Nach den beim Hofmarschallamt bis jetzt hier einae- 8eWe fl*' ,iu Skmv, im Kr. Dieburg, mit einem jährlichen Gehalt von troffenen Nach.ichlen werden außer den Kaisern von Rußland und von Oestrrreick 300 40. kr.; ti£ £#a?0clif(<>t Schulstelle zu Langstadt, im Kr. Dieburg, mit in den September,agen noch anwesend fein: der Großherzog von Baden der

einem D-halt von 373 fl. Großherzog von Meckirnburg-Schwerin, der Großherzog von Weimar und der

^armstadt, 25. August. Se. K. u. K. H. der Kronprinz des deutschen Großherzog von Oldenburg. Andere regierende Fürsten werden voraussichtlich iu

Rei»es werden am 29. d. M. von Regensburg hier einfreffen, am 30. und 31. derselben Zeit an dem hiestgen Hose nicht anwesend sein und sind alle hierauf be- die Truppen rnsptciren und am 31. nach Potsdam abreifen. In dem Stabe züglichen weitergehenven Mittheilungen in den Bereich der Vermutbunaen w Se. K. u. K. Hoheit werden fetn: General v. Gottbcrg, Oberstlieutenant Mischte, zu verweisrn. V 9 8

Mai»' v. Hahnke, Hauptmann ».Dieskau, Oberstlieutenant von der Goltz, Rckl- Wie dieD. R. G." von gut unterrichteter Seite erfährt, trifft Fürst Bi», meister v. MutiuS, Lieutenant ». Feuri, königl. daher. Ordonnanzoffizier, Lieutenant marck am 31. d. M. von Barzin hier (in und wird während der Anweienbeit ®rfll $felZ ^°"'0^württ. Ordonnanzoffizier. der zum Besuch in den ersten Septemberlagen hier eintreffenden Kaiser von Ruß-

. ^.Aus dem Odenwald, 20. Aug. Der Mißbrauch der Kanzel steht bei uns land und Oesterreich hier verbleiben. Etwa gegen den 10. September wird der in schönster Bluthe trotz Kanzelparagraph. Der katholische Pfarrer von Groß- Reichskanzler dann wieder Berlin verlassen; ob er direct sich nach Var»in dann umstadt, treibt in seiner Weise religiöse Politik, die auch in weiteren Kreisen Auf- begeben wird, ist augenblicklich noch fraglich; es dürfte sogar leicht der Fall fein merksamkeit erregen wird. Auch Volksversammlungen und festliche Gelegenheiten daß der Fürst fich zunächst nach seinen lauenburgifchen Befitzungen begibt, um werden nicht zur christlichen Erbauung, sondern zu Zwecken einer wilden Agitation ,Heils die dort vorgenommenen bedeutenden Meliorationen in Augenschein iu von diesem Herrn Pastor benützt. Am 15. d. M., auf Maria-Himmelfahrt, fand nehmen, »Heils dem Vergnügen der Jagd obzuljegen. Erst später würde fich dann aus dem Zipfen (bei Lengfeld), wo das katholische Casino zu tagen pfleg», wiederum Fürst Bismarck nochmals nach Varzin begeben, um dort den Herbst »u aenieüen eine Katholikenoerfammlung statt, deren Verhandlungsgegenstanb hauptsächlich die Berlin, 23. August. Durch die Zeitungen gehen Nachrichten, welche mehr aus Grund der Reich«,agsdeschluffe erlassenen Kirchen- und Schulgesetze, sowie das oder weniger die Behauptung aussprecheu, die vielgenannle Kremenn'fcke Alfair- JesuitenausweisungSgesetz waren. Wahrend Herr Freiherr Franz v. Wambolt fick fei in den Sand »erlaufen. Dem möchten wir, schreibt die D. RE." denn dock den bekannten Protest verlas rc. rc., trat als eigent- widersprechen. Wenn auch ein momentaner Stillstand in dieser Aaaeleaenbeit

Itjer Redner Pfarrer Selb auf, welcher den Kanzelparagraphen, das Schulaus- eingetreten ist, so ist dessen Grund weniger darin zu suchen, daß die Staats- sichte- und Zesuitengesetz in folgender Weise besprach: Den Kanzelparagraphen regierung, wie man meint, nicht rechte Lust verspürt, gegen den renitenten Bischo stellte Redner als einen Eingriff in die bürgerlichen Rechte der Katholiken dar, vorzugehen, sondern, wie wir glauben, mehr in dem Umstande, daß die maß-

geraten ermögliche, mit ihren Jcrthümern auf jene einzuwirken, ohne gebenden Personen augenblicklich nicht hier am Platze vereint sind, um ein

dt° katholischen Geistlichen, weck ihnen der Mund gestopft sei, die entsprechende vollständiges Einverständniß, da- zu einer durchgreifenden Action nothwendm

Aufklärung geben konnten Das Schulaufsichtsgefetz bemängelte er dahin, daß ist, sofort herbeizuführen. Schon ein alle« Sprückwort sagt: daß aufgrschoben

durch die nunvon> wel lten Schulaufsehern geübte Schulaufsicht große Kosten nicht aufgehoben ist, und wir glauben gut unterrichtet zu sein , wenn wir

entstunden, welche fchließlieh doch vom Volke bezahlt werden müßten. Die Kinder, hinzufügen, daß schon die allernächste Z-ck derGermania" beweisen wird,

fuhr Redner fori, hatten z-tzt in der Schule weiter nicht« «ehr zu lernen, als daß die Traubin, welche an dem Gelände be«kleinen Ermländer" gereift

preußisch denken, preußisch essen, preußisch trinken, preußisch schlafen, preußisch sind, nicht sauer sind und daß auch hier, wie überall, der Winrer die richtiae

träumen. Soweit wäre die Sache noch ziemlich erträglich, obgleich die Absicht, Zeit abwartet, um sie zu schneiden. Vielleicht fällt mit demkleinen Erm-

die angeführten Gesetze vor den Zuhörern herabzuwürvigen, unverkennbar ist; länder" gleichzeitig auch der große ultramontane Freiherr, dem in Folge der

dagegen übersteigt das, was rc. Selb in Beziehung auf den dritten Gegenstand Ruhe de- Regierung der Kamm sehr geschwollen iu sein scheint Der

seiner Rede, das Jcsuitengesetz, äußerte, alle Grenzen. Die deutsche Reichsregie. große Lärm, den der Bischof von Maiz wegen der an ihm erlassenen Aus.

rung, sagte oder rief er, gehe daraus aus, die Katholiken zu Grunde zu richten! sorderuns- ..... - - ' ' - ..... '

s , «' , .. täglich dreister werdende Austreten der Social-gemeinsamen Erklärungenseiner katholischen und kirchlichen Ueberreuauna offenen

demokraten br.ngt dieR. A. Z." sehr beachtenswerthe Berichte aus Halle. In Ausdruck zu geben" und für die arg verleumdeten Patres der Gesellschaft Jesu

rung, sagte oder rief er, gehe daraus aus, die Katholiken zu Grunde zu richten! sorderung, sich den Reichsgesetzen zu unterweisen, erhebt, bekräftigt nur die bei Herrgott abzuschaffen und dafür Einen unter preußischer Pickelhaube an- der gesammtm nationalgestnnten Partei feststehende Überzeugung, daß es die zubeten! Das Gesetz sei e.ne Grausamkeit gegen die Katholiken, ein schlechtes Absicht des Episkopats ist, sich den Gesetzen nur so weit zu fügen, als es eben . * * Jtat&olifen wurden verfolgt! Wenn's so fortgeht, rief er, werden in seinem eigenen Interesse liegt, sobald aber diese Gesetze mit den Bestrebungen wir noch Alle zu Sclaven! Als das Jesuitengesetz im Reichstag zur Abstimmung der Ultramontanen in Collision gerathen, sich ihnen zu widersetzen. Eine solche gekommen, hatten Protestanten, ja selbst ein Jude dagegen gestimmt, allein es sei Verhöhnung bestehender Reichsgesetze, wie sie sich der Bischof von Mainz in seinem von den Liberalen festgesetzt gewesen, die Jesuiten wüßten fort, und so hätten sie, Proteste erlaubt hat, ist bisher noch nicht dagewesen. Käme es der Reichs- die Liberalen, sammt dem Ungeziefer, das sonst noch im Reichstag sei, die Ma- regierung darauf an, sobald als möglich einen renitenten Bischof unschädlich zu joritat erlangt. Rach diesen Kraftergüssen erklärte Redner, die katholischen Easinos machen, so würde grade der Freiherr v. Ketteler durch sein prooocirendeS Auftreten reichten diesen verderblichen Gesetzen gegenüber nicht aus, es müsse gegen dieselben ihr den bcgrjindetsten Anlaß geben.

nich» mit ungezogenen, sondern mit gezogenen Kanonen zu Felde gezogen werden, Berlin, 23. August, lieber die bekannte Affairc zu Hast» erfährt die die Versammelten sollten sich daher dem allgemeinen deutschen Kalholikenverein an-Magd. Ztg.", daß dlc Arten in Betreff derselben noch keineswegs abgeschlossen schließen, dem bekannten Protest beitreten und die Statuten unterschreiben, die ja sind. Von Seiten des Kaisers ist ein genauer Bericht über die dortigen Vorgänge schon so hochangesehene Namen trügen, z. B. den des Fürsten von Isenburg, eingefordert worden, und bis dahin wird die Entjcheidung über das Verhalten des Freiherrn v. Wambolt, des großherzoglichen Rechnungsrathes Backe. Die des CapttänS Bätsch Vorbehalten bleiben.

vorgelegten Statuten wurden darauf von den Anwesenden unterschrieben. Hier Der ermländische Bischof, Herr Krewentz, ist nunmehr bemüh», sich mit d« finb weitere Worte unnothig. Wie verlautet, sind bereits Schritte wegen Ein- königlichen Staatsregierung in ein gutes Einvernehmen zu setzen. Wie die leitungeiner Uniersuchung gefchchen. (D. Pr.)Tor. Gaz." au« ganz zuvcrläfsiger Quelle erfährt, beabfichtigt Bischof Krewentz,

-ocrlw, 20. «lugof». Officio« wird nun endlich zugestauden, was ich Ihnen an der wefiprrußischen Särularseter zu Marienburg Theil zu nehmen und wird schon naco der Ruckkunst des Cultu-mlnisterS Dr. Falk von Homburg mitgetheilt oerselbe in diesem Vorhaben durch das ganze Domcapitel unterstützt. DaS m - C^nt ?Cr ^rementz'fchen Angelegenheit den polnische Blatt zeigt sich darüber lehr ungehalten. So lange der Bischof gegen

^mtn ^CrtUm6<.aU^ Surutfiiefoung per staatlichen Anerkennung die königliche StaatSregierung Opposition machte, fand er bei der polnisch-clericalen

S ; j *U Anlockend verkündet das Organ des Presse lebhafte Unterstützung. Jetzt aber fängt letztere an, ihm Vorwürfe zu machen,

Bischof., daß die Sache seine« geistlichen Oberhirten endgiltig zu den Acten gelegt wetl er sich nachgiebiger al« früher zeigt.

! ^"loaltch dieses Au-gange- froh, muß ich doch um so mehr mein Bedauern Bdlliu, 24. Aug. Die Leipzig.DrcSbencr Bahn gibt an die Reichseise«, über da« Treiben der osficiosen Presse au-sprechcn, welche den Sachverhalt nicht bahnen in Elsaß-Lothringen 100 GL-crwagen, mehrere Maschinen nibst Personal nur fo lange verschwiegen, sondern geradezu entstellt und dadurch eine Stimmung leihwetsc ab. Mehrere -noerc Verwaltungen sind gl-ichsall« zur Wagenverlelhuna im großen Publikum erzeugt hat, welche dem Ansehen der Regierung geschadet aufgefordert worden. (Die Reichseifenbahnverwaltung bedarf dieses Material« < ui tarBr Ctr c 14 0ro^ verhieß, war um so ungerechtfertigter, bekanntlich zum Betriebe der Luxemburger Bahnen. D. R.)

al« ,a bekannt ist daß dast wie man sich erinnern wird plötzlich hervor- Köln, 24 Aug. DerDeutschen R-ich-z.itung" wird von hier geschrieben: getretene Unwohlsein de« Fürsten Bismarck mit Auseinandersetzungen in °erWie andere Bischöfe, so hat auch der hochw. Heer Erzbischof von Köln vor n feM vorn herein ge.ace längerer Zeit in einer Jmmediat-Voest.llung sich an den deutschen Kaiser mit der

!?. i? Anlaß, den Mund voll zu nehmen. Es ist ein eigen,hü«, Bitie gewandt, den im Reichstage in Beliess der Jesuiten und ähnlicher Ge-

llcher Umstand, daß die ;etz,ge Verlautbarung der Einstellung de« Verfuhren« in nossenfchaften gefaßten Beschlüssen die Sanktion zu versagen. Wie verlautet, sind .°"eb'r zusammenfall, mit einer Episode in dem diese Vorstellungen dem R-tch-kanzler-Amte zur Prüfung überwiesen worden und

«ii 6 ""n'Tr f,rn;eld,eä ~ °ffi-'bser Meldung zufolge - den soll dasselbe refcrtbir, haben, daß der bezügliche Antrag durch die inzwischen er- d'«marck vielleicht verhindern werde, zu der Kaiferzusammenkunft nach folgte Publikation de« die Jesuiten betreffenden Gesetze« seine Erledigung ge- Berlin zu kommen. Erlauben Sie mir, Sie au« bester Quelle über diesen be- fundcn habe." **

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