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ein Jahr vcrurtheitt.
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veröffentlichte Depesche aufgenommen:
Pari-, Mittwoch Abend.
Vermischtes.
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sichert wird, dirse Erklärung bestätigt habens
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entbehrt sie jeder Begründung.
Paris, 21. Oct.
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gehalten, aber nur, weil er die Republik zu gründen versprochen hat und man
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richtigung zu veröffentlichen. Genehmigen Sie rc.
-j- H. Cardinal v. Bonnechose, Erzbischof von Rouen.
Der Cardinal v. Bonnechose hatte in einer mit dem Präsidenten der Republik stattgehabten Unterredung gesagt, der Papst hege keineswegs die Absicht, Rom zu verlassen, sondern sei geneigt, mit dem König Victor Emanuel zu unterhalten, Herr v. Nigra, welcher heute bei Herrn v. R^musat Audienz hatte, soll, wie ver-
Rom, 17. Oct. Bei dem besten Willen von der Welt will es Frankreich und Jtallen noch immer nicht gelingen, die Rolle der versöhnten.Brüder vollständig und ohne Rückfälle in die alten Nergeleien durchzuführen. Zwar hat Thieraufgehört, laut zu bedauern, daß jenseits der Alpen überhaupt ein Königreich existtrt. Aber er schickt doch seinem Gesandten beim Papste einen militärischen Attache zu und era-eist damit der päpstlichen Armee, dem Keime dc- zukünftigen katholischen HeereS, zur Zeit noch aus 50 GcnSo'armen, 50 Schweizern und einer unvestimmten Anzahl von Hasenjägern (Caccialepri) bestehend, eine wirklich unverdiente Ehre. Er nimmt ferner den Pater Secchi als Vertreter des Kirchenstaates beim Meter-Congreß in P^ris auf, was den italienischen Gesandten stutzig macht, da doch sein Name nicht neben dem Vertreter eines souveränen Papste- stehen darf. Ferner weigrrn sich französische Postanstalten, Anweisungen auf Geldzahlungen in Rom zu befördern, weil der betreffende Post-ertrag mit Italien, aber nicht mit dem päpstlichen Staate gemacht sei. Zu allen diesen Nadelstichen, mit den^n die italienischen Patrioten geneckt werden, soll jetzt noch eine deutlichere Herausforderung kommen. Es wird ziemlich als ganz sicher bezeichnet, daß Cardinal Bonnechose nach Rom kommen und während der ganzen Verhandlungen üoer d.e Klosterfcagc seinen Sitz hier aufschlagen wird, sei es in der Eigenschaft als außerordiNtlich^r Bevollmächiigeer der ultramontanen Partei, welche dem diplomatischen Personal des Präsidenten der Republik nicht traut, sei es als halb officiell r geistlicher Attache der Gesandtschaft beim Papste, die bei der Klosterfrage nicht unthätig bleiben wird und deshalb die Beihilfe eines Mannes vom Fuch gebrauchen kann. Welche von diesen beiden Versionen auch die richtige ist, der französische Monsignore wird auf alle Fälle den Italienern ein Dorn im Auge, ein beständiges Memento der französischen Einmischungsgelüste sein.
Rom, 22. October. Graf Brassier de St. Simon ist heute in Florenz gestorben. — Die „2;b rta" sagt: Der diplomatische Zwischenfall anläßlich der Arbeiten der Metescommission ist beendigt. Die f.anzösiiche Regierung erkannte an, daß die Intervention Pater Secchi's in der Metercommission krtnerlei politischen Charakter hab n, noch irgendwie eine Präcedenz bilden konnte.
Paris, 22. Oct. „Bien publik" veröffentlicht eine Zuschrift de- Maire von Nancy an den französischen Bevollmächtigten im Hauptquartier der Occupa- tionStruppcn, Grafen Vallter, worin ausdrücklich gegen die Zeitungsnachricht pro- testlrt wird, daß er (der Maire) in PartS gewesen sei, um über Belästigung seitens der deutschen Truppen Klage zu führen. Der Maire erklärt, Belästigungen existirten nur in der Einbildung der Pariser Journalisten; er beklage mit Ballier auf's Tiefste die Sprache gewisser Journale, welche die besetzten Provinzen durch vüthende Angriffe gegen die deutschen Truppen unausbleiblich der Gereiztheit der Deutschen preisgäben. Der Maire appellirt an den Patriotismus der Journalisten und hofft, daß das verbrecherische Hetzen endlich aufhöre.
Italien.
Frankreich.
Paris, 19. Oktober. Der Erzbischof von Rouen, Cardinal v. Bonnechose, an den Director des „Journal des DebatS" folgendes Schreiben gerichtet :
Paris, den 18. October 1872.
Mein Herr! Sie haben in Ihrer heutigen Nummer folgende im „T legraph"
Spanien.
Madrid, 19. Oct. Die Truppen des Obersten Salam nca verfolgen in fünf Adtheilungen die entflohenen Meuterer und haben bis jetzt 88 Gewehre und 114 Gesungene eingebracht. Die Gesammtzahl der Gefangenen beläuft sich schon über 1000. Nach einer Anzeige des Bürgermeisters von Puentedeume sind am Flußufer 10 Leichname gefunden worden. Pozas war, als Bauer verkleidet, ent« flohen. Quantum mutatus ab illo; vor einigen Tagen ftolzirte er noch in der angemuß cn Uniform eines Marinegenerals umher. Auch bie portugiesische Re« gierung hatte sich durch die E.eigniffe in der Räche ihrer Grenze veranlaßt ge- sehen, militärische Maßregeln zu treffen; ein Bataillon Jäger war von Oporto nah Dalenca do Mtnho gesandt und die Besatzung von Oporto, wo man viel- leicht ein Echo der republikanischen Rufe von Ferrol fürchtete, dafür um ein Regiment aus Coimbra verstärkt wo.'den.
Amerika.
Rewyork 21. Oct. Seit der Sistirung der Ausbeutung der Petroleum- quellen nahm die tägliche Production um 2255 Faß ab.
Hechingen, 19. Oktober. Das hiesige Schwurgericht hat den früheren Decan unb freireftgnirten Pfarrer Kohler von Owingen wegen Verbrechens gegn
Sittlichkeit zu 15 Monaten Gefängniß und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte
Schweiz.
Bern, 22. Oct. Der hiesige Gemeinderath cafflrte mit 8 gegen 7 Stirn« men den Beschluß des Vorstandes der Münstcrkirche, betreffend die Verweigerung der Münsterkirche für die Festfeier des Reformvereins. Pfarrer Lang wird demnach heute Abend in derselben die Festprevigt halten.
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Debatte aus morgen vertagt.
Frankfurt, 23 Ocivber. Regierungsrath v. Hergenhahn in Wiesbaden ist zum Polizei-Präsidenten des Stadtkreises Frankfurt ernannt worden.
Boppard 22. Oktober. Die Nachricht von dem Tode des Religionslehrers Brinroth hat sich nicht bestätigt.
Gumbinnen, 23 Oktober. Amtlicher Mittheilung zufolge ist die Cholera auch in der russischen Stadt Bialystok (Gouvernement Grodno) ausge'orochen.
Thatsächlich ist der Prinz von den Anstrengungen jenes Tages sehr angegriffen worden, unmittelbar darauf schon erkrankt und von dieser Erkrankung nicht wieder genesen. „Die älteren Berliner — bemerkt ein hiesiger Berichterstatter — mochten . den Prinzen gern; an seinem Palais wurden die Barrikadenkämpfer in der Nacht / zum 19. März 1848 mit Wein tractirt, und das vergessen die Berliner nicht
W. I. .1.1.»
nen. Die gemäßigten Republikaner betrachten die Republik des Herrn Thiers als £a$rli$ ber Bevölkerung nicht zur Erbauung diente und auf das Klosterleben einen einen Compromiß, die andern aber bloS als einen Uebergong, den man nur soj düsteren Schatten wirft. Vor einigen Jahren ereignete sich im dortigen Re>ectorium lange dulden müsse, bis man im Parlamente die Majorität errungen habe. Eben eine Rauferei, die in der Versetzung eines Mitgliedes ihren Ausgleich fand. Die Stelle lung zmuck, denn eine radikale Constituante wäre eme B andfackel. Die neuesten^^ die Thür, die eben nicht ehrenvoll klangen: sie sollen gelautet haben: „Du bist ein Wahlen werden dieser eine neue Mahnung werden, solche constituttonelle Reformen Lump." Den Schreiber überraschte der Betreffende, es entspann sich eine Balgerei, vorzubere ten, welche geeignet wären, das Land vor dem Chaos und der daraus wobei Pater Pius, als der Schwächere, mit Ohrfeigen und zerquetschen Gliedern da- fterooraebenben Diktatur in retten. Aber frei! d), mit den kleinen Listen und vonkam- Pater Pius zeigte diesen Vorfall dem Bischof an, in der Absicht, Genugthuung Tucken, mit denen Heer Thier« de» Pnrieien den Stachel .u nehmen veem.ini, u^b er fd
kommt man in Krisen nicht weit. Gegenwärtig lst der Franzose noch geduldig, 55 Jahre alt und über 30 Jahre Priester und sei jetzt gezwungen, entweder den Bettelselbst gegen die Fußtritte der Schergen, weil er noch müde ist; indeß der 5:rt-'facf zu nehmen, oder sich zu erschießen; wenn er sich auch einmal „(Stnen" angetrunken
schritt des Radikalismus liegt zu Tage. Der „Soir" betont besonders die schwere habe, so kümmere das Niemanden, er sei doch noch gegen Papst Clemens den Fünften ct? k «.An unh Tr,ikändler in der Gironde diesem Heiliger. Als der Bischof wegen der Firmung sich in Maliersdorf befand, kam
Rtederlage von Forcade, der als Bonaparttst und Frethandler tn der ^lronde die Fichtenau eine Deputation, um Verzeihung für den Ausgeschlossenen bittend;
Werbetrommel rühren ließ. Chevreau war wenigstes so gcrteden, in der Otse c§ ^urde erwidert: Der Gemeinde stehe es frei, ihn zu erhalten, in des Bischofs Be- stch noch rechtzeitig zurückzuziehen, als seine Niederlage vorauSzusehen war. 'reich dürfte er sich aber nicht blicken lassen. Der Pater nahm nun allerdings Abschied,
Darmstadt, im Dctober 1872. Augeregl d:rch den veterinarärztl'chen Landesverein ist ~ m . .. , hier vvr Kurzem in einer engeren Versammlung die Gründung eines ThierschutzvereinS besprochen
Ich glaube Ihnen erklären zu sollen, daß diese Note nur insoweit wahr tft,'unb unter dem Vorsitz des Herrn Dr. Pflug, Professors der Veterinärwissenschaft an der Univer- als der heilige Suter die Absicht kundgegeben hat, so lange als es ihm die Um-'fität Gießen, ein Statutenentwurf berathen worden. Beinahe alle deutschen Staaten besitzen bestände gestatten werden, in Rom zu verbleiben. Was Vie Behauptung betrifft,'reit- längst solche Hauptvcreme mit den üöchlgen Zweigvereincn. In gleicher Weise soll der im
Fr > 8 ~ a» . , r . .. h ® i sL .< nn trrhnnbpf n sn Großh.rzogthum Hessen beabsichtigte organprrt w.rden. Die tu Deutschland bestehe iden Thler-
daß der P chst genetgi sei, mit de^n König Vlcto. Emanuel zu unterhandeln so ^chutzvereine sind auch bereits, volkswtrthschaftlich höchst wohlthatig wirkend, mit deuen in anlxrn entbehrt sie JfDer Begründung. Diese Frage lst in meiner u.terredung mit dem ändern Europas in internationale Verbindung getreten, so noch vor Kurzem durch staatlichen Präsidenten der Republik nicht einmal berührt worden. Ich bitte Ste, diese Be« Vertrag die österreichisch ungarischen mit den italienischen. Der in Offenbach thätige Thierschutz- riAtiauna lu vdvffentlickcn. G-n-hmigen Sie rc. »«d«. M M 3br,r R H. M P-inj-° und 6er »•*»<« »•»
Hessen erfreut, lst mehr lokaler Natur und lehnt Nch, so viel wir wissen, an den größeren zu Frankfurt a. M. an. Sobald der Statutenentwurf zur Versendung gelangt ist, soll eine consti-
Paris, 21. Oct. Der Sieg der Republik bei den Wahlen vom 20. October tuirende Versammlung hierher berufen werden. Nur der sehr geringe jählliche Beitrag von war ein so vollständiger, baß den Legitimisten und Bonapartisten der Athem aus- 18 Kreuzer ist in Aussicht genommen; die Hauptarbeit wird der freiwilligen und energischen An- C\hr, hntten keinen Evvk und ihr Scbweif varirte nickt theilnahme der Thierfreunde zufalleu. Daß ein solcher Verein auch in unserem Lande vielfach
gehen muß. Ihre Führer hatten ketnen Kops, und y ch' f p cht ^^,^nheit finden wird, eine wohlthät.ge Wirksamkeit auSzuüben, darüber kann wohl kein Zweifel
Ordre. Ü berall Steg der r publlkan'schen P rrtei, nur im Morblhan hat der ^etr^en. (In Gießen, als Universitätsstadt, ließe sich, da doch die betreff. Herren, namentllch Legitimist Martin seinen republikanischen Gegner Beauvais aus dem Felde ge- Professor Pflug, hier wohnhaft sind, doch wohl ebenso ein solch humaner Verein errichten, schlagen. Thiers wirb zur Zeit noch von allen Republikanern über dem Wasser welcher sich an den in Darmstadt bestehenden anschließen könnte. D. Red ) aebalten, aber nur, weil er die Rchubiik zu gründen versprochen hat und man (Pater Pius, der Selbstmörder.) lieber den Selbstmord eines Serviteiimönchs
j? ^Berlin, 21. Oct. Herr v. Roon hat sich einer Zusage erinnert, die s. Z. R der Commission de- Reichstage- über das Militär-Strafgesetzbuch gegeben worben.
Dem zufolge ist die allgemeine Anordnung ergangen, daß auch im strengen Arrest die Verabreichung einer wollenen Decke statthaft ist. Und dünkt, der Minister i hätte für die armen, der warmen Kost und des Lagers entbehrenden Leute die f Verabreichung der Decke obligatorisch, statt nur fakultativ, vorschreiben sollen.
Berlin. 22. Oct. Sitzung des Herrenhauses. Dieselbe wird von dem Vicepräsioent'n, Fürsten Putbus, eröffnet, welcher dem verstorbenen Präsidenten, Grafen Stolberg, einen Nachruf widmet, in dem er rühmend die großen Deroienfie v„vvll,cvt, die sich derselbe um das Herrenhaus, die Provinz Schlesien und den Johanniterorden erworben habe. Fürst Putbus theilt alsdann die Namen der verstorbenen Herrenhausmitglieder mit, sowie die bereits bekannten Neu«Ernennun« gen und die Berufung auf Lebenszeit der Herren Flemming, Röder und Wilkens. Das Haus schreitet hierauf zur Wahl des ersten Präsidenten. Bei Anwesenheit von 167 Mitgliedern erhielt Graf Otto Stolberg 84, Fürst Putbus 81 Stimmen. Etstcrer ist somit gewählt und nimmt die Wahl dankend an. Das Haus trat nun in die Berathung der Kreisoronungs-Vorlage ein. Kröcher, Zedlitz und Graf Brühl sprachen gegen, Graf Arnim für die Regierungsvorlage. Der Minister des Innern erklärte den Gedanken, im Wege der Provinjialgesetzgebung die KceiSordnung zu ändern, für anttquirt und unausführbar. Feudale Stände . seien heutzutage unmöglich. Die Regierung könne dem im Volke lebendig ge- m wordeneu Rufe nach Selbstverwaltung ihr Ohr nicht verschließen. S.lbstoerwal« / | tung sei die Uebertragung der allgemeinen Dienstpflicht auf das bürgerliche Leden m i! wie dieselbe für das militärische Gebiet bestehe und Preußen groß gemacht habe. ' Allgemeine Dienstpfl cht sei die Parole der Regierung, welche er anzunehmen bitte. Nach kurzer B^athung und nachdem da-Präsidium beauftragt worden, dem Kaiser da- Beileid de- Hauses am Tode des Prinzen Albrecht auSzudrücken, toiro die


