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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen
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Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags.
Expedition: C an z lei berg, \ Lit. B. Nr. 1.
Mx. 23. Freitag den 26. Januar
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^CftCmUlQCll flUf UtII xäHCyCllCl Expeditionen und dan Land-Postboten entgegen genommen.
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Amtlicher T d e » >.
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?wahmng.“ der in allen Ittlingen des ' - Etstcmes. 72. Auflage. > fr.
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Nr. 3 des Reichs-Gesetzblattes, ausstegeben am 18. Januar 1872, enthält:
fsnr 375) Allerhöchster Erlaß, betr. den Rana der Telcgraphen-Directorcn- Vom 27. December 1871.
376.) Zusatzconvcntion zu dem am 10. Mai 1871 zu Frankfurt a. W. abgeschlossenen Friedensvertrage zwischen Deutschland und Frankreich, unterzeichnet^ Fraittfurt^a.^^^den^lU^ecenibe^l 87^^^^^ b£u ^ni0t P^uß.s Hauptzollämtern zu Emmreich, Cleve, Duisburg, Ruhrort, verdingen, Wesel, Kaldenkirchen, Neuß, Harburg, Stade und Lüneburg. i
(Sftr. 37ti.) Ernennung von Consuln bezw. Vicecousuln des Deutschen Reicko.
Gießen, den 23. Januar 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. N ö d e r. ______
Gießeu, am 24. Januar 1872.
Betreffend: Antrag des Landtagsabgeordneten Curtman wegen Aufbesserung der aus der Schullehrer-Witlwenkasse zu zahlenden Pensionen.
Die Großhcrzoglichc Knis-Schnl-Commission Gießen
an die Ortsschulvorstaikde des KreifeS.
Rnckdrm eine aenaue Untersuchung des d-rmali-en Standes und der Leistungsfähigkeit der Schullehrer-Wittwenkasse angeordnet undes zu diesem
- HntnMan sara ese *aea MSSfe - -- - -
W '"eoUte1?»"' dem Eine» oder Anderen von Ihnen, in dessen Gemeinde sich ein definitiv angestellter, oder penstonirter Lehrer oder eine Lehrer-Wittwe befindet, für diese nicht ein derartiges Fragetäfelchen alsbald zugehen, so wollen Sie ohne Verzug uns hiervon Anzeige machen.
Fraaetäfelchen für etwa in neuerer Zeit versetzte Lehrer wollen Sie uns umgehend wieder zuruck,enden.
° ö 1 v. 3t ö d e r.
Politischer T b e i l.
Vilbel, schriftliche Glückwünsche einliefen Girtzen den Jubilar in seiner T eine Deputation, geschmückt mit Ausmarsche aus Darmstadt die ten Jünglingen eigenhändig gespendet, beglückwünschen
Möge es dem verchrten Manne, der sich ebens
Wesen und ächie Biederkeit, als seltene Pflichttreue und Dienste, Fleiß und Humanität auSzeichnet, vergönnt sein, manches Jahr wiederkehren zu sehen!
Berlin, 24. Januar. In einem „Der Wechsel im Cultusministerium" überschriebenen Artikel sogt die heutige „Provinzialcorresponeenz": der nm ernannte
Deutschland.
Gießen, 26. Januar. Bei uttfexrn heutigen StaatSdiener-Verhaftn'ffen wirt Wirksamkeit auf juristischem und
der Namr tir Sache nach eine 50jährige Dienstzeit und »" ^0>ahr>ge« ^i V nüal6rt^.liiAem ®ebitte, namentlich durch seine hervorragende Mitwirkung an den eine immer größere Seltenheit werken; um so wehr Hot die Presse da ''groben gesetzgeberischen Arbeiten teü Nvrddeuschen Bundes und des Deutschen von Festen dieser Art Notiz zu nehmen. sRrdjcs eine seltene Begabung und Tüchtigkeit, eine große wissenschaftliche Klar-
Am 23. d. M. feierte ter Großherzogliche Stadtrichter Muhl dahier sein Umsicht, sowie eine ernste Auffassung der staatlichen Ausgaben
LOjähriges Dienst-Jubiläum. Mußte auch allgemein bsdauert werten, daß di ft« t(#_ unC £jn 8ll!6e6 Vertrauen in den politischen Kreisen erworben. Hierauf Fr st megrn le'chtrn Unwohlsein« des jubilote einen offtnidchenCharat,er nia> fc f Znveistcht, daß er auch berufen sein werde, die umfassenden und schwle- anuekmrn konnie, sc war es sür den 80jahngen geisteisrüchen Greis, cer orr Aufgaben, welche seiner auf den verschiedenen Gebieten ter ihm Übertragenen Tag im engeren Kreise der Familie beging, doch ein rechter Freuden, und Ghren- $?rWallung in „sp.ießlicher Weise zu ersüllen. Je tiefer die kirchlichen
tag. - Umgeben ton seinen Sühnen, empfing er d,e ^wünsche, welch Y Bewegungen dieser Zeit auch die Beziehungen des Staates zur Kerche berühren,
Freunde und Bekannte, die Bedorten der verschiedenen Ressorts, die Großher °g (6 ^rauf an, daß in der staatlichen Leitung der Kirchen- und
lichen Hofgerichts-Akvocaten, die Geistlichkeit, die Ortsgerichte des Bezirt« u.w. ^^^,^rwaltung ein Geist walte, welcher nach allen Seiten die Bürgschaft voller durch Deputationen da,brachten. Unbefangenheit und Gerechtigkeit, sowie de« ernsten Willen« gewähre, ebenso sehr
De« Grcßherzog« Königliche Hoheit ehrten die Dienstleistungen de« W» » ‘j£ ^veräußerlichen Rechte de« Staates, wie tie Ansprüche der sittlichen und
durch Verleihung de« Ritterkreuze« 1. Klasse de« Ludewigtoideus, _a Itligib(en VolkSintereffen -u wahren.
Präsidenten de« Hosgerichte« übe>bracht wu.de; die Lande« - Universität letz ipm Um tj(. ^,„ige Ausgabe zu ersüllen, ist ein festes Zusammengehen und tu.ch ten Teean ter Juristen Faeultät da« Diplom eines ^octor juris umusq tcÜE Uebereinstimwung aller betheiligten Staatsgewalten unerläßlich. Möge da» honoris causa“ Überreichen; die Statt Gieß.n erkannte seine -Lurgerlug-nlen wt|ll)E15 fc(t n(ue Minister auch innerhalb der Landesvertreeung z»
durch Verleihung de« Ehren - Bürgerrechts auf künstlerisch ausgch°ttetem ^pl°m it)m ^r gefammten Staat«,egierung bei der Durchführung
an, übergeben durch den Großherzcglichen Bürgermeister; ^^^'kgUeder ‘ be tinc zuverlässige Stütze sein.
gericht« Gießen widmeten rem Jubilar als Zeichen ihrer Verehrung, et,' 24. Januar. Während es in der Absicht de« Reichstages lag,
mn Pokal und da« OOsgericht Gießen ließ ihm em Ruhekissen mit pr ch ' $trti,unt(ttn und Verstümmelten eine möglichst reiche Entschadt-
Stiekeret durch Damen überreichen. azilbek, gang zukommen zu lassen, stellen sich bei der Aussührung de« Gesetze« vielfach
Noch verdient Ermahnung, daß von den Landgerichten Langen und - b 8 «JM RintentL ln Cin sße0. Ein Reserveoffizier, der bei Mar« la Tour von denen der Jubilar früher al« Assessor und Landrieiüer angehorte, fcw'e C.° .x.JL« jL;ln (.[|r„sen üg„ ein 3aht völlig unfähig war, irgend eine Beschafti- OrtSro,staute von Groß-Kaeben, dem früheren Sitze te« ßIl^ti1 flutL w übe,nehmen welche auch nur die geringste körperliche Anstrengung forderte,
»^ efen. Auch ließen 6« O'*««»'« * ‘45u,Ä‘1Snt Meneh e Seite nu* beute so geschwächt ist, daß er nicht im Stande ist, Eigenschaft alii freiwilligen Jager ^umaligen seine frühere Thätigkeit al« Landwirih Mieter auszunehmen, hat, W 6ie »B. Z." it liwiemgen Eichenlaub , w che« beim dama g I « * b Verabschiedung au« dem Militarverbaltmffe mit Pen-
- hochselige Großherzogin L-u.se den kampsbegeister- m-lde^a^ftin^G such um «nads» ^,0 Verordnung vom 4. Juli
schlichtes 1868, betreffend die Dienflverbältniffe der Offiziere des Beurlaubtenstandes, nur * diejenigen Reserveoffiziere mit Pension verabschiedet werden dürfen, bei denen eme
seinen Ehrentag noch gänzliche Dienstunbrauchbarkeit vorhanden ist, wahrend ^S arztl che^ Attest den ’ ' Reserveoffizier nur als temporär ganz invalide erklärt, also dte Mogltchkcrt nicht


