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| Feinster gebrannter Jawa-Caffee bei Gebr. Wenzel, Kreuz.
In Folge schlechter Erndten und fortwährend steigendem Preise der Roh- Caffee's verkaufen wir den jetzt längst bekannten und berühmten gebrannten Java-Caffee, in Vi und V2 Pfunden verpackt, zu Einem Gulden pr. Pfd. und versichern Hausfrauen, Hoteliers, Cafätiers und Lieferanten, sowie einem verehrten Publikum, daß dieser Caffee an Wohlgeschmack, Güte und Farbe jeden anderen Caffee, den wir damit verglichen haben, übertrifft.
In Gießen nur allein ächt zu haben bei Gebr. Wenzel.
4425) Eine Parthie Pferdemist ver-s 4439) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen kauft H. Adami, Alicenstraße. «bei Carl Schwall, in der Neustadt.
Die Versailler Versammlung
ruft die „Republique
men. — Eine militärische Expedition ist nach Quebeck abgegangen, welche den Aus-
zusammen.
Paris, 23. Sept. Die Blätter veröffentlichen ein aus Paris vom 22. September Abends datirtes Schreiben About's, worin derselbe dem Prästdenten der Republik und den Ministern für die diplomatische Intervention, die er ab- lehnen zu muffen geglaubt hätte, seinen Dank ausspricht, desgleichen der Preffe dankt, an welche er die Aufforderung richtet, die „heilige Freiheit aufrecht zu erhalten, gegen Preußen zu schreiben, welches vor seinen Gerichten jeden Autor zur Verantwortung ziehe, ver in einem Buche oder Blatte ein strenges Urtheil über es gefällt habe."
In Algerien fängt man jetzt auch an, Furcht vor Preußen zu bekommen. Dort befürchtet man nämlich, daß Deutschland sich in den Besitz der Staaten des Bey von Tunis setzen wolle, um dann mit seinen Kruppschen Kanonen Algerien zu bedrohen. Eines der algerischen Blätter, der „Est Algerien", sucht darzuthun, daß diese Projekte nicht allein Frankreich, sondern auch Italien, Spanien und England bedrohen. Näher auf die Artikel der algerischen Blätter einzugehen, ist wohl unnütz. Jedenfalls traut die französische Preffe Deutschland aber einen guten Magen zu, da sie es nicht allein Holland, Belgien, die russischen Ostsee- Provinzen, ein Stück von der Schweiz, Gesammt-Oesterreich, noch einen Theil von Frankreich, den Rest von Dänemark, Norditalien, sondern auch England und gar die Türkei verschlucken lassen will. Komisch ist es jedenfalls, daß die Franzosen glauben, daß, da man sie geschlagen hat, man es nun mit der ganzen Welt aufnehmen könne.
England.
London, 18. Sept. Durch die Provinzblätter geht das Gerücht, daß Prinzessin Beatrix, die letzte unverheirathete Tochter der Königin, dem Beispiele ihrer Schwester, der Prinzessin Louise, folgen und ebenfalls in nicht ferner Zeit dem Erben eines britischen Herzogtitels die Hand reichen werde. Der junge Mann, mit dem der Name der Königstochter in Verbindung gebracht wird, ist der Mar- quis of Stafford (ältester Sohn des Herzogs von Sutherland), der erst vor
in die Todtenkawmer. „
Francaife" aus — ist nicht mehr gefährlich, und der Gebrauch, den sie noch von ihren letzten Tagen machen kann, keineswegs zu befürchten. Verurtheilt, zur be- Anzahl deutscher Jesuiten ist auch in dem Iesuiteninstitut in Edinburgh angekom- stimmten Stunde zu verschwinden, wie sollten da einige allzu dreiste Leute noch ........... " " ' " - - - - -
irgend einen Versuch gegen die von dem Lande erwartete, ersehnte und proclamtrte Republik wagen? Das wird sicherlich nicht das Ende, wohl aber doch die voll- ständige Erfolglosigkeit aller Complote sein. Die Feinde der Republik haben wahrlich Grund, sich ihrem Zorne zu überlassen!" Inzwischen erwachsen der Regierung noch andere Ungelegenheiten im Lande; so flößt ihr jetzt die Lage der Dinge in Savoyen und Nizza, wo die separatistischen Ideen immer mehr um sich greifen, große Besorgniß ein.
Paris, 18. September. Ueber die heutigen drei, wie man annimmt, letzten Sühnopfer von Satory wird berichtet: Um Zi/z Uhr Morgens wurden die Ver- urtheilten aus dem Arresthause der Rue Noailles nach dem Gefängnisse Saint- Pierre gebracht; sie nahmen die verhängnißvolle Kunde sämmtlich mit Gelassenheit auf, Deschamps etwas affectirt, Denivelle und Lolive mit wirklichem Muthe. Sie tranken Kaffee und unterhielten sich mit dem Gefängnißdirector und dem Geistlichen: Deschamps und Denivelle schrieben einige Briefe. Um sechs Uhr kamen sie in drei Trainwagen mit ihrer Escorte von GenSd'armen und Dragonern auf dem Richtplatze an; noch unterwegs hatte Deschamps aus einer Thonpfeife geraucht, die ihm beim Ausstetgen aus der Hand fiel. Im Nu waren die drei an ihre Pfähle gefesselt und mit verbundenen Augen empfingen sie die tödtlichen Kugeln; Lolive verhielt sich ganz ruhig, die beiden Anderen riefen: Es lebe die social-demokratische Republik! Nieder mit den Memmen! Rache! Sie brachen alle Drei nach der ersten Decharge ihrer Pelotons (theils Jäger, theils Infanterie) entseelt
die Gambettisten werfen jetzt schon, vielleicht doch etwas zu früh, die Monarchisten Kurzem großjährig geworden ist. Die Prinzessin hat noch nicht das 16. Jahr " "" vollendet. — Dem „Warrington Guardian" zufolge haben in Ditton-Hall, unweit Warrington, 80 aus Deutschland vertriebene Jesuiten ein Asyl gefunden. Eine
trag hat, eine nochmalige Vermessung der Grenzlinie zwischen den britischen Besitzungen in Nordamerika und den Vereinigten Staaten vorzunehmen. Das Werk wird wahrscheinlich 6 Jahre in Anspruch nehmen. — Wie die westindische Post meldet, ist am 3. August in KingStown, der Hauptstadt von Jamaica, eine Feuersbrunst ausgebrochen. Die Soldaten, die zum Schutz des Eigenthums requirirt wurden, griffen in der Trunkenheit die Polizei mit dem Bajonnet an. Der Kra- wall wurde mit beträchtlicher Schwierigkeit unterdrückt, nachdem mehrere Polizisten erheblich verwundet worden waren. Inzwischen äscherten die Flammen eine Menge werthvollen Eigenthums ein.
Türkei.
Die Türkei befindet sich wieder einmal einer Ministerkrisis gegenüber, welche alle Reformen in Frage stellt, auf welche man zu voreilig so große Hoffnungen gesetzt hatte. Unsere Leser wissen, daß der Ex-Großvezir Mahmud Pascha sich geweigert hat, vor dem Ministerrath zu erscheinen, um Aufschluß über gewisse dunkle Punkte seiner Verwaltung zu geben. Nachher verlautete, daß er auf Befehl de« Sultans der Citation zwar Folge leistete, jedoch, nachdem ihm die Fragen vorgelegt waren, den Wunsch aussprach, auf dieselben schriftlich antworten zu dürfen. Die Bitte wurde ihm gewährt. Der Mtnisterrath muß also erst diese Antwort abwarten, bevor er die ihm nöthig erscheinenden Maßregeln gegen den früheren Großveztr ergreift. Ein Correspondent der „Jndep. beige" sicht jedoch mit einiger Bestimmtheit voraus; daß alle vom Ministerium angeordneten Maß- nahmen auf Befehl des Sultans nicht zur Ausführung kommen werden. Es ist natürlich, daß unter solchen Umständen Midhat Pascha und seine Kollegen von ihren Posten zurücktreten. Das wäre wieder einmal ein Stück ächt orientalischer Wirtschaft.
B5rsenBachrlchten.
23. September 1872.
Aetlem.
50/g östr. F. St. E. B. 352
Lombard. Bahn 222 */2
Ludwigsh.-Bexbaoh 2001/2
Max bahn 14 61 /2
Bayer. Ostbahn 1351/2
Rhein-Nahebahn-Aot. 51
Hess. Ludwigab.-Aot. 1781/2
Oberhessen „ 791/2
Weeneei.
Amsterdam k. S. 98
Augsburg k. 8. 100
Berlin k. 8. 1047/a
Bremen k. 8. 175%
Brüssel k. 8. 92%
Hamburg k. 8. 87%
Leipzig k. 8. 105
London k. 8. 118%
Lyon k. 8. —
Paris k. 8. 923/g
Wien k. 8. 106%
ditto m. 8. 106%
ditto 1. 8. 1061/2
Disconto 5 %
Preuss. 41/3 % Oblig. — Frankf. 31/3% Obi. 87i/e Nass. 4Va% Obi. 993/4
Kurhess. 4% „ 94
Gr. Hess. 5% Obi. —
, n 4% , 983/4
, „ 31/gO/o „ 93
Bayer. 50/0 „ IOO1/4
„ 41/zv/g 1jährige —
„ 4% 1jährige 931/4 Würtemb. 4*/8°/0 ObL 99?/4 Baden 41/2% Obi. c. E. L. 99?/g Oesterr. Silberrente 643/8
„ Papierrente 591/4 Spanier, neuest. 3% 29i/a Amerik. Bonds 1881r 987/0
„ „ 1882r 951/3
„ „ 1885r 963/g
„ „ 1887r 963/g
Prioritäten.
3% öster. Stsb.-Prior. 581/4
3% öst. s. Lombard 51
3% Llvomeser 3 81/4
5% Toscaner Gl'/s
5O/o Elisabeth.-Prior. 851/4
do. H. Emiss. 843/4
Geldeorten.
fl. kr.
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42
„ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 10 St. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankens!. 9 20i/2—21i/t' Engi. Sover. 11 47—49 Rusa. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 25-26
i
Anlehenaloose.
Darmstädter fl.50Loose 209 „ »25 „ 55
Kurh. 40 Thlr. Loose 713/4 Nassau 25 fl. —
Braunschweiger 217/a 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 383/8 40/o bayr. Präm.-Anl. 112i/2 4% badische Loose HO1/4
Badische fl. 35 Loose 69 Oestr. fl. 250 v. 1854 811/2 1858r Prioritätsloofle 210 1860r Loose 9 41/4 1864r „ —
Aetlen.
Frankf. Bank 145
Frankf. Vereins-Kasse 155
Darmst. Bankact. 501
Wien Bankaotien 933
Oest. Oreditact. 3521/2
Galizien 2511/2
Versteigerungen.
4423) Mittwoch den 25. d. Mts-, Nachmittags 2 Uhr, sollen die Aepfel und Birnen von den Bäumen auf der Anlage, vor dem Fried- Hofe, im Oswald'schen Garten rc. versteigert werden.
Anfang bei der Schule am Oswalds Berg. Gießen, den 20. September 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
_____________Vogt.____________
Arbeitsversteigerung.
Freitag den 27 September l. I, des Nachmittags um 4 Uhr, soll die Reparatur des Trinkbrunncns, für welche die Maurerarbeit zu 74 fl. 54 fr., die Herstellung eines Brunnenkreuzes rc. zu 25 ft. 6 fr. veranschlagt ist, auf hiesiger Bürgermeisterei an den Wenigstnehmenden vergeben werden-
Rödgen, am 23. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodgen.
(4443)_______Jnderthal.____________
Für Müller!
4442) Montag den 30. b- Mts., Vormittags 10 Uhr,
soll auf dem Gräflichen Hofgut „Hennetten- hof« bei Ruvvertsburg ein vollständiger
Mahlgang nebst Schlaggang öffentlich an den Meistbietenden unter den alsdann be- fannt zu gebenden Bedingungen versteigert werden.
Laubach, am 18. September 1872.
Gräfliche Rentfammer.
Feilgedotenes. M
^Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer
bei Lanbach.
4417) Bestellungen aus ganze Wagenladungen und im Detail werden wieder angenommen in meinem Hause auf dem Seltersweg, bei Herrn Kalkhof. Fr. Schwaab.
643) Thür- und Grab schilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertigt bei ___________Wilh. Balser.
Feinste
Gothaer Cervelatwurst
ist angefommen bei (4415)
Emil Fischbach, Seltersweg.
4445) Wildlederne Reithosen (Koller) zu verkaufen bei
Meyer Rothenberger, _________Neuenweg B. 193.
4440) Ein neuer Marktstand, zu allen Geschäften sich eignend, billig zu verkaufen. Neue-Bäue 85.__________
Ausverkauf.
4089) Meinen geehrten Kunden verfehle nicht, daraus aufmerksam zu machen, daß ich heute meine Vorräthe für die Winter-Saison, welche noch vollständig sortirt sind und in guten modernen Sachen bestehen, in Verkauf genommen habe. Die Preise sind sehr billig gestellt und bewillige ich wie seither einen Rabatt von
Sechs Kreuzer am Gulden.
M. Hirsch Solm«
früheren billigen Preisen________
S Mein Tuch und BukSkiuLager für die Winter-Saison aufs Reichhaltigste sortirt, empfehle ich hiermit angeleßent'icbfi. Ludwig r
Marktstraße 25, gegenüber dem Kaufmann Herrn E m i l P l st o r.
5 Unterhosen
für Herren, Damen und Knaben, sowie wollene und baumwollene Unterjacken und Flanell-Hemden, empfichlt trotz des AEchlags noch zu den - - August Haubach, Mausburg B. 4U.


